Yesss-Deal: Angeblich Drohungen gegen Wettbewerbshüter

10.12.2012 | 09:55 |   (DiePresse.com)

Die BWB will die Entscheidung weiter hinauszögern. Damit wird auch LTE noch später landesweit eingeführt. Angeblich drohen jetzt die Mobilfunker mit einer Amtshaftungsklage.

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Im Umfeld des Verkaufs von Orange an den kleineren Konkurrenten 3 soll es zu Drohungen gegen die Bundeswettbewerbsbehörde gekommen sein. Sollte die BWB gegen den Entscheid des Kartellgerichts vorgehen, den Verkauf der Orange-Diskontmarke Yesss an den Marktführer A1 zu genehmigen, werde es eine Amtshaftungsklage geben. Diese Drohung soll eines der beteiligten Unternehmen ausgesprochen haben, sagt BWB-Sprecher Stefan Keznickl nach Angaben des Wirtschaftsblatts. Der Weiterverkauf von Yesss an A1 ist eine Bedingung für den Orange/3-Deal.

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Mobilfunker streiten Drohungen ab

"Das habe ich persönlich noch nie erlebt, dass man einer Behörde, ­deren Pflicht es ist, sich Urteile ­anzusehen, schon prophylaktisch mit Amtshaftungsklage droht", sagt Keznickl. Wer die Drohung ausgesprochen hat, will er nicht preisgeben. 3, Orange und A1 wollen es jeweils nicht gewesen sein. Keznickl wiederum sieht sich bestätigt. Die BWB werde Rekurs gegen das Urteil einlegen. Der Yesss-Verkauf würde "erhebliche Nachteile" für heimische Konsumenten bedeuten.

Bei Rekurs droht wieder LTE-Verzögerung

Sollte die BWB tatsächlich das Urteil anfechten, würde sich damit eine der wichtigsten technischen Veränderungen auf dem Mobilfunkmarkt wieder um einige Monate verschieben. Alle Mobilfunker, auch die nicht an dem Verkauf beteiligte T-Mobile, warten derzeit auf die Neuvergabe der Frequenzen. Diese ist essenziell, um die für Datentransfers optimierte Funktechnik LTE flächendeckend ausrollen zu können. Der Telekom-Regulator RTR hat aber bereits angekündigt, die Vergabe erst dann zu starten, wenn alles rund um den Orange/3-Deal geklärt ist. In anderen Ländern ist LTE mit seinen flotten Datenübertragungsraten schon längst Standard. Aufgrund des Frequenzmangels ist die Technik in Österreich nur in Städten teilweise nutzbar.

Warum Frequenzen so wichtig sind >>>

EU-Entscheidung bis 21. Dezember

Neben der BWB muss auch die EU-Kommission über den Deal entscheiden. Hier läuft eine Frist bis zum 21. Dezember. Gerüchten zufolge soll die Entscheidung bereits positiv ausgefallen, nur noch nicht veröffentlicht worden sein. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen von 1,3 Milliarden Euro. 390 Millionen davon betreffen den Verkauf von Yesss an A1, wobei auch die alte Orange-Marke "One" und Frequenzen inkludiert sind.

(Red.)

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16 Kommentare

dank der Chinesen von 3

funktioniert jetzt die Netzabdeckung bei Orange viel besser - um nicht endlich zu sagen. Es gibt auch Qualitätskriterien und nicht nur das Prinzip Bundesbahn - jeder europäische Staat braucht "eigene" Pseudo - Kleinhäusler.

Re: dank der Chinesen von 3

?? Oida, da hat sich noch gar nix getan, die müssen den Deal erst absegnen lassen...ts

Kein Verständnis mehr!

Ich kann kein Verständnis mehr dafür aufbringen was die Behörden (in diesem Fall die BWB) bei diesem Deal hier aufführen.

In Deutschland gibt es 4 Mobilfunkanbieter (ohne Virtuelle Anbieter) bei einem wesentlich größeren Kundenmarkt und in Österreich machen die Behörden einen Aufstand wenn der Markt von 4 auf 3 Betreiber schrumpfen soll bzw versuchen einen Teildeal den Verkauf von Yess an A1 und gleichzeitig damit auch den Deal Orange an Yess zu verhindern.


Re: Kein Verständnis mehr!

aso nach dieser Logik müsste man aber sagen dass in Deutschland 10 mal mehr Menschen leben als in Österreich darum müsste ein Anbiete wohl reichen. Ich wär für die Telekom da hat der Steuerzahler auch was davon.

Drohungen sind

beim organsierten Verbrechen ganz normal.

Viel Wettbewerb nidirger Preis

Österreich ist ein gutes Beispiel für funktionierenden Wettbewerb in der Telefonbranche. Wenn die Anbieter auf 2 schrumpfen ist es dann wohl vorbei mit billig telefonieren. Also gut wenn sich eine österreichische Behörde mal ihre Arbeit macht.

Re: Viel Wettbewerb nidirger Preis

Wieso auf 2? Ist mir da etwas entgangen? ;-)

Übrig bleiben A1, Drei und T-Mobile und einige kleinere Anbieter ...

Re: Re: Viel Wettbewerb nidirger Preis

die telekom und t-mobile haben gemeinsam 71% marktanteil. da kann man schon von marktbeherrschender position sprechen.

Re: Re: Re: Viel Wettbewerb nidirger Preis

Natürlich, und nimmt man dann noch 3 dazu haben wir ein Telekom-Monopol!

finde die Ironie...

Bitte BWB, verhindere den Deal!

Wenn sich die Rundfunker jetzt schon so daneben benehmen, will ich gar nicht wissen wie es ist, wenn fast keine Mobilfunkunternehmen mehr am Markt sind.dann können wir wohl alle viel mehr Geld fürs telefonieren locker machen! :-(

Wenn das stimmt...

.. wäre es ein Skandal, wie sich die Befürworter des Deals aufführen!

WBW

Manche Behörden suchen wieder einmal nach einer Daseinsberechtigung.

2

Re: WBW

WBW? Wiener Basiswappler?

Re: Re: WBW

Ja na eh. Wettbewerb? Brauch ma nicht!

Geh bitte..

Re: WBW

aber Sie sollten wenigstens den Artikel sinnerfassend lesen. Dann würden Sie herausfinden, daß hier die BWB gemeint ist....

wollen

die alle dass wir pleite werden?

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