RIM zahlt Nokia für Patentstreit-Ende 50 Mio. Euro

03.01.2013 | 14:38 |   (DiePresse.com)

Nokia hat im Dezember sämtliche Klagen gegen den Blackberry-Hersteller zurückgezogen. Jetzt werden Details der Einigung bekannt.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Für die Beilegung ihres Patentstreits hat der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) dem finnischen Handybauer Nokia 50 Mio. Euro gezahlt. Die Einigung beider Unternehmen beinhalte eine Einmalzahlung in dieser Höhe, zitierte die "Financial Times" am Donnerstag aus Unterlagen einer US-Regulierungsbehörde. Nokia hatte im Dezember sämtliche Klagen gegen RIM in den USA, Großbritannien und Kanada zurückgezogen, nachdem eine gütliche Einigung erzielt worden war. Deren genauen Einzelheiten wurden damals aber nicht bekannt.

Nokia hatte RIM vorgeworfen, Patente zu drahtlosen Internet-Netzwerken (WLAN) noch nach dem Auslaufen einer Lizenz genutzt zu haben. Analysten gehen davon aus, dass der Blackberry-Produzent dem finnischen Handyhersteller zusätzlich zu der Einmalzahlung künftig für jedes verkaufte Gerät mit Nokia-Technologie nun noch eine Lizenzgebühr von zwei bis fünf Dollar (1,50 bis 3,80 Euro) zahlt, wie die "Financial Times" weiter berichtete.

Nokia war auf dem Handymarkt lange Zeit der Marktführer, hatte aber die Entwicklung von Smartphones verschlafen. Dafür hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber rund 45 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung gesteckt und hält nun Patente für mehr als 10.000 Technologien.

 

(APA/AFP)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Smartphone aus Österreich

AnmeldenAnmelden