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Nokia will Handys mit Elektrosmog aufladen

10.06.2009 | 11:02 |   (DiePresse.com)

Forscher des Unternehmens haben einen Handy-Prototypen entwickelt, der Strom aus Funkstrahlung in seiner Umgebung zieht. Ladegeräte würden damit der Vergangenheit angehören.

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Strom aus dem Nichts? Forscher des Nokia Research Center im britischen Cambridge basteln genau daran. Sie wollen ein Handy entwickeln, das elektromagnetische Strahlung aus der Umgebung in Strom umwandelt und so seinen Akku füllt. Ladegeräte sollen damit überflüssig werden. Wie Technology Review berichtet, haben die Techniker bereits einen Prototypen entwickelt. In wenigen Jahren will Nokia die Technologie marktreif haben.

Funkstrahlung aus Umgebung wird genutzt

Die zugrunde liegende Technologie nutzt den Elektrosmog, den WLAN-, Funk- und TV-Antennen besonders in urbanen Gegenden abstrahlen. Die Strahlung lässt Elektronen im Prototypen oszillieren, wodurch ein schwacher Induktionsstrom entsteht. Solange die Schaltkreise zum Umwandeln dieser Induktion nicht mehr Energie verbrauchen, als erzeugt wird, kann damit die Batterie des Geräts gefüllt werden.

Unbegrenzter Standby-Betrieb

Noch dauert das Aufladen des Akkus über Elektrosmog sehr lange, die Leistung reicht aber schon für den Standby-Betrieb, behaupten die Entwickler. "Sie können Ihr Handy im Grunde unbegrenzt im Standby-Modus halten", erklärte Markku Rouvala von Nokia Research. Um die dafür benötigte Leistung von 50 Milliwatt zu erreichen, seien etwa 1000 starke Radiosignale in der Umgebung nötig, sagen Kritiker des Projekts. Der Prototyp müsste also in einer Umgebung getestet worden sein, die besonders dich abgedeckt war.

Marktreife in drei bis vier Jahren

Das Marktpotenzial für die Technologie beschränkt sich aber nicht nur auf Mobiltelefone. MP3-Player verbrauchen zum Beispiel rund 100 Milliwatt an Leistung. Nokia will mit der Technologie in drei bis vier Jahren marktreif sein. Um nicht rein von Funksignalen abhängig zu sein, sollen auch andere Energiequellen wie Solarzellen in allfällige Handys eingebaut werden.

(db)

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8 Kommentare
Gast: gast
10.06.2009 19:26
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gast

'Strom aus dem Nichts?'

Das tut weh...

Gast: HerrAbisZ
10.06.2009 15:15
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NIKOLA TESLA

Sie bräuchten nur die Neutrinos nutzen!

Antworten Gast: Goldjunge
10.06.2009 18:48
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Re: NIKOLA TESLA

Ja, genau. Oder Tachyonen, Erdstrahlung, freie Energie, oder eine Dampfturbine, getrieben durch eine Perpetuum Mobile.

daPeda
10.06.2009 12:20
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Frage an die Physiker:

Wie wirken sich die vielen Handys dann auf die Qualität der Funksignale aus? Wenn das Handy direkt zwischen Antenne und Empfänger liegt, wird doch das Signal gequencht.

Antworten Gast: Bösewicht
11.06.2009 11:36
0 0

Re: Frage an die Physiker:

Handys die senden, stören andere Handys. Handys die nicht senden, stören andere Handys nicht.
Ein einziger fetter Hintern in der Funkstrecke stört allemal mehr, als zehn von diesen lustigen Energiegewinnungsversuchshandys.

Gast: MS Deutschland
10.06.2009 11:42
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Ohne superschnelle Chips wird das nichts werden

Wenn es in 5 Jahren einen superschnellen Chip gäbe, könnte es funktionieren, da dann der Standby-Modus nur mehr die allernötigste "Hier-bin-ich-Funktion" aufrecht erhalten müsste und bei einem Anruf der superschnelle Chip, der aber eben auch nicht viel Strom fressen darf, blitzschnell die Software für Gespräche hochfährt. Das Handy wäre dann parktisch immer (fast) ganz abgeschalten.

Ohne Einsparung beim Stromverbrauch selbst, kann es aber bei Handys im Normalfall nicht ohne Ladegerät abgehen.

Die Idee Handys ohne Ladegerät zu betreiben ist aber nicht neu. Ein Erfinder hat hierzu einfach das Handy in einen Zahn eingebaut, der bei Sprechbewegungen des Mundes ein Magnetfeld durchschneidet und so Strom erzeugt. Marktreif sind aber auch derartige implantierte Handys, bei denen man sagen muss wem man anrufen will und eine Tastatur nur via Blauzahn zugeschalten werden kann, auch noch lange nicht.

Schön wäre es, wenn wenigstens ein Projekt bis zur Marktreife durchdringen würde, aber im Normalfall werden Produkte eines Konzerns nie marktreif, wenn sie in einem derartigen Versuchsstadium schon in den Medien Erwähnung finden.

Antworten Gast: Goldjunge
10.06.2009 18:54
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Re: Ohne superschnelle Chips wird das nichts werden

stimmt, es wurden schon Leute wegen "Stromdiebstahls" verurteilt, die die Strahlungsleistung sehr nahe gelegener Sender zum Betrieb z.B. ihrer Gartenbeleuchtung verwendet haben. "Sinnvolle" Signale können daher durch solche Ladestationen auch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Antworten Gast: Gast
10.06.2009 14:53
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Re: Ohne superschnelle Chips wird das nichts werden

das ist ja alles sehr interessant, was sie da palabern.

why dont you join the research club?
nachdem sie anscheinend auch in die Zukunft schauen können, wird sie Nokia sicherlich gut brauchen können.

Hochachtungsvoll,
ihr, euer
Gast