Rettet das Z10 Blackberry? Tester sind skeptisch

31.01.2013 | 10:51 |   (DiePresse.com)

Das neue Smartphone und das Betriebssystem Blackberry 10 werden für neue Akzente gelobt. Allerdings gibt es noch viele Baustellen. Kritisiert wird unter anderem die Qualität der Apps.

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Mit großem Getöse hat Blackberry (vormals RIM) sein neues Flaggschiff-Gerät Z10 vorgestellt. Das Smartphone mit 4,2-Zoll-Touchscreen ist das erste Gerät, das mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 ausgeliefert wird. Mehrere US-Medien konnten das Geräts bereits im Vorfeld ausprobieren. Zwar werden dem Z10 und der neuen Software viel Lob ausgesprochen. Es gibt allerdings auch viele Kritikpunkte. Ob das Gerät und Blackberry 10 das am absteigenden Ast befindliche Unternehmen retten können, bleibt weiterhin von zu vielen Faktoren abhängig.

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Steile Lernkurve

Cnet kritisiert die "Ineffizienz" des neuen Betriebssystems und prangert die steile Lernkurve an. Gleichzeitig wird aber der Anstrengung, die Blackberry für seine neue Software unternommen hat, Respekt gezollt. Als Zielgruppe werden vorrangig Blackberry-Fans gesehen, von denen es immer noch fast 80 Millionen weltweit gibt. Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln.

Nur wenige Apps für System gebaut

Boy Genius Report prangert mehrere Dinge beim Z10 und Blackberry 10 an. Zwar hat es der Hersteller geschafft, 70.000 Apps für den Start bereit zu stellen. Davon sind aber nur 1000 für die neue, auf dem Betriebssystem QNX basierende Software geschrieben worden. Der Rest sind von Android oder anderen Betriebssystemen portierte Apps oder sogar einfach nur Web-Apps. Beim Durchblättern des Angebots der Blackberry Worlds, dem App-Store-Pendant des Anbieters, seit nicht wirklich etwas aufgefallen, was Interesse hervorgerufen hätte.

Qualität der Apps kritisiert

Ähnlich skeptisch liest sich der Test von The Verge. Zwar wird das Keyboard gelobt und Blackberry 10 als vielversprechendes Betriebssystem angeführt. Allerdings würden die Benachrichtigungen schlecht gelöst sein. Außerdem lasse die Qualität der Apps von Drittanbietern zu wünschen übrig. Auch würde das Z10 eine unterdurchschnittliche Betriebsdauer mit seinem Akku an den Tag legen. Im Fazit wird festgestellt, dass es bessere Geräte auf dem Markt gibt.

Gutes Keyboard

Weniger pessimistisch liest sich der Testbericht der New York Times. Das Unternehmen sei nicht mehr dem Untergang geweiht, heißt es gleich in der Einleitung. Allerdings wird auch hier das Fehlen mancher wichtiger Apps als Kritikpunkt angeführt. Auch sei das Z10 sehr spät auf den Markt gekommen. Dafür gibt es großes Lob für das neue Betriebssystem und dabei besonders für das Keboard mit seinen intuitiven Textvorschlägen.

Browser langsamer als Konkurrenz

Als "radikale Neuerfindung" preist All Things D das Z10 und Blackberry 10 an. Damit könnte das Unternehmen wieder zurückfinden, heißt es in dem Testbericht. Allerdings gibt es auch Kritikpunkte, wie etwa für das neue Benachrichtigungszentrum oder die Auswahl der Apps. Der Browser sei zwar flott, allerdings langsamer als auf anderen Plattformen, wie auch die anderen Tester bemerken.

Preislich im Premium-Segment

Vorerst wird das Z10 in den USA mit einem Dreijahresvertrag für 199 Dollar angeboten. Damit wagt sich Blackberry eindeutig ins Premium-Segment. Der britische Anbieter Carphone Warehouse soll das Gerät ohne Vertrag für 480 Pfund, umgerechnet mehr als 550 Euro, ins Portfolio aufnehmen, heißt es in einem Bericht. Andere Quellen sprechen von knapp 600 Dollar für ein vertragsfreies Gerät, was rund 440 Euro entsprechen würde. Noch hat kein österreichischer Mobilfunker angekündigt, das Gerät ins Portfolio aufnehmen zu wollen.

(Red.)

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12 Kommentare
1 0

Steile Lernkurve negativ?

Die Lernkurve stellt die Beziehung zwischen Zeit bzw. Anzahl Übungseingeiten etc. und dem "Lernerfolg" dar. Je steiler (poitiver Anstieg), desto besser/ schneller erfolgt das Lernen.

Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln...

Ich denke die Menschen sind derzeit alles andere als rundum zufrieden mit den bestehenden Lösungen am Markt. Insbesondere das iPhone Betriebssystem ist für ganz gewöhnliche berufliche Anforderungen leider nur bedingt geeignet. So lassen sich beispielsweise aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen über die Standard Email-APP keine Dateien anhängen. Über die Dropbox kann nur ein link für eine Datei je Email generiert werden. Im Berufsalltag ist es wohl eher unüblich pro zu übermittelnder Datei eine separate Email mit einem Download link zu versenden... Insofern freue ich mich durchaus über Alternativen.

Re: Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln...

kann ich so nicht bestätigen. Ich nutze IPhone und iPad beruflich und organisiere fast alles von unterwegs aus. Dateien versende ich via Dropbox als Link , hier habe ich alle Dateien jederzeit Griffbereit , muss nicht alles auf dem Iphone gespeichert haben.

Für mich ist das IOS beruflich nicht mehr wegzudenken ... jedoch hat jeder seine eigene Vorstellung , es muss eben zu einem passen ... hier jedoch grundsätzlich das iOS als ungeeignet abzustempeln erscheint mir etwas kurz gedacht.

Re: Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln...

ich weiß zwar nicht welche dateien sie anhängen wollen beim e mail versenden, aber fotos und dateien aus numbers und pages lassen sich ohne probleme über die standart mail app versenden!!

Re: Re: Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln...

Ich würde gerne beliebige Dateiformate (also unabhängig davon, ob diese überhaupt am iPhone/iPad geöffnet werden können) aus der Dropbox anhängen, ohne diese davor in einer anderen Applikation zu speichern. Trotzdem danke für Ihren Hinweis!

Re: Re: Re: Für Besitzer eines iPhones oder Android-Modells gebe es aber keinen guten Grund zu wechseln...

ok ich verwende kein dropbox, da gewisse daten und dateien die ich versende privater bzw beruflicher natur sind! somit kann ich nicht sagen ob man solche dateien anhängen kann!

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sehr gut

ist echt zu begrüßen, dass es endlich mal Alternativen zum iPhone und den billigen Kopien davon gibt.

Re: sehr gut

Gibt es mit Windows Phone schon länger.
Und Microsoft hat auch einen langen Atem (siehe Xbox), während es bei Blackberry rasch vorbei sein kann auch, wenn das Ding nicht einschlägt.

Re: Re: sehr gut

Windows Phone hat einen niedrigen, einstelligen Marktanteil. Die neueste Version Windows Phone 8 gibt es erst seit wenigen Monaten. Windows Phone hat es genauso schwer wie Blackberry, sich gegen die zwei dominanten Systeme durchzusetzen bzw. zu etablieren.

Re: Re: Re: sehr gut

Falsch, Windows Phone gibt es schon seit über 2 Jahren. Eine neue Version heißt ja nicht, dass man bei Null anfängt.

Re: Re: sehr gut

was soll man mit windowos? ich würde perdönlich nie wieder auf ms zurück steigen!

Re: Re: Re: sehr gut

Sie sollten es zumindest mal testen, bevor Sie urteilen. Windows Phone ist keine perfekte, aber eine runde Sache.

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