Key One: BlackBerrys Schlüssel zum Erfolg?

Das letzte Tasten-Handy der Kanadier hat einen Namen. Aus "Mercury" wurde schlussendlich "Key One". Ob das Gerät auch der Schlüssel zum Erfolg ist, bleibt abzuwarten.

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Der Handy-Pionier startet von quasi Null weg. Die kürzlich von Marktforschungsinstitut Gartner veröffentlichten Zahlen zeigten, dass die Kanadier zwischen Oktober und Dezember 2016 nur noch knapp 206.000 Geräte an den Mann bringen konnten. In Barcelona meldet sich das Unternehmen zurück.  Mit einem Android-Smartphone mit Tasten, das einen stolzen Preis hat.

Text: Barbara Grech

diepresse.com/Barbara Grech

Für dieses Smartphone und die weitere Zukunft hat sich BlackBerry Unterstützung geholt. Seit einigen Monaten arbeiten die Kanadier mit TCL, dem chinesischen Mutterunternehmen von Alcatel zusammen.

diepresse.com/Barbara Grech

Es soll ein Neustart werden. Viel verlieren können die Kanadier nicht mehr. Mit dem Key One richten sich die BlackBerry- und TCL-Verantwortlichen auch bereits bei der Präsentation an Geschäftskunden - dem einstigen Hauptpublikum von BlackBerry, vor dem Siegeszug von Apple. Nicolas Zibell, CEO von TCL: "Wir sind eine der führenden Smartphone-Hersteller und wir freuen uns, eine wichtige Rolle in BlackBerrys Zukunft zu spielen". 

diepresse.com/Barbara Grech

Vom eigenen Betriebssystem hat sich das Unternehmen bereits vor geraumer Zeit verabschiedet. An den zwei Punkten, in denen BlackBerry immer gut war, hat man beim Key One festgehalten: Sicherheit und Tastatur. 

diepresse.com/Barbara Grech

Technische Ausstattung: Das 4,5 Zoll große Gerät beherbergt ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1620 x 1080 Pixel. Vor Ort konnten wir uns einen ersten Eindruck von dem Gerät machen und an der Auflösung gibt es nichts zu meckern. Dafür hakt es (noch) an anderen Ecken und Enden.

diepresse.com/Barbara Grech

Aber zuerst zu den positiven Punkten: Dazu zählt vor allem die Tastatur, die gleichzeitig Touchpad ist. Jede Taste kann selbst programmiert und belegt werden. "Es stehen 52 selbst belegbare Shortcuts" zur Verfügung. 
"U wird Uber, B wird Browser - alles nur einen Tastendruck entfernt". E-Mail schreiben wird bequemer. 

diepresse.com/Barbara Grech

Die 12-Megapixel-Kamera hat den Sony-Sensor IMX378 verbaut. Eben jener der auch in Googles Pixel-Smartphone überzeugende Bilder liefert. Ein zweifarbiger Dual-LED-Blitz ist ebenso mit an Bord wie ein sehr groß geratenes Objektiv, das über eine Blendenöffnung von f/2.0 verfügt.

diepresse.com/Barbara Grech

Die Fotos und auch die Zoom-Funktion können sich sehen lassen.

diepresse.com/Barbara Grech

Aber erst ein ausführlicher Test wird klären können, wie sich das Key One unter guten, mäßigen und ähnlich schlechten Lichtbedingungen wie sie vor Ort waren, in der Praxis schlägt.

diepresse.com/Barbara Grech

Bei der technischen Ausstattung hat BlackBerry den Sparstift angesetzt. Das Feuerwerk zündet hier nicht. 3 Gigabyte RAM, gepaart mit einem Snapdragon 625 Prozessor von Qualcomm, der der Mittelklasse zuzuordnen ist und 32 GB interner Speicher. Gut ist, dass sich dieser wenigstens via microSD-Karte erweitern lässt.

diepresse.com/Barbara Grech

Auch an der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu meckern. Doch das Key One ist im Vergleich zu den Geräten der Konkurrenz dick ausgefallen. Eine Fastenkur hätte da nicht geschadet.

diepresse.com/Barbara Grech

Auf der Rückseite hat sich das Unternehmen für ein Soft-Grip-Material entschieden. Dadurch soll es besser in der Hand liegen. Die Konkurrenz setzt meist auf ein durchgehendes Aluminium-Gehäuse.

diepresse.com/Barbara Grech

Trotz Android, das für seine Sichheitsschwächen beim Play-Store bekannt ist, wird das Key One "das sicherste Smartphone am Markt".

diepresse.com/Barbara Grech

Das hängt aber auch viel vom Nutzer ab. Die App DTEK ist nicht nur ein Dashboard, sondern erlaubt dem Nutzer selbst einzustellen, wie sicher ihr Gerät sein soll. Die App analysiert die installierten Anwendungen und auf welche Informationen zugegriffen wird.

diepresse.com/Barbara Grech

Viele der bekannten BlackBerry-Funktionen haben auch auf dem Key One wieder Platz gefunden. Hier bleibt sich das Unternehmen treu.

diepresse.com/Barbara Grech

Statt microUSB- kommt bereits USB-Typ-C zum Einsatz, das auch für seine schnellere Datenübertragung geschätzt wird. Gepaart mit Charge 3.0 von Prozessor-Hersteller Qualcomm soll der Akku innerhalb von 36 Minuten wieder zu 50 Prozent aufgeladen sein.

diepresse.com/Barbara Grech

Der Akku, abgesehen davon, dass der Praxistest noch fehlt, ist der Knackpunkt an dem Gerät. Eine Kapazität von 3505 mAh und BlackBerry verspricht eine Ausdauer "von einem ganzen Tag". In Zeiten, in denen Hersteller die Ausdauer auf zwei bis drei Tage (bei intensiver Nutzung) ausgedehnt haben, ist das schlichtweg inakzeptabel. Auch hier wird sich zeigen, ob das nur eine vorsichtige Schätzung BlackBerrys ist, oder ob das Gerät ein Stromfresser ist.

diepresse.com/Barbara Grech

Das Key One wird ab "Anfang April" erhältlich sein und satte 600 Euro kosten.

diepresse.com/Barbara Grech

Ersteindruck: BlackBerry hat ein solides Gerät auf den Markt gebracht, bei dem sich Traditionalisten auf eine überarbeitete, moderne physische Tastatur freuen können und auf einen hohen Grad an Sicherheit. Der Rest gehört aber eindeutig nicht in den Bereich "Topmodell". Da ist noch viel Luft nach oben.

Disclaimer
"Die Presse" wird auf Einladung von T-Mobile in Barcelona vertreten sein. Die Berichterstattung findet in redaktioneller Unabhängigkeit statt.

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Der Handy-Pionier startet von quasi Null weg. Die kürzlich von Marktforschungsinstitut Gartner veröffentlichten Zahlen zeigten, dass die Kanadier zwischen Oktober und Dezember 2016 nur noch knapp 206.000 Geräte an den Mann bringen konnten. In Barcelona meldet sich das Unternehmen zurück.  Mit einem Android-Smartphone mit Tasten, das einen stolzen Preis hat.

Text: Barbara Grech

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Für dieses Smartphone und die weitere Zukunft hat sich BlackBerry Unterstützung geholt. Seit einigen Monaten arbeiten die Kanadier mit TCL, dem chinesischen Mutterunternehmen von Alcatel zusammen.

diepresse.com/Barbara Grech

Es soll ein Neustart werden. Viel verlieren können die Kanadier nicht mehr. Mit dem Key One richten sich die BlackBerry- und TCL-Verantwortlichen auch bereits bei der Präsentation an Geschäftskunden - dem einstigen Hauptpublikum von BlackBerry, vor dem Siegeszug von Apple. Nicolas Zibell, CEO von TCL: "Wir sind eine der führenden Smartphone-Hersteller und wir freuen uns, eine wichtige Rolle in BlackBerrys Zukunft zu spielen". 

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Vom eigenen Betriebssystem hat sich das Unternehmen bereits vor geraumer Zeit verabschiedet. An den zwei Punkten, in denen BlackBerry immer gut war, hat man beim Key One festgehalten: Sicherheit und Tastatur. 

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Technische Ausstattung: Das 4,5 Zoll große Gerät beherbergt ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1620 x 1080 Pixel. Vor Ort konnten wir uns einen ersten Eindruck von dem Gerät machen und an der Auflösung gibt es nichts zu meckern. Dafür hakt es (noch) an anderen Ecken und Enden.

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Aber zuerst zu den positiven Punkten: Dazu zählt vor allem die Tastatur, die gleichzeitig Touchpad ist. Jede Taste kann selbst programmiert und belegt werden. "Es stehen 52 selbst belegbare Shortcuts" zur Verfügung. 
"U wird Uber, B wird Browser - alles nur einen Tastendruck entfernt". E-Mail schreiben wird bequemer. 

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Die 12-Megapixel-Kamera hat den Sony-Sensor IMX378 verbaut. Eben jener der auch in Googles Pixel-Smartphone überzeugende Bilder liefert. Ein zweifarbiger Dual-LED-Blitz ist ebenso mit an Bord wie ein sehr groß geratenes Objektiv, das über eine Blendenöffnung von f/2.0 verfügt.

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Die Fotos und auch die Zoom-Funktion können sich sehen lassen.

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Aber erst ein ausführlicher Test wird klären können, wie sich das Key One unter guten, mäßigen und ähnlich schlechten Lichtbedingungen wie sie vor Ort waren, in der Praxis schlägt.

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Bei der technischen Ausstattung hat BlackBerry den Sparstift angesetzt. Das Feuerwerk zündet hier nicht. 3 Gigabyte RAM, gepaart mit einem Snapdragon 625 Prozessor von Qualcomm, der der Mittelklasse zuzuordnen ist und 32 GB interner Speicher. Gut ist, dass sich dieser wenigstens via microSD-Karte erweitern lässt.

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Auch an der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu meckern. Doch das Key One ist im Vergleich zu den Geräten der Konkurrenz dick ausgefallen. Eine Fastenkur hätte da nicht geschadet.

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Auf der Rückseite hat sich das Unternehmen für ein Soft-Grip-Material entschieden. Dadurch soll es besser in der Hand liegen. Die Konkurrenz setzt meist auf ein durchgehendes Aluminium-Gehäuse.

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Trotz Android, das für seine Sichheitsschwächen beim Play-Store bekannt ist, wird das Key One "das sicherste Smartphone am Markt".

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Das hängt aber auch viel vom Nutzer ab. Die App DTEK ist nicht nur ein Dashboard, sondern erlaubt dem Nutzer selbst einzustellen, wie sicher ihr Gerät sein soll. Die App analysiert die installierten Anwendungen und auf welche Informationen zugegriffen wird.

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Viele der bekannten BlackBerry-Funktionen haben auch auf dem Key One wieder Platz gefunden. Hier bleibt sich das Unternehmen treu.

diepresse.com/Barbara Grech

Statt microUSB- kommt bereits USB-Typ-C zum Einsatz, das auch für seine schnellere Datenübertragung geschätzt wird. Gepaart mit Charge 3.0 von Prozessor-Hersteller Qualcomm soll der Akku innerhalb von 36 Minuten wieder zu 50 Prozent aufgeladen sein.

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Der Akku, abgesehen davon, dass der Praxistest noch fehlt, ist der Knackpunkt an dem Gerät. Eine Kapazität von 3505 mAh und BlackBerry verspricht eine Ausdauer "von einem ganzen Tag". In Zeiten, in denen Hersteller die Ausdauer auf zwei bis drei Tage (bei intensiver Nutzung) ausgedehnt haben, ist das schlichtweg inakzeptabel. Auch hier wird sich zeigen, ob das nur eine vorsichtige Schätzung BlackBerrys ist, oder ob das Gerät ein Stromfresser ist.

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Das Key One wird ab "Anfang April" erhältlich sein und satte 600 Euro kosten.

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Ersteindruck: BlackBerry hat ein solides Gerät auf den Markt gebracht, bei dem sich Traditionalisten auf eine überarbeitete, moderne physische Tastatur freuen können und auf einen hohen Grad an Sicherheit. Der Rest gehört aber eindeutig nicht in den Bereich "Topmodell". Da ist noch viel Luft nach oben.

Disclaimer
"Die Presse" wird auf Einladung von T-Mobile in Barcelona vertreten sein. Die Berichterstattung findet in redaktioneller Unabhängigkeit statt.

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