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"Cyber-Attacke": US-Firma nimmt Wikileaks-Adresse vom Netz

03.12.2010 | 12:13 |   (DiePresse.com)

Nach massiven Hacker-Angriffen knickte der bisherige Domainverwalter ein. Zurzeit ist Wikileaks unter wikileaks.ch erreichbar. Sarah Palin fordert unterdessen Geheimdienste auf, die Plattform komplett zu vernichten.

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Nachdem die Internetplattform Wikileaks am Sonntag damit begonnen hatte, hunderttausende geheime und vertrauliche Dokumente des US-Außenministeriums zu publizieren, sah sie sich wiederholt mit technischen Problemen konfrontiert. Nachdem der IT-Dienstleister Amazon die Website von ihren Servern verbannt hatte, war sie schließlich unter ihrer Domain (Internetadresse) "wikileaks.org" überhaupt nicht mehr erreichbar. Als Notmaßnahme ist die Website direkt über die IPAdresse http://213.251.145.96 aufzurufen. Inzwischen sind dort auch wieder die "Cablegate"-Depeschen verfügbar.

Domain-Verwalter überfordert

Wikileaks teilte seinen neuen Status per Twitter mit der Botschaft mit: "@wikileaks: WikiLeaks,org domain killed by US everydns.net after claimed mass attacks KEEP US STRONG https://donations.datacell.com" Die Firma EveryDNS ist einer der weltweit größten Anbieter von Internet-Domains. Bei solchen Firmen werden die Namen von Internetadressen registriert und verwaltet. EveryDNS erklärte in einer Aussendung, dass die anhaltenden Angriffe auf Wikileaks die gesamte Server-Infrastruktur in Gefahr gebracht hätten. Daher habe man die Domain deaktivieren müssen. Wikileaks betont in seiner Twitter-Nachricht die Tatsache, dass es sich bei EveryDNS um ein US-Unternehmen handelt.

Komplette Übersiedlung dauert

Kurz nach 10 Uhr MEZ teilte Wikileaks über Twitter mit, dass man nun in Schweiz "übersiedelt" sei und eine neue Domain (Internetadresse) habe: Statt auf "wikileaks.org" ist die Enthüllungsplattform ab sofort auf "wikileaks.ch" erreichbar. Anfangs war nur die Startseite übersiedelt, inzwischen sind auch die umstrittenen 250.000 US-Botschaftsdokumente einsehbar.

Sarah Palin ruft zu Wikileaks-Attacken auf

Bei den konstanten Angriffen auf Wikileaks handelt es sich um DDoS-Attacken - "Distributed Denial of Service". Dabei werden die Server des Ziels von unzähligen Computern dermaßen mit Datenmüll bombardiert, dass die Rechner in die Knie gehen oder die Verbindung einbricht. Derartige Angriffe dienen oft auch dazu, Schwachstellen in Serverlandschaften auszureizen, um dann an empfindliche Daten heranzukommen. Hinter den Angriffen auf Wikileaks werden politische Motive vermutet. Inzwischen hat auch die gescheiterte US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin auf Facebook dazu aufgerufen, die Plattform durch "alle zur Verfügung stehenden Cyber-Werkzeuge" permanent lahmzulegen. Gleichzeitig will sie Wikileaks-Sprecher Julian Assange als Terroristen gebrandmarkt sehen. Er habe "Blut an seinen Händen".

(Ag./Red.)

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1102 Kommentare
 
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Assange

hat nichts anderes getan, als zugespielte Dokumente veröffentlicht. Das würde auch jedes Käseblatt machen und fällt für mich unter freien Journalismus. Wenns das nicht mehr geben soll, dann leben wir echt in keiner Demokraie mehr.

Dann sollten Sie die Dinge aber auch zu Ende denken

Jede Zeitungs- und TV-Redaktion, die sich mittels dieser Argumente vergnügt die wikileaks-Veröffentlichungen zunutze macht sollte sich aus freien Stücken zur vollen Offenheit verpflichten. Wikileaks selbst natürlich auch.

Gast: gast
10.12.2010 10:46
0 0

nebenbei ..

da hätte er ihnen was voraus .. der erdogan ist schon mal verurteilt worden, und im häfen gesessen :-):-)

Gast: Internist
06.12.2010 23:34
0 0

Berlusconis Gesundheitszustand soll "verheerend" sein

Wenn er so krank ist wie er aussieht
ist er sicher schon gut eine Woche tot.

Meint Pilz das wirklich ernst?


Gast: Beobachterinininin
06.12.2010 09:39
1 0

Erstmals in meinem Leben bin ich mit Pilzes Meinung einverstanden

Gebt Assage Asyl in Oesterreich.
Und die Mossad-CIA-Stapo-usw Poster, die alle das scheusslichste Gebilde aller Zeiten, den "Demokratischen Staat" verteidigen, entlockt mir nur ein mildes Laecheln....

Gast: gast
06.12.2010 06:45
1 5

Assange und Pilz passen gut zusammen

Assange ist ein selbstverliebter Lügner der für sein eigenes Fortkommen hehre Motive vorschiebt. So gesehen passt er ja ausgezeichnet zum Pilz. Assange gibt zb. immer wieder gerne an, dass es ihm ja nur um Information, auf die ein jeder umfassend Recht hätte, gehe. Zu seiner Person beschneidet er Informationen aber ganz massiv: Ist zb. schon der Gerichtsakt zu der vom ihm mutmasslich begangenen Vergewaltigung in Wikileaks? Eine Zeitung die kritisch über ihn schreibt, bekommt keine Informationen mehr vorab usw. Und die heldenhaften "Wistleblower"? Meistens Leute, die aus persönlichen Motiven Informationen, über die sie verfügen illegal weitergeben. Wenn ein Polizist eine EKIS-Anfrage macht und an eine Partei weitergibt (= illegal, will da nichts beschönigen), dann ist das der große Spitzelskandal, aber ein Wistleblower ist ja sooo ehrenwert.

Re: Assange und Pilz passen gut zusammen

Man kann Wikileaks kritisch gegenüberstehen, Sie schreiben aber einfach nur Blödsinn.

Welche Zeitung bekommt bitte keine Infos mehr vorab, weil kritisch gegenüber Assange?

Wikileaks ist öffentlich, für jeden einsehbar. Das ist wohl ein gewaltiger Unterschied zu einer Partei. Wie können Sie diese beiden Fälle vergleichen?

Antworten Antworten Gast: gast
06.12.2010 09:12
1 1

Re: Re: Assange und Pilz passen gut zusammen

Die New York Times war eine der Zeitungen die die großen Enthüllungen immer Vorab bekamen. Bis sie kritisch über Assagne geschrieben haben, dann wurden sie mit Nichtbeachtung bestraft. Nein es gibt keinen Unterschied. Es geht um Geheimnisverrat. In einem Fall ist`s für Pilz der größte Skandal aller Zeiten, im Anderen ist`s edel. Gesetze gelten für jeden und in jedem Fall gleich. Zumindest in der Theorie. Wikileaks ist im Übrigens mitnichten "öffentlich". Es werden nur gesichtete und ausgesuchte Dokumente veröffentlicht. Im allgemeinen Freudentaumel ist auch hier Vorsicht angebracht. Wikileaks macht Politik und keiner merkt`s.

Mehr noch

Die Forderung von w. nach Öffentlichkeit bezieht sich nicht auf die vierte Gewalt. Die Vorgänge in den Redaktionsstuben bleiben unangetastet. Dort wäre eventuell einiges an Käuflichkeit, Abhängigkeit oder gar politischer Einflussnahme zu finden.

Was

mischt sich der amerik. botschafter in der schweiz dermassen unfreundlich u. dreist in eine europäische rechtsangelegenheit ein?

wow.

bin ueberrascht. endlich wiedermal eine unterstuetzenswerte forderung der gruenen seit.... hhhmm.... tja.... ist wohl schon lange her....

Antworten Gast: gast
06.12.2010 09:39
0 1

Re: wow.

Das ist denkunmöglich. Da muss was faul sein.

Gast: FASS
05.12.2010 22:26
2 0

Thema verfehlt!

In diesem Zusammenhang ist es uninteressant dass USA die Chinesen für einen Hackerangriff auf Googl verantwortlich macht.
Thema dieses Artikels kann doch nur die Frage "Wer ist für die Hackerangriffe auf WIKILEAKS verabtwortlich?" sein.

Gast: gastistda
05.12.2010 21:11
3 4

Sollt man über

so viel Dummheit des grünen Pilz lachen oder weinen?
Gibt es eigentlich für solche Menschen eine Therapie?

Antworten Gast: gast
06.12.2010 06:45
2 1

Re: Sollt man über

Gibt es: Abwählen und in die Realität entlassen.

Ein Aufdecker hilft einem anderen: Eigentlich ganz normal!

Sowohl Peter Pilz als auch Julian Assange arbeiten in der Aufdecker-Branche; sozusagen. Da ist es doch eigentlich ganz normal, daß dem auf der Flucht befindlichen Kollegen sicheres Asyl angeboten wird. Soweit halt Österreich für ECHTE "politisch Verfolgte" ein sicherer Aufenthaltsort ist. Unsere Behörden sind da beim Schützen oft recht locker drauf. Bzw. würden sie etwaigen amerikanischen Auslieferungswünschen kaum massiven Widerstand entgegen setzen...

Pilz´s Kritik an unserer Regierungspolitik zielt freilich nur teilweise ins Schwarze. Was deren Umgang mit internationalen Diktaturen und die Geschäfte mit denen angeht, so hat er zwar einerseits recht; anderseits ist sie jedoch in punkto eingetrübter Menschenrechts-Beobachtung auch nicht schlimmer als das, was andere westliche Länder dies bezüglich abliefern.

Und daß ausgerechnet Herr Pilz als Ultralinker sich daran ereifert, daß Österreich den US-Imperalismus nicht in der gewünschten Weise unterstützt, muß man sich ebenfalls erst genüßlich auf der Zunge zergehen lassen. Die Zeiten ändern sich eben.

Übrigens: US-Botschaften werden nur selten mit "gelernten" Diplomaten besetzt. Oft sind es fleißige Wahlspenden-Sammler für den neuen Präsidenten gewesen...

Gast: rudi234
05.12.2010 20:58
4 2

politiker

pilz ist halt ein kluger kopf - die besten köpfe aus allen partein sollten die regierung bilden- die schwachköpfe den tee holen, für die gscheiten, gehns herr werner noch a glaser wasser bitte...

6 5

bravo peter pilz

endlich jemand, der sein Hirn zum Denken einschaltet-
wenn es bei den Grünen mehr Pilz gäbe, wären sie direkt wählbar

Antworten Gast: gast
06.12.2010 08:05
1 1

Re: bravo peter pilz

LOL! Oder meinst du das vielleicht ernst?

Gast: gast
05.12.2010 19:06
3 6

ev könnte

man pilz abschieben wenn assange asyl bekommt

Re: ev könnte

Fekter hat einen uneingeschränkten Vorrang.

Gast: dryeti
05.12.2010 19:03
2 4

Asyl in Österreich?

Das wäre wohl eher eine Strafe als eine Hilfe.
Die Saualpe lässt grüssen.

Antworten Gast: Frau Holle
05.12.2010 20:15
5 0

Re: ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich recht ungeniert

Nachdem wir bei den Amerikanern sowieso schon einen so "schlechten Ruf " haben (störrische Alpenrepublik, tun nicht das was wir sagen - siehe Depeschen), aufgedeckt durch Assange, wäre es doch ein leichtes Assange Asyl zu gewähren.
Ausserdem haben wir auch so wie Afganistan einige Höhlen in den Alpen, wo er sich gut verstecken könnte.

Gebt Assange endlich Asyl !! Er braucht es und hat nicht 3500 Menschen umgebracht wie Bin Laden mit seiner Gang. Ausserdem hat Österreich keine Rohstoffe - ausser Wasser vielleicht - welche für die USA strategisch interessant sind. Also ich fürchte die Bomben der USA und Nato nicht, fürchte aber, dass Assange bald gefasst wird. Immerhin ist es kaum anzunehmen, dass die Familie Obama mit der Familie Assange geschäftliche Kontakte pflegt, wie eben die Familie Busch mit der Familie Laden Geschäfte gemacht hat, was wahrscheinlich der Grund ist weshalb zwar die Waffenindustrie gut verdient hat, Bin Laden aber noch immer frei herumläuft.

Gast: Gast
05.12.2010 19:01
7 1

Land der unbegrenzten Menschenrechts-Verletzungen

Produkte aus diesem Land möchte ich nicht mehr kaufen.

Konsequent durchdacht

sollten Sie rasch beginnen, sich einen Gemüsegarten hinterm Haus anzulegen. Und eine Ziege anschaffen.

Wenn Sie von niemandem mehr kaufen wollen, wo nicht moralisch zumindest streng riecht.

Oder - sollten Sie Österreicher sein - lassen Sie es gleich bleiben und stürzen sich vom Ringturm (für Nichtwiener: Hochhaus am Ring) Sich von wem gerettet haben lassen, der moralisch nicht so auf der Höhe ist, ist ja auch bedenklich. Ohne Amerikaner gäbs schließlich k ein freies Österreich.

 
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