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3/Orange: EU prüft länger, T-Mobile kritisiert Auflagen

29.08.2012 | 14:41 |   (DiePresse.com)

T-Mobile sieht die Öffnung des 3-Netzes für andere Anbieter nicht als ausreichende Maßnahme zur Sicherung des fairen Wettbewerbs.

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Die Frist für die Prüfung der EU-Wettbewerbshüter für die Übernahme des Mobilfunkers Orange in Österreich durch "3" (Hutchison 3G) ist von der EU-Kommission um drei Tage verlängert worden. Die Brüsseler Wettbewerbshüter haben nun bis zum 30. November Zeit, die Firmenfusion auf Vereinbarkeit mit dem EU-Recht zu untersuchen. Auf Anfrage teilte die EU-Kommission mit, die Frist sei im Einvernehmen mit den Parteien gestreckt worden. Dies ist nach der EU-Fusionsverordnung möglich.

Im Juli hatte die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die geplante Übernahme geäußert. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erklärte damals, mit der Übernahme würde die Zahl der Netzbetreiber in Österreich von vier auf drei reduziert. Daher müsse die Kommission sicherstellen, dass der Zusammenschluss nicht zu höheren Preisen für die Endkunden führe. Konkret forderte die EU-Kommission zuletzt, dass 3 sein Netz für andere Betreiber, die kein eigenes Netz haben, öffnet. Wie die "Presse" berichtete, gibt es bereits einen Vorvertrag mit UPC.

T-Mobile fürchtet Nachteil bei LTE-Ausbau

T-Mobile sieht diese Maßnahme nicht als ausreichend zur Sicherung des fairen Wettbewerbs, gab der Betreiber am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. "Unsere Hauptsorge gilt dem Umstand, dass sowohl 3 als auch A1 nach der Übernahme von Orange bzw. der Diskontmarke Yesss! bessere Voraussetzungen für den raschen anschließenden Ausbau von LTE (die nächste Mobilfunkgeneration, Anm.) haben", erklärt T-Mobile-Chef Robert Chvátal. Auflagen seien daher bei der Neuverteilung von Spektrum und Sendestandorten notwendig.

3 kontert

3 reagierte auf die Vorwürfe mit einem Angebot: "Sollte seitens T-Mobile Interessen am Kauf zusätzlicher Standorte bestehen, ist 3 jederzeit bereit, diese entgeltlich abzugeben", hieß es in einer Aussendung. Im Zuge des Übernahmeverfahrens habe man T-Mobile ohnehin Frequenzen und Standorte angeboten - wie allen Mobilfunkern. T-Mobile verfüge seit der Übernahme von Telering ohnehin über die beste Ausstattung und der Weiterverkauf von Yesss! stehe in keinem Zusammenhang mit dem LTE-Ausbau, konterte 3. 

Die wegen der geplanten Fusion ohnehin schon verschobene Frequenzauktion könne den durch den Zusammenschluss entstehenden Nachteil für T-Mobile Austria nicht ausgleichen, argumentiert Chvatal. Vor allem im Datenbereich würde für 3 und den Marktführer A1 ein wesentlicher Konkurrenzvorteil entstehen.

"T-Mobile muss sich verrechnet haben"

Dazu komme, dass die von 3 angebotenen Wholesale-Preise für virtuelle Betreiber diesen nicht erlauben würden, mit den niedrigen Endkundenpreisen auf dem Markt mitzuhalten und dabei einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen. Niedrigere Preise wären nur möglich, wenn ein virtueller Betreiber sein Mobilfunkangebot durch andere Produkte wie Festnetz oder Fernsehen quer subventionieren kann. Anreize für echte Marktneueinsteiger gebe es nicht. "T-Mobile muss sich hier offensichtlich verrechnet haben", verteidigt 3-Chef Jan Trionow am Mittwochnachmittag die vorgeschlagenen Großhandelspreise für virtuelle Mobilfunkbetreiber. 

 

 

(APA/Red.)

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12 Kommentare

Netzqualität statt Spottpreis

Ich denke, fast nirgends in Europa sind Mobilfunkverträge so günstig wie in Österreich. Ich weiß dieses Privileg wirklich zu schätzen. Jedoch habe ich letzte Woche Urlaub in Kroatien gemacht und mir dort für diese Zeit eine SIM-Karte besorgt. Dabei hab ich erleben dürfen, wie schnell Datenverbindungen am Handy sein können und sollten. Mit Verbindungen die schneller als mein Wlan Zuhause sind.
Zurück in Österreich werde ich wieder auf den kalten Boden der Realität zurückgezogen - mit permanenten EDGE (bei mir: ~ 0,5 Mbit/s) Datenraten, im Vergleich zu blitzschnellen Verbindungen wie HSDPA (in Kroatien: ~ 8 Mbit/s) im Urlaub.
Günstige Tarife in Ehren: aber mir würde es auch nichts ausmachen monatlich 2,3 € mehr zu zahlen und dafür einen gewissen Standard des 21.Jahrhunderts genießen zu dürfen.

Antworten Gast: bongiorno
30.08.2012 21:41
0 0

Re: Netzqualität statt Spottpreis

0,5 Mbit/s ? Da haben Sie sicher T-Mobile oder Telering. Ich als DREI Nutzer habe
durchschnittlich 7Mbit/s, manchmal sogar 12 aber nie weniger als 5.

Re: Re: Netzqualität statt Spottpreis

ja, bin telering-Kunde. da ich aber in einer ländlichen Gegend wohne, bietet hier keiner der Netzanbieter eine wirkliche Alternative. leider.

0 0

Re: Netzqualität statt Spottpreis

ein kleiner Tipp: wenn Sie wirklich Urlaub machen wollen, lassen Sie die Datenverbindungen gänzlich sein. Statt des Bildschirms eine Woche ohne SIM - Glauben Sie mir, es tut gut....

Gast: Take one und es ist ein Klax to be really free
29.08.2012 16:43
1 1

Es ist eben nicht die Tele.Ring

Dieses Mal hat es der Abspecker Michael Krammer schon schwerer eine Firma an den Mann zu bringen als er das mit der Tele.Ring gemacht hat.

Aber sein Können hat er ja in Deutschland unter Beweis gestellt, dort hat er es gerade mal ein Jahr geschafft, den großen Mann zu spielen.

Gast: ehklar
29.08.2012 14:55
2 0

hmmmm

hat t-mobile nicht tele-ring aufgekauft, wo liegt da der unterschied zu drei --> Orange!!!!
und jetzt regens sie sich auf. arschl.....!!

Antworten Gast: rage4
29.08.2012 16:02
0 0

Re: hmmmm

t-mobile wurde damals vorgeschrieben an wen und zu welchen preis sie die sender und frequenzen verkaufen dürfen. mfg

Gast: Johan Meltini
29.08.2012 14:42
2 0

T-Mobile?

Das einzige Problem das T-Mobile hat, sind die eigenen Tarife. Mit diesem ganzen Musikzeugs hat man sich ordentlich verspekuliert.

lächerlich....

Was die aufführen bei dieser Übernahme ist ja nicht mehr normal. Ich glaube die ganze Verzögerung schadet eher dem Konsumenten. Telefonieren ist ja eh schon so billig bei uns. Sollen die Betreiber vielleicht den Kunden auch noch was zahlen, dass man Kunde ist.

Ich finde die Sache mit den Drittanbietern nicht gut, wenn die auch Datentarife haben, schadet das ja wieder den 3 Kunden, wenn der Speed dann langsamer wird.

Das einzige was mich wirklich stört, ist das yess an A1 gehen soll, dass finde ich auch nicht so gut, besser währe Orange lässt ein wenig beim Kaufpreis nach und yess geht auch an 3.

Bei der Übernahme von Telering durch T-mobile habens auch nicht solche Gschichten gemacht.

Die EU macht sich immer dann wichtig, wenn man sie eh nicht braucht!

lächerlich....

Was die aufführen bei dieser Übernahme ist ja nicht mehr normal. Ich glaube die ganze Verzögerung schadet eher dem Konsumenten. Telefonieren ist ja eh schon so billig bei uns. Sollen die Betreiber vielleicht den Kunden auch noch was zahlen, dass man Kunde ist.

Ich finde die Sache mit den Drittanbietern nicht gut, wenn die auch Datentarife haben, schadet das ja wieder den 3 Kunden, wenn der Speed dann langsamer wird.

Das einzige was mich wirklich stört, ist das yess an A1 gehen soll, dass finde ich auch nicht so gut, besser währe Orange lässt ein wenig beim Kaufpreis nach und yess geht auch an 3.

Bei der Übernahme von Telering durch T-mobile habens auch nicht solche Gschichten gemacht.

Die EU macht sich immer dann wichtig, wenn man sie eh nicht braucht!


lächerlich....

Was die aufführen bei dieser Übernahme ist ja nicht mehr normal. Ich glaube die ganze Verzögerung schadet eher dem Konsumenten. Telefonieren ist ja eh schon so billig bei uns. Sollen die Betreiber vielleicht den Kunden auch noch was zahlen, dass man Kunde ist.

Ich finde die Sache mit den Drittanbietern nicht gut, wenn die auch Datentarife haben, schadet das ja wieder den 3 Kunden, wenn der Speed dann langsamer wird.

Das einzige was mich wirklich stört, ist das yess an A1 gehen soll, dass finde ich auch nicht so gut, besser währe Orange lässt ein wenig beim Kaufpreis nach und yess geht auch an 3.

Bei der Übernahme von Telering durch T-mobile habens auch nicht solche Gschichten gemacht.

Die EU macht sich immer dann wichtig, wenn man sie eh nicht braucht!


Gast: Ein Marktbeobachter
29.08.2012 12:58
1 0

Regulierungs-Unsinn ...

"Daher müsse die Kommission sicherstellen, dass der Zusammenschluss nicht zu höheren Preisen für die Endkunden führe."

--> Woher weiß Herr Almunia, welche Preise "nicht zu hoch" sind? Ist der gute Mann Gott?

Preise im Mobilfunk haben sich binnen eines Jahrzehnts um 98 Prozent verringert.

Zum ökonomischen Grundverständnis gehört, dass eine künstliche Preisdeckelung zu einer Verknappung des Angebots führt. [In dieser Branche: Weniger Investments in effizientere Services.] Will das Herr Amnunia, der kleine Herrgott?