Sony Ericsson Vivaz: Das Video-Telefon im Test

Kamera oder Telefon? Sony Ericssons neuestes Smartphone Vivaz ist designtechnisch bewusst nicht auf ein einziges Merkmal getrimmt. Die Rückseite des Gehäuses erinnert stark an diverse Kompaktkameras.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Zurück auf der Vorderseite sieht man ein vielleicht etwas gewohnteres Bild: Ein großer Touchscreen mit 3,2 Zoll Bilddiagonale und 640 x 360 Pixel beherrscht die Front. An der Unterseite deuten die drei Tasten bereits auf das Betriebssystem hin: Symbian S60 5th Edition. Der Startbildschirm ist allerdings von Sony Ericsson. Nettes Detail: der blaue "Horizont" bewegt sich je nach Ausrichtung des Geräts.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Sony Ericsson hat der schon etwas in die Jahre gekommenen Software ein paar optische Verbesserungen und inhaltliche Anpassungen spendiert. Im großen und ganzen ist die Bedienung aber mit Geräten wie dem Noka 5800 XM vergleichbar.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Neben dem eher trägen Touchscreen lässt sich Text auch per Handschrifterkennung eingeben. Beim Vivaz liegt dafür ein eigener Stylus bei, der sich aber eher als unhandlich erwiesen hat.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

An einer Kante führen zwei verschiedene Auslöseknöpfe direkt zu den Kamerafunktionen des Geräts.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Standbilder schießt das Vivaz mit bis zu 8 Megapixel. Neben Autofokus bietet das Kamerahandy auch noch Gesichtserkennung, Lächelauslöser und einen Bildstabilisator. Geotagging ist dank GPS-Funktion ebenfalls möglich.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Die Bildergebnisse hängen stark von den Gegebenheiten ab. Herrscht, so wie hier, Kaiserwetter, liefert das Vivaz durchaus ansehnliche Ergebnisse, die sich vor Fotos aus hochwertigen Kompaktkameras nicht verstecken müssen. Sobald aber Gegenlicht, Mischlicht oder generell ungünstige Konditionen herrschen, ändert sich das recht schnell.

Im Videomodus nimmt das Vivaz Clips mit einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten auf. Dabei fokussiert die Kamera automatisch während der ganzen Aufnahme.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Trotz HD-Auflösung sind die Videos aber nicht allzu berauschend. Mit zu starkem Licht ist das Vivaz überfordert, zu schnelle Bewegungen ruckeln und gelegentlich schleicht sich ein Magenta-Stich ein. Ja, man kann durchaus Videos in HD machen, so richtig scharf und hochwertig werden sie aber nicht.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Alle Inhalte, egal ob Fotos, Videos, Musik oder heruntergeladene Programme, können auf die mitgelieferte MicroSD-Karte mit 8 Gigabyte Kapazität gespeichert werden. Diese verbirgt sich unter der nicht allzu wertig wirkenden Plastikabdeckung und kann getauscht werden, ohne den Akku herausnehmen zu müssen.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Medieninhalte werden über Sony Ericssons eigenes Interface dargestellt. So erhält man recht schnell einen Überblick über alle Fotos oder Videos auf dem Vivaz.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Wer seine Aufnahmen mit der ganzen Welt teilen möchte, kann Videos gleich auf YouTube oder Facebook hochladen.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Allerdings dauert das bei HD-Videos, die länger als ein paar Minuten dauern, doch eine ganze Weile. Hier empfiehlt sich entweder ein WLAN-Zugang oder ein großzügig dimensionierter Datenpaket-Tarif.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Anschlussseitig bietet das Vivaz nur zwei Optionen: Micro-USB und Kopfhörer mit 3,5 Millimeter. Über ersteres kann man das Smartphone nicht nur als Massenspeichergerät nutzen, sondern auch an Geräte mit DLNA-Schnittstelle anschließen, die dann Medien auf dem Vivaz problemlos darstellen und abspielen können. Der Anschluss fungiert auch als Stromlieferant.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

In Sachen Klang bieten die mitgelieferten Kopfhörer eher ein grausames Erlebnis. Dank des Standard-Anschlusses und Bluetooth Audio kann man sich hier aber recht schnell behelfen.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Etwas schade ist, dass die Lautstärketasten lediglich nur in Zehn-Prozent-Schritten funktionieren. Der Mediaplayer lässt sich übrigens verkleinert auf dem Startbildschirm darstellen und läuft auch im Hintergrund munter weiter.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

In der oberen Icon-Leiste des Startbildschirms versteckt sich auch eine Liste an oft genutzten Anwendungen.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Mit dabei ist RoadSync, eine Anwendung, die Sony Ericsson mitliefert, um Daten mit Exchange-Servern abzugleichen. Diese Funktionalität ist bei Symbian bisher eher schlecht ausgereift, wird aber durch RoadSync gut ersetzt.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Wie es sich für ein Smartphone gehört, kann man mit dem Vivaz auch ins Internet. Der mitgelieferte Browser ist aber äußerst träge und nicht sonderlich empfehlenswert.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Viel besser ist dafür etwa Opera Mobile geeignet, der vom Hersteller direkt heruntergeladen werden kann. Damit erhöht sich das Surfvergnügen deutlich, auch wenn der Touchscreen nur auf recht starken Druck reagiert.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Vorinstalliert ist auch eine Facebook-Anwendungen, die alle notwendigen Funktionen unterstützt. Bei unserem Testgerät gab es stellenweise aber Probleme bei der Verbindung mit den Facebook-Servern.(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Fazit

Das Vivaz möchte alles können, kann dafür aber nichts davon hervorragend. Die Fotos sind brauchbar, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen sehr gut. Videos sind zwar hoch auflösend, die knackende Schärfe, die man von HD-Aufnahmen gewohnt ist, geht aber ab. Ausgebremst wird das Vivaz leider vom Symbian-System. Die Anpassungen von Sony Ericsson machen aber Sinn und unterstützen den Benutzer. Wer ein Allround-Gerät mit ein paar Einschränkungen haben möchte, sollte sich das Vivaz näher ansehen.(c) Sony Ericsson

Technische Daten

Typus: Brick mit 3,2-Zoll-Touchscreen (640 x 360 Pixel)
Kommunikation: HSDPA/EDGE/UMTS, WLAN, Bluetooth
Kamera: 8.1 Megapixel, LED-Blitz, Auto-Fokus, Geo-Tagging, HD-Video
Besonderheiten: A-GPS, microSD-Slot
Größe/Gewicht: 107 x 52 x 13 Millimeter, 97 Gramm
Verfügbarkeit/Preis: Ab 340 Euro ohne Vertrag(c) Sony Ericsson
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