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Nach Prügelei: Apple-Zulieferer stoppt Produktion

24.09.2012 | 12:22 |   (DiePresse.com)

Ein Streit zwischen Arbeitern in einem Foxconn-Werk weitete sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten aus. Die Fabrik bleibt vorerst geschlossen.

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In einer chinesischen Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn Technology ist nach einer Massenschlägerei die Produktion gestoppt worden. Foxconn teilte mit, eine "private Streitigkeit" zwischen einigen Angestellten sei bereits am Sonntag in einem Schlafsaal eskaliert. Es habe mehrere Stunden gebraucht, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht habe. Beteiligt waren rund 2000 Menschen, etwa 40 seien verletzt worden und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die örtliche Polizei habe die Schlägerei Montag früh unterbunden. Etwa 40 Menschen seien verletzt worden und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Grund für Streitigkeiten unklar

"Der Grund für den Streit wird derzeit ermittelt, und wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen", teilte Foxconn mit. Es sehe aber nicht so aus, als ob er etwas mit der Arbeit zu tun habe. Beiträge in Internet-Foren hinterließen einen anderen Eindruck. Ein Blogger schrieb unter dem Namen "Jo-Liang" bei dem Twitter-ähnlichen chinesischen Dienst Sian Weibo, vier oder fünf Sicherheitskräfte hätten einen Arbeiter fast zu Tode geprügelt. In einem anderen Beitrag hieß es, Aufseher hätten bis zu zwei Arbeiter aus der Provinz Henan geschlagen. Dies wiederum habe andere Arbeiter dazu veranlasst, Decken anzuzünden und diese aus den Fenstern zu werfen. Die Beiträge konnten nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Ein Foxconn-Sprecher erklärte, das Werk werde wegen der Ermittlungen am Montag geschlossen bleiben. Ein Angestellter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Produktion könne wegen der Ermittlungen bis zu drei Tage ruhen. Nach seinen Angaben werden in der Fabrik Teile für das neue Apple iPhone 5 gefertigt. Die Handys würden dort auch zusammengebaut.

Foxconn und Serien-Selbstmorde

Foxconn, das in ihren Fabriken insgesamt 79.000 Menschen beschäftigt,geriet in der Vergangenheit aufgrund seiner harten Arbeitsbedingungen immer wieder in die Kritik. Nach Angaben von Arbeitsrechtsexperten hat sich die Lage in China aber verbessert. Neue Prüfungen hätten ergeben, dass Foxconn zugesagte Änderungen tatsächlich umgesetzt habe und sogar vor seinem Plan liege, teilte die Nichtregierungsorganisation Fair Labor Association (FLA) kürzlich mit. Der weltweit größte Elektronikkonzern senkte demnach unter anderem die Arbeitszeit seiner Beschäftigten.

Foxconn machte nach einer Reihe von Selbstmorden in seinen Werke in China seit 2010 Schlagzeilen. Der Konzern fertigt viele Produkte für Apple sowie für eine ganze Reihe anderer großer westlicher Marken. Im Februar und März hatten Experten der FLA mit Einverständnis von Apple die Arbeitsbedingungen bei Foxconn in China untersucht und dabei nach eigenen Angaben 35.000 Beschäftigte befragt. Die Organisation monierte daraufhin unter anderem zu lange Arbeitszeiten sowie eine mangelnden Gesundheitsschutz. Foxconn gelobte Besserung.

Im Juni und Juli besuchten die FLA-Experten erneut Foxconn-Fabriken in China. "Unsere Überprüfung hat bestätigt, dass die notwendigen Veränderungen, unter anderem Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, unternommen worden sind", erklärte die Organisation. Unter anderem sei die Arbeitszeit der Beschäftigten auf unter 60 Stunden pro Woche gesenkt worden. Bis Juli 2013 sollen demnach die gesetzlichen Vorgabe in China eingehalten werden: maximal 40 Wochenstunden zuzüglich neun Überstunden pro Woche.

(APA/Reuters)

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61 Kommentare
 
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ich verstehe Apple nicht

warum produzieren die überhaupt in China und nicht im "Billiglohnland" Deutschland ...

Re: ich verstehe Apple nicht

Deutschland hat eben keine seltenen Erden.

Re: Re: ich verstehe Apple nicht

das ist so nicht korrekt, Deutschland hat seltene Erden im Überfluss (Erzgebirge) aber - noch - nicht erschlossen, ab 2014 sollte das aber durch sein ...

Antworten Antworten Gast: iby 2
25.09.2012 09:20
1 0

Deutschland importiert

pro Jahr mehr an seltenen Erden als in Chinas Industrie pro Jahr verwertet wird. Das kann es also nicht sein.

Wie wäre es..

wenn eimal eine SAFTIGE PRÄMIE an die arbeiter und die arbeiterinnen welche entsprechende leistung bringen ausbezahlt wird! nicht nur an die manager.

villeicht wäre unsere welt eine bessere!

Re: Wie wäre es..

genau aber das trifft nicht nur auf Apple zu sondern alle anderen Firmen auch!

Gast: Auch wir Konsumenten tragen eine Mitschuld!
25.09.2012 01:14
3 0

In Wahrheit ging es um etwas ganz Wichtiges, aber das soll wie immer verschwiegen werden.....

.....da sind ein paar beinander gesessen und einer hat was erzählt....bis plötzlich einer aus der Masse ausscherrte und laut schrie WAS VERZAPFST DENN DA.....und von da an nahm das Schicksal seinen Lauf, WEIL in der hinteren Massenhaltung haben die Massengehaltenen verstanden OZAPFT IS......jetzt hat jeder sein gerade zu bearbeitendes Teil für das Eifon fallen gelassen und sind zu den vorderen Massengehaltenen nachvor gestürmt und wie sie bemerkt haben, dass nicht OZAPFT sondern VERZAPFT WURDE, war es leider schon zu spät.....und der Rest ist TRAURIGE GESCHICHTE!

be.es: ich muss mir das LEIDER so erklären, weil ansonsten müsste ich nach China reisen und VIELE IN MASSEN GEHALTENE MENSCHEN in das Freiland retten!
mfg
ich danke für ihr Verständnis

was denkt Mao gerade ..? (Dürft ihr veröffentlichen?

Wird er nicht ausrasten ?? Im Dreieck springen ?
Sein ganzes Lebenswerk haben die chinesischen Luxus "Kommunisten" zu nichte gemacht ..
Die Arbeiterklasse unterdrückt , wie niemals zuvor!!
Was wollten sie denn ??? Ein Fahrrad für alle ?
Oder sogar einen VW für jeden ??

Jetzt sitzen sie 12 Stunden angekettet und "arbeiten" für "Apple"

Arme Mao--- alles umsonst gewesen ... ??

Hölle .. gibt es die wirklich ????

http://news.google.de/news/url?sr=1&ct2=de%2F0_0_s_3_1_a&sa=t&usg=AFQjCNFg8JRkkZcV_6jZD0AuKFY2GHXMnQ&cid=26389885392348&url=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fwirtschaft%2Fwebwelt%2Farticle109438319%2FMassenschlaegerei-wuergt-Apples-Verkaufsmotor-ab.html&ei=nr5gULj8CI2X-AaQygE&rt=HOMEPAGE&vm=STANDARD&bvm=section&did=-3007779438187124599

Hier zum Beispiel ist die Hölle … ich hoffe sehr , das die Sklaven dieser Hölle , ihren satanischen Herrschern die Zähne zeigen … und die abartigen Typen aus “dem Westen” , die für ” I-Phone 5 ” die Nacht vor dem satanischen Geschäft verbringen …. auch wach werden ….


4 10

Kauft ruhig weiter Apple Aktien...

...es wird immer genügend Deppen geben die ihr letztes Hemd für Apple Produkte ausziehen...

6 9

Ohne "Zwangsarbeit" in China

gäbe es das iPhone nicht zu diesem Preis.

Jeder der ein iPhone kauft,...

Re: Ohne "Zwangsarbeit" in China

ohne der "zwangsarbeit" gebs auch keine samsung geräte oder sonst welche geräte irgend eines herstellers

Antworten Antworten Gast: GHeinerjunge
25.09.2012 09:22
0 0

Falsch.

Nokia produziert in der EU. RIM produziert (den Bold) in der EU. Wenn selbst diese schwächelnden Firmen das schaffen, schafft es die Apple, die viel höhere Preise für weniger Wert verlangen kann, ganz locker!

Antworten Gast: UKW
24.09.2012 21:17
7 4

Re: Ohne "Zwangsarbeit" in China

Das stimmt so nicht ganz. Zu diesem Preis könnte es das iPhone auch unter ordentlichen Arbeitsbedingungen geben, denn der Endverbraucher zahlt ja ohnehin sehr viel Geld dafür, aber dann wären die Margen für den Apple-Konzern halt nicht ganz so traumhaft wie jetzt. Die Gleichung lautet also: Je höher die Ausbeutung der Arbeiter, desto höher die Ausbeute für Apple.

Antworten Antworten Gast: Peter Karl
25.09.2012 09:23
0 0

Ausserdem

schafft es die Konkurrenz auch, in Europa zu produzieren.

Re: Ausserdem

schon vergessen Nokia hat das Werk in Deutschland geschlossen und Förderung von der EU bekommen das sie in Rumänien produzieren doch auch dieses Werk wird geschlossen und es wird auch Nokia in China produzieren

Gast: Goggi
24.09.2012 17:35
12 0

Sklavenarbeit

Wir sehnen dringend den Moment herbei, wo in China annähernd die selben Sozialstandards und Löhne vorherrschen, wie in Europa und der USA.
Dann müssen wir für unser Spielzeug & Sonstiges (iphon, Outdoorjacken, Laufschuhe..) wahrscheinlich nicht viel mehr bezahlen wie jetzt, nur die 2 stelligen Milliardengewinne (€) der Konzerne werden weniger!!- ist doch gerecht, oder?

Antworten Gast: outsource
24.09.2012 18:41
8 1

Re: Sklavenarbeit

keine Sorge:
In 20 Jahren werden die Löhne in China 3 mal so hoch sein als im verarmten Europa.


Re: Sklavenarbeit

Auch wenn Sie sämtliche Kozerngewinne in Arbeitslöhne, inkl. zugehöriger Steuern und Abgaben, etc. umleiten würden, die Preise würden trotzdem deutlich anziehen.

Denn, vereinfachtes Beispiel: 20 Milliarden Gewinn bei 1 Milliarde produzierter, verkaufter Einzelstücke, sind erst 20,- EUR je Stk. Und damit heben Sie z.B. chin. Arbeiter bei weitem nicht auf westliches Niveau.

Gleiche Arbeits- und Lohnstandards rund um den Globus würden also, auch aus anderen Gründen (simples Beispiel: Mehr Autos für Arbeiter = mehr Spritverbrauch = höhere Preise dafür, etc.), nicht ohne deutliche Reduktion der westlichen Standards möglich sein.

Das ist also leider nicht mehr als ein frommer Wunschtraum.

Gast: iSight
24.09.2012 17:08
6 1

Foxconn bzw. Han Hai

Foxconn bzw. Han Hai produziert nicht nur für Apple, sondern auch für Sony, Panasonic und viele andere. Möglicherweise auch für Alcatel, Huawai, HTC und andere.

Der Konzern lebt davon, für andere zu produzieren. Magna ist ja auch der größte Automobilhersteller ohne eigener Marke.

Warum also auf Apple schießen - andere leben auch gut von den billigen chinesischen Arbeitern, deren Schlafsaal einem Hühnerstall ähnlich sieht.

Übrigens: Das meiste am iZeugs wird von Maschinen gefertigt, nicht von Menschen!

Re: Foxconn bzw. Han Hai

nur weil es andere auch tun ist es nicht zwnagsläufig ok. eher sollte man die anderen auch verteufeln, aber leider wird gut verschleiert und von den konsumenten willfährig verdrängt.

Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 18:10
2 7

Re: Foxconn bzw. Han Hai

Warum auf apple schießen ?

Ganz einfach, weil Sie ZU erfolgreich sind !

Sie könnten es auch Neid nennen. So einfach ist es aber nicht. Die Größe und Macht von apple ist einfach ungesund.


5 0

Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

ich erinnere mich an die Zeiten als diese Attribute Microsoft zugesprochen wurden und Apple für viele die heilsame Alternative darstellte. Dass dieses Verhältnis sich gedreht hat bestätigt mich in der Annahme, dass tatsächlich der Neid auf die erfolgreichsten und größten zu solche. Kommentaren führt. Wobei ich betonen möchte, dass ich weder die Arbeitsbedingungen bei Foxcon, noch Apples Umgang mit diesem Umstand gut heiße. mich amüsiert lediglich wie die Gesellschaft ihre gemeinsamen Feinde findet und basht, bis ein neuer Stern am Himmel zu hell wird...

Antworten Antworten Gast: apfelkinder
24.09.2012 18:52
3 13

Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

Die Größe und Macht von apple ist einfach ungesund.

und wer gibt ihnen diese größe und macht ? oder ist die am baum gewachsen ?

nein...
die vollhirnis die diesen elektroschrott kaufen und dafür 30-40 mal soviel zahlen als diese blechbüchsen wert sind geben apple die macht und die herrlichkeit in ewigkeit amen....

um immer den letzten den besten und den neuesten idiotenkasten zu haben und nur um damit bei ihren freunden kollegen etc. zu protzen kaufen sich diese psychoarmutschkerln -egowürsterln immer und immer wieder diesen müll tja um dann wenn man sieht wie man abkassiert wurde und weiterhin wird in diesen und ähnlichen foren den suppenkasper raushängen zu lassen....

kein mitleid sondern nur trauer wie weit es mit der breiten masse bereits gekommen ist...

Re: Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

die software und die hardware sind schon sehr gut. meines erachtens aber zu teuer. das ist meine kritik und daher gibts für mich kein iphone (mit knebelverträgen). aber die computer nutze ich sehr gerne und fast ausschließlich. mein powerbook g4 ist 9 jahre alt. wo gibts das heute noch?

Re: Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

das da auch 'gefällt mir' ausgeteilt wird ist echt traurig!

 
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