Am 9. Juli könnten Millionen PCs keinen Zugang mehr zum Internet haben. Schuld daran ist der Trojaner DNSChanger. Er leitet Internetnutzer auf einen Server um, den das FBI von Kriminellen beschlagnahmt hat. Das FBI wird diesen Server am 9. Juli abdrehen und hofft, dass bis dahin alle infizierten PCs gereinigt sind. Obwohl das Problem seit Monaten bekannt ist, scheinen nach wie vor die meisten Nutzer nichts von der Infektion ihrer PCs zu wissen. Google versucht nun zu helfen, indem die Suchmaschine auf betroffenen Rechnern eine entsprechende Warnung einblendet.
Nur wenige PCs bisher gereinigt
Ursprünglich wurden die Infektionen weltweit auf mehr als vier Millionen PCs geschätzt. In Deutschland gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nun bekannt, dass von den ursrünglich 35.000 in Deutschland infizierten Rechnern noch immer 20.000 täglich mit den FBI-Servern kommunizieren.
Das Ziel der DNSChanger-Autoren war es, Opfer auf manipulierte Seiten locken, um Passwörter mitzulesen oder ihnen Viren und Trojaner unterzujubeln. Die Drahtzieher hat das FBI vergangenen November in Estland festgenommen. Einige der Server hat die Polizei jedoch bis heute weiterhin betrieben, damit die betroffenen Computer nicht schlagartig vom Internet getrennt werden. Am 9. Juli wird das FBI diese Server abdrehen.
PC prüfen und DNSChanger löschen
Das BSI und die Deutsche Telekom haben eine Webseite eingerichtet, die prüft, ob der eigene Rechner über die Gauner-Server umgeleitet wird. Zeigt die Seite beim Aufruf ein grünes Feld, ist das nicht der Fall. Ist das Feld rot, werden Tipps angezegt, wie man den Schädling namens "DNSChanger" wieder los wird. Dazu gibt es für Windows und Mac OS X eigene Programme. Danach müssen auch die DNS-Einstellungen von Computer und Router wieder geändert werden - im Zweifelsfall hilft dabei der Provider.
(Red. )
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