Mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 will der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) sein Comeback auf dem umkämpften Mobilfunk-Markt schaffen. "Wir geben zu, ein Wandel ist notwendig", sagte RIM-Chef Thorsten Heins am Dienstag bei einer Konferenz von Softwareentwicklern in San Jose. Gleichzeitig sieht Heins aber auch Potenzial. "Wir haben freie Schussbahn, um die Nummer-drei-Plattform auf dem Markt zu sein. Wir sind nicht einfach noch eine offene Plattform auf dem Markt, wir sind Blackberry", betont der CEO mit Blick auf vergangene Erfolge. Einst galten Blackberrys als die Smartphones schlechthin. Inzwischen sind sie zu einem Nischenprodukt verdrängt worden.
Neue Software erst 2013
Blackberry 10 soll Anfang nächsten Jahres zusammen mit passenden Geräten auf den Markt kommen. Mit der neuen Software sollen unter anderem die Bedienung und das Finden von Apps einfacher werden, die Sicherheitsvorkehrungen werden gestärkt, und die Verwaltung des Kalenders soll verbessert werden. Das neue Betriebssystem kann nach ersten Eindrücken von US-Medien mit den anderen Plattformen mithalten. Es wirkt wie eine Mischung aus Apples iOS und Microsofts Windows Phone Kritisch wird aber die Frage, ob RIM bis zum Start ausreichend App-Entwickler an Bord holen kann.
"Balance" zwischen Arbeit und Privatleben
Um private und geschäftliche Nutzung zu vereinen, will RIM die Funktion "Blackberry Balance" integrieren. Die doppelte Nutzung eines Geräts für diese beiden Lebensbereiche werde die Entwicklungen der kommenden zehn Jahren prägen, sagte Heins. Wie The Verge berichtet, scheint diese Funktion aber noch nicht ganz ausgereift zu sein.
Die starke Konkurrenz von Apple und anderen Smartphone-Herstellern, die auf dem Google-Betriebssystem Android basieren, hat RIM in den vergangenen Jahren unter Druck gesetzt. Der Konzern musste Tausende Arbeiter entlassen, um Verluste auszugleichen.
(APA/sda/Red.)
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