Nokia setzt auf "Supermaterial" Graphen

01.02.2013 | 10:51 |   (DiePresse.com)

Graphen ist das derzeit stärkste je getestete Material. Nokia arbeitet mit zig Partnern daran. Gemeinsam erhalten sie eine Milliarde EU-Fördergelder. In Produkte wird die Forschung noch nicht so schnell einfließen.

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Nokia setzt auf neue Werkstoffe für seine zukünftigen Produkte. Der Hersteller gab bekannt, dass die EU für das Projekt "Graphene Flagship", an dem auch mehrere Universitäten beteiligt sind, Fördergelder in Höhe von einer Milliarde Euro bereitstellen will. Auch Brüssel ist der Meinung, dass Graphen, eine ungewöhnliche zweidimensionale Variante von Kohlenstoffverbindungen, das Material der Zukunft sei.

Graphen ist das "stärkste je gemessene Material", belegt eine Studie von 2008. Nokia sprich in einem Blogeintrag davon, dass Graphen eine Bruchfestigkeit besitzt, die 300 Mal höher als die von Stahl ist. Der Hersteller hat selbst schon im Jahr 2006 mit der Graphen-Forschung begonnen. Die Ergebnisse seien "sehr vielversprechend", wird Nokia-Technikchef Henry Tirri zitiert.

Im Endeffekt sollen zukünftige Produkte nicht komplett aus Graphen gebaut werden. Vielmehr sollen aktuell genutzte Werkstoffe ersetzt werden, um so die Effizienz der Produkte zu steigern. Wann Graphen aber im Alltag bei Nokia-Handys eingesetzt wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Für ihre Arbeit mit Graphen haben die Wissenschafter Konstantin Novoselov und Andre Geim im Jahr 2010 den Nobelpreis für Physik erhalten. Die beiden Forscher und ihrer Mitarbeiter haben viele der bis dahin unbekannten Eigenschaften von Graphen entdeckt.

(Red.)

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7 Kommentare

Ist doch

schön, wenn man ein nahezu unkapputbares Phone sein Eigen nennt. Da macht es Sinn, alle 6 - 9 Monate in einen neuen Akku zu investieren.....

Wozu Graphen ?

Nokia-Handy's waren doch eh immer schon unverwüstlich :)

Re: Wozu Graphen ?

das stimmt! Ich kann mich noch gut an mein altes 3310 erinnern...

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gebt das entwicklungsgeld

den Formel 1 Entwicklern als RedBull, Ferrari und McLaren und ihr habt in aller kürzester Zeit funktionierende Ergebnisse.

Nokia, der ewig gestrige, wird kaum was gutes auf die Beine stellen.

"Staal" - seriously?

Bei Lektoren wird derzeit auch sehr gespart, ne?

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Re: "Staal" - seriously?

Sehen Sie´s ihm nach - er ist wahrscheinlich sehr anglophil und hat "Steel" halt nur ein bisserl übersetzt ;-)

Re: Re: "Staal" - seriously?

Danke für die Ehrenrettung, iGK81 ;)

Und an oxymoron gerichtet: DiePresse.com besitzt seit jeher kein Lektorat - leider!

Danke auf jeden Fall für den Hinweis, der Fehler wurde korrigiert.

mfg,
db

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