iPhone 8: Klotzen statt kleckern

Erst in sechs Monaten wird voraussichtlich das neue Apple-Smartphone vorgestellt. Zum zehnjährigen Jubiläum sind die Erwartungen groß und Apple scheint sie erfüllen zu wollen.

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(c) Bloomberg (Xaume Olleros)

Bis zur Vorstellung des iPhone 8 dauert es noch knapp ein halbes Jahr. Je näher die Präsentation des Galaxy S8 rückt, des größten iPhone-Konkurrenten (nach Marktanteilen), umso mehr häufen sich Informationen und Gerüchte zu dem neuen Apple-Smartphone. Mit Spannung wird erwartet, inwiefern sich die Geräte voneinander unterscheiden. Bereits ist jetzt klar, nicht im Preis. Obwohl Gerüchte darauf hindeuten, dass Apple bereits beim Basis-Modell die 1000-Euro-Grenze überschreiten wird. Ob damit die Schmerzgrenze erreicht wird oder ob Apple mit der Ausstattung diese Zweifel zerstreuen kann, bleibt abzuwarten.

Es ist das zehnjährige Jubiläum des iPhone und Analysten, Medien und auch Kunden erwarten Innovationen und zahlreiche Neuheiten. Ausgehend von den derzeitigen Gerüchten, die im Internet nahezu im Stundentakt auftreten, ist davon auszugehen, dass Apple diesen Erwartungen gerecht wird. Und das obwohl eigentlich erst das iPhone 7S an der Reihe wäre.

Ode an das iPhone 4 und 4S

Unabhängig vom Namen soll es das neue Apple-Smartphone in sich haben. Das fängt schon damit an, dass das Gehäuse aus Glas sein soll. Hier wandelt Apple, sofern sich die Gerüchte bewahrheiten, auf Spuren der eigenen Vergangenheit. Bereits beim iPhone 4 und 4S setzte Apple auf Glas und ein Metallband, das das Gehäuse zusammenhielt.

Erstmals soll auch ein OLED-Display verbaut sein. Samsung und LG setzen schon lange auf die organischen Displays und stehen neben Sharp auch als Zulieferer zur Diskussion. OLED steht für Organic Light Emitting Diodes. Das bedeuten, dass die Pixel selbst leuchten und im Gegensatz zu LCD und LED keine externe Lichtquelle brauchen.

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Die Größe des iPhones sorgt noch für Kontroversen. Zwischen 4,7 Zoll und 5,8 Zoll scheint alles wahrscheinlich. Dem Analysten Ming-Chi Kuo zufolge, der für seine guten Apple-Kontakte bekannt ist, soll das iPhone 8 ordentlich wachsen und tatsächlich eine Bildschirmdiagonale von 5,8 Zoll haben. Die Front soll nahezu komplett aus dem Display bestehen.

Nahezu in allen Bereichen könnte Apple-User Neuheiten erwarten. Das Gerät soll nämlich auch wasserdicht sein; nach der höchsten derzeit für Smartphones erhältlichen Zertifizierung (IP68). Das iPhone 7 war das erste Gerät, das nicht sensibel auf Wasser reagierte. Es war aber nur wasserfest und nicht -dicht.

Apples Motto 2017: Klotzen

Während sich Samsung vom Home-Button verabschieden soll, will Apple hier Verbesserungen anbieten. Statt eines haptischen Feedbacks (der Button reagiert physikalisch) soll der Button nur mehr auf Berührung reagieren. Diese Veränderung steht auch im direkten Zusammenhang mit der IP-68-Zertifizierung, da es die Produktion maßgeblich erleichtert. Außerdem ist es die Weiterentwicklung des Touch-ID-Systems. Somit könnte im weiteren Schritt das gesamte Display zum Home-Button werden. Ebenfalls möglich ist laut Analysten Ming-Chi Kuo, dass Apple eine Touchbar integriert. Das Display soll zudem auch eine Apple-Pencil-Unterstützung bieten.

Erstmals soll auch kabelloses Laden möglich sein. Darauf deuten Berichte aus Japan hin. Das Unternehmen, das auch den Ladepuck für die Apple Watch produziert, soll die Stationen für das iPhone 8 produzieren, welche separat erhältlich sein sollen. Nachdem sich Apple dem Wireless Power Consortium angeschlossen hat, das den drahtlosen Standard Qi definiert hat, scheint die gewählte kabellose Lade-Technologie geklärt zu sein.

Adé Schmalspur-Speicher, aber...

Zwar hat sich Apple noch immer nicht dazu durchgerungen, für seine Kunden einen microSD-Slot im iPhone zu verbauen, aber immerhin sind die 16-Gigabyte endgültig vom Tisch. Beim iPhone 8 sollen aber nur zwei Optionen zur Verfügung stehen. Entweder 64 oder 256 Gigabyte.

Bei der Kamera soll Apple der Selfie-Kultur ein neues Feature zur Selbstdarstellung bieten. Ein 3D-Laserscanner soll nicht nur zur Gesichtserkennung und somit zur Entsperrung des Geräts sowie zur sicheren Nutzung von Apple Pay dienen, sondern auch für 3D-Selfies. Ebenfalls spannend wäre die Technologie im Einsatz von Virtual-Reality- beziehungsweise Augmented-Reality-Umgebungen.

Zwar hat Apple noch nicht offiziell das März-Event angekündigt, aber folgt das Unternehmen seiner eigenen Tradition, dann werden dort neue iPads präsentiert. Zudem wird auch ein überarbeitetes iPhone SE erwartet, das einen Speicher von 128 Gigabyte bieten soll.

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