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Acta ist so gut wie gestorben

21.06.2012 | 17:11 |   (Die Presse)

Alle Ausschüsse des Europaparlaments sprechen sich nun für die Ablehnung des umstrittenen internationalen Abkommens gegen Produktpiraterie aus. Was nun mit Acta geschieht, ist allerdings unklar.

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Brüssel/go. Das Europäische Parlament wird bei seiner nächsten Vollversammlung das geplante zwischenstaatliche Abkommen gegen Produktpiraterie ablehnen. Am Donnerstag sprach sich in Brüssel mit einer 19:12-Mehrheit der Parlamentsausschuss für Internationalen Handel dafür aus, das Acta (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) in der Straßburger Plenartagung von 2. bis 5. Juli zurückzuweisen. In den vergangenen Wochen hatten sich mehrere andere Ausschüsse gleichermaßen geäußert.

Das Parlament kann den Inhalt völkerrechtlicher Verträge, welche die Kommission stellvertretend für die EU ausverhandelt, zwar nicht ändern. Die Abgeordneten haben aber das Vetorecht. Davon werden sie nun so gut wie sicher Gebrauch machen.

Was nun mit Acta geschieht, ist unklar. EU-Handelskommissar Karel De Gucht beharrt darauf, den Text zuerst dem Gerichtshof der EU in Luxemburg vorzulegen. Er solle beurteilen, ob die darin enthaltenen Maßnahmen zur erleichterten Verfolgung von Produktfälschern mit dem europäischen Recht vereinbar sind oder ob sie es verletzen. „Eine negative Abstimmung wird das Verfahren vor dem Gericht nicht stoppen“, hatte de Gucht bereits am Mittwochabend in einer Aussprache mit den Mitgliedern des Handelsausschusses gesagt. Sollten die Richter Acta für einwandfrei befinden, werde er den Text dem Parlament ein zweites Mal zur Zustimmung vorlegen. Der britische Sozialdemokrat David Martin, der die Ablehnung von Acta im Parlament organisiert, erklärte allerdings am Donnerstag nach der Abstimmung, dass eine erneute Vorlage desselben Textes rechtswidrig sei. „Wir warten auf die Plenarabstimmung, aber natürlich erwarten wir von den Abgeordneten, die Bedeutung einer Rechtsmeinung des Gerichts anzuerkennen“, sagte der Sprecher von Kommissar De Gucht am Donnerstag.

Abgeordnete beugen sich Internetprotest

Das Parlament hat damit eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Noch Ende 2010 hatte es sich in einer Entschließung für Acta ausgesprochen. Dann hatten teils wütende Proteste von Internetaktivisten die Meinung vieler Mandatare gewendet. „Wir hätten auch lieber ein multilaterales Abkommen“, sagte der CDU-Abgeordnete Daniel Caspary, der Acta befürwortet. „Die Chinesen und Inder haben ja gar kein Interesse, sich im Rahmen internationaler Organisationen diesen Themen zu stellen.“

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17 Kommentare
Gast: Hastalavista
11.07.2012 10:18
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ACTA durch die Hintertür wiederbelebt?

Kommt ACTA jetzt via CETA (Canada-EU Trade Agreement) durch die Hintertür?

http://www.michaelgeist.ca/content/view/6580/135/

Gast: GJ
24.06.2012 11:40
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Ein Dinosaurier kommt selten allein

"Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren."

Na wer hat das nochmals Gesagt? OH ein Amerikaner? Was der war sogar Präsident?!
Benjamin Franklin war sein Name.

Ich habe nichts gegen Urheberrechte, aber wenn kein Verdacht gegen einen besteht, dann will Ich das mein PC und meine Haustüre geschlossen bleiben.

Verdachtsunabhängige Hausdurchsuchungen, soweit kommts noch.

"Ueber die Toten nichts Schlechtes."

Aber noch wichtiger ist es, darauf zu achten, dass die Toten nicht dem Grabe entsteigen und herumwandeln!


Und Widerstand hilft doch

nur weil immer gesagt wird "könn' ma eh nix machen".

Aber hätte es nicht so starke Stimmen dagegen gegeben, vielen Dank dabei auch an die Medien, dann wäre Acta wohl schon längst Gesetz.

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Dafür kommt bald PACTA... DACTA... CACTA... BACTA... SACTA...


mittlerweile kommt der

Medienbetreib in den USA, von aus sehr viel
in Sachen Acta betrieben wurde, noch viel
umfassender in die Krise.
Allein wegen dem Schwinden an Sehern und
Lesern wird jede Menge überflüssig, schlicht
hinfällig.
Die Krise der Medien ist bekanntlich
selbstverschuldet.
http://www.businessinsider.com/tv-business-collapse-2012-6

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Re: mittlerweile kommt der

Der Knackpunkt ist halt, dass niemand mehr Content produzieren wird, wenn niemand dafür zahlen will.

Die Blogger, die ja ursprünglich so vielversprechend waren tun zumeist - es gibt nur wenige Ausnahmen - nichts anderes als Berichte der konventioellen Meiden aufgreifen und kommentieren. Außer wenn es sich um sozusagen Internet-interne Agenden handelt, die aber die meisten auch nicht interessieren.

Die meisten Webmedien - wie auch hier - wären ohne das Printmedium resp. den TV-Sender nicht machbar.

Letztlich tut ja Google auch nichts anderes als den Content aggregieren für ihre News. Die machen ja selbst nicht viel.

D.h. man wird eine Zeit lang vielleicht Vieles an Content noch kostenlos nutzen können, aber irgendwann wird nichts Neues mehr produziert werden.

Damit jemand etwas kopieren kann muss es erst vorher jemanden gegeben haben, der das produziert hat. Und das ist immer noch genauso viel Arbeit wie vor ein paar Jahrzehnten. Lediglich die Verteilung ist einfacher und billiger.

Wenn sich Leute Fernsehsendungen im Web als Stream oder Videoclip anschauen gibt es das auch nur, weil das quasi ein Abfallprodukt der regulären Produktion eines Fernsehsenders ist.

Re: Re: mittlerweile kommt der

als ob in den letzten Jahren "Content" produziert wurde...

Re: Re: Re: mittlerweile kommt der

... produziert worden wäre ...

oder?

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Re: Re: mittlerweile kommt der

ich stimme dir da vollkommen zu und komm noch mit einem weiteren Argument.
wenn Menschen aus Krisengebieten posten, sind sie Reporter. sie nutzen ein schnelles Medium, damit sie andere teilhaben lassen können. das ist gut. eine Zeitung eine News-Sendung ist aber eine SAMMLUNG dieser Berichte und Meinungen. ich geb gern Kohle für diese Dienstleistung aus,Maß mir eine Organisation von Menschen, denen ich vertraue, mit meine Infos zusammenstellt.
klar gelingt es denen leicht, mich zu manipulieren, aber das kann der Reporter auch, denn ich hab's ja nicht selbst miterlebt.
somit bezahle ich beim Kauf einer Zeitung fürs zusammentragen und prüfen des Content, für die reise des Reporters,.....
was ist daran falsch?
wenn wir glauben, dass der Zugriff auf die verteilten Infos der Blogger gratis ist soll mir mal erklären, wie die Infos dann dann kostenlos übers Internet zu mir gelangen sollen :-)

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Re: Re: Re: mittlerweile kommt der

Das etwas perverse am Internet ist, dass daran nur jene verdienen, die Content speichern, transportieren oder ordnen.

Jene, die den Content produzieren verdienen praktisch nichts daran.

Niemand würde wohl kostenlos Autos bauen, damit die Spediteure was zu tun haben und sich die Leute über Autos freuen, für die sie nur die Lager- und Transportkosten bezahlen müssen.

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Re: Re: mittlerweile kommt der

ich stimme dir da vollkommen zu und komm noch mit einem weiteren Argument.
wenn Menschen aus Krisengebieten posten, sind sie Reporter. sie nutzen ein schnelles Medium, damit sie andere teilhaben lassen können. das ist gut. eine Zeitung eine News-Sendung ist aber eine SAMMLUNG dieser Berichte und Meinungen. ich geb gern Kohle für diese Dienstleistung aus,Maß mir eine Organisation von Menschen, denen ich vertraue, mit meine Infos zusammenstellt.
klar gelingt es denen leicht, mich zu manipulieren, aber das kann der Reporter auch, denn ich hab's ja nicht selbst miterlebt.
somit bezahle ich beim Kauf einer Zeitung fürs zusammentragen und prüfen des Content, für die reise des Reporters,.....
was ist daran falsch?
wenn wir glauben, dass der Zugriff auf die verteilten Infos der Blogger gratis ist soll mir mal erklären, wie die Infos dann dann kostenlos übers Internet zu mir gelangen sollen :-)

Re: Re: mittlerweile kommt der

Ja, im Prinzip sind wir alle digitale Mistkuebelstierler. Ausser wenn wir die Presse lesen, denn die gehoert ja der Partei.

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Re: Re: Re: mittlerweile kommt der

So viel ich weiß gehört die Presse in der Hauptsache der Kirche und keiner Partei.

Re: Re: Re: mittlerweile kommt der

wurde ja nicht mit Steuergeld gekauft wie gewisse andere Medien vom "Bundeskasperl"

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Geld bestimmt die Politik

Korruption und Bestechung sollten mit 50 Jahren Haft geahndet werden, auch für Eu Komissare ! Die Politik ist zur Zeit in Europa nicht mehr für die Bürger da sondern nur mehr für Konsortien und Millionären

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Re: Geld bestimmt die Politik

man sollte vor der eigenen Haustüre (AT) kehren.