Lumia-Smartphones helfen Nokia nicht aus der Klemme

07.01.2013 | 08:31 |   (DiePresse.com)

In Deutschland hat die enge Partnerschaft mit Microsoft noch keinen Aufschwung für den angeschlagenen Hersteller gebracht.

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Die neuen Lumia-Smartphones haben den Abwärtstrend des angeschlagenen finnischen Handyherstellers Nokia in Deutschland bisher nicht stoppen können. Obwohl die Geräte mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8 seit November auf dem Markt seien, sei Nokias Anteil an den bevorzugt eingesetzten Geräten in diesem Monat auf nur noch 16,2 Prozent gefallen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab unter Berufung auf Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Comscore.

Vor einem Jahr hatte der Anteil den Angaben zufolge noch 27 Prozent betragen. Dagegen hätten die Hersteller Samsung, Apple und HTC in der Gunst der Smartphone-Kunden weiter leicht zugelegt.

Nokia dominierte den Handymarkt mehr als ein Jahrzehnt und war bis zum Frühjahr 2011 der größte Handyhersteller weltweit. Die Finnen hatten aber die Entwicklung der Smartphones zunächst verschlafen und liegen heute weit hinter der Konkurrenz von Herstellern wie Apple und Samsung zurück. Angesichts der Krise kündigte Nokia eine radikal neue Strategie an und ging vor zwei Jahren unter anderem eine enge Partnerschaft mit Microsoft ein.

 

(APA/AFP)

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8 Kommentare

Problem sind u.a. auch Verkäufer in Telekom-Shops

Leider sind auch die Verkäufer in Telekom Shops ein Problem.

Die bieten den Leuten, welche unschlüssig in die Shops kommen, mal einfach zuerst Samsungs oder iPhones an, als ob es nur diese Smartphones gäbe.

Habe ich schon mehrmals selbst gehört in Shops. So machen die Verkäufer die Entscheidung und nicht der Kunde. Vielleicht gibt es mehr Provision bei Samsung und iPhone.

Die schlechte Verfügbarkeit der neuen Lumias zum Verkaufsstart und das Russland früher als kaufkräftige Länder wie zum Bsp. Österreich und Schweiz beliefert wurde macht das ganze auch nicht gerade besser.

Re: Problem sind u.a. auch Verkäufer in Telekom-Shops

Der Verkäufer greift nunmal zu den Geräten, die sich am besten und leichtesten verkaufen lassen ... ist ja eh klar.

Re: Re: Problem sind u.a. auch Verkäufer in Telekom-Shops

Die Verkäufer sind meist schlecht ausgebildet und lassen sich von der Werbung beeinflussen anstatt auf den Kunden einzugehen.

Ich glaube, dass viele Kunden es nicht mehr schätzen würden, wenn die Auswahl reduziert würde zum Bsp. bei Smartphones auf Android und iOS, nur weil diese sich leichter verkaufen lassen.

Ich selber mag Android zum Bsp. nicht und hatte ein iPhone. Habe nun auf Windows Phone gewechselt, nachdem ich es lange getestet habe. Es ist ein gutes OS, sehr schnell und die andere Art der Navigation gefällt mir gut.

Zu teuer

Die Geräte, die etwas drauf haben sind zu teuer für das typische Nokia-Klientel.

Re: Zu teuer

...und zu stolz !

Hätten Sie einfach als Alternative Android angeboten, wären Sie auch morgen noch am Markt.


Re: Re: Zu teuer

Es gibt viele, denen passt nun mal Android nicht.

Welche Alternative gibt es da, wenn man auch kein iOS will?

Windows Phone, WebOs, Blackberry, Firefox ... im Moment vieles sog. kleine Märkte, welche von den Grossen tod getrampelt werden.

Möchte die Welt wirklich nur noch zwei Betriebssysteme am Schluss zur Auswahl: Google (Android resp. Samsung) oder Apple (iOS).

Ich sage klar NEIN DANKE, denn ich möchte auch hier weiterhin eine Auswahl.

Re: Re: Zu teuer

So ein Blödsinn. Wenn Nokia scheitert, dann nicht wegen Windows Phone.

Re: Re: Re: Zu teuer

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ein paar vernünftige Symbian Entwickler und man hätte den jahrelangen Vorsprung locker mitnehmen können.

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