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Schlag gegen Spammer: Zombie-Hoster McColo offline

13.11.2008 | 16:02 |   (DiePresse.com)

Bis zu zwei Drittel des weltweiten Spam-Volumen sind vorübergehend passé, seit der Host-Anbieter McColo vom Netz getrennt wurde. Über ihn steuerten zahlreiche Spammer ihre Bot-Netze. Die langfristige Wirkung ist aber noch unklar.

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Sie haben seit Mittwoch deutlich weniger Angebote für Viagra und diverse Verlängerungen bekommen? Das dürfte an einem schweren Schlag gegen die Spam-Verbreiter liegen: Der Webhosting-Provider McColo ist vom Netz getrennt worden. Das berichtet die Washington Post.

Zentrale der Zombie-Netze gekappt

Offenbar haben Cyberkriminelle massiv das Hosting-Angebot (Unterbringung von Websiten auf einem Server) von McColo genutzt. "Sie waren Host für die Computer, die in großen Botnetzen als Kommando- und Kontrollserver fungiert haben", erklärt Paul Wood, Senior Analyst bei MessageLabs. Jetzt sind große Spamschleuder-Botnetze deutlich beeinträchtigt.

Bot-Netz
Bots (abk. für Robots) sind von Schadsoftware befallene Rechner, die von Spammern zur Verteilung der Rechenlast und zum unauffälligen Versand von Spam benutzt werden.
Der Besitzer der Computer merkt meist nicht, dass sein Rechner als Bot missbraucht wird.

Bis zu zwei Drittel weniger Spam

Das weltweite Volumen an Spam-E-Mails ist seit Dienstagabend deutlich zurückgegangen und liegt aktuell auf einem relativ geringen Niveau. Nur mehr ein Drittel bis ein Viertel der zuvor üblichen Spam-Aktivität weist beispielsweise die Statistik der Plattform SpamCop aus.

Etliche große Botnetze haben durch das McColo-Aus offenbar wesentliche Server verloren. "Eine weitere Analyse unserer Messungen deutet darauf hin, dass die Aktivitäten von

  • 'Mega-D' um 80 Prozent,
  • 'Srizbi' um 60 Prozent und jene von
  • 'Rustock' um 50 Prozent

abgenommen haben", sagt der Experte. Alle drei zählen zu den größten Botnetzen der Welt. rizbi wurde im Mai von Marshal Limited mit geschätzten 60 Mrd. E-Mails pro Tag als größte Spamschleuder der Welt identifiziert.

Langfristige Wirkung unklar

"Es wird einige Tage dauern, ehe wir sicher wissen, wie die langfristigen Auswirkungen aussehen", meint Wood. Unter anderem liegt das daran, dass bei vielen Botnetzen die tägliche Spam-Menge stark variiert und ein normales Tief zufällig mit dem McColo-Aus zusammenfallen könnte.

Doch die Cyberkriminellen hinter den großen Spam-Netzwerken werden nicht kampflos aufgeben. "Die Hinterleute versuchen Wege zu finden, um die Kontrolle über ihre Botnetze wiederzuerlangen", sagt Wood. Wie schnell und effizient ihnen das gelingt, bleibt noch abzuwarten.

 

(pte/red)

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5 Kommentare
Algorrian
13.11.2008 16:44
0 0

sorry aber...

dies würde sich alles erledigen wenn es nicht immer wieder solche idioten gäbe die in diese mails schauen, schlimmer noch dann auf die homepage schauen, ganz zu schweigen von bestellen.... -.- das geht gar nicht.

Antworten Gast: Gernto
27.11.2008 23:12
0 0

Re: sorry aber...

Normale Leute die oft auch irrtümlich derartige Mails öffnen als Idioten zu bezeichnen ist beleidigend aber auch dumm. Das ist das gleiche Prinzip auch bestohlene als selbst schuld zu bezeichnen, da sie ja potentielles Diebesgut mit hatten und nicht die Schuld beim Dieb zu suchen.

Nobodaddy
14.11.2008 09:02
0 0

Gegen die Dummheit kämpfen Götter selbst vergeblich.

Es wird wahrscheinlich einfacher sein, die Kriminellen auszumerzen, als die Idioten, die ihnen auf den Leim gehen.

TheAlien
14.11.2008 15:12
0 0

Re: Gegen die Dummheit kämpfen Götter selbst vergeblich.

Sprechen Sie in Ihrer Aussage über Spammer oder über unsere Politiker?

Nobodaddy
14.11.2008 16:20
0 0

Re: Re: Gegen die Dummheit kämpfen Götter selbst vergeblich.

In diesem Zusammenhang:

Spammer = Kriminell
Betrugsopfer = Dumm.

Selbstverständlich können Sie die Aussage auf beliebige Personenkreise nach Bedarf erweitern.