Xperia X10 Mini: Der winzigste iPhone-Rivale

Einen Nachteil alle Smartphones im Stile von Apples iPhone gemeinsam: Sie sind groß und meist schwer. Will man ein kleines, handliches Gerät, muss man auf viele Vorzüge wie Zusatzprogramme und einen guten Internet-Browser verzichten. Sony Ericsson ist es mit dem Xperia X10 Mini erstmals gelungen, die beiden Welten zu verbinden: Winzig und trotzdem mit allen Finessen eines Smartphones bestückt, schließlich läuft auf dem Gerät Googles Android - momentan der ernsteste Konkurrent von Apples iPhone. DiePresse.com hat sich angesehen, ob das Mini dem Vergleich mit den Großen standhält.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Auf den ersten Blick scheinen die kleinen Dimensionen nur Vorteile zu haben. Das Xperia X10 Mini fällt weder in der Hosentasche noch in der Hemdtasche ins Gewicht. Es liegt gut in der Hand und mit dem Damen derselben Hand lässt sich das gesamte Display bedienen.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Einzig beim Telefonieren selbst ist die geringe Größe gewöhnungsbedürftig, das das Mikrofon ungewöhnlich weit vom Mund entfernt ist. Im Test schlug sich das aber kein bisschen in der Sprachqualität nieder.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Bei der Bildschirmtastatur macht sich das kleine Display dann doch bemerkbar. Statt der gewohnten Volltastatur gibt es für diesen Touchscreen lediglich eine klassische Handytastatur mit neun Feldern. Das Display reagierte in dem Test allerdings so feinfühlig auf Fingerberührungen, dass Tippfehler seltener passierten, als bei vielen Volltastaturen von Displayriesen.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Der Platz auf dem Startbildschirm wird perfekt ausgenutzt. In den Ecken sitzen Schnellzugriffe auf Kontakte, Telefontasten, SMS und Musik. In der Mitte hat ein "Widget" Platz. Standard ist eine Uhr - es lassen sich aber auch zum Beispiel die neuesten Facebook-Meldungen oder das Wetter anzeigen. Insgesamt stehen drei solcher Startbildschirme zur Verfügung, zwischen denen mit einer Fingerbewegung gewechselt werden kann.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Am unteren Bildschirmrand stehen drei physische Tasten zur Verfügung, die der Navigation in Menüs und Programmen dienen. Jener links außen ruft Untermenüs in Programmen auf (etwa "Zu Favoriten hinzufügen" im Browser), der Mittlere öffnet und schließt das Hauptmenü und führt aus jedem Programm zurück auf den Startbildschirm. Der rechte Knopf macht immer genau einen Schritt rückgängig (wie der "Zurück"-Button im Browser).(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Zum eigentlichen iPhone-Rivalen wird das Gerät allerdings erst durch das Betriebssystem. Google Android wartet mittlerweile mit rund 60.000 Apps auf, bietet dank der jüngsten Version von Google Maps kostenlose Navigation und mit Chrome Mobile einen der schnellsten und praktischsten mobilen Internet-Browser.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Kaum zu glauben ist es, dass Sony Ericsson auf einem seiner neuesten Handys eine völlig veraltete Version von Google Android anbietet. Nach dem installierten Android 1.6 sind bereits zwei weitere Versionen erschienen und 2.2 ist bereits angekündigt.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Das bedeutet, dass etwa Microsoft Exchange noch nicht unterstützt wird, was vor allem Geschäftsnutzer abschrecken wird. Immerhin: Ein Drittanbieter-Programm zum Synchronisieren eines Firmenkontos ist vorinstalliert und kann kostenlos genutzt werden. Mit ein wenig geduld könnte sich das Problem auch grundsätzlich lösen: Sony Ericsson hat für Herbst ein Update auf Android 2.1 angekündigt.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Für Social Networks stehen im Android Market zahlreiche Apps zur Verfügung, die Facebook, Twitter, Flickr, und Co. aufs X10 Mini holen. Sony Ericsson hat es sich nicht nehmen lassen, eine eigene Lösung anzubieten. TimeScape vereint Botschaften von Facebook und Twitter mit Anruflisten und SMS und stellt jede Nachricht mit einem Profilbild des Absenders dar. Die Botschaften können mit einer Fingerbewegung durchgeblättert werden. Ein schickes Feature, das jedoch wenig Übersicht bietet.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Viel Lob verdient Sony Ericsson für die integrierte Kamera. Im Unterschied zum Android-Platzhirschen HTC, hat Sony Ericsson bereits viel Erfahrung mit Kamera-Handys im Rahmen der "Cyber Shot"-Serie gesammelt. Dementsprechend knackig werden auch die Aufnahmen mit dem 5-Megapixler des Xperia X10 Mini. Selbst bei schlechtem Licht - etwa in Bars und Restaurants - gelingen Schnappschüsse dank Fotolicht problemlos.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Fotos werden per GPS mit Geodaten versehen und können dann über das vorinstallierte Programm Geotags auf einer Karte dargestellt werden.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Den Chrome-Browser hat Sony Ericsson mit einer eigenen Startseite versehen, die gleich zu Beginn eindrucksvoll zeigt, dass mit dieser Displaygröße Surfen nur beschränkt möglich ist. Trotz wirklich guter Zoomfunktion - Multitouch fehlt allerdings - sind umfangreiche Webseiten kaum mehr zu überblicken. Es empfiehlt sich auf spezielle Mobilversionen zurückzugreifen und selbst dann ist die Schrift oft zu klein zum Lesen und muss näher herangeholt werden.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Aufgrund der kompakten Bauweise, ist der Akku wie beim iPhone fix verbaut. Die Abdeckung kann dennoch abgenommen werden, um SIM-Karte und die mitgelieferte MicroSD-Karte hinzuzufügen. Im Lieferumfang sind außerdem sechs Akkuabdeckungen in verschiedenen Farben enthalten.(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Typus: Bartype mit 2,5-Zoll-Touchscreen (320 x 240 Pixel)
Kommunikation: HSDPA/EDGE/UMTS, WLAN, Bluetooth
Kamera: 5 Megapixel, LED-Blitz, Auto-Fokus, Geo-Tagging
Besonderheiten: A-GPS, microSD-Slot, 3,5 Millimeter Audio-Stecker
Größe/Gewicht: 83 x 50 x 16 Millimeter / 88 Gramm
Verfügbarkeit/Preis:ab sofort / ab rund 250 Euro ohne Vertrag(c) DiePresse.com (Sara Gross)

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