Der US-Patentverwerter NTP hat sich nach eigenen Angaben sich mit 13 Unternehmen über die Zahlung von Lizenzgebühren für die Übertragung von E-Mails über Funknetze geeinigt. Zu den Firmen gehören unter anderem Microsoft, Samsung, Apple, LG und HTC. Damit muss fast die gesamte Riege der Smartphone-Hersteller nun Geld an NTP überweisen, um weiterhin E-Mail-Dienste anbieten zu können. Wie Bloomberg berichtet, hält das Unternehmen acht wichtige Patente in diesem Bereich.
Blackberry-Hersteller zahlte 612,5 Mio. Dollar
Nicht in den 13 Unternehmen enthalten sind der Blackberry-Hersteller RIM und Nokia. Diese haben sich bereits früher mit NTP über dessen Patente geeinigt. RIM einigte sich 2006 mit dem Patentverwerter nach einem fast vierjährigen Rechtstreit auf einen Betrag in Höhe von 612,5 Millionen US-Dollar. Finanzielle Details zu der aktuellen Einigung wurden nicht bekannt gegeben. Wie Ars Technica berichtet, soll NTP aber noch weitere Firmen im Visier haben.
Technik in den Neunzigern entwickelt
NTP-Mitbegründer Thomas Campana hatte Anfang der 90er Jahre für den Telekom-Riesen AT&T an Technik für das Übermitteln von Nachrichten von einem Computer auf ein Mobiltelefon oder Pager gearbeitet und sich seine Arbeit patentieren lassen. Kritiker zählen NTP zu sogenannten "Patent-Trolls" - Firmen, die versuchen, aus zum Teil allgemein gefassten oder streitbaren Patenten Kapital zu schlagen. Campana starb im Jahr 2004.
(db/APA)
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