Microsoft und Symantec legen Zombie-PC-Netz lahm

Mit den lahmgelegten Servern wurden bis zu 600.000 infizierte PC ferngesteuert. Die Drahtzieher lukrierten jährlich eine Mio. Dollar.

Microsoft Symantec legen ZombiePCNetz
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Microsoft Symantec legen ZombiePCNetz
(c) Reuters Photographer Reuters

Die US-Firmen Microsoft und Symantec haben gemeinsam ein großes Netz aus Zombie-PC lahmgelegt. Konkret wurden bei der Aktion die Server der Kriminellen lokalisiert und heruntergefahren. Mit den Servern wurden bis zu 600.000 zuvor mit Schadprogrammen infizierte Rechner ohne Wissen ihrer Besitzer ferngesteuert, sagte der Cyber-Crime-Spezialist Richard Boscovich von Microsoft der Nachrichtenagentur Reuters.

Polizeibeamte durchsuchten in Begleitung von Technikern der beiden Softwarefirmen Datenzentren in New Jersey und Virginia. Auch in den Niederlanden wurde ein Provider dazu bewogen, einen Server abzuschalten. Durch das Herunterfahren der Server war es Nutzern infizierter Rechner zunächst nicht möglich, Suchmaschinen im Internet zu nutzen. Die Unternehmen boten den Betroffenen technische Hilfe an.

Die Verbrecher manipulierten nach Darstellung der Konzerne Suchergebnisse und verlangten von Unternehmen fälschlicherweise Geld für Online-Werbeklicks. Dadurch soll pro Jahr ein Gewinn von schätzungsweise einer Million Dollar erzielt worden sein.

 

(Red. )

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