Langsam werde das Smartphone das herkömmliche Handy vom Markt verdrängen, sagt Robert Chvatal, Geschäftsführer von T-Mobile Austria. Während der Absatz von herkömmlichen Handys um zehn Prozent zurückging, verzeichnen Smartphones ein Plus von 15 Prozent. Knapp 40 Prozent der Neukunden entschieden sich dieses Jahr für ein Alleskönner-Gerät. Dabei kaufen die 14- bis 29-Jährigen vor allem Apples iPhone, während sich ältere Semester (40- bis 59-Jährige) lieber ein Nokia-Gerät zulegen. Zu diesem Ergebnis kam eine von T-Mobile bei marketagent.com beauftragte Studie über die Smartphone-Nutzung in Österreich.
Das Internet in der Hosentasche
Von rund 500 Befragten surfen 32 Prozent mit ihrem Smartphone täglich im Internet. Dieses Feature ist den meisten Anwendern auch am wichtigsten, gefolgt von E-Mail, mobilem Musikhören und GPS-Funktionen. Rund 68 Prozent der Smartphone-User verzichten auch auf einen MP3-Player und spielen Musik lieber mit dem Handy ab.
Besonders überraschend sind die Studienergebnisse im Bereich Navigation: Ganze 80 Prozent nutzen das Smartphone für die Navigation im Auto. Das war früher klar eine Domäne der klassischen Navigationssysteme. Die GPS-Funktion wird von 37 Prozent dazu genutzt, nach Gastronomiebetrieben oder Freizeiteinrichtungen in ihrer unmittelbaren Nähe zu suchen.
Facebook ist auch mobil Nummer Eins
Die Studie bestätigt zudem den Trend zu Applikationen: Jeder zweite Befragte lädt Applikationen auf sein Smartphone, und zwar vor allem aus den Bereichen Games (57 Prozent), Social Networks (53 Prozent), Informationen wie Nachrichten, Wetter und Sport (53 Prozent) sowie Navigation (51 Prozent). Klarer Sieger ist Facebook: Diese Applikation nutzen die Befragten generell am meisten.
Netzausbau
Damit internetbasierte Dienste wie Facebook, Twitter oder mobiles Streaming-TV einwandfrei arbeiten, ist flächendeckend Breitbanddatenzugang notwendig. In den letzten Jahren hat sich die mobile Internetnutzung fast verzehnfacht. T-Mobile hatte in den letzten Monaten mit Netzausfällen der UMTS-Frequenz zu kämpfen. Chvatal verspricht hier Besserung: "Wir werden 2010 über 100 Millionen Euro in den Netzausbau investieren. Allerdings verstärkt in die Aufstockung von Kapazitäten als in weiße Flecken." Schlechte Nachrichten für T-Mobile Kunden im ländlichen Raum, wo A1 und Drei die umfangreichere Netzabdeckung bieten. Der T-Mobile-Chef stellt aber in Aussicht, mit anderen Netzbetreibern Kooperationen anzustreben, da aus seiner Sicht vier eigenständige Mobilfunknetze zu viel seien.
(APA/Red)

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