Yesss-Kunden nutzen ab Sommer das A1-Netz

14.01.2013 | 11:18 |   (DiePresse.com)

Durch die Übernahme von Yesss wird A1 auch im Pre-Paid-Bereich Marktführer. Das Angebot von Yesss bleibt und wird ausgebaut.

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Ab diesem Sommer nutzen Yesss-Kunden das Mobilfunk-Netz von A1. Diese Umstellung ist Ergebnis der Übernahme der ehemaligen Orange-Tochter Yesss durch den Marktführer A1 im Zuge des Orange-Drei-Deals. Yesss soll neben der eigenen Diskont-Marke Bob weiter bestehen bleiben und auch weiterentwickelt werden, sagte A1-Chef Hannes Ametsreiter am Montag auf einer Pressekonferenz in Wien. Mit den 720.000 Kunden steigt der Anteil des größten Mobilfunkers auf mehr als 45 Prozent. 390 Millionen Euro hat A1 sich die Übernahme der Frequenzen und der Basisstationen kosten lassen. Inkludiert war auch die Marke "One" - was A1 damit vor hat, wollte Ametsreiter noch nicht verraten. Wann sich die teure Übernahme rentieren soll, wollte der Chef ebenfalls nicht kommentieren. Yesss erwirtschaftete 2012 einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro.

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Umstellung dauert ein halbes Jahr

Derzeit funken die Yesss-SIM-Karten noch im Netz Orange/Drei. Die Umstellung werde etwa ein halbes Jahr dauern und werde "im Idealfall" für die Kunden unbemerkt bleiben, sagte Yesss-Geschäftsführer Peter Nebenführ. Die SIM-Karten müssen nicht umgetauscht werden. In Folge sind neue Tarifmodelle geplant. Nebenführ erwartet sich zudem einen Kundenzuwachs, da alleine durch die Netzabdeckung von A1 mehr potenzielle Kunden erreicht werden können. Durch die Qualitätssteigerung rechnet er auch damit, von Mitbewerbern Kunden abziehen zu können.

Bob und Yesss ergänzen sich

Durch die Übernahme wird A1 auch im Prepaid-Bereich Marktführer in Österreich. Von den 720.000 Kunden sind 650.000 Wertkarten-Kunden. Eine Kannibalisierung der eigenen Diskont-Marke Bob erwartet Ametsreiter nicht. Die Marken würden komplett unterschiedliche Kundensegmente ansprechen. Im Unterschied zu Yess, seien 90 Prozent der 915.000 Bob-Kunden "Post-Paid", also Vertragskunden. Die 18 Yesss-Mitarbeiter werden alle übernommen und sollen in den kommenden Monaten in die Konzern-Zentrale in Wien übersiedeln. 

Teure Frequenz-Vergabe im Herbst

Im Herbst erwartet die Mobilfunker eine weitere große Investition. Im September steht die komplette Neuvergabe der österreichischen Funkfrequenzen an. Versteigert werden sowohl alte als auch neue Frequenzen, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Die Mobilfunker können ohne Frequenzen ihre Dienste nicht anbieten. Die zusätzlichen Frequenzen der "digitalen Dividende" sind notwendig, um die neue, schnelle Mobilfunkgeneration LTE ausbauen zu können. Derzeit habe A1 das größte LTE-Netz in Österreich, sagte Ametsreiter. Die Abdeckung in Wien betrage etwa 88 Prozent. Nun warte man auf die Vergabe der "digitalen Dividende", um auch den Ausbau am Land vorantreiben zu können. Sicher ist, dass diese Vergabe für die Mobilfunker nicht billig wird. Die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000 brachte insgesamt 832 Millionen Euro.

 

(sg)

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21 Kommentare

der vergleich

nicht alles was ordentlich hinkt ist auch schon ein vergleich. den personalstand/ umsatz der A1 mit yesss zu vergleichen ohne die zahlen zu hinterfragen ist für einen journalisten peinlich. est steht dass yesss mit 33 mitarbeitern welche nur vertrieb und marketingaufgaben erfüllen anders zu bewerten ist als eine zb.A1 welche vertrieb und marketingmitarbeiter hat, aber auch jene mitarbeiter im stand hat welche die netze planen, bauen, bauüberwachungen durchführen, meßtechnisch betreuen, fehler messen, fehlerbeheben, kundenbetreuung durchführen( auch für andere anbieter, welche auf den A1-kabeln betreiben) und desweiteren ein gigantisches lagersystem aufrechterhalten für kundenbelieferung und bau sowie für instandsetzung auch der ausgefallensten technikbereiche. weiters nicht vergessen dass A1 nicht nur die mobilfunksender, vermittlungsstellen und gebäude in welchen sich diese befinden rund um die uhr technisch betreuen müssen. all dies bedingt, alleie über ganz österreich besehen eien gigantischen aufwand, aber A1 betreib ja auch im ausland, daher der prozentmäßig unvergleichbare personalstand. nur zur info das war keine bez anzeige, lediglich ein versuch die vom redakteur in die tasten gehämmerten zahlen ein wenig zu erläutern.

jaja, zuerst motschgert der Österreicher jahrzehntelang über monopolartige Zustände wie einst in kommunistischen Staaten

Dann kommen die Mitbewerber ohne staatsnahe Hilfen und alle finden diese Erlösung gut.

Aber früher oder später geht der gelernte Österreicher wieder heim zur guten alten Telekom Austria.

Und anschließend motschgert er wieder über Monopole und zu wenig Wettbewerb.

Re: jaja, zuerst motschgert der Österreicher jahrzehntelang über monopolartige Zustände wie einst in kommunistischen Staaten

das knaufen , matschkern und jammern ist des österreichers liebstes hobby.

1 0

A1 beherrscht und das aber schlecht...

die kunden sind gefangen und dann wird absichtlich nachgelassen...

0 2

Neue Entwicklung

Nach den letzten schweren Jahren schafft es jetzt A1 wieder öfter wieder mit positiven Nachrichten in die Medien

Re: Neue Entwicklung

Ja, sehr positiv, wenn ein Unternehmen die hälfte des Marktes und 100% des Billigmarktes (ich kenne jedenfalls außer Yess und Bob kein anderes Billigprodukt) beherrscht.
Wettbewerb adé

Kartellrecht ADE !


17 0

praepotent und kundenunfreundlich

das ist das motto von A1, mit mir und vielen anderen die ich kenne aber nicht mehr.

Re: praepotent und kundenunfreundlich

ich bin auch schon lange weg, A1 und BOB nie mehr!

...

Des Filtern is der Stasi's Lust!

...

Ach die Kursmanipulatoren von der Telekom schaffen es auch wieder mal 'positiv' in die Medien! Die Geschäftsführung des Quasi-Staatsbetriebes will sich mit einem unverdienten Boni bereichern und niemand will es gewesen sein! Und jetzt grad die nächste Schweinerei in der Seestadt Aspern. Das hat System und das heisst SPÖ!

1 0

Re: ...

einem unverdienten Bonus!

Mit 17000 Mitarbeitern

müssten 17 Milliarden Umsatz drinnen sein...

Re: Mit 17000 Mitarbeitern

Ja, wenn Ost- und Westend den 4fachen Tarif zahlen.

Re: Re: Mit 17000 Mitarbeitern

Die Zahl ergab sich aus dem Vergleich mit Yesss. War wohl zu hoch gegriffen von mir.

12 1

Yess und Bob nebeneinander?

Zwei Diskont-Marken, die fast identische Produkte und Tarife anbieten, werden nebeneinander wenig Sinn machen.

Vermutlich wird Bob über kurz oder lang Yess auffressen. Dann hat Bob nicht mehr 90% Vertragskunden, sondern nur mehr 60%, dafür aber absolut um 700.000 Kunden mehr.

Ich hoffe nur, A1 stellt genügend Bandbreite zur Verfügung, denn teilweise ist das Bob-Netz schon jetzt am Rande der Leistungsfähigkeit.

Re: wenn man keine Ahnung hat....


Bob telefoniert und surft im selben Netz wie alle A1 Kunden auch.. es ist nur die Bandbreite beschnitten... dafür zahlt man auch weniger dafür..

3 0

Re: Yess und Bob nebeneinander?

Sie gehen davon aus, dass die bisherigen Yesss! Kunden auch dort bleiben. Aber gerade beid en Billiganbietern ist es viel einfacher und schneller möglich zu wechseln. Somit müssen sie konkurrenzfähig bleiben, sonst bekommt der Inder bald Nachwuchs ;)

0 0

Re: Re: Yess und Bob nebeneinander?

hat er schon :-)

das Problem mit dem A1 Netz ist ja...

.. - und da spreche ich aus Erfahrung - man hat Empfang dort, wo andere keinen haben... das wär ja schon mal nicht schlecht, nur leider verhält es sich ab und an auch genau umgekehrt.

17 0

Da kann ich nur zustimmen

In meiner Straße ist das A1-Netz von allen österreichischen Netzen (ich habe nämlich schon alle ausprobiert) mit Abstand das Schwächste. Das hat mich dann veranlasst A1 zu verlassen. Was ich da mit der Kündigung (ein Vertrag ohne Bindung!) und mit der Rufnummernmitnahme erlebt habe, darüber kann man ein Buch schreiben. Bis zur Erledigung hat das Ganze 4 Monate gedauert. Dass ein gutes kundenfreundliches Unternehmen wie Yesss von der Telekom geschluckt wird, tut mir in der Seele weh!

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