Aufgrund von bereits bekannten Sicherheitslücken wurden Millionen von privaten Modems von Unbekannten geknackt. Der Sicherheitsspezialist Kaspersky berichtet in einem Blogeintrag, dass eine einzige Sicherheitslücke auf Geräten von sechs verschiedenen Herstellern dafür gesorgt hat, dass 4,5 Millionen Internet-Nutzer in Brasilien Opfer des Angriffs wurden. Die Lücke wurde bereits im März 2011 veröffentlicht. Selbst wenn man ein sicheres Passwort gesetzt hat, ermöglicht das Leck es Angreifern, die Kontrolle über die Modems und Router zu übernehmen und damit Internet-Adressanfragen an falsche Ziele zu schicken.
Einmal im Netz der Angreifer, wurden PCs, die über solche Modems ins Internet wollten, auf Phishing-Websites weitergeleitet, die nur darauf aus sind, persönliche Daten zu stehlen. Langfristiges Ziel der Angriffe war der Zugriff auf Bankdaten, um an die Konten der Nutzer zu gelangen. Betroffen waren Geräte mit einem nicht näher genannten Chipsatz des Herstellers Broadcom. Firmware-Updates wurden zwar veröffentlicht, allerdings waren nachher immer noch 300.000 Geräte von Attacken betroffen.
Dieser konkrete Angriff war nur auf Brasilien beschränkt, allerdings könnte ein ähnliches Problem auch in anderen Erdteilen auftreten. Viele Nutzer besitzen auch in Österreich noch ältere Modems. Zwar bieten Provider auf Anfrage oft ein Tauschgerät, regelmäßige Firmware-Updates der Geräte sind aber nicht überall üblich. Wie der Angriff zeigt, schützt in dem Fall nicht einmal ein gutes Passwort.
(db)
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