Blackberry Storm 2: Endlich am richtigen Drücker

Blackberry punktet vor allem mit Geräten mit vollständiger Tastatur in Firmennetzwerken. Mit dem ersten reinen Touchscreen-Handy "Storm" wollte man eine Alternative zu Apples iPhone bieten. Allerdings mit einem ungewöhnlichen Ansatz: Durch die eigens entwickelte SurePress-Technologie funktioniert das ganze Display wie eine große Taste.(c) Presse Digital (Splechtna)

Um eine Eingabe zu machen, muss der Finger fest auf den Bildschirm des Storm gepresst werden, bis ein Klicken zu spüren und hören ist. Dieses Prinzip funktionierte bei der ersten Version des "Storm" allerdings nicht zufriedenstellend. Und hier haben die Entwickler des Blackberry-Herstellers RIM gute Arbeit geleistet: Das Display ist jetzt weit besser bedienbar, weil es viel sensibler reagiert, man muss die "Riesentaste" nicht mehr so weit reindrücken wie beim alten Modell.(c) RIM

Ein weiterer Vorteil: Alle Tasten des Geräts wurden mit der neuen "Storm"-Version in den Touchscreen integriert. Und: Der Bildschirm wirkt jetzt besser verarbeitet - beim "alten" Storm bewegte er sich noch leicht in alle Richtungen, was insbesondere Probleme wegen Schmutzablagerungen in den dadurch entstehenden Ritzen aufwarf.(c) Presse Digital (Splechtna)

Die Rückseite des "Storm 2" wurde "glattgeschliffen", auch das führt zu mehr Bedienungskomfort: Das Vorgängermodell konnte nämlich durch Ausnehmungen an der Akku-Abdeckung nur sehr wackelig auf einem Tisch liegend benutzt werden. Dieses Problem wurde beseitigt.(c) Presse Digital (Splechtna)

Besonders schmerzhaft bei der ersten Version des Blackberry Storm war das Fehlen von WLAN. Die Möglichkeit über WLAN-Hotspots ins Internet zu gelangen, bietet bereits jedes moderne Smartphone. RIM hat reagiert und den neuen Storm mit WLAN nachgerüstet. Ein großer Minuspunkt wurde dadurch beseitigt.(c) Presse Digital (Splechtna)

Sehr übersichtlich bei allen Blackberry-Geräten ist die Verwaltung von E-Mails und SMS-Nachrichten. Bei der Texteingabe wurde die Funktion des "Storm 2" erweitert - ein integriertes Wörterbuch schlägt nun bei der Eingabe von Buchstaben passende Wörter vor.(c) Presse Digital (Splechtna)

Weiterhin mühsam ist allerdings die Eingabe von Umlauten: Ä, Ö und Ü können nur über ein Kontextmenü der entsprechenden Vokal-Taste gewählt werden - hier verliert man unnötige Zeit beim Tippen. Allerdings geht es iPhone-Besitzern nicht besser. Sie leiden unter demselben Problem.Die Presse Digital

Nicht-Storm-User haben im Test überhaupt große Probleme mit der "SurePress"-Technologie. Trotz starker Verbesserung hat man sehr schnell einen Buchstabensalat auf dem Bildschirm - hoch stehend ist das Gerät über die Tasten kaum bedienbar. Hier kommt der "Storm" weit nicht an die Benutzerfreundlichkeit des iPhone heran.(c) Presse Digital (Splechtna)

Ein bisschen geklaut wirkt dann auch die Idee, dass SMS-Nachrichten wie in einer Chat-Anwendung dargestellt werden.(c) Presse Digital (Splechtna)

Relativ problemlos funktioniert der Einstieg ins Internet. Hier bringt die ungewöhnliche Bildschirmlösung den Vorteil, dass anders als bei "normalen" Touchscreens beim Scrollen auf einer Webseite nicht unabsichtlich Links aufgerufen werden. Beim Storm kann man durch sanftes Berühren Scrollen und erst auf festen Druck Links anklicken.(c) Presse Digital (Splechtna)

Etwas Geduld muss man allerdings mit dem Blackberry-Browser aufbringen, hier empfiehlt sich der Download von Opera Mini.(c) Presse Digital (Splechtna)

Die GPS-Funktion wurde beim neuen "Storm"-Modell nicht verändert und kann in der A1-Version über das vorinstallierte Navi-Programm Wisepilot genutzt werden. Außerdem stehen die Blackberry Maps zur Verfügung. Im Test funktionierte das nach einiger Eingewöhnungszeit, aber nicht immer zur Zufriedenheit: Das Suchen nach dem Standpunkt dauert sehr oft viel zu lange.(c) Die Presse Digital

Auch die integrierte Kamera wurde nicht verändert und bietet 3,2 Megapixel, ein Foto-Licht und Autofokus. Stark verbessert wurde die Schnelligkeit: Brauchte das Vorgänger-Modell Für das Scharfstellen und Speichern noch satte neun Sekunden, funktioniert es nun flott.(c) RIM

Der Multimedia-Bereich wurde im großen und ganzen vom Vorgänger-Modell beibehalten. Der integrierte Mediaplayer lässt sich bequem bedienen und versteht die Musikformate MP3, WMA, AAC, AAC+ sowie eAAC+ und Videos der Formate MPEG4,WMV, H.263 sowie H.264. Ein wesentlicher Vorteil: Die mitgelieferte Synchronistationssoftware kann den Storm sogar mit Apples iTunes abgleichen. Aber: Diese Software ist leider derart komplex gestaltet, dass sie Computer älterer Bauart zum Absturz bringen kann.(c) Presse Digital (Splechtna)

Für das Ablegen von Dateien bietet der Storm ein Gigabyte internen Speicher, der mittels microSD-Karte um bis zu 16 Gigabyte aufgefettet werden kann. Der Akku hielt im Test bei durchschnittlicher Nutzung etwa ein bis zwei Tagt durch.(c) RIM

Fazit

Die im eigenen Haus entwickelte "SurePress"-Technik wurde zwar um einiges verbessert, der Bedienungskomfort bei anderen Touchscreen-Handys kann aber trotzdem nicht erreicht werden. Zumindest grenzt man sich mit dieser Technik ein wenig vom Hauptkonkurrenten Apple und seinem iPhone ab. Ein großer Vorteil: Die Synchronisations-Möglichkeit mit iTunes und die Nachrüstung von WLAN. Bei der Kamera hätte sich Hersteller RIM aber mehr einfallen lassen können.(c) Presse Digital (Splechtna)

Blackberry Storm 2

Typus: Bartype mit 3,2-Zoll-Display (480 x 360 Pixel)
Kommunikation: HSDPA/EDGE/UMTS, Bluetooth, WLAN
Kamera: 3,2 Megapixel, Fotolicht, Auto-Fokus, Geo-Tagging Besonderheiten: SurePress, WiFi, GPS, microSD-Slot
Größe/Gewicht: 112 x 62 x 14 Millimeter, 160 Gramm Verfügbarkeit/Preis: Ab 149 Euro bei T-Mobile Austria, ohne Vertrag ab 444 Euro.(c) RIM
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