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Orange-Übernahme: EU will mehr Zugeständnisse von "3"

13.09.2012 | 17:10 |   (DiePresse.com)

Die geplante Übernahme des Mobilfunkers hängt am seidenen Faden. Noch bis 30. November hat "3" die Möglichkeit, die EU-Kommission zu überzeugen.

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 Die geplante Übernahme des Mobilfunkers Orange Austria durch den Rivalen "3" (Hutchison 3G) hängt am seidenen Faden. Die Wettbewerbshüter der EU hätten die angebotenen Zugeständnisse abgelehnt, bestätigte Hutchison am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Hutchison hat nun bis 30. November Zeit, die Bedenken der EU-Kommission gegen die 900 Millionen Euro schwere Übernahme doch noch auszuräumen.

Mit der Übernahme von Orange Austria durch den kleineren Rivalen Hutchison würde die Zahl der Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz in Österreich von vier auf drei schrumpfen. Daher nehmen die Wettbewerbshüter den Deal besonders kritisch unter die Lupe. Um sie zu besänftigen, hatte Hutchison angeboten, kleineren Mobilfunkbetreibern ohne eigenes Netz zu erlauben, die Hutchison-Infrastruktur zu mieten.

Dieses Angebot stieß in Brüssel aber offenbar nicht auf Zustimmung. Hutchison-Österreich-Chef Jan Trionow erklärte, er erwarte, dass die EU-Kommission ihre Bedenken innerhalb einer Woche mitteilen werde. Hutchison werde diese dann prüfen. "Wir wollen weiter mit der Kommission zusammenarbeiten, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen", schrieb Trionow in einer E-Mail. "Wir hoffen, dass die Kommission ihren Standpunkt ändern wird."

Die Wettbewerbshüter nehmen den Deal bereits seit mehreren Monaten unter die Lupe. Zuletzt hatten sie erklärt, durch die Übernahme könne es "signifikante Wettbewerbsprobleme" geben. Die Kommission will vor allem sicherstellen, dass die Preise für Mobilfunkkunden nach der Fusion nicht steigen. Wegen des scharfen Wettbewerbs zählen diese zu den niedrigsten in Europa.

Von dem Deal würde auch der österreichische Marktführer Telekom Austria profitieren: Hutchison will Orange Austria nicht komplett übernehmen, sondern die Billigtochter Yesss! zusammen mit Frequenzen und Senderstandorten für knapp 400 Mio. Euro an die Telekom weiterreichen. Diese Transaktion nehmen die österreichischen Wettbewerbshüter gesondert unter die Lupe.

(APA/Reuters)

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4 Kommentare

Bla bla bla...

Es handelt sich hier um eine Entscheidung technischer Fortschritt vs. Preisniveau. Drei wird den LTE-Ausbau nicht vorantreiben ohne die Orange-Frequenzen. Wenn man jetzt bedenkt, dass Österreich im Mobilfunk im internationalen Bereich extrem billig ist, wäre mir persönlich der LTE-Ausbau lieber. In sehr vielen Ländern legt man für das, was bei uns unter 10 Euro im Monat kostet, noch einen Fünfziger oder mehr hin.

Antworten Gast: Funki
14.09.2012 09:56
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Re: Bla bla bla...

Der LTE-Ausbau wird weniger von den 1800 Frequenzen (die 800MHz LTE wäre schon lange versteigert, wenn es den Orange Kauf nicht geben würde) als vom Wettbewerb abhängen.
Denn wenn A1 und TMA LTE ausbauen, wird auch 3 ausbauen müssen oder eben Kunden an die anderen Anbieter verlieren.
Schon derzeit existiert im Mobilfunkbereich ein Oligopol (z.B. gleichzeitige Einführung jährlicher Pauschalen), das durch den Kauf nur noch verschärft wird.
Das bedeutet dann nicht nur höhere Preise, sondern auch weniger Innovation, da der Konkurrenzdruck sinkt.

Das Argument von 3, dass ohne 1800MHz Frequenzen kein LTE kommt ist wohl kaum haltbar, denn derzeit ist dieser Bereich exklusiv für GSM vorgesehen. Ob eine Änderung der Nutzung für LTE genehmigt wird oder nicht ist noch unsicher und wird insbesondere von den Einsprüchen der Konkurrenz (z.B. TMA) abhängen.

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Re: Bla bla bla...

ein LTE-Modem ist bei der deutschen Telekom kostenlos, zahlt 10€ im Monat , allerdings 24 Monate, trotzdem günstig verglichen mit A1, die auch LTE anbieten um 50€ im Monat

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Re: Re: Bla bla bla...

klar, die Anbieter senken die Kosten immer nur dann, wenn´s nicht mehr anders geht: das wird dann als technischer Meilenstein und Vorsprung verkauft, auch wenn es Äonen hinter der technischen Realität liegt. Man sehe sich nur die Tarife von zB A1 an: Telefonieren ist billig - will man es Nutzen "ohne Nachdenken zu müssen" = wünschenswert wäre EIN Tarif für Europa, EINER für die Restwelt, wird´s extrem teuer. Aus durchaus zu hinterfragenden Gründen.