Apple nährt Hoffnungen auf neues iPhone

Der Konzern erwartet einen Gewinnsprung bis Herbst. Das ist ein Hinweis, dass Apple im September doch noch neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen wird.

A woman looks at the screen of her mobile phone in front of an Apple logo outside its store in Shanghai
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A woman looks at the screen of her mobile phone in front of an Apple logo outside its store in Shanghai
REUTERS

Die Chance, dass der US-Elektronikkonzern Apple zum zehnjährigen Geburtstag des iPhones doch ein neues Modell auf den Markt bringen wird, steigt. Dienstagnacht veröffentlichte das Unternehmen starke Prognosen für das laufende Quartal, das bis Ende September läuft. Der Konzern rechnet nun mit einem Umsatzwachstum auf 49 bis 52 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten bisher mit 49,2 Mrd. gerechnet.

Dieser stärkere Zuwachs deutet darauf hin, dass Apple sein neues iPhone-Modell wie gewohnt im September veröffentlichen wird - und die Verkäufserlöse bereits im Herbstquartal schlagend werden. Zuletzt war spekuliert worden, das nächste iPhone könne wegen technischer Komplexität später kommen. Diese Zweifel dürften entkräftet sein.

261,5 Milliarden Dollar an Barreserven

Im vergangenen Quartal konnte Apple Umsatz und Gewinn deutlich steigern, weil auch andere Geschäftsbereiche neben dem iPhone zu dem Wachstum beitrugen. Apple verkaufte im vergangenen Quartal gut 41 Millionen seiner Smartphones - 2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Damit kann der Konzern die Verkäufe nach einer Schwächephase im vergangenen Jahr wieder steigern - auch wenn viele Kunden bereits auf das nächste Modell warten.

Apple verdiente in dem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal 8,72 Mrd. Dollar (7,4 Mrd. Euro). Das war ein Plus von rund 12 Prozent im Jahresvergleich. Die Geldreserven von Apple wuchsen nun auf 261,5 Mrd. Dollar an. Über 90 Prozent davon befinden sich außerhalb der USA.

Die Wiederauferstehung des iPads

Eine positive Überraschung war der Absatzsprung beim iPad-Tablet, das seit Jahren schwächelte. Nach einer Auffrischung der Modellpalette mit neuen teuren Pro-Modellen wuchsen die Verkäufe binnen drei Monaten um 28 Prozent. Im Jahresvergleich gab es ein Plus von 15 Prozent bei den Stückzahlen und von 2 Prozent beim Umsatz.

Das Service-Geschäft, in das Erlöse aus Diensten wie iCloud-Speicher oder dem Streaming-Service Apple Music einfließen, wuchs im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 7,27 Mrd. Dollar. Die Kategorie "Andere Produkte", in der Geräte wie die Computer-Uhr Apple Watch, die Streaming-Box Apple TV oder die Kopfhörer zusammengefasst sind, legte um 23 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar zu. Die Verkäufe der Apple Watch seien um mehr als 50 Prozent gestiegen, sagte Konzernchef Tim Cook, ohne eine konkrete Absatzzahl zu nennen.

iPhone bleibt die Cash Cow

Das iPhone blieb einem Umsatz von 24,8 Mrd. Dollar zwar das wichtigste Produkt des Konzerns, sein Anteil am Apple-Umsatz sank aber auf knapp 55 Prozent von fast 57 Prozent vor einem Jahr. Der durchschnittliche Preis eines verkauften iPhones stieg auf 606 Dollar von 595 Dollar vor einem Jahr - weil das Interesse am größeren iPhone Plus höher gewesen sei, sagte Finanzchef Luca Maestri.

Der Konzernumsatz legte um 7 Prozent auf 45,4 Mrd. Dollar zu. Die Quartalszahlen und auch die Prognose für das laufende Vierteljahr fielen besser als von Analysten erwartet aus.

 

 

(red/ag)

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