USB-Kondome für sicheres Laden an öffentlichen Orten

Öffentliche Ladestationen können statt dem erhofften Plus an Akkukapazität erheblichen Schaden anrichten. Mit USB-Zwischensteckern lässt sich das verhindern.

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(c) REUTERS (STEVE MARCUS)

Der Smartphone-Akku hält nie lange genug. Egal, ob das Gerät jeden Tag an den Strom muss oder nur jeden zweiten, dritten Tag. Gemein ist ist ihnen, dass die Anzeige meistens dann gegen Null wandert, wenn man unterwegs ist. In der Stadt, am Flughafen oder im Zug bieten öffentliche Ladestationen deshalb mittlerweile kostenlos Saft für den geschundenen Akku. Auch in Kaffeehäusern wird das Service der Smartphone-Tankstelle angeboten, wobei es nicht immer kostenlos ist. Doch die Nutzung birgt gewisse Risiken.

Einerseits kann die Hardware, also der USB-Stecker, manipuliert oder einfach nur defekt sein. Auch die unterschiedliche Spannung kann zu Schäden am Gerät führen. Handelt es sich um ein Uralt-Ladegerät an dem ein neues Modell angeschlossen wird, ist das Schlimmste, das passieren kann, dass das Aufladen des Akkus eine gefühlte Ewigkeit lang dauert. Ist es aber umgekehrt und man schließt ein altes Smartphone an ein Ladekabel, das für neuere Geräte konzipiert ist, kann eine fehlerhafte Spannung Schäden am Smartphone verursachen. Auch für das Ladegerät selbst ist das auf Dauer nicht von Vorteil.

Unsicherheit kann hier vermieden werden, in dem man das eigene Ladegerät mitnimmt oder einen passenden Akku-Pack.

Gefahr möglicher Manipulationen

Unwahrscheinlicher, aber trotzdem möglich ist, dass die USB-Anschlüsse an öffentlichen Orten manipuliert sind. Ähnlich wie bei Bankomaten erkennt man nicht zwingend, dass daran etwas gemacht wurde. Erst wenn das Gerät auf einmal gesperrt ist und nur via Bitcoin-Überweisung wieder darauf zugegriffen werden kann. Schadsoftware, die man auf den ersten Blick nicht erkennt, kann ebenfalls über den USB-Port eingespielt werden. Zwar gibt es noch wenige Beispiele dafür, technisch möglich ist es dennoch.

Doch was kann man tun, um die öffentlichen Ladestationen zu nutzen, ohne Gefahr zu laufen, dass das Gerät beschädigt oder mit Schadsoftware infiziert wird? Bei den neueren Geräten kann man nach Anstecken des Ladegeräts einstellen, ob man das Gerät nur laden möchte oder ob auch Daten durchgeleitet werden sollen.

USB-Kondome als günstige, sichere Lösung

Hat man sowieso auch eine Powerbank dabei, sollte man diese anschließen und dann erst darüber das Smartphone laden. Ebenfalls möglich ist es, sich einen Zwischenstecker zu besorgen, wodurch auch bei älteren Geräten sichergestellt ist, dass das Gerät nur geladen werden werden. Derartige Kondome, also Zwischenstecker kosten zwischen fünf und zehn Euro und sorgen meist auch dafür, dass die vom Netzteil, im Falle eines Defekts, maximal bereitgestellten Spannung die standardisierten 5 Volt nicht überschreitet.

Vom Verbraucher (Handy, Tablet) können daher  nicht mehr als die 500 mAh (USB 2.0) bzw 900 mAh (USB 3.0) vom Netzteil "gezogen" werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass weder dem Verbraucher verbaute Akku bzw. dessen Schaltung noch das Netzteil schaden nehmen. So wird verhindert, dass im schlimmsten Fall das Netzteil oder das Verbindungskabel überhitzt und zum Brennen anfängt, sofern diese fehlerhaft produziert wurden.

 

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