26.05.2012 16:37 | Meine Presse Merkliste 0

Bei Google abgeblitzt: Yahoo biedert sich Microsoft an

06.11.2008 | 12:19 |   (DiePresse.com)

Nach der gescheiterten Google-Kooperation fordert Yahoo-Chef Jerry Yang Microsoft zu einem erneuten Kauf-Angebot auf. Im Juli hatte Yahoo ein erstes Angebot als zu niedrig abgelehnt. Nun hat sich der Aktienkurs beinahe halbiert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Suchmaschinenbetreiber Yahoo hat seine Einstellung zu einer Übernahme durch Microsoft geändert. "Wir sind bereit, das Unternehmen zu verkaufen", heißt es unerwartet von Yahoo-CEO Jerry Yang, der sich seit Jahresbeginn auch gegen den Willen der eigenen Aktionäre gegen den Microsoft-Deal gestemmt hatte. Den Sinneswandel dürfte das Scheitern der Werbe-Kooperation mit Google herbeigeführt haben. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu der Übernahme kommt, ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung wird der Deal vermutlich stattfinden", meint Erste-Bank-Analyst Hans Engel.

Ein Schnäppchen für Microsoft

Bereits Ende Januar hatte Microsoft ein konkretes Kaufangebot von 44,6 Mrd. Dollar oder 31 Dollar je Aktie für das Internetportal vorgelegt. Eine nun mögliche Transaktion sei für den Softwarekonzern ohnehin sinnvoll und liege weiterhin in dessen Interesse, erklärt Engel. Yahoo hatte die Offerte bislang als "unter Wert" abgelehnt. Seit Mai hat sich der Aktienkurs des Unternehmens mit minus 48 Prozent jedoch beinahe halbiert und schloss gestern bei 13,92 Dollar. Microsoft könnte mit der Yahoo-Übernahme zum jetzigen Zeitpunkt ein vergleichsweise preisgünstiges Schnäppchen machen. "Als sich Microsoft noch vor Monaten für Yahoo interessiert hat, lag der Kurs auf einem beträchtlich höheren Niveau. In dem Übernahme-Poker wird es aller Voraussicht nach zu Neuverhandlungen kommen", so der Analyst.

"Das Beste, was Microsoft heute tun kann, ist, Yahoo zu kaufen", fordert Jerry Yang ein neues Kaufangebot von dem Konzern. Zuvor hatte Internetriese Google die geplante Internet-Werbekooperation mit Yahoo endgültig platzen lassen. Die Bedenken von Wettbewerbsbehörden und Anzeigenverbänden hätten das Geschäft zum Scheitern gebracht. Yahoo wäre im Gegensatz zu Google jedoch auch bereit gewesen, die angestrebte Partnerschaft vor Gericht durchzufechten. Branchenexperten halten Yahoo ohne eine Kooperation im Wettbewerb mit den beiden Konzernen für chancenlos. "Die Entwicklung des Yahoo-Kurses hat zu einer Neuausrichtung des Unternehmens geführt", sagt Engel. Damit einher ging offenbar auch die Bereitschaft zum Verkauf.

 

(pte)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

1 Kommentare
Gast: Somebody
07.11.2008 09:41
0 0

Pech gehabt

jajaja, kommt davon wenn man so gierig ist.

wäre ich Microsoft würde ich nur 13 Dollar anbieten. Das bringt die Yahoo Aktie weiter zum Abstürzen. Warum soll man auch mehr zahlen, wenn die Aktie bis dato fällt?

Meiner Meinung ist das Beste was Microsoft machen kann, das Geld selber verwenden. Für 40Mrd. (das letzte offizielle Angebot) kann Microsoft sehr viel selber machen.

Das Beste für Yahoo ist zu verkaufen, egal zu welchem Preis, da die Aktie eh abstürzt und keiner andere es kaufen kann/will.