Zeus-Trojaner stiehlt 36 Millionen Euro von Bankkunden

06.12.2012 | 09:24 |   (DiePresse.com)

Zeus ist eines der größten Netzwerke aus infizierten Computern. Der Trojaner liest zum Beispiel Passwörter mit.

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Online-Bankräuber haben sich das Botnet Zeus zunutze gemacht, um europäischen Bankkunden insgesamt 36 Millionen Euro zu stehlen. Ein Botnet ist ein Netzwerk aus infizierten Computern, die von Hackern ferngesteuert werden und zum Beispiel über Spam-E-Mails Schadsoftware verteilen. In diesem Fall wurde das Programm "Eurograbber" verteilt, berichten die Sicherheitsfirmen Versafe und Check Point Software. 

Beträge von 500 Euro bis 250.000 Euro

"Eurograbber" sorgt dafür, dass das SMS mit dem TAN-Code abgefangen wird, indem der Nutzer auf eine manipulierte Online-Banking-Seite geleitet wird und nach seiner Handynummer gefragt wird. Auf dem Handy wird dann eine Variante des Zeus-Trojaners installiert, der die TAN-Codes liest. Die Angreifer führen dann Überweisungen in der Höhe von 500 Euro bis 250.000 Euro durch. "Eurograbber" wurde im Frühjahr erstmals in Italien entdeckt und konzentriert sich derzeit ausschließlich auf die Eurozone, heißt es in dem Bericht. Die Experten empfehlen, keine Anhänge in verdächtigen E-Mails zu öffnen und auch auf dem Smartphone darauf zu achten, nur vertrauenswürdige Programme und Updates zu installieren. 

 

(Red. )

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4 Kommentare

ich hoffe dafür muss kein rettungspaket herhalten!

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Stiehlt von Bank

Von den Bankkunden können die nichts stehlen. Die Banken sind dafür zuständig, dass die Konten ordnungsgemäß geführt werden.

Re: Stiehlt von Bank

Vollkommen richtig. Das bei einem Bankraub erbeutete Geld wird ja auch nicht den Kunden vom Konto abgezogen.

Re: Re: Stiehlt von Bank

Stimmt. Und die Banken lassen sich gegen Überfälle und Raub versichern, was unterm Strich dann wer bezahlt?

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