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Bundesheer inzwischen auch für "Cyber War" gerüstet

25.10.2012 | 08:09 |   (DiePresse.com)

Die Bedrohungsszenarien reichen vom "Hacktivismus" bis zum offenen digitalen Krieg mit einer fremden Macht. Je mehr Infrastruktur vernetzt ist, desto mehr steigt die Gefahr eines Angriffs.

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Hubschrauber, Panzer und Uniformen sind am bei der traditionellen Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag ein gewohnter Anblick. Weniger greifbar ist allerdings eine andere, mittlerweile mindestens gleich essenzielle Aufgabe für die Landesverteidigung: Seit Jahren wird auch in Österreich gegen Bedrohungen der digitalen Art gerüstet. Im Abwehramt wurde dafür eigens die Abteilung IKT-Sicherheit gegründet.

"Cyber Defense" heißt die Herausforderung, welche bis vor kurzem die bestgerüsteten Armeen der Welt vor völlig neue Herausforderungen gestellt hat. Von jugendlichen "Script Kiddies" über Kleinkriminelle bis zu staatlichen Geheimdiensten gibt es viele Bedrohungsszenarien. In Österreich teilen sich Innenministerium - also Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) - und Abwehramt die Aufgaben, arbeiten aber dennoch eng zusammen.

"Mr. Cyber Defense" Oberst Walter Unger hat im Bundesheer unter anderem die Aufgabe, auch ältere Generationen von Kameraden für das Thema IKT-Sicherheit zu sensibilisieren. Die Bedrohungsszenarien reichen von "Hacktivismus" über "Cyber Terrorismus" bis hin zum "Cyber War". Oft sei das Heer selbst mit Problemen konfrontiert, mit denen sich auch der normale PC-User herumschlagen muss, wie etwa Phishing Mails und Trojaner. Aber auch Lauschangriffe auf Botschaften und Droh-Videos im Internet gehörten schon zu den realen Szenarien, mit denen das Abwehramt konfrontiert war.

Alles vernetzt - alles verletzbar

Moderne Kommunikationstechnologien machen so ziemlich alles, was vernetzt ist, verletzbar. Banken, Stromnetz, öffentlicher Verkehr und Medien können in einem "Cyber War" angegriffen werden und damit die Gesellschaft so gut wie lahmlegen. Vor allem in der Privatwirtschaft sei man sich der ständigen Gefahr oft nicht bewusst, sind sich Experten einig. Und auch im privaten Bereich regiere im Zeitalter der Smartphones die Nachlässigkeit.

So zahlreich wie die Bedrohungen sind auch die Gerätschaften, mit denen das Abwehramt gegen die Cyber-Bedrohung vorgeht: So verfügt man über das Equipment, technische Geräte zu scannen, Leitungen auf zwischengeschaltete Abhörmechanismen zu durchsuchen und Detektoren um verdächtige Frequenzen ausfindig zu machen.

Überprüfungen und Aufklärung

Die Aufgaben der IKT-Sicherheit im Abwehramt beschränken sich jedoch nicht auf die Vorbereitung zu einem potenziellen "Cyber War". So nehmen die dortigen Fachkräfte auch Sicherheitsüberprüfungen vor, etwa der Amtsräumlichkeiten des Bundespräsidenten, des Außenministers, von Botschaften und vor wichtigen internationalen Treffen. Und auch Aufklärung ist ein Anliegen.

Um das Thema stärker zu verankern, findet am 6. und 7. November die "IKT-Sicherheitskonferenz" im Burgenländischen Pamhagen statt, bei der zahlreiche Experten referieren. Parallel dazu wurde die "Cyber Securita Challenge" ausgerufen, bei der auch junge Hacker die Möglichkeit bekommen, ihre Talente für die "gute" Seite zu nutzen.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: seasheperd
26.10.2012 22:25
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Gast: Digitaler Oberbefehlshaber
25.10.2012 11:12
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In the line of fire


Achtung Cybergeschosse von links hinten 9 Uhr.

Volle Bitattacke auf 46.Harddisk im Nordosten, mit aerialer Unterstützung der 2. RAM-Reihe und Covertoperation der rechten Maustaste. Danach Sturmangriff im Nahkampf mit Spannungsspitzen der Power Supply. Keine Gefangenen nehmen. Ziel ist verbrannte Erde- bzw. Eliminierung aller Bytes egal ob auf Speichermedien, im digitalen Untergrund der Datenbusse oder free floating in Lichtwellenleitern. Der Sieg ist unser. Auf in den Kampf Operators!

Antworten Gast: de mirabaud (der echte)
25.10.2012 11:46
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Re: In the line of fire

dass 9 uhr links hinten entspricht wäre mir neu...

Gast: de mirabaud
25.10.2012 08:53
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Es würde mich wundern,

wenn unsere Experten mehr drauf hätten als die der deutschen Cyberabwehr. Und deren Fähigkeiten sind bestenfalls als lächerlich einzustufen.

Antworten Gast: cw365
30.10.2012 08:58
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Re: Es würde mich wundern,

dann fangen sie schon ein mal an sich zu wundern. Die haben nämlich mehr drauf als die lächerlichen Piefke!

Antworten Gast: de mirabaud
25.10.2012 10:56
1 0

eine dreiste aneignung meines gastnamens

leicht erkennbar an der recht simplen form;
wiewohl der inhalt Ihres kommentars durchaus richtig ist.