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Neuer Trojaner "miniFlame" befällt USA, Iran und Libanon

16.10.2012 | 08:28 |   (DiePresse.com)

Der Schädling dürfte bereits von 2007 bis 2011 entwickelt worden sein und dient als "hoch präzises, chirurgisches Angriffswerkzeug", warnen Experten. Es öffnet Hintertüren für weitere Attacken.

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Eine neue Cyberwaffe, die mit dem im Frühjahr entdeckten Schädling Flame verwandt ist, hat Experten zufolge Computer im Iran, im Libanon, in Frankreich, Litauen und den USA infiziert. Das bekannte Antivirus-Unternehmen Kaspersky erklärte am Montag, die von ihm "miniFlame" genannte Spionagesoftware sei vergleichsweise klein, aber "hoch flexibel". MiniFlame funktioniere als eigenständiges Spionage-Programm oder als eine Komponente von Flame oder verwandter Schadsoftware. Anders als Flame, der für große Spionageaktionen geeignet sei, sei die kleinere Version "ein hoch präzises, chirurgisches Angriffswerkzeug", sagte Alexander Gostev von Kaspersky.

Flame war im Mai ebenfalls von dem Sicherheitsunternehmen identifiziert worden. Von dem Virus betroffen waren vor allem Ziele im Nahen Osten, wobei Flame es Medienberichten zufolge insbesondere auf Dokumente im Zusammenhang mit dem umstrittenen iranischen Atomprogramm abgesehen hatte. Als mutmaßliche Verursacher des Spionageprogramms wurden deshalb die USA und Israel vermutet.

Zielgerichtete Angriffe

MiniFlame sei vermutlich "eine gezielte Cyberwaffe, die in dem, was man eine zweite Welle von Cyberangriffen nennen könnte, benutzt wird", sagte Gostev. Weltweit gab es laut Kaspersky bisher 50 bis 60 miniFlame-Angriffe auf Computer in Frankreich, den USA, dem Libanon, dem Iran und Litauen. MiniFlame ist ein sogenannter Backdoor-Trojaner, der als Hintertür für Datendiebstahl eingesetzt wird und direkte Zugänge zu infizierten Systemen bietet.

Die Entwicklung dieser Spionagesoftware könne bereits 2007 begonnen und mit verschiedenen Versionen bis Ende 2011 gedauert haben. "Wir gehen davon aus, dass die Entwickler von miniFlame dutzende Modifizierungen des Programms geschaffen haben", erklärte Kaspersky Lab. "Bisher haben wir erst sechs davon gefunden, aus den Jahren 2010-2011."

Flame war zuvor mit dem Computerwurm Stuxnet in Verbindung gebracht worden. Dieser hatte von Siemens entwickelte Computerkontrollsysteme für Wasserwerke, Ölplattformen, Kraftwerke und andere wichtige Einrichtungen attackiert. Die meisten Stuxnet-Infektionen hatte es im Iran gegeben, weshalb auch bei Stuxnet die USA und Israel als mögliche Verursacher genannt wurden. Deren Ziel sei es gewesen, durch Cyberangriffe das umstrittene iranische Atomprogramm zu sabotieren.

(APA/AFP)

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4 Kommentare
Gast: Fetish 1453
16.10.2012 11:34
0 0

Uns wird es ebenso

ergehen:
http://www.heise.de/ct/schlagseite/2007/21/gross.jpg

Wer übernimmt dann?

3 1

Okkupation, illegale Drohnenangriffe, Cyberterrorismus usw.

Die genannten Verursacherländer terrorisieren wieder einmal die Welt
wobei gleichzeitig ihre Film- und Medienindustrie uns erklärt,
dass sie die Guten sind.

What a wonderful world.

Re: Okkupation, illegale Drohnenangriffe, Cyberterrorismus usw.

Also ich fühle mich von einer Mull A - Bombe und dem weltweiten Islamismus weit mehr bedroht, als von Hollywood.

Die USA sind vielleicht nicht die "Guten", aber mit Sicherheit die Besseren. Je nach persönlichem Geschmack, was?

1 0

Re: Re: Okkupation, illegale Drohnenangriffe, Cyberterrorismus usw.

Kann mich nicht erinnern,
dass uns der Iran jemals bedroht hätte!!

Sie vielleicht?

Und den "Islamismus" fördert sicher nicht der Iran,
sondern eher Saudi Arabien
und die sind dabei !16! Atomkraftwerke zu bauen
und da sagt auch keiner etwas.

Und wenn die USA überall auf der Welt Kriege führen
um sich billige Rohstoffe zu besorgen,
dann dürfen sie sich nicht wundern,
wenn andere ihnen nicht wohl gesonnen sind.