Fotos aus Social Networks tauchen oft auf Sex-Sites auf

Freizügige Fotos 15- bis 17-jähriger Network-User werden immer häufiger von einschlägigen Webseiten kopiert und veröffentlicht.

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Fotos Social Networks tauchen
(c) AP (Timur Emek)

Dass Jugendliche im Netz gelegentlich zu unbekümmert mit ihren privaten Daten umgehen, ist kein Geheimnis. Eine neue Studie zeigt nun, welche Konsequenzen das haben kann. Freizügige Fotos, die Jugendliche in Social Networks wie Facebook teilen, landen immer öfter auf einschlägigen Sex-Webseiten. Zu diesem Ergebnis kam die britische Internet Watch Foundation (IWF), berichtet der "Guardian". 

Untersucht wurden 12.224 Bilder und Videos, die Jugendliche ins Netz stellten. 10.776 davon wurden auf einschlägigen Webseiten wiedergefunden. In einem Fall stammten die Fotos sogar von einem gestohlenen Handy. Studien zeigen immer wieder, dass Jugendliche zwar mit den Sicherheitseinstellungen von Facebook und Co. umgehen können. Oft ist aber das Vertrauen in andere Internet-Nutzer zu groß und Freundschaftsanfragen von vermeintlich Bekannten werden rasch bestätigt. 

Nacktfoto im Netz trieb in den Selbstmord

Jüngst wurde mit dem Fall Amanda Todd ein besonders tragisches Schicksal im Zusammenhang mit Fotos im Internet bekannt. Die 15-jährige Kanadierin nahm sich nach einer Hetzkampagne das Leben. Sie hatte einem fremden Mann im Internet ein Nacktfoto geschickt, der es daraufhin im Internet verbreitete. Daraufhin wurde Todd von Mitschülern gemobbt und attackiert. Am 10.Oktober nahm sie sich das Leben.

 

(sg)

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