EU-Kommissar beklagt Chaos bei Handy-Ladegeräten

18.04.2013 | 10:07 |   (DiePresse.com)

Seit Jahren kämpft die EU um eine Vereinheitlichung aller Handy-Ladegeräte. Die Firmen sträuben sich, jetzt kommt vielleicht eine Verpflichtung.

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Ein einheitliches Ladegerät für Handys und Smartphones lässt weiter auf sich warten. EU-Industriekommissar Antonio Tajani sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag, die meisten ursprünglichen Unterzeichner einer Vereinbarung zur Vereinheitlichung der Ladegeräte lehnten eine Verlängerung ab. "Ich bedauere diese Haltung zutiefst."

Tajani kündigte an, die Kommission werde nun die Möglichkeit prüfen, "eine Verpflichtung von genormten Schnittstellen für Aufladegeräte einzuführen". Außerdem plane die EU, ihre Initiative für eine Harmonisierung auf kleine tragbare Elektrogeräte wie Digitalkameras, Tablets und Musik-Player auszuweiten.

In Europa gibt es derzeit eine Vielzahl unterschiedlicher Ladegeräte für Handys. In manchen Fällen werden sogar für verschiedene Handys derselben Marke unterschiedliche Geräte zum Aufladen des Akkus benötigt. Dies führt dazu, dass die Verbraucher für ein neues Handy häufig auch ein neues Ladegerät benötigen und Unmengen überflüssig gewordener Ladegeräte im Müll landen. Die EU-Kommission bemüht sich deshalb seit langem darum, ein einheitliches Ladegerät einzuführen.

Die wichtigsten Hersteller dieser Geräte, darunter Nokia, Sony Ericsson und Samsung, hatten 2009 eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Standards ihrer Geräte zu vereinheitlichen.

(APA/AFP)

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33 Kommentare
 
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Apples Stecker

Finde den neuen Apple Stecker perfekt. Klein, egal wie man ihn einsteckt und auch Daten werden blitzschnell übertragen.
Damit ist er auch besser wie Micro USB wo man auch wieder achten muss wie man ihn ansteckt.

wer außer apple ..

.. hat denn bei den smartphones noch was anders als usb micro-B?

Re: wer außer apple ..

Für Smartphones mag dies stimmen, das liegt aber eben auch an der oben erwähnten Vereinbarung die von den Herstellern eben nicht mehr verlängert werden soll.
Im Low-Cost Bereich, dieser macht insbesondere in den Schwellenländern einen Großteil der Handyverkäufe aus, sieht das schon etwas anders aus, da ist micro-usb noch kein Standard. Dies solle man auch bedenken.

Wenn das nicht heldenhaft ist - es gibt wirklich keine anderen Probleme.


Re: Wenn das nicht heldenhaft ist - es gibt wirklich keine anderen Probleme.

du scheinst vom Leben wirklich nicht sehr viel zu verstehen. Elektromüll-Halden sind keinerlei Problem?

Re: Re: Wenn das nicht heldenhaft ist - es gibt wirklich keine anderen Probleme.

Ja, es ist ein Problem.

Nein, es ist keines, mit dem sich unsere geschätzen Zentralbehörden beschäftigen sollten, dafür wurde die EU nicht konstruiert

was da passiert, ist ein gigantischer Mission creep - Glühlampe, Brauseköpfe - you name it - typischer Fall von Insitutionen, die zu plüschig mit Ressourcen ausgestattet sind und dann auf blöde Gedanken kommen

Re: Re: Re: Wenn das nicht heldenhaft ist - es gibt wirklich keine anderen Probleme.

und wer sollte dann deiner Ansicht nach die Macht haben, die Hersteller zu zwingen, einheitliche Ladegeräte zur Verfügung zu stellen? Der Weihnachtsmann?

micro USB, 1200mA, 5V

Einheitliche Ladestecker mit einheitlichen Leistungszahlen (micro USB, 1200mA, 5V) wären ein Segen für die Benutzer.

Jeder Zugsitz, jede Autokonsole, jeder Flugzeugplatz, jeder Schreibtisch, jedes Nachtkasterl könnte einen solchen Stecker zur Verfügung stellen und wir könnten überall unsere hungrigen Smartphones füttern.

Ich hätte dann weniger Sorgen, dass der Akku nicht mehr reicht :)


Re: micro USB, 1200mA, 5V

Richtung 2000 mA geht der Trend. Die EU hinkt hinterher.

Endlich mal

eine sinnvolle Forderung!

Sinnvolle Forderung

Ich halte die Forderung für sinnvoll und ärgere mich fast täglich darüber, im Kabelgewirr das richtige Netzteil für Smartphone, Kamera, Tablet, MP3-Player, Navi, etc. zu finden. All jene, die kritisieren, dass die Europäische Kommission verpflichtende Regelungen prüft, haben genau hier ein Paradebeispiel, warum das so ist und warum das in vielen Fällen Sinn macht: weil die Selbstverpflichtung eben ganz offensichtlich nicht dazu führt, dass Hersteller in Richtung Ressourcenschonung und Konsumentenschutz Maßnahmen treffen. Dass solche europaweiten Regelungen gut für uns Verbraucher sind, sehen wir bei den gedeckelten Roaminggebühren (die es bereits jetzt überhaupt nicht mehr gäbe, wenn es nur nach der EU ginge), im Gewährleistungsrecht, bei der Rücktrittsfrist von Online-Käufen, etc.
An jeder Initiative der Kommission sind im Vorfeld bei weitem mehr Experten und Organisationen beteiligt, als das bei jedem einzelnen Gesetzesvorschlag der österreichischen Bundes- und Landesregierungen der Fall ist, die dann in den Parlamenten zu 80-90% durchgewunken werden. Da arbeitet die Europäische Union deutlich demokratischer, als es jedes gesetzgebende Gremium hierzulande tut. Wir sollten also nicht immer dem Irrglauben aufsitzen, dass "bei uns in Österreich" Regelungen aus irgendeinem Grund demokratischer oder vernünftiger getroffen werden, als "bei denen in Brüssel".

Re: Sinnvolle Forderung

Ein bezahler EU-Schreiber?

Re: Re: Sinnvolle Forderung

Und Sie ein unterbelichteter FPÖ-Wähler? Wer sonst käme darauf einen inhaltlich perfekten Beitrag ohne der Grundlage eines Arguments in den Dreck zu ziehen.

Ich sorge mich über die Energiesparlampen und ...

EU-Kommissar beklagt Chaos bei Handy-Ladegeräten: "der Mensch hat Sorgen"!

Der derzeitige USB Stecker ist ein Murks sondergleichen.

Man brauch fast jedesmal 2 bis drei Versuche um den Stecker einzustecken. Irgend ein rundes Ding wäre besser. Und dass ich dann keines mehr dazubekomme ist ein Unsinn. Bei den schwachen Akkus brauche ich mehrere Ladegeräte: Eines im Wohnzimmer fürs Internetradio, eines im Keller, eines in der Tasche für Schule oder unterwegs bei Freunden, im Schlafzimmer sowieso und im Auto den Ladestecker. Komplett lebensfremd, die EU. Dass man dabei eher Markentreu bleibt ist die Folge, sollte aber einem Beamten der Komission oder wer immer hier dreinreden will egal sein.

Re: Der derzeitige USB Stecker ist ein Murks sondergleichen.

geh bitte, scheiss di ned an oida!

die Stecker(SONY) haben auf der Oberseite das USB logo das weil die Hersteller so gescheit sind sogar spürbar ist, beim ladekabel meiner Freundin(Samsung) ist ein Pfeil auf der Oberseite der auch spürbar ist

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Re: Der derzeitige USB Stecker ist ein Murks sondergleichen.

Wie lange haben Sie gebraucht um einen Grund zum schimpfen zu finden? Ich finde das USB kabel perfekt, weil ich dann auch immer gleich ein Kabel habe um Daten vom PC zum Smartphone, Tablett usw. zu übertragen. Dieses Krampfartige sudern geht von manchen Mitbürgern ist teilweise echt schon zum Kotzen!

Re: Der derzeitige USB Stecker ist ein Murks sondergleichen.

Man brauch fast jedesmal 2 bis drei Versuche um den Stecker einzustecken.

Vielleicht sollten die Firmen in die Betriebsanleitung noch einen Punkt "Gerät nicht im betrunkenen Zustand verwenden" aufnehmen?

Re: Re: Der derzeitige USB Stecker ist ein Murks sondergleichen.

Ganz unrecht hat der Poster nicht, der Micro USB ist auch mechanisch nicht gerade beständig wenn man das Handy zb als Navi im Auto verwendet usw und ab und zu durchs fahren ein Zug am Kabel ist verschleißt dieser schnell und ein Austausch ist mit Lötaufwand und hohen Kosten verbunden. Mini USB wäre besser find ich, weitaus stabiler dieser stecker. Oder das Handy fällt beim Laden runter auf das eingsteckte Kabel , Buchse ziemlich sicher ausgeleiert oder gebrochen...

Soviel zur..

.. Durchsetzungskraft der EU und ihren lächerlichen/lachhaften und sinnfreien Verordnungen. (Die eh nur der Industrie/Wirtschaft und selten den Bürgern zugute kommten.)

Und selbst diese macht dann "was sie will".

Wie heissts so schön: stell dir vor, es wäre Krieg, und keiner geht hin.

Nachahmungen in anderen Industrien und Wirtschaftszweigen sind wünschenswert.

Sonst noch was?

Das soll ein Problem sein, das einer staatlichen Regelung bedarf?
Wenn die Herrschaften nichts besseres zu tun haben, mögen sie sich ein paar Wochen Urlaub nehmen.

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Re: Sonst noch was?

Sie haben offenabar keine Ahnung was in der Industrie alles gesetzlich geregelt oder aber zumindest genormt ist.

Es ließen sich durch genormte Ladegeräte nicht nur tonnenweise Müll ersparen, Sie bekämen auch ihre neuesten glammour-Handys ein Stück günstiger.

Beantworten Sie folgende Frage ehrlich: Wie viele Ladegeräte von Mobiltelefonen haben Sie in ihrem Leben schon zum Müll gebracht, nur weil das Mobiltelefon selbst ausgetauscht wurde? Sie werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf [(Anzahl der besessenen Handys) - 1] kommen.
Wird die Menscheit dran zu Grunde gehen? Eher nein. Nichtsdestoweniger ist es wohl leicht vermeidbar, besser für die Umwelt und für Ihren Geldbeutel.

Also hörns auf zu matschkern über ein Thema, was Ihnen unterm Strich ohnehin schei* egal ist.

1. brauchst keiner und 2. dazu keine EU

Und wieder wollen uns die EU-Bonzen, die in ihrer Langeweile auch mal eine Art "Rechtfertigung" ihrer Gehälter suchen, ihre diktatorischen Vorschreibungen machen.
Wer sich für eine bestimmte Marke entscheidet, der hat auch das dazugehörige Kabel mit Stecker. Und wenns einmal nicht passt, dann bietet jeder Laden haufenweise Adapter an.
Nicht einmal die Elektrosteckdosen sind in der EU einheitlich. GB hat z. B. eine andere Norm.
Aber nur ein Trottel fährt in ein Land, ohne sich vorher zu erkundigen, welche Normen dort anders sind. Und so lange die Briten und Iren in Europa links fahren, braucht man auch keine einheitlichen Handy-Ladegeräte.
Und wenn man trotzdem dafür ist:
Die Gewinde der Glühbirnen sind seit Generationen alle gleich. Und keiner hat dazu eine EU gebraucht.

Wünschenswert, aber!!

Was bitte, wenn wir nicht schon alle komplett indoktriniert und verkalkt sind, geht einen Politiker eine Unternehmensentscheidung an!

Ich halte die vielen Geräte auch für Schwachsinn, nur, wessen Sicherheit gefährdet dieser Schwachsinn?

Eben, daher den zuständigen Polit Kasperl auf ein anderesThema setzen - sollte ihm derart langweilig sein, ich hätte ad hoc 20 für ihn.

Unfassbar, die Regulierungswut der EU!

Re: Wünschenswert, aber!!

Sie verkennen den Ernst der Lage ein wenig. Der Durchschnittskonsument kauft sich mittlerweile alle 1,5-3 Jahre ein neues Mobiltelefon (was an sich schon eine Katastrophe ist bei den Akkus die da drinnen stecken), wenn aber auch jedes Mal das Netzteil dazu in den Müll kommt (und die Dinger sind auch nicht gerade leicht zu verwerten) so ist das eine deutlich höhere Belastung und Ressourcenverschwendung oben drein.

Die Unternehmen machen das nicht etwa weil sie dumm sind, nein, die erzielen mit den Dingern nunmal höhere Umsätze beim Verkauf. Zudem können sie es teuer nachverkaufen wenn ein Kunde das Teil verliert - es passt ja kaum ein anderes. Insofern triffts nicht nur die Umwelt, sondern auch den Konsumenten.

Als wünschenswert, aber schwachsinnig würde ich dies also nicht bezeichnen.

Re: Re: Wünschenswert, aber!!

Naja, wieviel % am Elektroschrott werden nicht kompatible, nicht defekte, Handy-Ladegeräte ausmachen? Ich denke, das bleibt im vernachlässigbaren Bereich.

Und als Konsument wäre ich alles andere als erfreut, wenn ich beim Kauf eines Handys kein Ladegerät dazubekäme.

 
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