Smartphones treiben Handel im Internet

28.06.2012 | 17:58 |   (Die Presse)

Laut einer Umfrage besitzt ein Drittel der Bevölkerung mindestens ein Smartphone, zehn Prozent davon kaufen im Internet. Zwei Drittel der Bevölkerung dürfte in drei Jahren per Handy einkaufen, sagen Experten.

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[Wien/juK] Die Zahl der Internet-Käufe wächst – zuletzt um neun Prozent auf 5,8 Mrd. Euro (inklusive Versandhandel), wie eine Studie der KMU Forschung Austria herausfand. Das entspricht rund 15 Prozent der Konsumausgaben der Österreicher im In- und Ausland (42 Mrd. Euro, exklusive Lebensmittel).

Die Umsätze der Händler im Netz werden von Smartphones angeschoben: Laut Umfrage unter 2000 Konsumenten besitzt ein Drittel der Bevölkerung mindestens ein Smartphone, zehn Prozent davon kaufen im Internet. Umgelegt auf die Gesamtbevölkerung kaufen drei Prozent der Bevölkerung über ihr Handy ein.
Das klingt wenig, ist für Harald Gutschi, Chef des Versandhändlers Unito (Universal, Otto, Quelle) jedoch erst der Anfang. „Jetzt ist die Entwicklung da. In drei bis fünf Jahren werden 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung selbstverständlich über ihr Handy einkaufen.“ So hätten vor der Jahrtausendwende lediglich ein bis zwei Prozent der Konsumenten über das Internet eingekauft. Heute liegt der Anteil des „Direkthandels“, wie er in der Studie im Auftrag des Handelsverbands genannt wird (Internet, Versand, Teleshopping), bei zwei Dritteln der Bevölkerung, die im letzten Jahr dort eingekauft haben.

Verständnis für Asics und Nike


Der Großteil dieser Einkäufe entfällt freilich auf das Internet. So werden beim Versandhändler Quelle praktisch alle Verkäufe im Internet getätigt. Otto hält laut Gutschi bei einem Online-Anteil von knapp 80 Prozent, bei Universal betrage er 60 Prozent, da  die Zielgruppe älter sei.

„Nachvollziehbar“ ist für Gutschi die Entscheidung von Herstellern wie Ascis, Adidas und Nike, ihre Produkte nicht mehr an Händler zu liefern, die diese – billiger – auf Amazon oder eBay vertreiben. „Die Marken möchten die Kontrolle über ihre Produkte halten und wollen nicht, dass sie verramscht werden.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.06.2012)

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