Eigentlich will der schwächelnde Hersteller Nokia mit seinen aktuellen "Lumia"-Smartphones wieder an Boden gut machen. Ausgerechnet Partner Microsoft dämpft die Euphorie nun. Besonders das Flaggschiff Lumia 900 ist erst seit wenigen Monaten am Markt und hat nun nach der jüngsten Microsoft-Ankündigung deutlich an Attraktivität verloren. Windows Phone 8 wird es nämlich nicht als Update geben. Das betrifft die vier Hoffnungsträger von Nokia, Lumia 610, Lumia 710, Lumia 800 und Lumia 900. Von den Medien als derzeit beste Windows Phones gefeiert, könnten sie nun zu Ladenhütern werden. Denn bereits im Herbst sollen die Smartphones mit Windows Phone 8 in den Regalen stehen - von Nokia, Huawei, Samsung und HTC.
Analysten senken Erwartungen
Für das kommende Jahr haben bereits die ersten Analyten ihre Umsatzerwartungen für Nokia für kommendes Jahr von 10,9 Milliarden Euro auf nur sechs Milliarden gesenkt, berichtet Bloomberg. Nach der Windows-Phone-8-Ankündigung rechnen die Analysten damit, dass Nokia um 41 Prozent weniger Windows Phones verkaufen wird. In einem Interview mit "The Verge" gab sich der zuständige Nokia-Manager Kevin Shields noch optimistisch. Er denkt, dass Konsumenten nicht in erster Linie auf die Upgrade-Fähigkeit achten.
Update auf Windows Phone 7.8
Dennoch dürfte auch Nokia nicht entgangen sein, dass es Probleme geben könnte. Unmittelbar nach der Ankündigung von Windows Phone 8 twitterte Nokia, dass man "alle nicht hardwaregebundenen Elemente von Windows Phone 8 auf das Lumia 900 bringen würde". Gemeint sind damit Updates für diverse Nokia-Apps und das größere Update auf Windows Phone 7.8, das von Microsoft angekündigt wurde. Damit erhalten die älteren Geräte zumindest das Aussehen von Windows Phone 8.
(sg)
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