Der gefährliche Conficker-Wurm hat schon mehr als sieben Millionen Computer infiziert. Die Zahlen basieren auf Erkenntnissen der Conficker Working Group, die den Schädling dank spezieller Abfang-Server recht genau beobachten kann. Trotz seiner großen Bekanntheit werden immer noch etliche PCs mit Conficker infiziert. Derzeit scheint sich die Zahl der Infektionen sogar zu vergrößern, berichtet Sicherheitsforscher Andre DiMino gegenüber Computerworld.
Militärnetzwerke infiziert
Der Wurm wütet bereits seit einem Jahr im Internet und konnte sogar wichtige Systeme der britischen und französischen Luftwaffe infizieren. Die Conficker Working Group wurde von mehreren Unternehmen gegründet, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln und die Verbreitung des Wurms einzudämmen. Dennoch steigt die Zahl der Infektionen täglich. Für viele Unternehmen erwächst daraus ein finanzieller Schaden, wenn PCs in ihrem Netzwerk infiziert werden.
Netzwerk liegt ungenutzt brach
Wenn ein Rechner mit dem Wurm infiziert ist, kann er von Dritten ferngesteuert werden, ohne dass es der Benutzer mitkriegt. Diese "Zombie-PCs" vernetzen sich untereinander und können als sogenanntes Botnetz im Verbund entweder als Spamschleudern oder als Angriffswerkzeug gegen Firmenserver genutzt werden. Die Große des Conficker-Netzwerks wird von Experten sogar als "waffenfähig" angesehen. Allerdings wurde dieses Netz bisher kaum für kriminelle Zwecke genutzt. Es wird vermutet, dass Confickers Schöpfer nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen.
(db)

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