Der finnische Handyproduzent Nokia zeigte anlässlich seiner Hausmesse Nokia World in London auch ein ungewöhnliches Konzept für zukünftige Mobiltelefone. Die Steuerung des Geräts erfolgt, indem man es als Ganzes biegt und verdreht.
Nokia hat sich nicht nur äußerst asozial Deutschland gegenüber verhalten (ich erinnere an den Subventionsskandal) sondern sich auch völlig ungerechtfertigt auf seinen Lorbeeren ausgeruht und damit den Anschluss zur Konkurrenz verpasst. Ein Umstieg auf Windows Mobile 7 gießt hier nur noch Öl ins Feuer, statt es zu löschen, jetzt kommt noch ein flexibles Display dazu, was sicher eine nette Spielerei darstellt, aber für den Großteil der Kunden aber alles andere als einen Kaufgrund darstellen dürfte... Schade!
Interessante Spielerei. Aber was soll denn die Anwendung sein? Das Navigieren im Menu, oder das Zoomen ist doch schon recht zufriedenstellend am Touchscreen gelöst.
Ist verbiegen wirklich intuitiv? Und was soll die Assoziation sein?
Sicher, jeder wollte schon mal sein Handy würgen, wenn es sich aufhängt oder spinnt. Also vielleicht die Reset-Funktion?
Nun vielleicht kommen sie ja noch mit einem interessanten Spiel, da gibt's eher kreative Möglichkeiten als in einer langweiligen PhotoApp. (Mal abgesehen von der Frage, ob so ein Gerät lange hält)
Nokia hat doch nur endlich auf den Frust seiner Kunden reagiert! Die sind es nämlich, die aufgrund des konsequent NICHT weiterentwickelten S60 so gerne ihre Handies würgen wollen. ;-)
die Idee ist in Zeiten von OLED schon lange überfällig gewesen
zwei Dinge interessieren mich dabei...
hat das Biegen einen negativen Einfluß auf die Haltbarkeit des OLED-Displays? OLEDs haben ja von Haus aus schon eine wesentlich schlechtere Haltbarkeit als klassische TFT-Displays.
und wie sieht es mit dem Flexiblen Plastik am Display aus - wird das durch das Biegen nach "einer gewissen Zeit" brüchig und wird relativ undurchsichtig?
die letztere Frage wird frühestens in einem Jahr beantwortet werden können, wenn es Erfahrungen aus der Praxis gibt.
eine gewisse Flexibilität würde sich gut machen wenn das Handy in der Gesäßtasche auch ein Niedersetzen zuverlässig überleben soll...
Würde es u.U. Sinn machen Piezo-Elemente einzubauen die die Energie beim Biegen rück gewinnen können?
Re: Re: die Idee ist in Zeiten von OLED schon lange überfällig gewesen
natürlich - die Frage ist halt wann das passiert - wenn es... sagen wir mal in 5 Jahren passiert, ist es egal, weil die approx. Lifetime des Handy's dann sowieso darunter liegen wird...
Da gibt's dann auch noch andere Faktoren wie Alterung durch Tageslicht...
oder wie verhält es sich wenn es draussen saukalt ist... bei Hitze...?
wie gesagt - ich möchte kein "early adopter" sein...
nicht umsonst verwende ich noch gerne mein sehr stabiles HTC Desire...
das Kammernsystem eines Akkus sollte auch flexibel ausgeführt werden können.
tja und abgesehen davon - wenn ich mir das Galaxy Nesus S meiner Freundin ansehe... das ist so dünn und leicht, daß ich mich das sogar jetzt schon frage... und das Ding hat mit riesen Display sogar eine Laufzeit, die ich auch gern hätte :/
So dünn kann "das flexible Konzept" wohl noch länger nicht ausgeführt werden...
nein, aber eine Batterie ist schichtweise aufgebaut und was spricht dagegen die Schichten nicht starr sondern flexibel zu trennen?
Im Grunde, wenn man auf eine starre Katalysatorschicht oder eine starre Membrane angewiesen ist, kann man auch diese in einem flexiblen Gitter anordnen, sodaß die starren Segmente durch ihre Kleinheit nicht mehr stören...
alles in allem halte ich es für technisch lösbar...
btw. nach den Bildern wird das Handy nur sehr begrenzt gebogen - da geht wohl ein klassischer Akku genau so - man muß dann nur sicher stellen, daß die Kontakte immer verbunden sind...
aber wie bereits oben geschrieben - abwarten und Tee trinken bis die ersten Erfahrungswerte aus der Praxis verfügbar sind (in vllt. einem Jahr)
Nokia mußte sich auch was Neues einfallen lassen um wieder attraktiv zu werden - der Sinn und Nutzen würde sich für mich in erster Linie darauf beschränken, daß sich das doch recht große Handy "ergonomisch" an das Gesäß anpassen würde und das Display nicht zerbrechen kann...
die Bedienfunktionen sind dann sogar eher störend, weil ich ja nicht möchte, daß das Handy beim Hinsetzen gleich meine Freundin anruft (oder dgl.)
Was dagegen spricht hat Sony vor ein paar Jahren bewiesen, als sie die Zink (?)-Schichten verdoppelt und halb so dich gestaltet hat. Das Ergebnis waren explodierende Laptop-Akkus.
Sicher nicht jedermanns Sache aber interessant. Nokia holt offenbar endlich ein wenig auf. Windows mobile 8 könnte auch gut werden, ob es mit Android mithalten kann bleibt die Frage...
...als Steuerung mag das Biegen nicht praktisch sein - aber als widerstandsfähiges Handy, das man ohne Probleme in die Gesäßtasche einstecken kann, sehe ich da durchaus Potentiel ;-)
Ich bin sicher, dass gerade SIE so ein biegsames Nokiahandy gerne hätten.
Ich bin überzeugt, dass sich biegbare Bildschirme durchsetzen. Wenn mal die Kinder anfangen lästig zu werden und 600 Euro für ein Nokia B1 haben wollen, dann hat es Nokia geschafft, da sich dann der Papa auch gleich eines kauft um nicht alt auszusehen.
Es ist eben von Vorteil wenn man vom Gummihersteller zum Handyproduzenten wird, dann hat man die richtigen Techniker gleich für solche Handys zur Hand.
Da normale Handys jetzt schon kaum 2 Jahre überleben ohne das irgendwelche mechanischen Teile hinn werden kann ich mir nicht vorstellen dass so ein Teil lange hält wenn man es dauernd biegt.
Sie hatten offensichtlich noch nie Nokiahandys. Wie soll man bei einem Nokiahandy einen mechanischen Teil ruinieren. Allein schon dadurch, dass es leicht zerlegbar ist und höchstens der Akku rausfällt, wenn es am Boden fällt - das aber wiederum baut Energie ab - macht Nokiahandys extrem schwer zerstörbar.
Natürlich ist das bei iPhones anders. Fällt das nur ein einziges Mal am Boden ist es in tausend Scherben, das liegt einfach daran, da man den Akku nicht mit einem Handgriff wechseln kann und es beim Aufschlag am Boden keine Möglichkeit gibt, dass sich die Energie anders abbaut, als dass eben der Bildschirm u. s. w. zerbricht.
Das mit den Nokia Handies stimmtE. Nokia hat in den 90ern absolut geniale Geräte gebaut (ich erinnere mich heute noch sehr gerne an das 8110i, das 8910i oder das 9500). Heute schafft Nokia nicht mal mehr den Bau eines zuverlässigen Gerätes. Ich bin schwerst enttäuscht von Nokia. Fakt nebenbei: Mein iPhone (das mangels Identifikation mit Apple bald gegen Android getauscht wird) hat schon einige Stürze überlebt, bei denen ich dachte dass es unmöglich sei, so einen Sturz zu überleben (aber JA, auch Apple hat viel falsch gemacht ;-)...