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Nokia-Interview: "Der Zauber von Apple ist gebrochen"

08.10.2012 | 16:53 |  Sara Gross (DiePresse.com)

Ex-Österreich-Chef Giesswein findet im DiePresse.com-Interview, dass Apple tolle Geräte macht, die innovativeren Ideen heuer aber von Nokia kamen.

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Martin Giesswein hat bis Ende September das Zentral- und Osteuropa-Hauptquartier von Nokia in Wien geleitet. Der Standort wurde jetzt verlegt, zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Im Interview mit DiePresse.com zieht Giesswein Bilanz und erklärt, warum Nokia seiner Meinung nach heuer Apple als Innovationsführer abgelöst hat. 

 

Seit Anfang Oktober sind Sie Marketingleiter von Nokia Zentral- und Osteuropa in Budapest. War es ein schwerer Abschied von Nokia Österreich?

Martin Giesswein: Ich bin es gewohnt international zu arbeiten. Ich war vor Österreich zwei Jahre in Deutschland und habe in der letzten Zeit mehrere Länder betreut. Da ist es oft so, dass man das berufliche Zuhause im Auto und im Flieger hat. 

Wie lautet Ihre Bilanz als Österreich-Chef von Nokia?

Die internationale Entwicklung von Nokia haben wir selbstverständlich auch in Österreich durchgemacht. Was mir sehr positiv in Erinnerung bleibt ist die enge und starke Verbindung mit den Mobilfunkbetreibern. Da gab und gibt es sehr viel Unterstützung und positives Feedback von den Geschäftsführern und Vorständen der Mobilfunkbetreiber. Die sind sehr froh über die Partnerschaft mit Microsoft und die Alternative zu diesem Duopol von Apple-iPhone und Google-Samsung. Es ist gut, dass diese großen Konglomerate herausgefordert werden. Was auch sehr positiv zurückbleibt ist, dass wir (Österreicher, Anm.) eine starke Zuneigung zu unserer Marke haben. 

Wieviele Lumia-Smartphones hat Nokia in Österreich verkauft?

Das darf ich nicht sagen. 

Was bleibt von Nokia in Österreich?

Es gibt eine Veränderung in Wien, es gibt aber keine Veränderung von Nokia Österreich. Vertrieb, Marketing und Kundensupport bleiben bestehen. Was sich ändert ist, dass das regionale Hauptquartier nach Budapest verlegt wird. 

Wie ist es dazu gekommen?

In einem internationalen Unternehmen gibt es viele Änderungen, auch bei regionalen Knotenpunkten. Das gibt es bei sehr vielen Unternehmen. 

Warum kam es zu dieser konkreten Verlegung des regionalen Knotenpunktes?

Die Länder in Europa wurden so eingeteilt, dass Österreich zu einer Region gehört, die sich mehr nach Nord-Westen orientiert. In dieser Region gibt es eine sehr viel höhere Smartphone-Penetrationsrate als in den Ländern in Zentral- und Osteuropa. Hier sollte man vertriebs- und marketingtechnisch anders arbeiten um diese unterschiedliche Marktsituatiopn zu berücksichtigen. 

Was passiert mit den Mitarbeitern in Österreich?

Wir haben leider etliche Veränderungen gehabt. Es gibt Mitarbeiter wie mich, die in die neue Region wechseln. Es hat aber leider Gottes auch Situationen gegeben, wo sich die Wege zwischen den Mitarbeitern und Nokia getrennt haben. Das ist eine traurige Situation, die aber sein musste. 

Wieviele Mitarbeiter haben ihren Job verloren? 

Mitarbeiterzahlen kommunizieren wir nicht.Die Presse

Die Presse

Zur Person
Martin-Hannes Giesswein war Country Manager von Nokia Österreich und seit Jänner 2012 General Manager von Nokia in Österreich, Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina. Mit Oktober wechselte er in die neue Zentral- und Osteuropa-Zentrale in Budapest und übernimmt dort die Marketingleitung.

Wie sieht Ihre neue Aufgabe in Budapest aus?

Ich bin zuständig für das Marketing in Zentral- und Osteuropa. Das umfasst 19 Länder von Polen bis nach Israel. Wir haben in Zentral- und Osteuropa eine sehr starke Stellung im Markt. Wir sind sehr engagiert im Bereich Social Media. Ich finde es schön, dass es um die neuen Lumia-Smartphones eine so große Diskussion gibt. Wir haben gezeigt, dass nicht jedes Smartphone schwarz sein muss. Wir können uns wieder Farben erlauben. Wir ermöglichen den Konsumenten, sich zu differenzieren. 

Sehen Sie die bunten Farben der Lumia-Smartphones als das Asset gegenüber dem iPhone oder anderen Smartphones?

Das ist das, was sehr viel diskutiert wird. Auch unsere neue Technologie zum Wireless Charging (kabelloses Aufladen des Akkus, Anm.) wird sehr gut aufgenommen. Das geht wie ein Raunen durch die Industrie. Ich darf ja bereits den Prototypen ausprobieren und muss sagen, das ist schon sehr komfortabel. Bei vielen Smartphones kommt man ja mit dem Akku nicht mehr über den Tag. Auch bei der Verarbeitungsqualität gibt es ein ganz starkes Vertrauen in Nokia. Auf diese Wahrnehmung der Marke dürfen wir aufbauen. 

Wie groß ist Nokia in Zentral- und Osteuropa?

Wir dürfen keine regionalen Zahlen heraus geben. Wir wollen der Größte sein in der Empfehlung von einem Menschen zum anderen. Wir wollen in den Herzen der Menschen sein. 

Letztes Jahr haben Sie mir in einem Interview gesagt, 2012 wird das Jahr von Nokia. Der Verlust von 1,4 Milliarden Euro alleine im zweiten Quartal zeichnet ein anderes Bild. Was ist schief gelaufen?

Das Jahr 2012 war erfolgreich in der internen Transformation. Wir haben uns eingestellt auf unsere Rolle als Herausforderer. 

Das haben Sie damals auch von dem Jahr 2011 gesagt.

Wir haben das komplettiert. Das war sehr wichtig, um richtig am Markt aufzutreten. Außerdem haben wir eine ganze Reihe Windows Phones auf den Markt gebracht - in allen Preiskategorien. Und 2012 haben wir auch das Bewusstsein geschaffen, dass es eine Alternative gibt. Wo wir noch arbeiten müssen, ist bei den Kosten. Das ist etwas, das länger dauert, als wir es uns gewünscht haben. Da sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollten - im Sinne unserer Profitabilität. Da gibt es viel aufzuholen. Da sind aber unsere Ankündigungen der neuen Lumia- und Asha-Geräte genau das Richtige. Eine Transformation ist etwas, das ein bisschen länger dauern kann. Apple hat 2007 etwas gebracht, was nicht erwartet wurde. Wir befinden uns jetzt an dem Punkt, wo der nächste Schritt im mobilen Internet folgt.  Google ist mit Suche und Werbung das "Was?", Facebook und Konsorten belegen sehr stark den Bereich "Wer?". Der nächste wichtige Schritt ist das "Wo?". Da haben wir 2012 massive Fortschritte gemacht. Vier von fünf Auto-Navigationen werden mit Technologien bestritten, die von Nokia kommt. Wir haben sehr viel Zuspruch aus der Industrie bekommen, von BMW, VW, Hyundai, Garmin, Oracle, Amazon und Groupon, die alle unsere Navigationskompetenz schätzen.

Auf welche Bereiche konzentriert sich Nokia neben diesem "Wo"?

Im Imaging-Bereich ist 2012 ebenfalls mehr passiert, als man erwartet hätte. Das hat begonnen mit dem Nokia 808 PureView mit einer Technologie, die jetzt in die Lumia-Klasse einzieht und den gesamten Markt revolutioniert. Die Innovation in diesem Bereich ist von Nokia ausgegangen. Das macht mich sehr zuversichtlich. Wir haben bei den wirtschaftlichen Kennzahlen nach wie vor großen Arbeitsbedarf. Aber bei Innovationen sind wir aufgebrochen und haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen.

Warum schlägt sich das nicht in den Verkaufszahlen nieder?

Es schlägt sich in den Verkaufszahlen nieder. Dass das schwierig ist und Zeit dauert, ist unbestritten. Sprechen wir über Zeit in der Mobilfunkbranche oder in der Internetbranche. Wie lange hat ein iOS-Betriebssystem oder ein Android-Betriebssystem gebraucht, um Marktrelevanz zu erreichen? Je nachdem wie man misst, hat iOS ungefähr zwei Jahre gebraucht, Android sogar rund 33 Monate. Das heißt, wir sind gerade in der Phase, in der wir noch besser werden müssen, noch besser erklären müssen. Wie lange dauert es, dass sich der Markt einmal um 180 Grad dreht, also dass ein neuer Spieler der Marktführer wird? Ich glaube, dass ein Markt wie Telefonie/Internet dafür drei Jahre braucht. Wir sehen heute, dass der Zauber von Apple gebrochen ist. Mit der Vorstellung des iPhone 5 - auch wenn das am Anfang gute Verkaufszahlen sind, tolles Gerät, bravo - ist der Zauber gebrochen, weil die Innovation nicht mehr da ist. Wenn Apple jetzt wirklich ein kleineres iPad vorstellt, sage ich auch "toll", aber das was wir an Innovationskraft von diesem Mitbewerber kennen, ist weg. Der Zauber ist gebrochen. Wenn man sich anschaut, wie Samsung agiert, dann ist das ein tolles und erfolgreiches Unternehmen. Der CEO hat aber gesagt, man müsse sich bei Software mehr überlegen - da lese ich heraus, dass Samsung begriffen hat, dass ihr Erfolg stark von dem guten Willen von Google abhängt. Samsung hat ein Problem, wenn Google mit Android etwas anderes vorhat und sie nicht eine eigene Lösung oder einen starken Partner wie wir haben. 

Ist es eine gute Strategie, mit dem Lumia 920 das Weihnachtsgeschäft zu verpassen?

Das Weihnachtsgeschäft ist natürlich sehr wichtig für den Markt. In Österreich wird Weihnachten mit Tarifen Mitte Oktober ausgerufen und endet erst Mitte Februar. Es ist also durchaus eine längere Phase. Hier gilt es mit allen Geräten und den richtigen Preisen präsent zu sein. Wir haben ja nicht nur ein Gerät. 

Lumia 920 und 820: Nokias neue Windows Phones im Bild

Alle 12 Bilder der Galerie »

Nokia hat sich mit der Microsoft-Kooperation relativ spät in das Smartphone-Rennen mit Apple und Samsung gebracht. Besteht diese Gefahr jetzt auch am Tablet-Markt?

Bei Smartphones haben wir schon mit dem Communicator angefangen vor sehr vielen Jahren. Dann haben wir Smartphone und Kamera in einem N95 verbunden, dann waren wir im Symbian-Bereich mit neuen Herausforderungen wie Touch beschäftigt. Dann war es ein klarer und richtiger Schritt, sich mit jemandem zusammen zu tun, der nicht nur eine mobile Software bietet, sondern ein ganzes Ökosystem, das mit unserem zusammenpasst. Dann gilt es, möglicht schnell am Markt zu sein - das Lumia 800 war innerhalb von sechs Monaten am Markt. 

Im Vergleich zur Konkurrenz war das sehr spät. Wiederholt sich das bei den Tablets?

Schauen wir uns den Tablet-Markt an. Der wird zu einem hohen Prozentsatz vom iPad beherrscht. Bisher waren alle anderen im Bereich Android nicht über-erfolgreich. Wenn man in diesem interessanten Markt tätig ist, muss man etwas bieten, das hervorragend ist - gleichgültig in welcher Kategorie. Das ist ein Feld, das wir uns anschauen und wo wir zum richtigen Zeitpunkt versuchen, ein Angebot zu machen. Ich glaube, dass dieser Markt jetzt gerade erste aufwacht. Der Markt wird jetzt ein neuer. Es geht nicht mehr darum, ein iPad zu haben, sondern es geht darum, dass diese Geräte-Kategorie in unserem Leben eine neue Rolle einnimmt. Das wird von Windows 8 aufgebrochen. Der Markt wird von uns sehr genau beobachtet. 

 

(sg)

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77 Kommentare
Gast: gast:1
09.10.2012 07:05
4 1

selbst wenn

Nokia jetzt ein super-duper Smartphone bringt - es ist einfach unchic ein Nokia zu kaufen.

Nokia sollte eine neue Marke gründen und (!) die Dinger zum Kampfpreis raushauen.

Für teures Geld bekommt man ohnehin schon bei anderen Anbietern was Feines und Nokia hat obendrein 2 Spassbremsen auf den Schultern: die Marke Nokia an sich und das BetriebsSystem (WinPhone).

Antworten Gast: Technik Fan
09.10.2012 12:16
0 4

Re: selbst wenn

Lieber ein unchices Nokia Lumia 920 als ein Plastik-Schmarren von Samsung.

Re: Re: selbst wenn

Keine Ahnung ist auch etwas, wenn auch nichts positves.

Re: selbst wenn

Sie sind sicher selbst Unternehmer, weil Ihr Businessplan scheint ja sattelfest und totsicher.

Gast: Nachdenklicher
09.10.2012 01:27
1 5

Woooooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Mir is grad was eingefallen, ich hab mir nach vielen JAhren mein erstes Smartphone gekauft, klar hab ich mir angekuckt was der Markt alles hergiebt und ich weiß wie cool oder weniger cool so manches Smartphone ist. Aber jetzt kommts: Ich hatte die Idee mein neues Smartphone nach meinen Anforderungen zu kaufen. Jetzt hab ich eins bin völlig zufrieden, und anstatt ggen andere Smartphonehersteller und User zu bashen, freu ich mich einfach drüber eines zu haben. Kein meins ist besser als deins.
Ich freu mich einfach bloß eines zu haben, das meinen Anforderungen entspricht.

Bin ich jetzt uncool, ein Außenseiter, gar Querolant?
Schimpf ich auf Firmen von denne umfangreichtum ich nicht den blassesten Schimmer hab? Nö und nun zur zum Einfall.
OMG das ist ja gar nicht erforderlich!! MAnn/Frau staune nicht schlecht.

Antworten Gast: Orthograph
09.10.2012 08:54
3 1

Re: Woooooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Was mich wirklich stört, ist wie sie Querulant schreiben.
Da stellt es mir die Haare auf.
Sonst können Sie kaufen, was Sie wollen.
Das interessiert keinen. Ob Sie es glauben, oder nicht.

Antworten Antworten Gast: Harbachoed-Kater
09.10.2012 10:23
1 0

Re: Re: Woooooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Interessiert keinen?

WAS er kauft, vielleicht,

WARUM er es kauft, sollten sich heute einige zu Gemüte führen.

Gast: jköfds
09.10.2012 00:47
3 0

Jajaja, die Fakten sind aber anders

Nokias Untergang ist gewiss.
Seit der Verheiratung mit Microsoft geht die Nokia-Aktie den Bach runter. Den Anschluss verloren, um dann mit Microsoft gemeinsam unterzugehen.

Schade um Nokia, stand doch diese Firma für Qualität und Unabhängigkeit.

Übrigens, der Aktienwert von Apple hat jenen von Microsoft bereits überschritten, und es geht weiter.


Re: Jajaja, die Fakten sind aber anders

Stimmt, seit dem Start des iPhone 5 performt die Apple-Aktie ja sensationell.
Nokia hat Jahre verschlafen, das lässt sich nicht von heute auf morgen herumreißen. Aber das sie am richtigen Weg sind attestieren nicht nur viele (wirkliche) Experten, sondern sieht man auch bereits in Ansätzen an Verkaufszahlen und anderen Entwicklungen (Stichwort Innovationskraft).

10 2

was fuer ein blahblah

dieser unsinn ist kaum mehr zu ueberbieten den der der herr da von sich gibt.
aber was solls.... ist schon unwichtig und vorbei

Re: was fuer ein blahblah

Er ist nicht umsonst regionaler Marketing-Leiter.

Gast: Johan C.
08.10.2012 23:45
5 2

Bissi weltfremd ist der Freund...

Man kann die Fakten nicht totreden...

8 2

Erinnert mich an die Semperit...

Ich kaufe auch keine Semperit Reifen mehr, seit Conti das Unternehmen abgesiedelt hat...

Re: Erinnert mich an die Semperit...

*LOL* Waren ja auch beides eigentlich Gummistiefelfabrikanten.

ich glaube der herr giesswein sollte weiter lodenjanker verkaufen

...

Gast: IKEA of Finnland
08.10.2012 20:04
11 0

Her Giesswein, warum hat Nokia so lange mit einer Antwort auf Apple/Google gewartet?

Herr Gisswein hat aber nicht gesagt, warum Nokia erst jetzt auf die Ökosysteme von iOS und Android reagiert (App Store und Market Store).
Als Marktführer hätte man ja schon 2008 oder spätestens 2009 reagieren müssen!

Nokia ist eben wie viele Marktführer: Selbstverliebt! Die Tastaturen wurden immer kleiner, die Tasten kaum zum Greifen, ein Gerät sieht aus wie die anderen.

Die Farben haben mich wirklich nciht begeistert, eher schrill.

Bei Apple gibt es auch ein riesiges Ökosystem an Zubehör - zum Beispiel Covers (Schalen) in allen Variationen. Diese sind zwar nicht nötig, aber auch nicht schlecht, wenn man z.B. Klettern geht und man nimmt das iPhone mit.

Gast: sid
08.10.2012 19:44
1 1

sagt mal, identifiziert sich heut zu Tage Niemand mehr mit seinem Auto?!

So wie hier die Wogen hoch gehen, könnte man meinen es geht um was.

Und kommt mir jetzt nicht mit "ewig Gestriger" oder "Technologieverweigerer".

Ein Bekannter zeigte mir auf seinem iPhon ein paar Bilder, und nach dem 10ten schleckt er doch glatt seinen Finger ab, als würde eine Zeitung umblättern!

Zugegeben, so gelacht hab ich schon länger nicht, aber, er hält sich mit dem neuen Ding schon für schlauer als er ist...

3 0

Re: sagt mal, identifiziert sich heut zu Tage Niemand mehr mit seinem Auto?!

Lassen Sie ihm doch die Freude. Das tut doch niemandem weh. Oder?

Und Commodore macht das macbook alt...

.

Gast: 2810
08.10.2012 19:19
6 0

nokia = ein multi wie alle anderen...

mitarbeiter zählen nicht, auch kunden sind nur als melkkühe willkommen. soziale verantwortung wozu noch heute. die asiatischen sklaven nützen. darum der schritt von nord nach süd-ost asien und china. jetzt hat nokia aber in microsoft seinen meister gefunden und läuft an der ms würgeleine. nachdem nokia abgewickelt sein wird kommt ms billigst an viele lizenzen & patente...

12 1

LOOOOOOOOOOOOOL!


11 0

Nokia

erinnert mich stark an EUMIG POLAROID KODAK

9 17

Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Android ist fest am Markt verankert und ein Eldorado für Individualisten. Der typische iPhone-Käufer ist ein Bobo, Migrant oder gehört der Unterschicht an. Auf die quietschbunten Kacheln und den aufgewärmten Atom-Prozessor werden wohl nur wenige gewartet haben. Nokia und MS werden das Schicksal mit Blackberry teilen - wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

20 1

Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Ja, von Ihrer Überlegenheit bin ich als Benutzer eines iphones wohl weit entfernt. Wie ist das jetzt wenn ich ein Android-Gerät kaufe? Bin ich dann auch so ein Individualist wie Sie und kann auch endlich einen Sprung vorwärts in der Nahrungskette machen?
Es wäre nämlich ganz toll, wenn mir ein Telefon das geben könnte, das sie bereits haben.

Re: Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Da haben Sie mich wohl gründlich falsch verstanden, obwohl mein Kommentar zugegebenermaßen forsch formuliert war. Meine Intention ging jedoch in Richtung Status und Usability.

Bei einem Android-Käufer wird der Spieltrieb angeregt, sein Mobilgerät individuell zu konfigurieren. Sei es nun mit einem Launcher oder alternativen ROMs. Ein Apple-Gerät ist - und das werden auch Sie nicht bestreiten können - ein Statussymbol. Ebenso wie BMWs. Daher wurde auch der Bogen zu den typischen Bevölkerungsgruppen gespannt.

Zum Individualismus: Apple ist darauf bedacht, das System unter eigener Kontrolle zu behalten. Recht viel mehr, als das Hintergrundbild zu verändern, ist nicht d'rin.

Ich würde mir selbst niemals ein iPhone kaufen aber es funktioniert und ist auch im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Androiden nicht teurer.
Ich kann aber Apples Geschäftspolitik nicht leiden. Rechtecke mit runden Kanten sind nicht so innovativ, wie sie selbst glauben.


3 0

Re: Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Haben Sie es noch immer nicht verstanden? Der Klügere gibt nach und ... eh scho wissen! Ich habe schon aufgegeben! :-)

Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Ergänzung: der typische iPhone-Käufer ist auch der klassische "DAU"-User.... er kann schlicht und ergreifend in der Konfig "nichts falsch" machen..... ;-)

Re: Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Ein technisches Gerät, bei dem der User nichts falsh machen kann - ist das jetzt was Gutes oder was Schlechtes?

Re: Re: Re: Da haben sich zwei Schlafmützen gesucht und gefunden!

Na ja... das ist eine Frage des "Standpunktes"....

Für einen "Admin" wahrscheinlich was Gutes...

Für einen "DAU" wahrscheinlich auch was "Gutes"

Für fachlich versierte User - und solche die sich nicht in ein Zwangskorsett zwängen lassen wollen - wahrscheinlich nicht...

Wie im Leben... es gibt immer verschiedene Sichtweisen und auch verschiedene Wahrheiten.... ;-)

von den

gummistiefeln zu den mobil-telefonen und wieder zurück zu den gummistiefeln.

Antworten Gast: 2810
08.10.2012 19:37
4 0

Re: von den

BACK TO THE ROOTS (BOOTS)...

Und in...

...Gummistiefeln zur nächsten Telefonzelle!

Gast: Hudriwudri
08.10.2012 15:30
36 2

2 x 3 macht 4, widdewiddewid und 3 macht 9e

Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt.

Chapeau!

Besser kann man's nicht treffen!
Ich musste laut lachen! Danke!
(Bin aber kein Veräppelter!)

Re: 2 x 3 macht 4, widdewiddewid und 3 macht 9e

Super Kommentar, schade ist mir nicht eingefallen!

Chapeau!

Unglaubliche Überzeugungskraft, ..

... die Herr Gießwein haben muss, wenn er zumindest selbst glaubt was er da von sich sprudelt. Beeindruckend!

Gast: Hfvienna
08.10.2012 14:42
7 1

Das "Wo" kam nicht von Nokia ...

... sondern von der zugekauften Navteq, die unter Nokias Führung nicht gerade aufgeblüht ist. Nokia Maps hat sich durch keinerlei Innovation hervorgetan , obwohl Nokia auch die Kette Hardware/ Software/ Services in Kontrolle gehabt hätte . Die Innovations-Führerschaft von Nokia könnte höchsten im Ausreden erfinden beansprucht werden, warum es immer noch weiter bergab geht statt bergauf mit dem früheren Weltherrscher der Mobiles.

Zauber und Innovation

Sind unterschiedliche Farben, Windows 8 und eine induktive Aufladung wirklich wesentlich mehr "Zauber" und "Innovation" als sich seit Jahren glänzend verkaufende Android oder gar iOS Produkte? Von Tabletts will ich noch nicht einmal anfangen.

Es fällt einigermassen schwer, dem Nokia Marketingmanager abzunehmen, dass er an seine eigenen "Visionen" wirklich glaubt.

Gast: Facepalm
08.10.2012 13:50
17 3

Falls sich die Herren von Nokia ...

... tatsächlich fragen, warum ihr Laden noch immer steil bergab geht, dann liegt es unter anderem daran, dass sich die Leute einfach nicht daran gewöhnen wollen, dass aus dem 'Gentle Giant' ein verlogener Sauhaufen geworden ist - frei nach ihrem Vorbild Microsoft.

Die Lügen über die Marktanteile und Kundenbewegeungen in Großbritannien und China, die gekauften Studien von IDC, Produkt-Reviews und Blog-Einträge, die gefälschten Marketingvideos rund um das neue Lumia.

Aber auch Nokia wird kapieren was auch Microsoft noch kapieren muss - F.U.D. funktioniert im Mobile-Business nicht, hier zählen die Carrier, nicht die OEM oder deren Software-Partner.

Und auch die Leute geben einen feuchten Furz auf eure Lügen.

In diesem Sinne, viel Spaß.

Re: Falls sich die Herren von Nokia ...

Netter Versuch, offensichtlich ein Kindheitstrauma.
Wo Microsoft und Nokia verlogener sein sollten als vergleichbare Firmen, würde mich interessieren, eher im Gegenteil.

Dass vor allem Nokia das Mobile-Business, im Sinne von Marketing und Vertriebskanal, nicht versteht, halte ich auch für eher lustig als ernst gemeint.

Nokia hat den Karren ordentlich in den Dreck gefahren, den holt man nicht von heute auf morgen heraus. Aber mit den aktuellen Lumiageräten zeigen sie sehr wohl, dass mit ihnen noch zu rechnen ist.
Zumnindest hat er recht, wenn er sagt Nokias 920er kommt deutlich innovativer daher als Apples iPhone 5.

Aber in einem Jahr, wenn die Situation vermutlich schon etwas anders (im Sinne von freundlicher für Nokia) aussieht, werden Sie hier nicht mehr posten.

In diesem Sinne, viel Spaß.

Antworten Antworten Gast: Facepalm
09.10.2012 07:55
2 0

Leider kein Kindheitstrauma ...

... dafür aber eingies an Einblick in die Funktionsweise der Mobilbranche. Aber ich bin Gerne bereit, diesen mit Ihnen zu teilen.

In der Mobilbranche ist erfolgreich, wen die Carrier und Reseller erfolgreich sehen wollen. Kein Carrier kein Netz, keine Subventionen, kein Marketing. Kein Reseller keine verkauften Geräte.

Nokia war aus einem einzigen Grund erfolgreich: es war der 'Gentle Giant', beliebt bei Carriern und Resellern. Noch 2011, bevor dem Deal mit Microsoft aber in Mitten von iPhone und Android war Nokia größer als Apple und Samsung zusammen, und hat mehr als doppelt so viele Smartphones verkauft, Tendenz steigend, den Absatz, den ASP der Geräte, den Marktanteil, den Umsatz und den Gewinn betreffend.

Dann kam Elop, dann kam Microsoft, dann kam Windows Phone. Problem: die Carrier hassen Microsoft und Windows Phone. Die Reseller hassen Microsoft und Windows Phone.

Das hat viele Gründe: Kin, Skype, Ballmer und Elop, hohe Rücklaufraten - um nur einige davon zu nennen.

Dazu die geniale Kombination aus Ratner und Osborne in Form des Burning Platform Memo, welche das bisherige Standbein Symbian praktisch vernichtet haben und schon kratzt Nokia am Rande der Illiquidität, Junk-Ratings und einer horrenden Gewinnwarnung zu anderen.

Und daran ändert auch das neue Lumia 920 nichts - denn die Carrier und Reseller hassen Microsoft und Windows Phone.

Aber sicher, nächstes Jahr ist alles anders! Sowie wie 2011, und wie 2012

Re: Leider kein Kindheitstrauma ...

Die Carrier und Reseller hassen Microsoft? Das sollen Ihre Insights sein.

Das liest sich, alleine für Ö, in diesen Interviews schon anders:
http://diepresse.com/home/techscience/mobil/732493/
http://diepresse.com/home/techscience/mobil/733521/

Es ist eher so, dass vor allem die Carrier Apple hassen und deshalb froh sind über eine dritte Kraft am Markt.

Aber man wird sehen, nur Nokia und Microsoft abschreiben, würde ich keinesfalls.

Antworten Antworten Gast: 2810
08.10.2012 19:28
2 1

Re: Re: Falls sich die Herren von Nokia ...

nokia hat nichts verstanden. komfortabel telefonieren kann man mit 15euro geräten.
heute will man status, must have und alles schnell und am besten schon seit gestern. wenn man dann noch die blogs liest worüber sich leute dabei austauschen, das jetzt menüs schneller aufklappen, der film ruckelfrei ist, dann ist man glücklicher besitzer & auch als bobo hat man das selbe gerät wie der vorstandsvorsitzende. beim auto & der villa klappt das eben nicht ganz so gut...

Gast: nowhere man
08.10.2012 13:49
9 0

meego

der abschuss vom meego hat mich endgültig vergrault ...

Antworten Gast: Facpelm
08.10.2012 14:43
0 2

Na dann ...

... das erste Jolla-Phone soll noch vor Weihnachten auf den Markt kommen!

14 1

Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

Nokia kann von Innovation faseln, was es will. Von denen kaufe ich nichts mehr.

Re: Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

Da schon lieber Apple, gell?

Antworten Antworten Gast: 2810
08.10.2012 19:33
2 0

Re: Re: Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

...bin der selben ansicht! von apple & co hat man nix anderes erwartet aber von einem nordeuropäischen konzern schon...
aber sie haben gezeigt das sie die selbe dreckscompany sind wie die anderen auch.
jetzt sollen sie ihren müll gerne an asiatische gutverdiener verscherbeln.
mein kaffe kommt schließlich auch nicht mehr von nestle sondern von einem zertifizierten lieferanten der den produzenten auch faire preise zahlt...

3 3

Re: Re: Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

Daß ich von den Apfel-Scientologisten schon gar nichts will, hätte ich natürlich erwähnen sollen, da haben Sie recht.

Re: Re: Re: Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

Dann also Samsung, deren Wertschöpfung in Europa unvergleichlich ist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2810
08.10.2012 19:57
1 1

Re: Re: Re: Re: Nokia hat in Deutschland die Heuschrecke gemacht, ja in Rumänien.

samsung = aber zimindest loyal zu seinen koreanischen mitarbeitern und als global player weit besser positioniert wie apple, ms oder auch sony...