Smartphones: Chinesen verdrängen Nokia und HTC

26.04.2013 | 09:48 |   (DiePresse.com)

Die Hersteller ZTE und Huawei haben bisherige Top-Produzenten überholen können, sagen Marktforscher. Die großen Verlierer sind Nokia, Blackberry und HTC.

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Samsung, Apple und LG dominierten im ersten Quartal 2013 die Smarthone-Verkäufe. Dahinter sind aber bereits die "Newcomer" Huawei und ZTE. Die chinesischen Hersteller konnten sich innerhalb eines Jahres vor Nokia, Blackberry und HTC schieben und rangieren jetzt in den Top 5 der Smartphone-Hersteller, berichtet das Marktforschungsunternehmen IDC. Samsung hat nach diesen Zahlen im ersten Quartal 2013 mit 70,7 Millionen Stück fast doppelt so viele Smartphones verkauft wie Apple (37,4 Millionen iPhones).

Nokia und Blackberry verlieren

Die großen Verlierer sind Nokia und Blackberry. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sie um 49 beziehungsweise 38 Prozent weniger Smartphones verkauft. Bei Nokia ist das aber auf den Umstieg von Symbian-Geräten auf die neuen Windows Phones der Lumia-Serie zurückzuführen. Und Blackberry (vormals RIM) versucht derzeit, einen Wechsel auf das neue Betriebssystem Blackberry 10 zu meistern, das erstmals auf den neuen Geräten Z10 und Q10 eingesetzt wird.

Krise bei HTC

Auch der taiwanesische Hersteller HTC hat Marktanteile eingebüßt. Aufgrund seines Vorabberichts für das erste Quartal 2013 haben Analysten errechnet, dass das Unternehmen nur noch 5,6 Millionen Smartphones verkauft hat. Im Vorjahr waren es noch im selben Zeitraum 6,9 Millionen Stück. Derzeit versucht HTC, sein Modell One an den Mann zu bringen. Allerdings verzögern Lieferprobleme eine flächendeckende Versorgung.

(Red.)

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4 Kommentare

generell,nicht nur Handys!

Das ist erst der Anfang
Bei Autos zeichnet sich das gleiche Bild ab; zehn Jahre, dann heißen die neuen Nokias so wie die Who is who der EU Autohersteller heute... werden alle nicht überleben, auch nicht in China. denn dort bauen die neben den europ. gehörenden Werken parallel eigene Werke. Volle Marktübernahme - dazu ist die extrem wachsende Wirtschaftsmacht noch nicht, aber sehr bald in der Lage. Und wenn wir dann in der EU in die Nationalstaaten wieder auseinanderfallen, dann ist's aus mit unserer Industrie. Vielleicht wieder lokales Handwerk, dass dann ein weinig "steinenen Boden" darstellt. Der Rest: Supermarkt mit "made in China"- schon heute so, man sollte mal nachschauen bei Baumärkten etc!

Re: generell,nicht nur Handys!

Es gibt diesen Trend natürlich. Ich denke mir aber auch, dass wir als Konsumenten eine große Verantwortung tragen und so bin ich gerade dabei, meinen Konsum auf regionale Produkte (soweit wie möglich) umzustellen ...

Und ein chinesisches Auto käme für mich niemals in Frage. Da würde extrem viel Kaufkraft abfließen und somit auch Arbeitsplätze in Europa verloren gehen. Mein Handy ist von HTC, also Taiwan ... ich weiß zwar nicht, wo die produzieren, aber Taiwan ist mir sympatischer.

Naja, langfristig wird auch in China das Lohnniveau ansteigen ... und wenn die Umweltauflagen steigen, dann hat das auch Auswirkungen auf die Produktionskosten. Es gibt sehr viele Variablen in diesem Spiel und es kommt nicht immer so, wie man zuerst glaubt.

Nokia

Nokia steht Dank mehrerer katastrophaler technischer Entscheidungen, am Abgrund und sollte daher nicht als Massmesser genommen werden. Nokia kaempft ums nackte Ueberleben und wird so es aussieht, diesen Kampf demnaechst verlieren...

Und BlackBerry ist wieder am wachsen!

Tja, das sind schöne Zahlen, aber man sollte nicht vergessen, daß Blackberry am Wendepunkt angelangt ist. Jetzt geht es nämlich wieder aufwärts, denn die neuen Smartphones mit BB10 verkaufen sich gut, weil BB10 ein neues, gutes und sicheres System ist! Wie sieht's da bei den anderen aus?

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