09.02.2010 21:13 | Meine Presse Merkliste0

Belgien senkt Grenzwerte für Handy-Strahlung drastisch

17.06.2009 | 11:15 |   (DiePresse.com)

Um die Strahlenbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren, müssen die Mobilfunkbetreiber ihre Masten umbauen. In Österreich bleiben die Grenzwerte 14 mal so hoch wie die neue belgische Obergrenze.

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Nach Luxemburg und Italien wurden jetzt auch in Belgien die Grenzwerte für Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten auf 3 Volt pro Meter herabgesenkt, um die Bevölkerung vor eventuellen Auswirkungen zu schützen. Die Strahlenwerte in Österreich belaufen sich auf 41 Volt pro Meter, was etwa dem Vierzehnfachen des neuen belgischen Werts entspricht, wie der ORF in der ZiB 2 am Dienstag berichtete.

Ratten starben durch Handystrahlung

Für die belgischen Mobilfunker erwachsen aus der Umstellung Kosten in Höhe von insgesamt bis zu 100 Millionen Euro. Immerhin müssen 1000 Sendestationen umgebaut werden. Auslöser für die Umstellung ist eine Studie an Ratten, in der Tiere, die Funkstrahlung ausgesetzt waren, eine doppelt so hohe Sterblichkeit aufwiesen.

Österreich sieht keinen Handlungsbedarf

Die Mobilfunker kontern und weisen darauf hin, dass die Schädlichkeit für Menschen nicht eindeutig bewiesen ist. Je nach Studie waren die Ergebnisse bisher nicht schlüssig. Während das österreichische Gesundheitsministerium noch keinen Handlungsbedarf sieht, will Frankreich Handys in Volksschulen verbieten, um Kinder vor den Strahlen zu schützen.

(db)

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16 Kommentare
Gast: Unwichtig
01.11.2009 17:17
0 0

Grenzwertsenkung in Belgien

Diese Botschaft wurde 2009 auf etlichen Webseiten verbreitet und zuweilen irrtümlich in Verbindung gebracht mit einer belgischen Alarmstudie über die Sterblichkeit von Ratten unter Funkfeldeinwirkung. Aber: So einfach ist das nicht. Die Studie hat mit der Grenzwertsenkung nichts zu tun, dies ist nur eine Falschmeldung. Schwieriger wird es bei der Betrachtung des neuen Grenzwerts von 3 V/m, denn dieser gilt nur mit erheblichen Einschränkungen und selbst das nur in bislang zwei der drei Regionen Belgiens. Mehr dazu hier http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_09/grenzwerte_belgien/grenzwerte_belgien.html

Gast: Strahler
18.06.2009 09:16
0 0

Ring um die Lippe

Bei dem Ring um die Lippe welcher bei der Dame als Schwingkreis wirkt kann die "Handystrahlung" sehr wohl gefährlich werden.
Es sollte daher auch verboten werden sich Metallgegenstände durch die Haut zu stechen,
Plastik direkt am Körper zu tragen und genmanipulierte Speisen zu sich zu nehmen.
Damit werden die roten wie auch die weißen Blutkörperchen laut einer neuesten Studie ebenfalls in ihrem Gleichgewicht gestört.

periskop
17.06.2009 21:26
0 0

Ein Trost?

Irgendwie ist es schon ein Trost, dass sich der Schwachsinn nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Ländern (die zu klein sind, um eine vernünftige Diskussion zustande zu bringen) durchsetzt!

Gast: Barbara
17.06.2009 19:25
0 0

Ö. ist Schlußlicht

Wenn es um den Schutz der Bevölkerung geht, dann ist Ö. Schlußlicht in Europa. Daweil waren wir einmal mit Zwentendorf Vorreiter. Da hat aber auch das Volk entschieden und nicht SPö & ÖVP.

Antworten Gast: Poldi
18.06.2009 07:44
0 0

Re: Ö. ist Schlußlicht

Die Grünen beschäftigen sich zu sehr mit
der Adoptionsmöglichkeit für schwule und lesbische (ehe?)paare.

Gast: Franz Biberkopf
17.06.2009 14:36
0 0

die Tabakindustrie der 2010-er Jahre

Die ganze Diskussion erinnert frappant an die damalige Desinformationskampagne der Tabakindustrie. Noch in den 1970-er Jahren behaupteten die ernsthaft, die Schädlichkeit des Rauchens oder gar ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs sei wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen. Und natürlich haben sie jede Menge Professoren gekauft, die diesen verbrecherischen Blödsinn auch höchst wissenschaftlich gestützt haben. Heute ist bekannt, dass die Zusammenhänge den Verantwortlichen damals längst bekannt waren und bewusst Desinformation betrieben wurde. Deswegen haben sie auch Milliarden Schadenersatz gezahlt.
Heute macht die Telekomindustrie das gleiche. Meine Prognose: In wenigen Jahren zahlt die Telekom Industrie Milliardenstrafen und mit ertwas Glück werden einige verantwortliche Manager vor dem Strafrichter stehen...

Hackinger
17.06.2009 16:08
0 0

Re: die Tabakindustrie der 2010-er Jahre

In Ergänzung zu Ihrem Beitrag möchte ich auf den Bleizusatz im Benzin verweisen, wo man bereits in den Jahren 1910 die Gefährlichkeit von Blei auf die Gedächtnisleistung nachweisen konnte und erst vor etwa 20 Jahren der Bleizusatz in den Treibstoffen verboten wurde.

Die vielen geistig geschädigten Menschen hat man natürlich nicht entschädigt.

Antworten Antworten Gast: Vergeßnix
18.06.2009 07:43
0 0

Re: Re: die Tabakindustrie der 2010-er Jahre

Noch ein kleiner Zusatz: Asbest. In den 60 igern der Hammer bei Dachdeckungen, zumindest lt. Werbung. Die Lungenschädigung - heute unbestritten enorm. Für Sanierungen werden Milliarden ausgegeben.

Gast: gast
17.06.2009 14:20
0 0

grenzwerte

bitte auch gleich die grenzwerte für das elektrische feld der erde um 93% senken

was die erde weigert sich und hält an ihren ~100V/m fest? frechheit, verklagen
wo ist geenpeace und amnesty?

Gast: Löser
17.06.2009 14:19
0 0

Dem Faymann einen Mast ins Wohnzimmer

vorher tut der nix

Gast: Beweisnix
17.06.2009 13:48
0 0

Solange man

nicht weiß ob die Strahlung gefährlich ist soll man ihr natürlich ausgesetzt sein. Ein ungeschriebenes Gesetz. So wie vor hundert Jahren bei der damals neuen Röntgenstrahlung. Die Assistentinen sind halt unfruchtbar geworden, schlechtestens haben sie Krebs bekommen, natürlich wurde der Zusammenhang nie nachgewiesen, schließlich kennt doch jeder ein 100 jährige Röntgenassistentin, so wie den ominösen 100 jährigen Kettenraucher.

Gast: Strahlnix
17.06.2009 13:42
0 0

Autom. Tumorbestrahlung positiv?

Dass unsere Grenzwerte höher sind macht gar nix, schließlich haben wir ja die beseren Betonköpfe, denen nichts besseres als WLAN an jeder Haltestelle einfällt. Gut getarnte Antenne gleich neben dem Bankerl, wo die Schüler auf die Tram warten. Ich freue mich über so viel Fortschrittsglauben. Es lebe der Einfallsreichtum

Gast: wunderlich
17.06.2009 13:27
0 0

hab's selbst probiert -

und versucht mit dem Handy Ratten umzubringen - geht nur wenn man sie auch damit trifft.
Für Langsamdenker: "Unschädlichkeit" kann nie bewiesen werden, weil nichts beweisbar ist, was nicht da ist (z.B. eine Schädigung, Gott, die Wirksamkeit der Homöopatie, die Gegengeschäfte für unsere Eurofighter, ...).

Gast: guten
17.06.2009 11:56
0 0

tag!


Strahlung 14 mal so hoch!

"Österreich sieht keinen Handlungsbedarf"

na dann gute Nacht! wie in einem schlechten Film!!!!

Aber die MANAGER/INNEN fahren
am Abend eh weit raus aufs Land und haben keinen Handymast am Dach über der Wohnung. Klar die können sichs ja jetzt leisten, unser Geld ist ja dorthin.

Ähnlich wie die lieben Stadtpolitiker in Wien!
Am Abend gehts aufs Land wo man gut leben kann und die Kinder frische Luft und viel Platz zum spielen haben!

Aber, es kommen wieder Wahlen und die nächsten werden noch schlimmer wie die letzten wenn Ihr nicht endlich aufwacht und endlich eurer Aufgabe - "primär das VOLK und die BürgerInnen zu unterstützen und nicht die Wirtschaft und die Hochfinanz" anchkommt.

Amen.


Antworten Gast: Ijon Tichy
17.06.2009 16:46
0 0

Re: tag!

Äh, wenn die "MANAGER/INNEN" *keinen* Handymast in der Nähe haben, sind sie allerdings noch stärkerer Strahlung durch ihr Handy ausgesetzt, da dann die Sendeleistung erhöht wird (außer sie drehen's überhaupt ab).

Aber macht nix, Hauptsache schimpfen!

Gast: ein gast
17.06.2009 11:44
0 0

Soso

"Die Mobilfunker kontern und weisen darauf hin, dass die Schädlichkeit für Menschen nicht eindeutig bewiesen ist."

Ist die Unschädlichkeit eindeutig bewiesen?