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Lumia 610: Das einsame Windows Phone

Das Lumia 610 ist das erste Windows Phone mit billigerer Hardware. Es ist aber auch die einzige große Neuankündigung für das Microsoft-System.

Das Lumia 610 ist das jüngste Mitglied der neuen Windows-Phone-Serie von Nokia. Das Smartphone selbst ist zwar auf dem Mobile World Congress, der größten Mobilfunk-Messe, kein Highlight. Im Gegenteil: Die Technik ist im Vergleich zu anderen Neuvorstellungen eher unterdurchschnittlich. Für Nokia und Microsoft ist es aber ein bedeutender Schritt. Mit dem günstigen Windows Phone sollen neue Märkte erobert werden, um jene kritische Masse an Nutzern zu erreichen, die dem jungen Betriebssystem auf die Beine hilft. „Viele Nutzer machen das System für Entwickler und Hersteller attraktiv, und viele Apps und Smartphones locken wieder mehr Kunden“, erklärt Microsofts Windows-Phone-Manager Greg Williams im Gespräch mit der „Presse“. Schätzungen zufolge hat Windows Phone derzeit einen Marktanteil von nur zwei Prozent. In den Entwicklungsländern liegt das größte Marktpotenzial, und gerade dort hat es Windows Phone derzeit besonders schwer. Microsoft hat sich zu Beginn dafür entschieden, hohe Hardware-Anforderungen an die Hersteller zu stellen, um Kunden nicht zu enttäuschen, wenn das grafisch aufwendige Betriebssystem nicht flüssig läuft, erklärt Williams.

Nicht für alle Apps.
Um mehr Kunden erreichen zu können, hat Microsoft nun die Anforderungen gelockert. Bei der Bedienung des Lumia610 fällt der schwächere Prozessor und geringere Arbeitsspeicher kaum auf – lediglich einige Apps, besonders Spiele, lassen sich nicht installieren. Dafür ist der Preis mit angekündigten 189Euro sehr niedrig. Aber es gibt auch andere Hürden beim Erschließen neuer Märkte. So ist der Marketplace, der App-Store von Windows Phone, nach wie vor nur in einigen Ländern verfügbar. „In Kasachstan können wir Lumia zum Beispiel nicht anbieten“, erklärt Nokias Windows-Phone-Chef Kevin Shields. Das mag zunächst nicht so wichtig klingen. Aber in Entwicklungsländern liegt der Anteil an Smartphones unter den Mobiltelefonen im niedrigen einstelligen Bereich. Mobilfunker in Entwicklungsländern stellen sich allerdings Smartphones mit einem Kostenpunkt unter 50 Euro vor. Nokias 610 hat gerade einmal die 200-Euro-Grenze unterschritten. Zwar ist derzeit auch die Konkurrenz noch nicht so weit, aber das könnte sich bald ändern. Analysten des Marktforschers NPD prophezeien Billig-Smartphones mit Android für 2015 in Entwicklungsländern wie China und Indien einen Marktanteil von 80 Prozent.

Für Android wird das allerdings auch eine noch stärkere Fragmentierung bedeuten. Das aktuellste Android 4.0 stellt hohe Anforderungen an die Hardware, weshalb Billig-Smartphones mit älteren Versionen des Systems angeboten werden. Für Microsoft würde das nicht infrage kommen. Für Nokia und Microsoft ist der Smartphone-Markt in Entwicklungsländern also eine schwierige Aufgabe. Denn gleichzeitig wollen ja auch in den westlichen Ländern die Marktanteile wieder ausgebaut werden. Zwar ist Nokia bei Windows Phones nach nur einem Quartal Marktführer, insgesamt konnten die Lumia-Verkäufe aber noch nichts an den niedrigen Smartphone-Marktanteilen ändern. Und Microsoft hängt da tiefer mit drinnen, als offiziell zugegeben wird. Für Microsoft ist der Deal nicht exklusiv, betont Sullivan. Soll heißen: Auch andere Hersteller bieten Windows Phones an. Am Mobile World Congress war davon jedoch kaum etwas zu merken. Weder Samsung noch HTC stellten neue Windows-Smartphones vor. Es scheint, als würde die Konkurrenz nun warten, bis Nokia und Microsoft Windows Phone zu einem relevanten Player auf dem Markt gemacht haben, bevor sie wieder in das Spiel einsteigen.

Huawei und ZTE

Huawei und ZTE: Chinas Smartphone-Aufgebot angefasst

Die chinesischen Hersteller drängen nach Europa. Das Smartphone Ascend P1 S war eines der großem Highlights der Mobilfunkmesse.

Huawei hat auf dem Mobile World Congress für einiges Aufsehen gesorgt. Ein großer eigener Pavillon, zig Fahnen mit Firmenlogo und ein überlebensgroßer Pegasus aus Smartphones demonstrierten publikumswirksam die Ambitionen des chinesischen Konzerns am europäischen Markt. DiePresse.com hat sich die Geräte von Huawei in Barcelona näher angesehen und auch einen Blick auf das Angebot von ZTE geworfen, dem zweiten chinesischen Hersteller, der heuer nach Europa drängt. Im Bild zu sehen ist das Ascend D quad von Huawei, dessen Gehäuse kein bisschen billig wirkt. Im Gegenteil - das Design ist gelungen, die Materialien sind hochwertig und das Smartphone liegt gut in der Hand.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Das Ascend D quad läuft mit dem aktuellen Android 4.0. Das eigentliche Highlight soll aber der Prozessor sein. Der Quad-Core-Prozessor ist angeblich eine Eigenentwicklung, die das Ascend D zum schnellsten Smartphone macht.

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Andere Hersteller setzen auf Nvidias Tegra 3 mit vier Rechenkernen. Huawei hat diesen Prozessor angeblich zunächst getestet, war dann aber mit Leistung und Wärmeentwicklung unzufrieden. Das Ascend D erreicht in Benchmark-Tests tatsächlich ausgezeichnete Werte und fühlt sich auch bei der Bedienung und beim Spielen blitzschnell an.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Ob man bei normaler Nutzung nun wirklich einen Unterschied zwischen dem Ascend D und Quad-Core-Smartphones anderer Hersteller fühlt, ist zwar fraglich. Das Ascend D braucht sich jedenfalls in keinster Weise vor den Branchen-Größen zu verstecken. Die Android-Oberfläche hat Huawei nur behutsam angepasst, wobei die App-Übersicht mit den etwas groß geratenen Symbolen vielleicht etwas kindlich ausgefallen ist.

Die übrigen technischen Daten sind ebenfalls auf dem neuesten Stand - das 4,5-Zoll-Display mit 1280 x 720 Pixeln ist klar und farbkräftig.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Der eigentliche Star am Huawei-Stand ist aber das Ascend P1 S. Es läuft ebenfalls mit dem neuesten Android 4.0, rechnet aber nur mit einem Dual-Core-Prozessor. Das 4,3-Zoll-Display bietet zwar eine etwas geringere Auflösung von 960 x 540 Pixeln, was aber dank AMOLED-Technologie kaum auffällt.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Gelungen ist das Gehäuse, das mit einem dezenten Muster und vor allem einer samtig-griffigen Oberfläche kommt, wie sie auch Geräte von Nokia oder HTC haben.

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Huawei wirbt damit, dass das Ascend P1 S mit 6,68 Millimetern das aktuell dünnste Smartphone ist. Das Galaxy Nexus (links) misst fast 9 Millimeter - in der Praxis ist der Unterschied im direkten Vergleich dennoch kaum sichtbar.

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Das Ascend P1 S liegt gut in der Hand und ist mit 110 Gramm für seine Größe auch erstaunlich leicht.

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Selbiges kann man auch von dem neuen Huawei-Tablet behaupten. Das MediaPad 10 FHD ist eines der ganz wenigen neuen Tablets, die auf dem Mobile World Congress vorgestellt wurden. Es läuft ebenfalls mit Android 4.0 und bietet einen Quad-Core-Prozessor. Das Display ist 10 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln.

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Das Design erinnert ein wenig an Samsung-Tablets, ist aber gut gelungen. Dank gebürsteter Alu-Rückseite und mattem weißen Kunststoff fühlt sich das Gerät wertig an und liegt angenehm in der Hand.

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Mit 8,8 Millimetern ist das MediaPad sehr dünn.

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Einziger Schwachpunkt an dem Vorführgerät war die locker sitzende Anschluss-Abdeckung.

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Mit ZTE drängt noch ein zweiter chinesischer Hersteller nach Europa. Auf dem MWC zeigte die Firma eine ganze Reihe an Tablets und Smartphones, die aber nicht ganz in derselben Liga spielen wie die Geräte von Huawei. Das Light Tab 3 etwa ist ein 7-Zoller mit Android 4.0, einem Dual-Core-Prozessor und einer 5 Megapixel-Kamera.

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Die Kehrseite ist ZTE allerdings nicht ganz so gut gelungen wie der Konkurrenz. Der graue Kunststoff ist wenig elegant und das Gehäuse ist etwas klobig. Immerhin: Dank der zwei gummierten Ballen am Rand liegt das Gerät gut in der Hand.

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Tablet-Flaggschiff dürfte das PF100 sein. Der 10-Zoller mit Android 4.0 rechnet mit dem Quad-Core-Prozessor Nvidia Tegra 3. Auf dem Vorführgerät waren einige Spiele installiert, die aber das Potenzial des großen Tablets nicht so richtig auskosteten.

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Auch hier können Design und Material nicht wirklich mit der Konkurrenz mithalten.

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Das T98 ist das zweite Quad-Core-Tablet von ZTE. Es misst 7 Zoll und ...

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... erinnert optisch ein wenig an eine misslungene Version des iPhone 3GS.

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Samsung Note 10.1

Samsung Note 10.1: Tablet-Smartphone-Riese im Kurztest

Der Nachfolger des Galaxy Note ist fast viermal so groß wie der Vorgänger. DiePresse.com hat das 10 Zoll große Smartphone ausprobiert.

Samsung ist bereits mit dem Galaxy Note aufgefallen - einem Gerät zwischen Tablet und Smartphone. Gibt es dafür überhaupt einen Markt?, haben sich damals viele Beobachter gefragt. Gibt es. Das Note verkauft sich laut Samsung prächtig und am Mobile World Congress zeigen die Koreaner bereits den Nachfolger. Aus den 5,3 Zoll sind allerdings gleich 10,1 Zoll geworden. Das Gerät ist damit fast viermal so groß. Die Grenzen zwischen Tablet und Smartphone verschwimmen hier komplett.

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Ist der Vorgänger noch eher ein Smartphone, so kann man das vom gleichnamigen Nachfolger kaum mehr behaupten. 10 Zoll sprengen nicht nur jede Hosentasche, sie lassen sich auch nur schwer für ein Telefonat ans Ohr führen. Dennoch, mit dem Note 10.1 kann man telefonieren. Möglich macht das Android 4.0, das die zuvor getrennten Google-Systeme für Smartphones und Tablets zusammenführt. Ganz so hat sich das Google zwar vermutlich nicht vorgestellt, aber warum sollte man mit seinem Tablet nicht telefonieren können? Ein Headset vorausgesetzt.

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Sonst bietet das Note alles, was man von einem Samsung-Tablet gewohnt ist, bloß eben im aktuellen Android 4.0. Gleichzeitig kommen aber einige Note-Spezialitäten hinzu.

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Das ist in erster Linie die Idee des digitalen Notizblocks. Damit geht auch das Revival des Stylus einher. Touchscreens sind mittlerweile so weit, dass es sich mit der richtigen Software tatsächlich zeichnen und schreiben lässt. Ganz so, wie die grafisch kunstvoll ausgeführten Beispiele auf den Vorführgeräten gelingt es in der Regel nicht, aber es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Am 10.1er ist die Verzögerung gerade beim Schreiben noch einmal geringer als beim Vorgänger und am größeren Display haben auch tatsächlich Notizen Platz, die aus mehr als ein bis zwei Wörtern bestehen.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Der Stift ist allerdings vor allem dazu gedacht Screenshots oder Bilder mit handschriftlichen Zeichen oder Notizen zu versehen. drückt man mit dem Stylus lange auf den Bildschirm wird ein Screenshot erstellt, auf dem unmittelbar gekritzelt werden kann, um ihn dann per Mail oder Internet zu versenden.

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Der Stift selbst ist selbst für Kugelschreiber-Maßstäbe groß und lässt sich daher nicht, wie beim kleineren Vorgänger im Gehäuse versenken. Die Chance, ihn nicht immer gleich bei der Hand zu haben, ist entsprechend groß.

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Die Rückseite des Stiftes funktioniert im Notizen-Modus übrigens wie ein Radiergummi - ganz ohne diese Funktion zuvor aktivieren zu müssen.

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Als Besonderheit hat Samsung auch eine neue "Multiview"-Funktion angepriesen. Die ermöglicht, so steht es in der Presseaussendung, bis zu vier Apps gleichzeitig nebeneinander am Bildschirm betrachten zu können. Das klingt praktisch - man könnte dann etwa auf der einen Seite ein E-Book oder eine Webseite geöffnet haben und auf der anderen eine Notiz-App. Oder ein Video und daneben Facebook. Tatsächlich war die Funktion auf der Messe aber noch nicht ganz fertig und bot lediglich drei Apps, die Multiview unterstützen.

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So sieht das Ganze in Aktion aus. Ausprobiert werden konnte das lediglich mit der Notizbuch-App S Note, dem Video Player und dem Browser. Es sollen aber weitere Apps folgen - wann, konnte der Vorführer nicht sagen.

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Für den Spezial-Stift der beiden Note-Geräte gibt es bereits eine Reihe eigener Apps, die die Funktionalität des Stiftes ausnutzen. Soonr speichert Dokumente in einem Online-Speicher , lässt sie von dort direkt mit dem Stylus bearbeiten oder kommentieren. Die Bearbeitungen sind umgehend für alle Mitglieder eines Projektteams sichtbar.

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Mit der App "ComicBook" lässt sich der Stift dazu verwenden, Fotos in Comics mit den entsprechenden Sprechblasen und Textfeldern zu verwandeln.

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Die Rückseite des Note ist in glänzendem Kunststoff gehalten. Gerade auf der schwarzen Version sind dadurch zahlreiche Fingertapser zu sehen.

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Mobile World Congress: Chinas großer Smartphone-Auftritt

Huawei stiehlt den Branchengrößen auf der Messe die Show, und Samsung-Smartphones werden zum Vorbild für Konkurrenten.

Barcelona. Der größten Mobilfunkmesse der Welt fehlte es heuer ein wenig an Würze. Obwohl die Präsentation der Testversion von Windows 8 eine der größten Veranstaltungen beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona war, so war Microsoft auf der Messe selbst alles andere als präsent. Samsung hingegen hatte zwar einen großen Stand, verzichtete aber dafür auf eine eigene Veranstaltung. Selbst die aufwendigen Pressekonferenzen von Sony und HTC am Vorabend des MWC blieben brav. Das Messegelände schien fest in der Hand der chinesischen Huawei, die heuer auf den europäischen Markt drängt. Und das Geräteaufgebot zeigt, dass die alten Hasen der Branche den neuen Mitbewerb vielleicht doch nicht so locker nehmen sollten.

Samsung auf Apples Spuren

Fast 1500 Firmen präsentierten auf der Messe von Montag bis Donnerstag ihre Smartphones, Tablets, Handys, Apps und Technologien. Die Chefs der großen Mobilfunker trafen sich zu Verhandlungen, und mehrere tausend Fachbesucher füllten die acht Hallen am Fuß des Montjuïc. Samsung fürchtete offenbar, in dem Grundrauschen unterzugehen und verzichtete darauf, das nächste Flaggschiff-Smartphone Galaxy S3 beim MWC vorzustellen. Stattdessen soll eine eigene Veranstaltung irgendwann in der ersten Jahreshälfte stattfinden. Damit tritt der frisch gebackene Smartphone-Primus in die Fußstapfen von Apple. iPhone und iPad verlangen schließlich auf eigenen Veranstaltungen ebenfalls traditionell nach ungeteilter Aufmerksamkeit. Der große Samsung-Stand wurde daher von einem einzelnen Tablet beherrscht. Der Nachfolger des Notizblock-Smartphones Note ist mit einer Diagonale von zehn Zoll fast viermal so groß wie der Vorgänger und kann nun wirklich nicht mehr als Smartphone bezeichnet werden. Telefonieren kann man damit zwar auch, eigentliche Stärke ist aber die Möglichkeit, auf dem Display zu zeichnen und zu schreiben. Damit geht auch ein Revival des Eingabestiftes „Stylus“ aus der Pocket-PC-Zeit einher. Anders als damals fühlt sich notieren und skizzieren auf dem Touchscreen heute aber beinahe so natürlich an wie auf dem Papier.

Dass Samsung langsam zur neuen Leitkuh der Smartphone-Branche wird, sah man auch am unmittelbar benachbarten Stand von LG. Das „Vu“ getaufte Gerät ist ein unverhohlener Abklatsch des Samsung-Note – inklusive Notizbuch-App und Eingabestift. Langsam ist also nicht mehr nur das iPhone alleiniges Vorbild.

Viel wurde beim MWC von der Nokia-Präsentation am Montagmorgen erwartet, nicht zuletzt wegen der engen Partnerschaft mit Microsoft. Können die beiden Nachzügler im Kampf um den Smartphone-Thron gemeinsam die Kurve kratzen? Vorgestellt wurde dann eigentlich nur ein neues Windows Phone.

Einsames Windows Phone

Das Lumia 610 ist insofern bedeutend, als es das erste günstigere Smartphone mit diesem System ist. Microsoft hat dafür eigens seine strengen Hardware-Vorgaben gelockert. Das neue Lumia blieb das einzige neue Windows-Phone der Messe. Das eigentliche Nokia-Highlight war ein Foto-Smartphone mit 41 Megapixeln (sic!) – und gutem alten Symbian-Betriebssystem. Sony, HTC, Samsung und LG setzten hingegen auf das aktuelle Android 4.0 von Google. Sony trat dabei zum ersten Mal als Sony Mobile ohne den ehemaligen Partner Ericsson auf. Die neuen Xperia-Smartphones waren bis auf ihr hübsches Äußeres eher Mittelklasse – kein flotter Prozessor und bloß das ältere Android 2.3.

Den wohl größten Auftritt auf der Messe leistete sich Huawei. 2012 will der chinesische Hersteller den europäischen Markt erobern. Huawei dominierte den MWC mit einem auffällig großen Pavillon, zahlreichen Flaggen und einem überlebensgroßen Pegasus, der aus Smartphones gebildet wurde. Die vorgestellten Geräte – das Smartphone Ascend D quad und das Tablet MediaPad 10 – spielen in der obersten Liga. Hochwertige Materialien, gute Verarbeitung, mit einem Vierkern-Prozessor auf dem neuesten technischen Stand und mit dem aktuellen Android 4.0 ist hier von billig rein gar nichts zu merken. Preise sind noch nicht bekannt, es ist aber zu erwarten, dass sich Samsung und Co. warm anziehen können.

Info MWC 2012

Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ist die größte Mobilfunkmesse Europas und zählt zu den weltweit wichtigsten Events der Branche. Der MWC fand heuer vom 27. Februar bis 1. März statt. Knapp 1500 Aussteller präsentierten den 60.000 Besuchern Endgeräte, Netzwerktechnik und Services.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.mobileworldcongress.com

HTC One X und S

HTC One X und S: Die neuen Foto-Androiden ausprobiert

HTC zeigt am MWC seine neuen Android-Flaggschiffe, die vor allem mit Kamera-Extras punkten. DiePresse.com konnte sie bereits ausprobieren.

Derzeit ist zwar in der Wahrnehmung Samsung der große Android-Überflieger, muss auch HTC-DACH-Chef Andre Lönne zugeben. Aber das hindert HTC schließlich nicht, auch heuer neue Android-Flaggschiffe vorzustellen. Außerdem habe HTC am Android-Markt einen nicht zu verachtenden Anteil von 30 Prozent, sagt Lönne. Die neuen Geräte unter dem Namen One sollen vor allem mit neuen Kamerafunktionen punkten. DiePresse.com hat sich One X und One S in Barcelona näher angesehen.

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Das One S ist mit 4,3 Zoll das mittlere der eigentlich drei Ones. Das kleinste One V wurde am MWC aber noch nicht ausgestellt, da es noch nicht fertig ist, erklärt Lönne im Gespräch mit DiePresse.com.

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Für das schicke matte Gehäuse hat sich HTC eine ganz besonderen Kunstgriff einallen lassen. Die Oberfläche der Aluminiumhülle wurde so bearbeitet, dass sie sich samtig weich anfühlt. Das sieht hübsch aus, ist aber in der Praxis nicht wirklich von einer weniger aufwändigen Beschichtung zu unterscheiden. Aber das Gerät fühlt sich dadurch angenehm an und liegt auch gut in der Hand.

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Dass man es af dem S mit Android 4.0 zu tun hat, merkt man erst auf den zweiten Blick, da HTC auch hier seine eigene Oberfläche einsetzt. Diese "Sense"-Oberfläche wurde auf Version 4.0 aktualisiert, was sich in kleinen aber feinen Details äußert.

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So hat HTC zum Beispiel den Online-Speicher Dropbox tief in das System integriert. Fotos lassen sich direkt aus der Android-Galerie-App in die Dropbox laden und Dropbox-Alben werden umgekehrt in der Galerie-App angezeigt.

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Die Partnerschaft mit Dropbox beschert One-Besitzern außerdem 25 Gigabyte kostenlosen Online-Speicher für zwei Jahre. Das ist insofern praktisch, da die Smartphones keinen Platz für eine Speicherkarte bieten. Das One S bietet 16 Gigabyte integrierten Speicher.

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Die Sense-Oberfläche gestaltet auch die Multitasking-Funktion von Android 4.0 komplett um. Zwischen geöffneten Apps kann geblättert werden, wie in Apples Cover-Flow in iTunes.

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Neu in Android 4.0 ist eine Gruppenfunktion für Kontakte.

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Nett: Die integrierte Weltuhr zeigt die Uhrzeiten auf einem virtuellen Globus an.

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Das Flaggschiff der One-Serie ist das One X. Das schlägt sich im Display nieder, das auf 4,7 Zoll eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln bietet. Und im neuen Quad-Core-Prozessor von Nividia, der je Kern 1,5 Gigahertz bietet. Das sind zwei Faktoren, die viel Energie brauchen. HTC setzt auf einen Akku mit 1800 mAh - LG hat im Vergleich dazu in seinem Quad-Core-Smartphone 4X einen 2150-mAh-Akku verbaut. Wie lange das One X durchhält wird sich erst in ausgiebigeren Tests zeigen können.

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Stolz ist HTC auf die Kameras der gesamten One-Serie. Das One X bietet 8 Megapixel - angesichts der großen 41-Megapixel-Überraschung von Nokia scheint das nicht viel.

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HTC habe überlegt, mehr Megapixel zu bieten, erklärt Lönne, aber dann sei die optimale Beleuchtung dieser Pixel nicht mehr gewährleistet. Tatsächlich hat das One X selbst in der wenig optimalen Lichtsituation der Messehalle durchaus gute Bilder geliefert.

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Zusätzlich bietet HTC einige praktische neue Kamera-Funktionen Zum Beispiel eine Serienbildfunktion, die dank starkem Prozessor sehr flüssig läuft. Außerdem können während einer Videoaufnahme auch Fotos geschossen werden Das funktioniert auch im fertigen Video - dann entstehen aber nur Bilder mit einer Auflösung von 5 Megapixeln, erklärt Lönne.

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Beim One X setzt HTC auf ein Kunststoffgehäuse, wobei der Akkudeckel samtig beschichtet ist. Sehr gelungen ist das LCD-Display, das ein wenig um die Kanten fließt und so zur hübschen Form des Geäts beiträgt.

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Emporia überlegt Android-Tablet für Senioren

Der österreichische Handy-Hersteller könnte schon 2013 sein erstes Smartphone und Tablet speziell für die ältere Generation vorstellen. Noch heuer soll ein Klapphandy mit "smarten" Funktionen erscheinen.

Österreichs einziger Handyhersteller Emporia präsentiert sich auf dem Mobile World Congress mit viel Selbstbewusstsein. Der große Stand befindet sich in direkter Nachbarschaft zu Herstellern wie Samsung oder LG und ist am zweiten Messetag gut besucht. Emporia hat sich auf Handys für die ältere Generation spezialisiert und verkauft seine Geräte bereits erfolgreich in ganz Europa. Heuer startet die Linzer Firma auch in den USA. Bisher bietet Emporia lediglich simple Handys an, aber auch das könnte sich bald ändern. "Derzeit denken wir über ein Smartphone und ein Tablet mit Android-Betriebssystem nach", erzählt Emporia-Chefin Eveline Pupeter-Fellner im Gespräch mit DiePresse.com in Barcelona.

Handy mit smarten Funktionen

Schon in einem Jahr könnten die Geräte am Mobile World Congress präsentiert werden, sagt Pupeter-Fellner. Android ist dafür gut geeignet, da es sich bis ins kleinste Detail vom Hersteller verändern lässt und so den Anforderungen der Emporia-Zielgruppe angepasst werden kann. "Die Herausforderung ist aber nicht nur die Software, sondern auch die Hardware", erklärt die Chefin. Ein Touchscreen wäre in diesem Fall zu wenig, meint sie, ein paar ergänzende Tasten müsse es schon geben. Außerdem müsse verhindert werden, dass durch Berührungen des Touchscreens unbeabsichtigt Aktionen ausgeführt würden.

Schon diesen September wird es ein erstes Emporia-Handy mit smarten Funktionen geben. Das Emporia Connect ist ein Klapphandy mit Gedächtnistrainings-Spielen, einer Art Navi-Funktion, die den eigenen Standort angibt, einem Kalender mit Erinnerungsfunktion und der Möglichkeit, Bilder zu teilen. Die Generation 60+ wünsche sich eben auch smarte Funktionen und einen Touchscreen, wie sie das von ihren Kindern und Enkeln kennt, erklärt Pupeter-Fellner. Für die Gedächtnistrainings-Spiele kooperiert Emporia mit der Gmundner Firma Plejaden, die solche Spiele bereits länger auf Touchscreen-PCs in Seniorenheimen anbietet.

Ziel: Eine Million verkaufte Geräte

Das Emporia Connect ist nichtzuletzt deshalb ein Klapphandy, weil das am US-Markt gefragt ist. 20 Prozent der Kunden wollen in den USA ein solches "Clamshell" haben, meint die Emporia-Chefin. In New York hat Emporia eine Niederlassung gegründet und einen Samsung-Manager für das US-Geschäft abgeworben. Das erste Handy am US-Markt ist ebenfalls ein Klapphandy und wurde im Jänner auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt. Emporia rechnet für heuer mit Bestellungen von 200.000 Stück in den USA. Insgesamt will die Firma 2012 die Marke von einer Million verkaufter Geräte knacken. Direkte Konkurrenz hat Emporia kaum. In den USA bietet Samsung allerdings ein Klapphandy an, das dem Emporia-Angebot ähnlich ist. Das Jitterbug ist ebenfalls auf ältere Kunden ausgerichtet, hat größere Tasten und einen Notruf-Knopf. Mit großen Tasten und einem großen Display ist es aber noch lange nicht getan, weiß Pupeter-Fellner. Es komme eben auch auf das System und eine einfache Menüführung an.

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(c) Emporia

Warum 41 Megapixel? Nokias Kamera-Monster erklärt

Die Vorstellung des Nokia 808 PureView sorgte für Kopfschütteln. Die Technologie dahinter hat aber Potenzial. Die Kamera vereint mehrere Bildpunkte zu einem "Superpixel". Das soll die Qualität steigern.

Kein Hobbyfotograf braucht 41 Megapixel, schon gar nicht in einem Handy. Dennoch hat Nokia genau so einen Sensor in ein Handy, das 808 PureView, gepackt und das Gerät auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Dahinter steckt aber nicht einfach nur Megapixel-Wahn, sondern ein seit Jahren entwickeltes Konzept. Denn der Hersteller hat sich nicht damit zufrieden gegeben, mehr Auflösung in einen kleinen Sensor zu packen. Im Vergleich zu anderen Kamerahandys ist der Sensor nämlich recht groß, größer auch als in manchen Kompaktkameras. Generell gilt: Je mehr Pixel auf eine Sensorfläche gequetscht werden, desto stärker leidet die Qualität der Fotos. Größere Sensoren versprechen bei gleicher Auflösung also bessere Bilder. Der Sensor des 808 PureView ist rund 2,5 mal größer als der des Nokia N8, das 12 Megapixel geboten hatte und als eines der besten Kamera-Handys gilt.

Superpixel

Nokia hat die Funktionsweise seiner PureView-Technologie in einem Whitepaper erläutert. Darin beschreibt der Hersteller eine Funktion namens "Pixel Oversampling". Auf dem Gerät steht zwar "41 Megapixel" drauf, heraus kommen aber (je nach Einstellung) etwa nur Fotos mit 8 Megapixel. Betrug? Mitnichten. Die Kamera kombiniert mehrere Pixel zu einem "Superpixel". Dadurch wird die Bildqualität verbessert, das Foto gewinnt an Details und das Bildrauschen soll idealerweise reduziert werden. Je stärker man aber den Zoom nutzt, desto geringer wird dieser Effekt. Nokia will damit die Qualität von digitalen Spiegelreflexkameras erreichen können. Das Oversampling macht insbesondere auch Sinn, weil kaum eine Optik (selbst die Carl-Zeiss-Linsen, die Nokia nutzt) tatsächlich mit 41 Megapixel gut umgehen kann.

Technologie seit fünf Jahren entwickelt

Das 808 PureView ist dennoch eine Sackgasse. Es ist klobig, hat einen Buckel aufgrund der Kombination aus Sensor und Linse und läuft vor allem mit dem ausrangierten Symbian-Betriebssystem. Das liegt daran, dass Nokia bereits seit fünf Jahren an dem 41-Megapixel-Monster gearbeitet hat, wie AllThingsD berichtet. Der Schwenk auf Windows Phone war erst im Vorjahr besiegelt worden. Nokia will aber die im 808 PureView genutzt Technologie auch auf Microsofts Smartphone-Plattform bringen. Technische Hürden soll es dabei keine Geben, sagt Nokias Smartphone-Chefin Jo Harlow.

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(c) Presse Digital (Sara Gross)

"Goldstandard" für Kamerahandys

TechCrunch-Autor Devin Coldewey argumentiert, dass Windows Phone der "de facto Goldstandard für mobile Fotografie" werden könnte, wenn Nokias Fototechnologie richtig umgesetzt wird. Noch ist das allerdings Zukunftsmusik. Fakt ist aber, dass Handys die klassische Kompaktkamera immer mehr ablösen. Damit Kunden das Gerät aber auch haben wollen, sollte Nokia sich etwas überlegen, um die Technologie zu schrumpfen. Denn mit einem derartigen Buckel auf dem Handy wollen wohl die wenigsten herumlaufen.

Samsung, das neue Apple?

Das iPhone ist am MWC nicht mehr überall der Maßstab. Die Hersteller beginnen den Geräten von Samsung nachzueifern. Das Unternehmen beobachtet das (noch) gelassen.

Samsung befindet sich im Smartphone-Höhenflug. Die Galaxy-Serie verkauft sich wie warme Semmeln und der koreanische Konzern scheint Apple langsam auch als Smartphone-Rolemodel den Rang abzulaufen. Am Mobile World Congress in Barcelona ist das iPhone längst nicht mehr überall der Maßstab. Direkt gegenüber des Samsung-Standes stellt LG mit dem Vu ein Gerät vor, das dem Galaxy Note zum verwechseln ähnlich ist. Selbst bei der Software und dem Stylus ist das Vorbild unverkennbar. Es ist vielleicht ein wenig kantiger und das gesamte Design scheint noch nicht ganz so ausgereift wie bei Samsung, aber hat man nicht genau das bis vor kurzem noch über das iPhone im Vergleich zu vielen Smartphones gesagt? Während HTC auf seiner Pressekonferenz am Sonntag noch den direkten Vergleich mit der iPhone-Kamera und der Kamera der One-Serie gewagt hat, stellt LG auf seinem Stand die eigene Displaytechnologie direkt neben Samsungs AMOLED.

Samsung: Keine Klagen gegen Nachahmer

Martin Wallner, der Handy-Chef von Samsung Österreich, sieht dem Treiben vom eigenen MWC-Stand aus gelassen zu. Obwohl das Note als Gerät zwischen Tablet und Smartphone eher eine Nische zu besetzten scheint, verkaufte Samsung allein im März rund eine Million des 5-Zollers. "Noch heuer soll das Note eines der drei meistverkauften Smartphones werden", sagt Wallner im Gespräch mit DiePresse.com. Dass das Gerät nachgeahmt wird, stört ihn nicht sonderlich. Anders als Apple, sieht er das Thema eher entspannt. Was solle man schließlich bei Touchscreen-Geräten so sehr anders machen, sie bestehen ja hauptsächlich aus einem Bildschirm, meint Wallner. Klagen wie von Apple gegen Samsung wegen eines "Geschmacksmusters" könne er sich nicht vorstellen. Verständlich, denn Samsung steht selbst bei dem Streit mit Apple immer als "good guy" da und profitiert so indirekt davon. Auch bei der Billig-Konkurrenz aus China, die nun nach Europa drängt - etwa ZTE - macht sich Wallner keine Sorgen. Samsung sei in der Markenwahrnehmung im Premiumsegment daheim und den Kunden sei bewusst, wofür sie mehr bezahlen.

Neues Flaggschiff fehlt

Es ist aber noch ein weiterer Punkt, der Beobachtern von Samsungs MWC-Auftritt an Apple-Allüren erinnert. Samsung hat sich entschieden, das nächste Flaggschiff Galaxy S3 nicht auf der Messe zu präsentieren, um nicht in den zahlreichen Produktvorstellungen unterzugehen. Stattdessen wird auf ein eigenes Event gesetzt, ganz so, wie Apple das auch mit seinen Produkten macht. Und ganz wie beim iPhone ist es Samsung gelungen, mit dem S3 die Gerüchteküche im Internet kräftig anzuheizen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Nachrichten über das mögliche Aussehen und die möglichen technischen Daten erscheinen. Wallner muss schmunzeln, wenn er von diesen Blog-Einträgen und Artikeln erzählt. Die Vorgänger des Galaxy S3 seien bisher immer im Juni erschienen, erklärt er schließlich, um damit weiteres Wasser auf die Mühlen der Spekulanten und Gerüchteköche zu gießen.

Den Vorwurf, Samsung sei sich nun zu gut um am MWC zu präsentieren, will sich Wallner aber nicht gefallen lassen. Im Unterschied zu Apple habe man immerhin einen Stand und zeige mit dem Galaxy Note 10.1 auch ein neues Gerät. Am Tablet-Markt ist Samsung der Durchbruch noch nicht so ganz geglückt. In Österreich hält das iPad noch immer einen Marktanteil von 70 Prozent, sagt Wallner. Aber immerhin 23 Prozent entfallen in Österreich bereits auf Samsung-Tablets.

LG

LG: Optimus 4X, Vu und 3D Max ausprobiert

LG wartet mit einem der besten Displays am Mobile World Congress auf und zeigt das ungewöhnliche Vu.

LG präsentiert am Mobile World Congress stolz seine neuen Premium-Smartphones und ist um kein größer, schneller und besser verlegen DiePresse.com hat Optimus LTE, Vu, 4X und 3D vor Ort unter die Lupe genommen. Das Optimus LTE (Bild) ist in einigen Ländern bereits das erfolgreichste LG-Smartphone und soll im Frühsommer auch in Deutschland erhältlich sein - für Österreich gibt es noch keinen konkreten Termin.

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LTE ist die nächste Mobilfunkgeneration nach 3G und verspricht Datenraten wie im Festnetz. In Österreich ist das LTE-Netz noch kaum ausgebaut - bis Ende des Jahres sollen aber alle Großstädte versorgt sein, versprechen A1 und T-Mobile. LG ist beim Optimus LTE besonders stolz auf die flotte Videotelefonie, die einen nahtlosen Wechsel von reiner Sprachtelefonie hin zum Video via Internet ermöglicht.

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Das Gehäuse ist aus glänzendem Kunststoff und anfällig auf Fingerabdrücke. Die Kamera bietet 8 Megapixel und einen Blitz.

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Das LTE kommt noch mit Android 2.3.5, LG verspricht aber ein Update auf 4.0 in etwa zwei Monaten.

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Etwas kurios mutet das Optimus Vu (gesprochen wie "view") an. Die großzügigen 5,4 Zoll kommen im ungewohnten 4:3-Format und LG legt einen Stylus als Bedienhilfe bei. Das alles erinnert wohl nicht zufällig an Samsungs Galaxy Note.

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Im Unterschied zum Vorbild, wirkt das Design aber noch ein wenig roh und kantig. Das Vu wird zunächst auch nur in Korea erhältlich sein, erklärt der Mobile-Chef von LG Österreich, Michael Heeger.

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Wie stark sich LG hier am Note orientiert hat, offenbart besonders die Notiz-Funktion, die kaum vom Vorbild zu unterscheiden ist.

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Notizen können wie am Note direkt über verschiedene Kanäle geteilt werden.

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Auch hier ist es möglich Bilder mit dem Stylus zu verzieren, um so zum Beispiel bestimmte Bereiche zu markieren.

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Wie Samsung hat LG eine Notizbuch-App eingebaut.

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Bilder können zurechtgeschnitten werden, bevor sie ...

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... in eine Notiz integriert werden.

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Der eigentliche Star am LG-Stand ist aber das Optimus 4X.

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Im 4X werkt der Quad-Core-Prozessor Tegra 3 von Nvidia mit 1,5 Gigahertz pro Kern und einem fünften Rechenkern, der helfen soll, Strom zu sparen.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Dementsprechend ist auf dem 4X bereits Android 4.0 installiert - derzeit das einzige mobile Betriebssystem, das Quad-Core-Prozessoren unterstützt.

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Per HDMI lässt sich das Bild auf einen Fernseher übertragen - so kann dank des leistungsstarken Prozessors auch ein aufwändigeres 3D-Spiel flüssig am großen Display gespielt werden. Damit der Akku bei soviel Power nicht zu schnell leer ist, hat LG einen Akku mit beachtlichen 2150 mAh verbaut.

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Videos laufen auf dem 4X flüssig und das Display mit der Auflösung von 1280 x 720 Pixeln stellt das Bild beeindruckend scharf und natürlich dar. Videos können zudem mit einem simplen Handgriff in beliebiger Geschwindigkeit - langsamer oder schneller - abgespielt werden. Mit der typischen "Pinch and Zoom"-Geste wird ohne Ruckeln oder Verzögerung weit in das laufende Bild gezoomt.

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Im linken oberen Eck kann angezeigt werden, wieviele Rechenkerne des Prozessors soeben im Einsatz sind. Die Anzeige lässt sich aber auch deaktivieren, erklärt Heeger.

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Besonders stolz ist LG auch auf seine neue Displaytechnologie mit dem klingenden Namen Tru HD ISP Display. Am MWC-Stand wird sie unverholen mit Samsungs AMOLED verglichen und punktet vor allem mit natürlicheren Farben.

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Schließlich hat LG mit dem L3, L5 und L7 auch günstigere Mittelklasse-Android-Smartphones vorgestellt, die in Österreich laut Heeger besonders gefragt sind.

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Das L3 ist das günstigste Modell der Serie und wird um 130 Euro erhältlich sein.

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L5 (Bild) und L7 kommen bereits mit Android 4.0 und der Nahfunk-Technik NFC.

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Auf dem MWC ist außerdem die Neuauflage des 3D-Smartphones zu sehen, das Optimus 3D Max. Hier wurde nur wenig nachgebessert. Der Dual-Core-Prozessor taktet nun mit 1,2 Gigahertz, die Kamera bietet nach wie vor zwei Linsen mit je 5 Megapixeln für 3D-Aufnahmen.

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Neu ist, dass das 3D Max nun auch jeden 2D-Inhalt in 3D konvertieren kann. Das funktioniert zwar wie versprochen, das Ergebnis ist aber genauso wenig eindrucksvoll wie auf den Fernsehern, die das schon länger können. LG hat außerdem den Blickwinkel des 3D verbessert - dennoch ist der 3D-Effekt noch immer nur für einen Betrachter wirklich gut sichtbar.

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Lumia 900 und 610

Lumia 900 und 610: Nokias jüngste Windows Phones

Eines teuer und groß, das andere günstig und klein - der Unterschied ist trotzdem eher sichtbar denn spürbar.

Nokia hat am Mobile World Congress seine Windows-Phone-Familie für 2012 komplettiert. Zu den bereits erhältlichen Lumia 800 und 710 haben sich die europäische Version des größten Lumia 900 und das günstige Lumia 610 gesellt.

Im Bild: Lumia 610

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Mit besonders viel Spannung wurde das Lumia 610 erwartet, da es das erste Windows Phone ist, das weniger strikte Hardwareanforderungen von Microsoft einhalten musste. Durch die enge Partnerschaft mit Microsoft dürfte Nokia hier ein kleiner Vorsprung gegönnt sein. Die Ankündigung der gelockerten Hardwareanforderungen erfolgte wie nebenbei während der Pressekonferenz von Nokia.

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Das Lumia 610 folgt im Design dem 710er und kommt in den typischen Lumia-Farben Pink, Blau, Schwarz und Weiß.

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Das Smartphone fühlt sich keineswegs billig an und ...

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... der Akkudeckel kommt mit derselben samtigen Oberfläche, wie die großen Brüder Lumia 800 und 900.

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Auch sonst merkt man kaum, dass es sich bei dem 610er um eine Billig-Version der Lumia-Serie handelt. Das liegt hauptsächlich daran, dass Microsoft die Hardwareanforderungen dann doch nicht so stark gelockert hat, wie man annehmen könnte. Einzig die Taktfrequenz des Prozessors und der Arbeitsspeicher dürfen nun geringer sein. Für das 610er bedeutet das 800 Megahertz statt 1 Gigahertz und 256 Megabyte Arbeitsspeicher statt mindestens 500 Megabyte.

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Die Kamera des Lumia 610 ist zwar mit 5 Megapixeln knapper bemessen als die der großen Brüder, aber wenig ist das trotzdem nicht. Nokia ist bekannt für gute Smartphone-Kameras und auch das günstige Lumia lieferte beim Ausprobieren auf der Messe noch immer bessere Bilder als andere Smartphones.

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Bei der Software gibt es keinerlei Abstriche und die Dienste, die nur Nokia auf Windows Phones anbietet sind wieder um einige mehr geworden.

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Neu ist zum Beispiel eine E-Book-App mit angeschlossenem Store, der allerdings auf der Messe genausowenig funktionierte wie die angekündigte Öffi-App. Das lag wohl daran, dass die Geräte noch Prototypen sind - der Öffi-Service wird aber laut einer Städte-Liste zunächst so und so nicht für österreichische Städte verfügbar sein.

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Das Lumia 900 ist bereits von einer Präsentation auf der Consumer Electronics Show im Jänner in Las Vegas bekannt, wurde damals allerdings nur für den US-Markt vorgestellt.

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Die europäische Version wird im Unterschied dazu die nächste Mobilfunkgeneration LTE nicht unterstützen. Die Netze seien außerhalb der USA und Kanada eben noch nicht genug ausgebaut, hieß es am MWC. Sonst sind die Geräte aber baugleich.

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Wäre es nicht deutlich größer, könnte man das Lumia 900 auf den ersten und zweiten Blick kaum vom Lumia 800 unterscheiden.

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Der Bildschirm misst nun 4,3 statt 3,9 Zoll. Beide Geräte bieten ein AMOLED-Display und dasselbe, aus einem Block gefertigte Gehäuse. Selbst die Auflösung ist gleich geblieben.

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Auch die Kamera bietet nach wie vor 8 Megapixeln. Neu ist dafür eine Frontkamera für Videotelefonie, die dem 800er fehlt. Hintergrund dürfte eine neue Skype-App sein, die wohl der Übernahme des VoIP-Dienstes vergangenes Jahr zu verdanken ist.

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Dass Nokia nach wie vor nur einen Single-Core-Prozessor bietet, hat damit zu tun, dass Windows Phone keine Mehrkern-Prozessoren unterstützt. Während LG, HTC und Co. auf dem MWC also bereits Quad-Core-Smartphones mit Android 4.0 vorstellen, kommen Windows Phones nach wie vor mit simplen CPUs aus. Das soll sich in Zukunft ändern, wann steht aber in den Sternen.

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Dennoch merkt man bei gängigen Anwendungsfällen kaum einen Unterschied. Microsoft will auf dem MWC mit einer besonderen Aktion auf diesen Umstand aufmerksam machen. Besucher können mit ihren Smartphones gegen aktuelle Windows Phones in einer gewünschten Anwendung antreten und Microsoft verspricht zu gewinnen.

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Gleichzeitig hat Nokia in Barcelona neue Feature Phones der Asha-Serie vorgestellt. Diese Geräte sind besonders für Entwicklungsländer gedacht und bringen ein wenig Smartphone-Feeling auf billige Handys. Beim Ausprobieren funktionierte etwa Nokia Maps erstaunlich gut, genauso wie ...

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... Facebook. Kaum vorstellbar: Das winzige Display ist ein erstaunlich guter Touchscreen.

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Sony P und U

Xperia P und U: Sonys neue Android-Schönlinge angefasst

Sonys erster Auftritt ohne Ericsson hat zwei neue Xperia-Smartphones hervorgebracht. DiePresse.com hat sie ausprobiert.

Sony hat am Mobile World Congress neben dem bereits bekannten Xperia S zwei Neulinge der ersten Serie ohne Ericsson vorgestellt. Das größte des Trios ist das Xperia P (im Bild) mit einem Aluminium-Unibody-Gehäuse und einem 4-Zoll-Display mit der neuen Technologie "White Magic Display", die vor allem bei Sonneneinstrahlung ein gutes Bild liefern soll. Vor Fingerabdrücken schützt die Technologie aber offensichtlich nicht.

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Das P ist schlank und die Rückseite wie beim Xperia S leicht geschwungen. Dadurch liegt das Gerät angenehm in der Hand.

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Am unteren Rand setzt Sony das ungewöhnliche Designelement eines durchgehend transparenten Elements fort, das die drei berührungsempfindlichen Schaltflächen beherbergt. Da diese Flächen keinerlei Druckpunkt haben und auch komplett auf ein Vibra-Feedback verzichtet wurde, braucht es manchmal zwei Versuche, um die Tasten zu bedienen.

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Android hat Sony eine eigene Oberfläche spendiert, die angenehm erwachsen wirkt und auf verspielte Elemente wie bei HTC Sense oder Samsungs TouchWiz verzichtet.

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An Anschlüssen bietet das P Micro-USB und HDMI.

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Eine Speichererweiterung über Micro-SD ist nicht vorgesehen. Der Speicher beträgt 16 Gigabyte.

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Auf der Rückseite prangt eine 8-Megapixel-Kamera, die Videos in Full-HD dreht und eine kurze Auslöseverzögerung bietet.

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Das Xperia P bietet außerdem NFC, das über Smart Tags genutzt werden kann. Die kleinen Anhänger sorgen automatisch für bestimmte Einstellungen bzw. öffnen Apps, wenn das Smartphone in die Nähe gehalten wird.

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Die neue Xperia-Serie läuft mit dem älteren Android 2.3, das keine Quad-Core-Prozessoren unterstützt. Stattdessen wurden herkömmliche Dual-Core-Prozessoren verbaut.

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Das Xperia U ist das günstigste des Xperia-Trios und bietet ein 3,5-Zoll-Display.

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Die Form des Gehäuses ist die gleiche, allerdings gibt es das U mit verschiedenfarbigen Abschlüssen. Zusätzlich wird der transparente Streifen immer in der Farbe beleuchtet, die soeben am Display vorherrscht. Wie die nächsten Bilder zeigen funktioniert dieses ungewöhnliche Extra tatsächlich.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

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Die Kamera des U bietet lediglich 5 Megapixel.

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Der HDMI-Ausgang fehlt dem günstigeren U ebenfalls.

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MWC 2012

MWC 2012: Neue Smartphones und Tablets in Barcelona

Ende Februar trifft sich in Barcelona die gesamte Mobilfunk-Branche zur wichtigsten Branchen-Messe des Jahres.

Der Mobile World Congress in Barcelona ist die wichtigste Branchenveranstaltung des Jahres, auf der alle Hersteller - bis auf Apple - ihre neuen Smartphones, Handys, Tablets, Apps, Betriebssysteme und Mobilfunk-Technologien vorstellen. DiePresse.com ist auch heuer von 27. Februar bis 1. März live dabei.

(c) AP (MANU FERNANDEZ)

HTC One Series

Gleich drei neue Modelle haben die Taiwanesen in Barcelona präsentiert. Die Modelle One X, One S und One V setzen alle auf Android 4.0 und werden heuer auf den Markt kommen. Das X bietet einen Vierkern-Prozessor, während das S "nur" mit zwei Rechenkernen auskommen muss. Das One V erinnert vom Design an das HTC Legend, wird aber nicht von Österreichs Mobilfunkern ins Portfolio aufgenommen. Besonderes Augenmerk hat HTC auf die Kamera der Geräte gelegt.

Zum vollständigen Bericht über die HTC-Geräte >>>

Sony Xperia-Reihe

Aus zwei mach eins mach drei. Das Joint-Venture Sony-Ericsson wird nur noch von Sony als Sony Mobile fortgeführt, drei aktuelle Smartphone-Modelle soll es heuer geben. Das Xperia S war bereits im Vorfeld bekannt, auf dem MWC wurden das Xperia P und Xperia U hergezeigt. Alle drei setzen auf Android und kommen mit einem Dual-Core-Prozessor. Andere Hersteller wie HTC und Huawei haben bereits Quad-Cores im Programm.

Zum vollständigen Bericht der Sony-Produktvorstellung >>>

Asus Padfone

Gleich eine Mischung aus Smartphone und Tablet will Asus auf den Markt bringen. Der Hersteller hatte das Konzept bereits im Jänner präsentiert, nun gab er auf dem MWC den Marktstart für das Proukt bekannt. Im April soll das Android-Gerät, dessen kleine Komponente einen 4,3-Zoll-touchscreen besitzt, erscheinen. Preise nannte Asus aber noch nicht.

(c) EPA (ALBERTO ESTEVEZ)

Nokia Lumia 610

Neben der erwarteten Ankündigung des Flaggschiffs Lumia 900 wurde ein weiteres Windows Phone auf dem MWC vorgestellt. Das Lumia 610 richtet sich an Smartphone-Einsteiger und soll im zweiten Quartal nach Österreich kommen. Als Preis visiert Nokia 189 Euro an.

Zur Bericht über Nokias Pressekonferenz >>>

Nokia 808 PureView

Wer braucht schon 41 Mexapixel? Und wer braucht diese Auflösung in einem Handy? Nach Nokias Ansicht offenbar einige Menschen, sonst wäre dieses Gerät nicht vorgestellt worden. Mit 450 Euro lässt sich der Hersteller das auch bezahlen. Durch die Linse und den Sensor ist das Smartphone bis zu 18 Millimeter dick. Das Display bietet lediglich eine Auflösung von 640 x 360 Pixel.

Zum vollständigen Bericht über Nokias Präsentation >>

Nokia Lumia 900

Nokia hat sein nächstes Windows Phone bereits im Jänner für den US-Markt vorgestellt. Am MWC folgt nun eine europäische Version. Es bietet mit 4,3 Zoll einen deutlich größeren Touchscreen als das Ende Oktober vorgestellte Lumia 800. Im Inneren arbeitet ein 1,4-Gigahertz-Prozessor, die 8-Megapixel-Kamera hat das Lumia 900 von seinem Vorgänger geerbt. Im Gegensatz zu den Erwartungen beherrscht das neue Flaggschiff noch nicht die neue Funktechnik LTE.

Galaxy Note 10.1

Stift ist wieder in, zumindest bei Samsung. Nach dem Erfolg das Galaxy Note mit 5,3-Zoll-Schirm haben die Koreaner eine 10,1-Zoll-Version nachgeschossen. Als Handy lässt sich dieser nicht mehr wirklich nutzen, dafür bietet das Galaxy Note 10.1 eine "Multiscreen"-Funktion, mit der sich mehrere Apps gleichzeitig nutzen lassen sollen. Beim Betriebssystem setzt Samsung auf Android 4.0, der Prozessor bietet zwei Rechenkerne und 1,4 Gigahertz.

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Huawei Ascend D quad

Ein vom chinesischen Hersteller selbst entwickelter Vierkern-Prozessor arbeitet in diesem Android-4.0-Smartphone. 1,5 Gigahertz soll dieser an Taktfrequenz bieten, das Display misst 4,5 Zoll und hat eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Die Kamera schießt Bilder mit 8 Megapixel und macht Videos im HD-Format 1080p. Das Smartphone soll im Frühjahr auf den Markt kommen.

LG Optimus Vu

LG folgt heuer Samsungs Idee, die weit klaffende Lücke zwischen Tablet und Smartphone mit einem Zwischending zu füllen. Das Android-Smartphone Optimus Vu misst in der Diagonale großzügige 5 Zoll und kommt im ungewohnten 4:3-Format. Für Notizen gibt es wie beim Vorbild Samsung Galaxy Note einen Eingabestift - die Rückkehr des vergessen geglaubten Stylus.

LG Optimus LTE Tag

LG will, dass sein neues "Tag"-Smartphone automatisch bestimmte Einstellungen vornimmt, wenn ein NFC-Tag in der Nähe ist. Hier im Bild ist zum Beispiel ein solcher Tag im Auto angebracht. Nähert sich das Smartphone, wird automatisch der Auto-Modus gestartet.

Samsung Galaxy Tab 2

Samsung hat Gerüchte um die Präsentation des Galaxy S3 bereits offiziell zerstreut - für das neue Flaggschiff ist offenbar eine eigene Veranstaltung abseits des MWC geplant. Dafür gibt es einen Nachfolger des ersten Galaxy-Tab zu sehen. Das Tablet wird wieder 7 Zoll messen und kommt mit Android 4.0. Gleichzeitig wurde aber auch ein Galaxy Tab 2 mit 10,1-Zoll vorgestellt. Beide Geräte werden mit Android 4.0 laufen.

Samsung Galaxy Ace 2

Samsung hat auch den Nachfolger des Ace-Smartphones vorstellen. Das Ace war 2011 das am meisten verkaufte Samsung-Smartphone in Österreich. Das Display ist beim Nachfolger mit 3,8 Zoll ein wenig größer und bietet eine höhere Auflösung. Gleichzeitig ist das Gerät dünner, aber ein wenig schwerer. Die Kamera bietet nach wie vor 5 Megapixel, aber der Prozessor hat nun zwei Kerne. Leider kommt nicht Android 4.0, sondern immer noch Android 2.3 zum Einsatz.

Samsung Galaxy Mini 2

Auch das Galaxy Mini wird von Samsung für den MWC neu aufgelegt. Das Android-Smartphone bekommt ebenfalls ein größeres Display mit 3,27 Zoll, hat wie der Vorgänger eine 3-Megapixel-Kamera und der Prozessor hat nun sogar eine etwas geringere Taktrate von 800 Megahertz. Dafür spendiert Samsung einen Speicher von 4 Gigabyte - zuvor gab es gar keinen. Optional sollen beim Ace 2 und mini 2 auch NFC verfügbar sein.

Windows 8

Nokias Partner Microsoft nutzt die Messe um sein nächstes Betriebssystem zu promoten. Es sit das erste Mal, dass Microsoft die Mobilfunk-Messe als Rahmen für eine Windows-Präsentation wählt. Das zeigt, wie wichtig Microsoft der neue Fokus von Windows 8 auf Tablets und Touchscreens ist. Am 29. Februar schaltet der Konzern den kostenlosen Download der "Consumer Preview" des Betriebssystems frei.

Huawei Ascend P1 S

Ebenfalls bereits im Jänner zu sehen war das aktuell dünnste Smartphone. Das Ascend P1 ist gerade einmal 6,68 Millimeter tief. Das Gerät braucht sich auch sonst nicht verstecken: Android 4.0, 1,5 Gigahertz, 1 Gigabyte RAM, 4,3 Zoll mit 960 x 540 Pixeln und eine 8-Megapixel-Kamera spielen in der oberen Liga mit.

Panasonic Eluga

Panasonic drängt wieder auf den europäischen Smartphone-Markt und präsentiert am MWC ein wasserdichtes Android-Smartphone, das trotz dieser Eigenschaft besonders dünn ist.

Blackberry OS 10

Der schwächelnde Blackberry-Konzern Research in Motion (RIM) wird am MWC sein neues Smartphone-System Blackberry OS 10 vorstellen. Ob auch bereits neue Smartphones zu sehen sein werden, ist unklar. Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte um ein komplett neu gestaltetes Touchscreen-Smartphone mit dem Codenamen London, das aber erst für Herbst erwartet wird.

LG Optimus 3D Max

LG wartet in Barcelona mit einem Nachfolger des 3D-Display-Smartphones Optimus 3D auf. Display und Kamera bleiben gleich, der Prozessor ist schneller und es lassen sich noch mer Inhalte - auch Maps - in 3D wiedergeben.

LG Optimus 4X HD

LG ist der erste Hersteller, der offiziell ein Quad-Core-Smartphone vorgestellt hat. Das Optimus 4X HD kommt mit einem 4,7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln, Fotos können mit einer 8-Megapixel-Kamera geschoßen werden. Der Prozessor Tegra 3 ist darauf ausgelegt, trotz der vier Kerne nicht mehr Energie zu verbrauchen.

Motorola Atrix 3

Auch Motorola könnte am MWC eines der ersten Smartphones mit Vierkern-Prozessor vorstellen. Bisher gibt es zu einem angeblichen Atrix 3 aber nur Gerüchte (im Bild das Motorola Atrix). HTC wird ebenfalls nachgesagt, auf der Messe Smartphones mit vier Rechnerkernen zu präsentieren.

ZTE Mimosa X

ZTE bemüht sich gerade in Europa Fuß zu fassen und präsentiert am MWC ein neues Smartphone mit Nvidias Tegra-2-Prozessor, der bisher nur in Tablets verbaut wurde. Das 4,3-Zoll-Display löst mit 960 x 540 Pixeln auf und die Kamera bietet 5 Megapixel. Android ist in der aktuellen 4.0er-Version installiert.

Acer Liquid Glow

Acer hat ein 3,7-Zoll-Smartphone mit Android 4.0 angekündigt. Die Kamera bietet fünf Megapixel und ein Fotolicht. Per NFC können Daten mit anderen NFC-Geräten ausgetauscht werden. Der Marktstart soll im Frühsommer erfolgen, Preise sind noch keine bekannt.

Mobilfunk-Konzept "Joyn" soll SMS ablösen

Mehrere Handyhersteller und Netzbetreiber wollen den Dienst noch heuer auf den Markt bringen. Neben Text sollen auch Bilder, Videos und Sprachnachrichten verschickt werden können.

Die GSM Association (GSMA), der Verband der Mobilfunker und Organisator des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, will SMS und weitere Nachrichtendienste durch das Konzept "Joyn" ersetzen. Noch heuer soll der Dienst, der als App für Android bereits exitiert und bald für Apples iOS kommt, bei Europas Mobilfunkern starten. Langfristig soll damit die noch immer beliebte SMS abgelöst werden. Neben Text lassen sich aber auch Bilder, Videos und Sprachnachrichten übertragen. Apps wie WhatsApp und Apples iMessage bieten diese Funktionen schon seit längerer Zeit.

Datenpakete statt Textnachrichten

"Joyn" geht aus den Rich Communication Services (RCS) hervor, die schon seit Jahren entwickelt werden. Die Informationen werden als Datenpakete über das Internet Protocol (IP) verschickt. Dadurch sollen die Netze entlastet werden. Langfristig wollen mehrere Anbieter auch die Sprachtelefonie auf IP umstellen. Aktuell gibt es aber noch ein paar technische Hindernisse.

Viele Hersteller machen mit

Die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica und Orange wollen in Europa "Joyn" umsetzen. Bei den Handyherstellern sind HTC, Huawei, LG, Nokia, Samsung, Sony, RIM und ZTE mit an Bord. Die "Joyn"-Apps sollen fix in die Smartphones integriert werden, ein zusätzlicher Download aus einem App Store ist nicht notwendig. Auf dem MWC kann der Kommunikationsdienst von den Messebesuchern ausprobiert werden.

Asus: Padfone kommt im April in den Handel

Die Kreuzung aus Smartphone und Tablet steht kurz vor der Marktreife. Der Hersteller gab den Termin auf dem MWC in Barcelona bekannt. Das Gerät war bereits im Jänner vorgestellt worden.

Der taiwanesische Computer-Konzern Asus setzt auf eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet, um etablierte Rivalen im Mobilfunkmarkt anzugreifen. Der Verwandlungskünstler mit dem Namen Padfone soll im April auf den Markt kommen, kündigte das Unternehmen aus Taiwan am Montag beim Mobile World Congress in Barcelona an.

Das Padfone ist eine Neuerfindung, bei der ein Tablet mit einem an der Rückseite angebrachten Smartphone kombiniert wird. Auf der CES in Las Vegas hat das Gerät eine Auszeichnung als beste Innovation bekommen.

LTE-Version kommt später

Eine Version, die den schnellen Mobilfunkstandard LTE unterstützt, werde im dritten Quartal des laufenden Jahres in den Handel kommen, sagte Asus-Chef Jonney Shih.

Das Gerät läuft mit dem neusten Android-Betriebssystem "Ice Cream Sandwich" und ist mit dem leistungsfähigen Chip Snapdragon S4 von Qualcomm ausgestattet. Das Mobilteil hat ein 4,3 Zoll (knapp 11 cm) großes Display. Nach dem Einstecken in die Dockingstation wird die Bilddarstellung automatisch auf den Tablet-Bildschirm übertragen.

Shih zeigte zudem einen Stift, der außer zum Schreiben auf dem Display auch zum Telefonieren genutzt werden kann, weil er ein eingebautes Mikrofon hat. Ein Preis für die Kombi-Erfindung wurde zunächst nicht genannt.

Huawei MediaPad 10: Erstes Quad-Core-Tablet

Der Hersteller hat im Rahmen des MWC das erste Tablet mit vier Prozessorkernen vorgestellt. Es bietet eine hohe Display-Auflösung und wird mit Googles Betriebssystem Android 4.0 ausgeliefert.

Der chinesische Hersteller Huawei hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona das weltweit erste Quad-Core-Tablet vorgestellt. Das MediaPad 10 FHD basiert auf Googles Android-Betriebssystem und bietet eine Bildschirmdiagonale von 10 Zoll mit 1920 x 1200 Pixel. Als Prozessor kommt ein vom Hersteller selbst entwickelter Chip mit einer Taktfrequenz von 1,5 Gigahertz zum Einsatz. Dadurch und dank der 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sollen Spiele und HD-Filme aller Art problemlos ausgeführt werden können.

Das Tablet selbst ist mit 8,8 Millimetern recht dünn und wiegt fast 600 Gramm. Möglich wird das unter anderem durch ein Aluminium-Unibody-Gehäuse. Als Betriebssystem kommt Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" zum Einsatz. Das Gerät soll im zweiten Quartal weltweit auf den Markt kommen, einen Preis wollte der Hersteller allerdings noch nicht nennen.

Nokia: Billig-Lumia und 808 PureView mit 41 Megapixel

Das Lumia 610 erweitert die Windows-Phone-Reihe nach unten, das Flaggschiff Lumia 900 kommt ohne LTE nach Europa. Mit dem Symbian-Handy 808 PureView will Nokia Foto-Enthusiasten ansprechen.

Nokia hat am Mobile World Congress am Montag neue Smartphones der Lumia-Serie vorgestellt. Vor rund einem Jahr hatte Nokia eine strategische Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Die Nachricht bedeutete einen radikalen Strategiewechsel vom eigenen Symbian-System hin zum fremden Windows Phone. Schon 2012 soll die neue Allianz Früchte tragen, meinte Nokia-Chef Stephen Elop vergangenes Jahr vollmundig. Gelingen soll das jetzt mit dem ersten günstigsten Lumia 610 und dem Flaggschiff Lumia 900, das am MWC für Europa vorgestellt wurde. Sie ergänzen die bereits erhältlichen Lumia 800 und Lumia 710, von denen Nokia im letzten Quartal unmittelbar nach dem Marktstart rund eine Million Geräte abgesetzt hat.

Kein LTE für neues Flaggschiff

Das Lumia 900 startet in Europa ohne die nächste Mobilfunkgeneration LTE. Die Netzwerke seien außerhalb der USA und Kanada einfach noch nicht genügend ausgebaut, lautet die Begründung. Das Gerät ist sonst dasselbe, das bereits im Jänner für den US-Markt vorgestellt wurde. In Europa soll es 480 Euro kosten und im zweiten Quartal auf den Markt kommen.

Microsoft hat für günstigere Smartphones die Hardware-Anforderungen gelockert. Das erste Günstig-Windows-Phone ist das Lumia 610. Es steckt in einem bunten, glänzenden Kunststoffgehäuse mit einem 3,7-Zoll-Display. Beim Speicherplatz bietet es leider nur magere 8 Gigabyte, die sich nicht erweitern lassen. Mit dabei ist Nokia Transport, eine Öffi-App für 500 Städte, die erstmals auf einem Lumia installiert ist. Das 610 soll ab 189 Euro erhältlich sein. Marktstart ist ebenfalls das zweite Quartal.

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Nokia Lumia 610 – (c) Presse Digital (Sara Gross)

Nokia will sich durch kleinere Software-Neuerungen von anderen Windows-Phone-Herstellern unterscheiden. So wurde die Navi-Lösung Nokia Drive überarbeitet. Nun lassen sich etwa Gschwindigkeitslimits setzten. Neu ist auch Nokia Reading, eine Zentrale für digitale Zeitungen und Bücher, und eine Skype-App. Skype wurde 2011 von Microsoft übernommen.

Megapixel-Wahn im Taschenformat

Eher überraschend ist die Fortsetzung der Symbian-Reihe mit dem 808 PureView. Das Gerät folgt dem N8 nach und wurde bereits vor dem MWC mit einem Video angeteasert und ist das neue Kamera-Flaggschiff von Nokia. Das 808 liefert einen 41-Megapixel-Sensor und eine Kamera mit Carl-Zeiss-Optik. Leider wird das Gerät dadurch recht dick. Fast 18 Millimeter misst es an der bauchigsten Stelle. Die Bilder werden dennoch so stark komprimiert, um trotzdem über das Smartphone verschickt werden können. Gelagert werden die Bilder auf 16 Gigabyte internem Speicher, der sich um bis zu 32 Gigabyte per microSD-Card erweitern lässt. Mit 4 Zoll Diagonale bietet das Display aktuelle Durchschnittskost, die Auflösung ist mit 640 x 360 Bildpunkten aber eher gering. Die Kamera soll künftig in zahlreichen Smartphones verbaut werden. Das neue Symbian-Smartphone soll rund 450 Euro kosten.

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Nokia 808 PureView – (c) Presse Digital (Sara Gross)

Nokia ist am MWC nicht der einzige Smartphone-Hersteller, der den Fokus auf die Kamera richtet. Erst am Sonntag hat HTC mit seinen One-Geräten neue Kamerafunktionen vorgestellt, die unter anderem eine besonders kurze Auslöseverzögerung, einen Serienbildmodus und gleichzeitiges Filmen und Fotografieren bieten. Gleichzeitig schickt HTC mit dem One V ein besonders günstiges Android-Smartphone mit denselben Kamerafunktionen ins Rennen. Die Preisempfehlung liegt bei rund 300 Euro.

MWC 2012: Neue Smartphones und Tablets in Barcelona

Billig-Schiene erweitert

Zudem hat Nokia die Feature Phone Reihe Asha um drei Geräte erweitert. Die Serie ist dafür bekannt, Smartphone-Funktionen auf günstige Handys zu bringen. Das Asha 202, 203 sind Touchscreen-Handys mit Handytastatur, das 203 ist ein Dual-SIM-Gerät, was vor allem in Entwicklungsländern wichtig ist. Nokia Life liefert Inhalte statt via Internet über SMS. Dazu gehören zum Beispiel Gesundheits-Informationen und Bildungsinhalte. Das Asha 302 ist ebenfalls ein Feature Phone im Blackberry-Look und bietet Social-Media-Funktionen und einem neuen Browser. Es ist Nokias erstes Handy mit Exchange-Unterstützung. Das 302 soll rund 95 Euro kosten.

Täglich werden 850.000 Android-Geräte aktiviert

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Aktivierungen um 250 Prozent. Weltweit soll es bereits 300 Millionen Android-Geräte geben.

Die Google-Plattform Android hat den Smartphone-Markt weiter fest im Griff. Jeden Tag werden 850.000 neue Android-Geräte aktiviert, teilte der Internet-Konzern am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit. Das sei ein Sprung von 250 Prozent im Jahresvergleich. Weltweit seien nun mehr als 300 Millionen Geräte mit dem Betriebssystem im Einsatz. In den Zahlen sind aber nicht nur Smartphones, sondern auch Tablet Computer und andere Android-Geräte enthalten, die bisher eine untergeordnete Rolle spielen.

Die Download-Plattform mit Programmen für Android-Smartphones und -Tablets sei binnen eines Jahres von 150.000 auf 450.000 Apps gewachsen. Ein Problem ist allerdings, dass mehrere unterschiedliche Android-Versionen im Umlauf sind. Selbst einige frisch in Barcelona vorgestellten Geräte laufen noch mit Android 2.3 "Gingerbread" statt der neuesten Variante 4.0 "Ice Cream Sandwich".

Samsung: Beamer-Handy und Galaxy Note 10.1

Das neue Note ähnelt dem Galaxy Tab 2, bietet aber Stifteingabe und eine "Multiscreen"-Funktion, um mehrere Apps gleichzeitig zu nutzen. Die Galaxy-Reihe wurde um weitere Smartphones erweitert.

Samsung verwirrt auf dem heurigen Mobile World Congress. Zwei Geräte mit 10,1-Zoll-Display wurden präsentiert: Das Galaxy Note 10.1 und das Galaxy Tab 2. Letzteres wurde erwartet und stellt den logischen Nachfolger des erfolgreichen Galaxy Tab 10.1 dar. Allerdings wird es auch in einer Variante mit 7-Zoll-Display erscheinen. Beide "Tab 2" kommen mit einem Doppelkern-Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz und bieten das aktuelle Betriebssystem Android 4.0. Ab März sollen die neuen Galaxy Tabs im Handel sein.

Echtes Multitasking

Das Galaxy Note 10.1 wiederum schaut aus wie ein Galaxy Tab, bietet aber Stifteingabe wie das im Vorjahr gezeigte Galaxy Note mit 5,3-Zoll-Display. Eine neue "Multiscreen"-Funktion soll das Gerät zusätzlich von den Galaxy Tabs abheben. Mehrere Apps sollen so gleichzeitig dargestellt werden. So kann man etwa gleichzeitig Videos schaun und durchs Web surfen. Im Gegensatz zum ersten "Note" gibt es aber nicht die Möglichkeit, es direkt als Telefon zu nutzen. Das wäre mit 10 Zoll am Ohr auch etwas unpraktisch.

MWC 2012: Neue Smartphones und Tablets in Barcelona

Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz, der Prozessor bietet 1,4 Gigahertz und zwei Rechenkerne und greift auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zu. Speicherplatz wird von 16 bis 64 Gigabyte möglich sein. Ab dem zweiten Quartal soll das Galaxy Note 10.1 in Österreich erhältlich sein. Preise nennt Samsung noch nicht.

Taschen-Projektor

Mit dem Galaxy Beam hat Samsung einen kleinen Projektor in ein Smartphone integriert. Dieser soll ein Bild von bis zu 50 Zoll sogar im Freien brauchbar an Wände strahlen können. Als Betriebssystem kommt das schon etwas ältere Android 2.3 zum Einsatz. Um den Energiebedarf des Beamers zu füttern, bietet der Akku 2000 mAh. Beim Prozessor setzt Samsung auf einen Dual-Core mit 1 Gigahertz.

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(c) Samsung

Die Galaxy-Reihe wird weiters um das Ace 2 und mini 2 erweitert. Diese Geräte stellen Nachfolger der Vorjahresmodelle dar und bieten moderate Verbesserungen. Beide Geräte waren bereits im Vorfeld erwartet worden.

Web-Software als Gegenpol zu Apple und Google

Firefox-Entwickler Mozilla hat zusammen mit dem Chiphersteller Qualcomm "Boot to Gecko" vorgestellt.

Firefox-Etntwickler Mozilla macht den führenden Anbietern von Smartphone-Betriebssystemen wie Google und Apple Konkurrenz. Zusammen mit dem Telefonkonzern Telefonica und dem Chiphersteller Qualcomm bringt soll ein Web-basiertes Betriebssystem namens Boot to Gecko auf den Markt gebracht werden, mit der sie die Schwellenländer erobern wollen. Die Plattform vereint HTML5 und einige wichtige Elemente der Linux-Technologie. Der Allianz zufolge kann sie auch in Geräte mit einer schwächeren Rechenleistung und damit geringeren Materialkosten eingebaut werden. "Das ist der Weg, die Massen in den Schwellenländern zu erreichen", sagte Telefonica-Manager Carlos Domingo.

Die Unternehmen stellten das Angebot am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. Zuletzt haben sich mehrere Anbieter auf dem Software-Markt für Handys versucht, um dem Aufschwung von Googles Android Einhalt zu gebieten. Die meisten scheiterten jedoch an dem Rundumangebot, zu dem auch eine Entwickler-Gemeinde und Apps gehören sollten. HTLM5 bietet dies. Adobe und der größte unabhängige App-Anbieter GetJar haben bereits angekündigt, die neue Plattform zu unterstützen.

Nokias Windows-Phone-Strategie geht langsam auf

Der Hersteller hat auf dem Mobile World Congress neue Modelle vorgestellt. Das Geschäft mit Geräten mit Microsofts Betriebssystem läuft langsam an. Ein 41-Megapixel-Kamerahandy verwundert die Besucher.

Wien. Stephen Elop darf wieder ein bisschen grinsen. Der Nokia-Boss kam vor genau einem Jahr unter Beschuss, als er eine strategische Partnerschaft mit Microsoft angekündigt hatte. Nun hat der Hersteller bereits das vierte Gerät mit dem Betriebssystem Windows Phone veröffentlicht. Nach dem Lumia 800 und Lumia 710, die Ende Oktober präsentiert wurden, folgten im Jänner das neue Flaggschiff Lumia 900 und jetzt auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, dem weltgrößten Branchentreff für Handys, das Einsteigermodell Lumia 610. Letzteres soll mit einem Preis von unter 200 Euro und kostenlosen Navi- und Öffi-Apps Kunden anlocken.

Und das Geschäft mit diesen Geräten scheint langsam anzulaufen. Nokia konnte nach Angaben der Marktforscher Strategy Analytics seit November mehr als 900.000 Stück der neuen Smartphones verkaufen. Damit ist das Unternehmen der größte Hersteller von Windows Phones weltweit. Bisher hatten die Taiwanesen von HTC diesen Titel für sich beansprucht.

Zwar stimmen diese Zahlen die Finnen durchaus hoffnungsvoll. Allerdings hat Apple allein in einem Quartal 37 Millionen Stück seines iPhone 4S verkaufen können. Und Google gab beim MWC bekannt, dass täglich 850.000 neue Geräte auf Basis seines Android-Betriebssystems aktiviert werden. Nokias erklärtes Ziel, neben Apple und Googles Android zum dritten großen Mitspieler bei Smartphone-Ökosystemen (dem Verbund aus Geräten, Software und dazugehörigen Apps) zu werden, ist also noch lange nicht erreicht.

Megapixel-Wahn

Für Aufsehen sorgte ein ungewöhnliches Modell für Foto-Enthusiasten. Mit dem 808 PureView hat Nokia ein Gerät mit einer 41-Megapixel-Kamera vorgestellt. Die Frage nach dem Sinn drängt sich naturgemäß auf, allerdings hat Nokia traditionell immer recht gute Kamerahandys gebaut. Von der gigantischen Auflösung, die sogar Profi-Spiegelreflexkameras übertrifft, merkt man auf dem Bildschirm des Geräts aber nichts. Er bietet mit 640 mal 360 Bildpunkten weniger Auflösung, als heutzutage bei Smartphones üblich ist.

Möglich wird das Megapixel-Monster nur durch das ältere Symbian-Betriebssystem. Windows Phone würde den Sensor nicht unterstützen können.

Bezeichnend auch, dass erst zum Start des MWC eine passende App für den Internet-Telefoniedienst Skype vorgestellt wurde. Die anderen Plattformen wurden schon längst bespielt – und das, obwohl Microsoft Skype-Eigentümer ist. Und während andere Hersteller wie HTC und Huawei Smartphones mit vier Prozessorkernen vorstellen, müssen Windows Phones nach wie vor mit nur einem „Core“ vorliebnehmen.

Orange bringt Europas erstes Intel-Smartphone

Das Android-Modell soll im Lauf des Sommers in Großbritannien und Frankreich erscheinen. Im Inneren arbeitet ein Chip der Atom-Baureihe.

Intels Smartphone-Markteintritt wird vom Mobilfunker Orange begleitet. Das Unternehmen hat angekündigt, das noch mit dem Codenamen "Santa Clara" bezeichnete Gerät im Sommer in Großbritannien und Frankreich auf den Markt zu bringen. Erstmals wird damit in Europa ein Handy mit Intel-Prozessor zum Verkauf stehen. Die "Medfield" getaufte Chip-Architektur der aus Netbooks bekannten Atom-Reihe bietet 1,6 Gigahertz Taktfrequenz und soll vorerst nur Android 2.3 befeuern. Ein Update auf Android 4.0 ist aber angekündigt worden.

Ein Österreichstart für das Gerät ist ungewiss, da Orange im Sommer hierzulande vielleicht schon nicht mehr existiert. Schließlich hat der Konkurrent 3 den drittgrößten Mobilfunker aufgekauft. Der Deal muss noch von den Wettbewerbshütern genehmigt werden.

Intels Versuche, im Smartphone-Markt Fuß zu fassen, waren bisher wenig erfolgreich. Ein vor Jahren gemeinsam mit LG vorgestellter Prototyp wurde nie verkauft. Bisher setzen die Hersteller lieber auf die vertraute ARM-Plattform, die in nahezu allen aktuellen Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt.

HTC One X: Quad-Core-Smartphone mit Android 4.0

Die neue Smartphone-Serie One will mit Kamera-Kunststücken überzeugen. Das Flaggschiff wird in punkto Design von den billigeren Modellen übertrumpft.

Der taiwanesische Konzern HTC am Vorabend des Mobile World Congress drei neue Smartphones gezeigt. Die neue Serie One umfasst die ersten drei Smartphones, die HTC mit Android 4.0 ausliefert. Das Flaggschiff One X ist gleichzeitig das erste HTC-Smartphone mit Quad-Core-Prozessor. Das etwas günstigere One S werkt zwar nur mit einem Dual-Core-Prozessor, ist dafür besser designt. Das Billig-Smartphone One V hat HTC mit dem markanten Design des HTC Legend versehen - in Österreich wird es allerdings von keinem Mobilfunker angeboten. Die empfohlenen Verkaufspreise liegen bei rund 600 Euro für das One X, rund 500 Euro für das One S und rund 300 Euro für das One V ohne Stützung.

Quad-Core-Prozessor

Android 4.0 ist das erste Google-Betriebssystem, das Quad-Core-Prozessoren unterstützt. In Smartphones kommt dabei Nvidias Prozessor Tegra 3 zum Einsatz, der besonders auf einen niedrigen Energieverbrauch ausgelegt ist. Dazu setzt Nvidia auf einen fünften Rechnerkern, der mit 500 Megahertz arbeitet und dann zum Einsatz kommt, wenn keine vier Kerne benötigt werden. Dadurch soll Strom gespart werden.

Kamera-Vergleich mit dem iPhone 4S

Besonders viel Mühe hat sich HTC bei der gesamten Serie bei der Kamera gegeben. Die "Image Sense" Technologie sorgt für eine sehr kurze Zeit zwischen Öffnen der Kamera-App und dem fertigen Foto. Um den Autofokus zu stellen benötigt die Kamera lediglich 0.7 Sekunden verspricht HTC. Ergänzt wird das durch eine Serienbildfunktion mit vier Bildern pro Sekunde und die Möglichkeit, während einer Videoaufnahme Fotos zu machen - auch während dem Abspielen eines fertigen Videos. Zudem soll die Kamera gerade in schwierigen Lichtsituationen gute Bilder liefern.

MWC 2012: Neue Smartphones und Tablets in Barcelona

Mit unverhohlenem Stolz präsentierte HTC-Chef Peter Chou in Barcelona höchstpersönlich Vergleichsfotos von HTC-One-Geräten und dem iPhone 4S. Bei Gegenlicht waren für die One-Kamera deutlich besser ausgeleuchtete Motive zu sehen. Die f2.0-Linse lässt angeblich 44 Prozent mehr Licht durch als bisher übliche Smartphone-Linsen. Zusätzlich passt sich die Intensität des Blitzes an die Entfernung des Motivs an. Das One X und One S bieten eine Kamera mit 8 Megapixeln und Full-HD-Video, das One V kommt mit 5 Megapixeln und 720p-Videos aus.

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(c) Presse Digital

Samtiges Metall

Besonders viel Wert hat HTC aber auch diesmal auf Haptik und Optik gelegt. Allerdings nicht beim Flaggschiff One X, sondern vielmehr bei den anderen beiden Modellen. Während das One X in hochglänzenden weißen Kunststoff gehüllt ist, hat HTC es beim One S geschafft, ein Aluminiumgehäuse mit einer samtigen Oberfläche zu versehen. Bei dem aufwändigen Verfahren wird keine Beschichtung aufgebracht, sondern die Oberfläche mit kleinen Blitzen bearbeitet, erklärte der Chef-Designer von HTC. Selbst das günstige One V kommt mit einem originelleren Design. Und zwar wurde die markante Form des HTC Legend übernommen, das unter dem Display nach vorne geknickt ist. Im Unterschied zum Legend fehlen nun aber auf der vorragenden Kante die Android-Tasten.

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One X: Scharfe Kanten, aber glänzender Kunststoff –

One X: Scharfe Kanten, aber glänzender Kunststoff

Neue Sense-Oberfläche

Überarbeitet hat HTC auch die eigene Oberfläche für Android, HTC Sense. Die 4er-Version von Sense wurde behutsam aktualisiert und bietet neben der neuen Kamera-Software, eine Media Link Funktion, mit der der Bildschirminhalt auf einen Fernseher übertragen werden kann. Neu ist zudem die Integration des Online-Speichers Dropbox. Mit jedem One-Smartphone werden für zwei Jahre lang 25 Gigabyte Speicher geboten.

Das One X bietet einen 4,7-Zoll-Bildschirm in 720p-Auflösung, 1,5 Gigahertz, 32 Gigabyte Speicher und NFC. Das One S kommt mit 4,3 Zoll AMOLED-Display (540 x 960 Pixel), 1,5 Ggahertz und 16 Gigabyte Speicher. Das One V hat einen 3,7-Zoll-Bildschirm mit 480 x 800 Pixeln, 1 Gigahertz und 4 Gigabyte Speicher. Der Speicher lässt sich bei keinem Modell mit Micro-SD-Karten erweitern, dafür hat HTC die Partnerschaft mit Dropbox ausgehandelt. Marktstart ist weltweit im April.

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Xperia P, S, U: Der erste Auftritt von Sony Mobile

Sony tritt am Mobile World Congress erstmals solo auf. Die Geräte sind gut, aber die Konkurrenz schläft nicht.

Sony trat am Sonntagabend vor dem Mobile World Congress mit einer selbstbewussten Präsentation erstmals ohne den ehemaligen Partner Ericsson auf. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Die vorgestellten Geräte sind gut, aber nicht außergewöhnlich. Aber Sony hat so und so eher das Gesamtpaket aus Geräten aller Kategorien im Auge, um seine große Stärke - Musik und Filme - ausspielen zu können. Das Flaggschiff Xperia S wurde bereits im Jänner in den USA vorgestellt. In Barcelona gesellten sich zwei weitere Android-Smartphones dazu. Das Xperia P ist ein 4-Zoll-Gerät in einem Unibody-Gehäuse mit einer 8-Megapixel-Kamera und NFC. Das Xperia U misst 3,5 Zoll in der Diagonale und bietet eine 5-Megapixel-Kamera. Die beste Kamera bleibt damit dem Xperia S mit 12 Megapixeln.

Chamäleon-Gehäuse

Alle drei Smartphones arbeiten mit einem Dual-Core-Prozessor. Auf dem MWC werden heuer bereits die ersten Smartphones mit Quad-Core-Prozessor vorgestellt - so zum Beispiel von HTC unmittelbar nach der Sony-Veranstaltung. Was bleibt ist ein hübsch überarbeitetes Android mit einer guten Kamera, die auch 3D-Fotos schießt und ein schickes transparentes Design-Element. Am unteren Rand des Displays ist ein durchgängig durchsichtiger Streifen in das Gerät eingelassen, der drei berührungsempfindliche Tasten beherbergt. Im Fall des Xperia U färbt sich dieser Streifen in der Farbe des jeweiligen Bildschirminhalts. Er wird also auch in der jeweiligen Grundfarbe eines Fotos beleuchtet, das gerade am Display angezeigt wird.

Das Xperia P wartet mit einer kleinen NFC-Besonderheit auf. Der Kurzdistanz-Funk wird mit kleinen Tags dazu genutzt, diverse Einstellungen gleichzeitig zu ändern und Apps zu starten. Bei der Präsentation wurde etwa ein Tag gezeigt, der neben der Eingangstüre hängt und sobald das Smartphone in die Nähe kommt, den Musikplayer und die Fitness-App startet. Ähnliche Tags bieten mittlerweile auch andere Hersteller wie LG an.

NFC

NFC steht für Near Field Communication und ist ein Standard für die kontaktlose Datenübertragung über eine Distanz weniger Zentimeter. NFC soll im großen Stile für Zahlungen mit dem Handy eingesetzt werden. Android 4.0 bietet zudem die Möglichkeit Fotos und andere Daten per NFC auf andere Geräte zu übertragen.

Der Verkauf des Xperia S startet ab sofort in Barcelona und in weiterer Folge in ganz Europa. Auf das Xperia P und Xperia U müssen sich die Kunden noch bis April oder Mai gedulden. Das Xperia U soll mit rund 300 Euro besonders günstig ausfallen, das P wird rund 450 Euro kosten.

MWC: Der Kampf der Betriebssysteme in Barcelona

Der Mobile World Congress wird zur Bühne für Windows 8, Blackberry OS X und Android 4.0.

Am Sonntagabend startet in Barcelona mit dem Mobile World Congress (MWC) die größte Mobilfunk-Messe der Welt. HTC und Sony halten im Vorfeld der eigentlichen Messe ihre Pressekonferenzen ab und am Montag öffnet die große Fira am Fuße des Montjuïc ihre Tore. Fast 1500 Firmen werden dann ihre Smartphones, Tablets, Handys, Apps und Technologien präsentieren, die Chefs der großen Mobilfunker treffen sich zu Verhandlungen und mehrere tausend Fachbesucher werden die acht Hallen des Geländes füllen. Am Donnerstag, dem 1. März, ist das Spektakel schließlich wieder vorüber.

MWC 2012: Neue Smartphones und Tablets in Barcelona

Microsoft macht mobil

Mit besonders viel Spannung wird eine Präsentation am Mittwochabend erwartet. Es ist das erste Mal, dass Microsoft die Handy-Messe als Rahmen für eine Windows-Veranstaltung wählt. Bisher galt die Consumer Electronics Show im Jänner in Las Vegas als Microsofts Bühne. Dieser großen Hightech-Messe kehrte der Konzern im Jänner allerdings ganz offiziell den Rücken. Am 29. Februar wird im Rahmen des MWC die "Consumer Preview" von Windows 8 vorgestellt. Das ist die kostenlose Testversion des nächsten Betriebssystems von Microsoft für Privatanwender. Dass Microsoft hierfür die Mobilfunk-Messe wählt, zeigt, dass der Konzern langsam aber doch seinen Fokus vom schwächelnden PC-Geschäft auf den lukrativen Markt des "mobile computing" verlagern will. Konkret sind Tablets gemeint, für die Microsoft seinem Betriebssystem erstmals eine komplett neue Oberfläche verpasst hat und auch das Logo radikal umgestaltet hat.

Windows 8 im Test: Was das neue System kann - und was nicht

Blackberry OS 10 soll RIM retten

Gleichzeitig versucht sich am MWC auch ein anderer Konzern wieder hochzuhieven. Die Rede ist von Research in Motion, dessen Blackberry-Geschäft in den vergangenen Jahren weniger gut gelaufen ist. Ein neuer Chef soll den einstigen Smartphone-Glanz wieder zurückbringen. Das soll auch in diesem Fall unter anderem mit einem neuen Betriebssystem gelingen. Blackberry OS 10 oder kurz "BBX" wird das Sartphone-System mit dem eben aktualisierten Tablet-Betriebssystem zusammenführen. Möglich, dass diese Fusion am MWC auch das eine oder andere neue Blackberry-Tablet oder -Smartphone hervorbringt. Durchgesickert ist bisher noch keine Information zu neuen Geräten.

Samsung spielt nicht mit

Gut zu lachen hat Google, dessen aktuelles Android 4.0 am MWC lediglich auf die Smartphone- und Tablet-Präsentationen der Hardware-Hersteller zu warten braucht. Und es wird eine Menge Neuvorstellungen geben. Das System ermöglicht den Einsatz von Quad-Core-Prozessoren. So einiges wird unter anderem von HTC erwartet, die sich im Vorfeld besonders geheimnisvoll gegeben haben. Ebenso spannend könnte die Präsentation von Sony werden, die erstmals ohne den ehemaligen Partner Ericsson erfolgt. Samsung will sich hingegen am MWC heuer zurückhalten und das nächste Flaggschiff Galaxy S3 auf einer späteren, eigenen Veranstaltung vorstellen. Für Google bedeutet das aber trotzdem nicht Zurücklehnen und Daumendrehen. Wenn Microsoft Ende des Jahres den Tablet-Markt betritt, will man vorbereitet sein und schon gibt es erste Anzeichen dafür, dass bereits im Sommer die nächste Android-Version 5.0 "Jelly Bean" erscheinen könnte. 

LG Optimus Vu: Noch ein Riesen-Smartphone

Samsung hat es mit dem Note vorgemacht, LG folgt. Mit 5-Zoll-Geräten soll die Lücke zwischen Smartphone und Tablet geschlossen werden.

Als Samsung mit dem Galaxy Note eine angebliche Lücke zwischen Smartphone und Tablet schließen wollte, haben einige Beobachter noch mitleidig gelächelt. Das Riesen-Smartphone mit dem 5,3-Zoll-Display verkauft sich aber recht gut und schon folgen andere Hersteller dem Trend. LG hat in Korea mit dem Optimus Vu ein 5-Zoll-Smartphone vorgestellt - ebenfalls mit Android und ebenfalls mit Stylus. 

Update auf Android 4.0 in Arbeit

Das Vu kommt mit einem für Smartphones ungewöhnlichen Seitenverhältnis von 4:3, das Display bietet eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Das Smartphone unterstützt die neue Mobilfunkgeneration LTE, bietet einen 1,5-Gigahertz-Prozessor und eine Kamera mit 8 Megapixeln. Zum Start wird auf dem Vu Android 2.3 laufen - ein Update auf das aktuellste Android 4.0 ist laut LG in Arbeit. Das Optimus Vu wird Ende Februar am Mobile World Congress in Barcelona zu sehen sein.

Panasonic will mit Smartphone "Eluga" Europa erobern

Das Eluga soll mit iPhone und Galaxy in einer Liga spielen und ist zudem wasserdicht. 1,5 Millionen Elugas will Panasonic im ersten Jahr verkaufen.

Der japanische Elektronik-Konzern Panasonic will mit einem neuen Smartphone wieder auf den europäischen Markt zurückkehren und dort iPhone, Galaxy und Co. Konkurrenz machen. Die Japaner stellten am Dienstag das Android-Smartphone "Eluga" vor, das dünn, leistungsstark und wasserfest ist.

Das Gerät hat einen großen OLED-Bildschirm mit einer Diagonale von 4,3 Zoll (960 x 540 Pixel), einen Doppelkern-Prozessor, eine 8-Megapixel-Kamera und NFC für kontaktlose Datenübertragung und Bezahlungen. Installiert wurde Android 2.3.5 - ein Update auf das aktuelle Android 4.0 ist für Sommer geplant. Mit den Komponenten spielt es in der Liga der aktuellen Top-Smartphones wie Apples iPhone, Samsungs Galaxy S II oder Nokias Lumia 800. Zusätzlich soll es 30 Minuten in bis zu einen Meter tiefem Wasser aushalten.

Japaner werden es schwer haben in Europa

Auch die japanische Fujitsu will mehrere Modelle in die Geschäfte bringen. Details wird das Unternehmen nach den Worten einer Sprecherin aber erst nach Verhandlungen mit den Netzbetreibern bekanntgeben.

Für Panasonic ist es bereits der zweite Versuch, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Japanische Anbieter tun sich bisher mit dem Verkauf ihrer Telefone jenseits der Heimat schwer - auch, weil die Technik zu speziell auf die Vorlieben der Japaner zugeschnitten ist. Experten sehen den neuen Vorstoß mit Vorsicht: "Der westeuropäische Markt ist gesättigt, hier herrscht starke Konkurrenz. Warum die Japaner hier nach Wachstum suchen, ist mir ein Rätsel", sagte Analystin Carolina Milanesi vom Forschungsunternehmen Gartner. In Europa ist Samsung der größte Anbieter, dahinter folgen Apple und Nokia.

Sony Ericsson ist jetzt Sony Mobile

Sony hat alle Anteile von Ericsson übernommen und will mit einer neuen Marke durchstarten.

Der schwächelnde Handy-Hersteller Sony Ericsson liegt jetzt ganz in japanischer Hand. Sony schloss die Übernahme der zweiten Hälfte der Anteile vom bisherigen schwedischen Partner Ericsson ab. Das Unternehmen solle noch im Februar in Sony Mobile Communications umgenannt werden, teilte der japanische Elektronik-Riese am Donnerstag mit. Die Schweden bekamen gut eine Milliarde Euro.

Das Gemeinschaftsunternehmen hatte seinen Besitzern zuletzt wenig Freude gemacht: Der Absatz sackte ab, im vergangenen Jahr gab es einen Verlust von 247 Mio. Euro. Auch ein Fokus auf Smartphones mit dem boomenden Google-Betriebssystem Android und ein speziell auf Spiele zugeschnittenes Gerät, das die Playstation-Fans ansprechen sollte, konnten den Abwärtstrend nicht stoppen.

Xperia S - Produktname bleibt erhalten

Smartphones sind aber ein wichtiger Baustein im Plan des nächsten Sony-Chefs Kazuo Hirai, der die Angebote des Konzerns besser miteinander vernetzen will. Daran hat allerdings auch schon jahrelang sein Vorgänger Howard Stringer gearbeitet. Das erste Smartphone ohne Ericsson wird das "Xperia S" - der Name der Android-Serie bleibt also erhalten. Für den Mobile World Congress, der Ende Februar in Barcelona stattfindet werden weitere neue Geräte erwartet. Die Einladung zur Pressekonferenz erging noch unter dem Namen Sony Ericsson.

Windows 8: Testversion für alle kommt Ende Februar

Microsoft wird im Rahmen der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona das "Consumer Preview" des nächsten Betriebssystems veröffentlichen.

Windows 8 rückt immer näher. Der ersten Testversion für Entwickler soll Ende Februar die Testversion für Nutzer folgen. Für 29. Februar hat Microsoft das "Consumer Preview" für das nächste Betriebssystem angekündigt. Der kostenlose Download wird noch am selben Tag möglich sein. Seit der Einführung von Windows 7 setzt Microsoft auf lange Testphasen, in denen Nutzer das noch unfertige Betriebssystem ausprobieren können - das Feedback fließt dann teilweise in die Entwicklung ein. Die Veröffentlichung des fertigen Windows 8 ist für Ende des Jahres geplant. Kurz danach dreht Microsoft in der Regel die installierten kostenlosen Testversionen ab.

Mobile World Congress statt Hightech-Messe CES

Die Vorstellung der Testversion von Windows 8 erfolgt im Rahmen des Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Dass Microsoft den MWC einer Vorstellung im Rahmen der großen Hightech-Messe CES in Las Vegas im Jänner vorzieht, ist ein Hinweis auf die Ausrichtung von Windows 8. Microsoft will der Entwicklung weg vom klassischen PC-Geschäft hin zu mobilen Geräten wie Tablets Tribut zollen. Windows 8 wird sich optisch stark von den Vorgängersystemen unterscheiden und wartet unter anderem mit einer speziellen Oberfläche für Touchscreens auf, die dem mobilen Betriebssystem Windows Phone ähnelt.

Windows 8 im Test: Was das neue System kann - und was nicht

Windows 8 im Test

Windows 8 probiert: Wagemutiger Tablet-Neuanfang

Die erste nutzbare Vorschau auf Microsofts Windows 8 lässt geniale Ideen erahnen. Und stößt Veteranen vor den Kopf. DiePresse.com hat es getestet.

Jedes Gerät, das mit Windows 7 läuft, soll auch mit Windows 8 funktionieren. DiePresse.com nahm sich Microsofts Aussage zu Herzen und installierte die Vorschauversion von Windows 8 auf einem Tablet, das mit Windows 7 ausgeliefert wird. Es handelt sich um ein Fujitsu Q550 mit Intel Atom Z670 an Bord.

Text und Bilder: Daniel Breuss

(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Die Installation klappte recht flott, auch das Starten geht deutlich schneller als unter Windows 7. Allerdings ist dieses Tablet wirklich keine Rakete, was aber mehr an der lahmen Hardware liegt (siehe Testbericht).

Gleich nach dem Hochfahren begrüßt den Nutzer der neue Startbildschirm mit den vielen großflächigen Live Tiles. Das ubiquitäre Grün soll sich übrigens in der fertigen Version ändern lassen.

(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Wie bei Windows Phone 7 entsperrt man das Gerät, indem man den ganzen Sperrbildschirm einfach nach oben schiebt. Im Zuge unseres Tests ließ sich das Gerät nur im Querformat nutzen. Ins Hochformat ließ es sich zu keiner Zeit umschalten. Die Anwendungen im "Metro"-Design lassen sich übrigens nur aufrufen, wenn das Gerät mindestens eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel bietet.

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Für das Login hat Microsoft sich etwas einfallen lassen. Neben der üblichen Passworteingabe oder einem PIN-Code lässt sich ein Windows-8-Gerät auch mit einem Picture Password entsperren. Dazu muss man drei Gesten in korrekter Abfolge auf einem Foto ausführen. Im Test klappte das deutlich schneller als ein PIN-Eingabe und funktionierte zuverlässig.

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Obwohl viele der kommenden Windows-8-Tablets einen "Home-Button" mitbringen werden, ist er nicht zwingend nötig. Schiebt man den Finger vom rechten Rand aus hinein, erscheint ein Balken mit fünf Icons, die Microsoft Charms nennt. Sie funktionieren aus allen Anwendungen heraus und sind kontextbezogen. Der Start-Button führt immer zum großflächigen Bildschirm zurück.

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Ein Kernstück des neuen Windows wird der Internet Explorer 10. Startet man ihn unter der "Metro"-Oberfläche, zeigt er Websites ohne jegliche Bedienelemente an. Mit zwei Fingern lässt sich ein Textstück markieren und kopieren.

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Wischt man von oben hinunter, erscheinen die gerade geöffneten Websites. Von unten erscheint die Adressleiste und die klassischen Elemente für "Zurück" oder "Neu laden". Der Seitenaufbau klappt flott, allerdings beherrscht der IE10 kein Flash oder andere Plugins. Microsoft will stattdessen mehr HTML5 forcieren.

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Um eine neue Seite aufzurufen, muss man diese natürlich eintippen. Dazu wird eine schlichte, aber funktionelle Bildschirmtastatur eingeblendet. Sie reagiert flott und erwartungsgemäß.

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Um auch ohne Auflage tippen zu können hat Microsoft auch eine "Daumentastatur" integriert. die Tasten schrumpfen dabei stark, sind aber dennoch gut erreichbar. Schade, dass man dazwischen nicht auf das Geschehen am Bildschirm blicken kann. Die große schwarze Fläche wirkt etwas störend.

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Über das Share-Charm können Links und andere Inhalte direkt an andere Anwendungen (neudeutsch auch bei Microsoft jetzt "Apps") weitergegeben werden. Mangels eines für "Metro" verfügbaren E-Mail-Programms klappt die direkte Weiterleitung an einen Verteiler leider noch nicht.

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Dafür gibt es mit "Socialite" bereits eine Facebook-App. Sie stellt das Social Network unterteilt in den Nachrichtenstrom, das eigene Profil, Fotoalben und Checkins dar. Verfasst man einen Facebook-Eintrag damit, fügt die App die Information "via Socialite (Windows 8 Developer Preview)" unter selbigen hinzu.

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Das von Microsoft präsentierte Aufteilen des Bildschirms für mehrere Apps funktioniert leider erst ab einer Auflösung von 1366 x 768. Was aber klappt, ist das "Hereinwischen" von Programmen, die man vorher genutzt hat. Sie kommen von links hereingeschwebt und ersetzen die vorher genutzte App.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

Apropos Apps. In der Entwicklervorschau sind 107 Stück integriert. Über die Suche, die sich über das Charm-Menü jederzeit aufrufen lässt, kann man durch die verfügbaren Anwendungen blättern.

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Was die Suche leider nicht anzeigte, weder auf dem Tablet, noch auf einer Virtuellen Maschine, noch auf einem roh installierten PC, waren Dateien. Aber es ist ja auch noch eine Entwicklervorschau und kein fertiges Produkt.

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Ebenfalls noch nicht verfügbar ist der Windows Store. Hier will Microsoft künftig seine neuen Apps für die "Metro"-Oberfläche anpreisen. Die Entwicklerwerkzeuge, um welche zu erstellen, liefert der Hersteller gleich mit - allerdings nur in der umfangreichen 64-Bit-Version des Downloads. Anwendungen müssen erst genehmigt werden, ähnlich wie bei Apples App Store. Allerdings verspricht Microsoft mehr Transparenz bei der Beurteilung.

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Schon im neuen Design präsentiert sich die Systemsteuerung. Sie ist eindeutig mehr auf die Fingerbedienung ausgelegt. Will man tiefergehende Eingriffe nehmen, ist die hübsche Oberfläche aber bald dahin.

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Denn dann landet man in der klassischen Ansicht. Windows-Veteranen finden hier vertrautes Terrain vor, das sich leider für Fingerbedienung nicht unbedingt eignet. Mangels Startmenü (der Windows-Button führt wieder zum bunten Startbildschirm zurück) findet sich die Systemsteuerung jetzt unter "Desktop", wenn man den Explorer öffnet.

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Die Desktop-Darstellung macht auf einem Tablet leider eher wenig Sinn. Viele Bedienelemente der "Metro"-Darstellung wurden aber integriert, so etwa die Charms.

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Will man den Desktop nutzen, kommt man um Bedienung mit Maus und Tastatur nicht herum. Allerdings wird man den bunten Startbildschirm auch nicht so leicht los. Er aktiviert sich jedes Mal zuerst, wenn man den Rechner einschaltet beziehungsweise sich einloggt.

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Eine Möglichkeit, sofort nach dem Start auf den Desktop zu gelangen, gibt es bisher nicht. Wenn man sich allerdings das Wehklagen diverser Windows-Desktop-Nutzer anhört, dürfte diese Option nur eine Frage der Zeit sein.

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Im Gegensatz zu den Desktop-Anwendungen laufen "Metro"-Apps in ihrer eigenen "Sandbox" ab. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nichts oder niemand unbefugten Zugriff auf das System erhält. Nutzt man zwei Bildschirme, wird auf einem der Startbildschirm angezeigt, auf dem anderen der Desktop.

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Für Nutzer von mehreren Bildschirmen bietet Windows 8 ein paar praktische Optionen. So ist es jetzt etwa möglich, eine App im Task Bar auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen, auf dem sie sich befindet. Der Task Bar ist jetzt auch durchgängig über die verfügbaren Displays ausdehnbar. Ein Icon legt fest, auf welchem der Bildschirme das "Metro"-Startmenü erscheint.

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Das klassische Startmenü ist tot, der Windows-Button führt zum bunten Startbildschirm. Über die Tastaturkombination "Windowstaste+C" werden die Charms aufgerufen, die gewissermaßen das klassische Startmenü ersetzen. Die Windowstaste allein ruft (wie der Button am Bildschirm) den Start-Screen auf. Immerhin ist Microsoft hier konsistent.

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Wie schon vorhin erwähnt, unterscheiden sich der IE10 auf dem Desktop und unter "Metro". Was besonders verwirrt: Wenn man eine Seite am Desktop öffnet und dann unter Metro ebenfalls den IE10 aufruft, wird sie dort nicht auch gleich dargestellt. Es würde mehr Sinn machen, hätte Microsoft die beiden Anwendungen synchronisiert. Unterschiedlich ist auch (zumindest auf Standrechnern) die Schriftgröße der Webseiten.

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Der klassische Explorer hat auch ein grundlegendes Facelift erhalten. Die von Office bekannte Ribbon-Oberfläche wird jetzt auch hier angewendet. Traditionalisten werden Nase rümpfen, aber dass wichtige Funktionen wie "Kopieren/Verschieben nach..." jetzt über direkt ersichtliche Buttons mit nur einem Klick erreichbar sind, ist begrüßenswert.

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Auch unter der Desktop-Oberfläche lässt sich die Bildschirmtastatur aufrufen. Allerdings wird man in dieser Ansicht ohnehin meist Maus und Keyboard verwenden.

(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Wie schaltet man einen PC mit Windows 8 wieder aus? Der entsprechende Button fehlt, da es das Startmenü auch nicht mehr gibt. Allerdings findet sich unter dem "Settings"-Charm der Punkt "Power", der den Shutdown ermöglicht. Und die altbekannte Tastenkombination "ALT+F4" funktioniert auch noch.

(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Fazit

Windows 8 in seiner aktuellen Form lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Es ist nutzbar, aber noch eine Baustelle. Der Spagat zwischen klassischem Betriebssystem und Tablet-Steuerung fällt derzeit nicht symmetrisch aus. Die Fingerbedienung wird eindeutig bevorzugt. Vielleicht will Microsoft mit der Entwicklervorschau auch austesten, wie dieser radikale Neuanfang akzeptiert wird. Bis zum fertigen Release ist ja noch Zeit, um hoffentlich auf die zahlreichen Beschwerden zu reagieren. Gelingt es Microsoft, beide Zielgruppen zu befriedigen, könnte Windows 8 das werden, was Apple mit dem iPad und Mac OS X Lion zaghaft angedeutet hat: Die eine Software, um alle Geräte zu vereinen.

(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Samsung stellt Galaxy Tab 2 vor

Das 7-Zoll-Tablet kommt mit Android 4.0 und unterstützt die russische GPS-Alternative Glonass.

Samsung hat das Galaxy Tab 2 angekündigt. Das Tablet wird ein 7-Zoll-Display haben und seinem Vorgänger auch sonst optisch stark ähneln. Das Galaxy Tab 2 ist allerdings Samsungs erstes Tablet, das bereits mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" ausgeliefert wird. Verkleidet wurde das System wie gewohnt mit der Samsung-Oberfläche TouchWiz.

Bessere Ortung mit russischem Glonass

Das Display des Galaxy Tab 2 wartet mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln auf und ist wie das Galaxy Tab 7.0 Plus nicht kratzfest. Der Dual-Core-Prozessor ist mit 1 Gigahertz ein wenig niedriger getaktet als beim 7.0 Plus. Die Ortung wird durch einen weiteren Empfänger verstärkt: Neben GPS unterstützt das Tab auch den russischen Dienst Glonass. Der Speicher wird mit 8, 16 oder 32 Gigabyte angeboten und kann über eine Micro-SD-Karte erweitert werden. Die Kameras bieten 3 Megapixel an der Rückseite und eine VGA-Auflösung an der Frontseite. Das Galaxy Tab 2 kommt im März nach Europa, der Preis ist noch unbekannt.

>> GPS-Alternative Glonass in Betrieb

Xperia S: Sonys erstes Smartphone ohne Ericsson

Das Xperia S kommt mit HD-Display, Android, speziellen Playstation-Funktionen und einer 12-Megapixel-Kamera.

Sony hat vergangenes Jahr seine Handy-Ehe gelöst und startet 2012 ohne Ericsson durch. Das erste Kind nach der Scheidung ist das Sony Xperia S, das soeben auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Sony hat sich sichtlich Mühe gegeben, sich alleine als Handyhersteller zu beweisen.

In wertige Materialien gehüllt, bietet das Xperia S ein 4,3 Zoll großes Display mit einer kleinen HD-Auflösung von 720p. Im Inneren sorgt ein 1,5 Gigahertz starker Dual-Core-Prozessor für die nötige Rechenkraft. Die Kamera wartet mit einem 12-Megapixel-Exmor-R-Sensor auf. Der Nahfunk NFC für kontaktloses Bezahlen und spezielle Playstation-Funktionen sind mit an Bord. NFC können Xperia-S-Nutzer auch mit speziellen Smart-Tags nutzen, die optional erhältlich sind. Diese Tags sorgen dafür, dass zum Beispiel der Wecker gestellt wird, sobald das Smartphone in unmittelbarer Nähe ist.

Micro-SIM, aber keine Micro-SD

Wie Apple bei dem iPhone 4 und 4S setzt Sony auf Micro-SIM-Karten und bietet an Anschlüssen außerdem einen HDMI-Port, allerdings keinen Micro-SD-Platz zur Speichererweiterung. Der interne Speicher beträgt 32 Gigabyte.

Einziger Wermutstropfen: Googles Android ist derzeit in Version 2.3 auf dem Gerät. Ein Update auf Android 4.0 soll schon bald folgen. Unter dem Display ist bereits Platz für die drei Touch-Schaltflächen des aktuellsten Android-Systems. Auf den Markt kommen soll das Xperia S bereits Ende des ersten Quartals 2012 - der Preis soll rund 500 Euro betragen.

Nokia Lumia 900 vorgestellt: Windows Phone mit LTE

Der Hersteller präsentierte auf der CES sein neues Smartphone-Flaggschiff. Vorerst soll es nur in den USA angeboten werden.

Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat sein erstes Smartphone für das neue LTE-Mobilfunknetz vorgestellt. Vorstandschef Stephen Elop sagte am Montag auf der Computermesse CES in Las Vegas, das Lumia 900 werde zunächst nur in den USA und Kanada eingeführt. Diese Märkte seien für den Wettbewerb von entscheidender Bedeutung, sagte Elop. "Die Branche hat sich verschoben von einer Schlacht der Geräte zu einem Krieg der Ökosysteme." Als Ökosystem sieht Elop den Verbund aus Hardware, Betriebssystem, Diensten und Apps.

Das Nokia Lumia 900 geisterte bereits Wochen zuvor unter dem Codenamen "Ace" durch diverse Gerüchteküchen. Es bietet mit 4,3 Zoll einen deutlich größeren Touchscreen als das Ende Oktober vorgestellte Lumia 800. Im Inneren arbeitet ein 1,4-Gigahertz-Prozessor, die 8-Megapixel-Kamera hat das Lumia 900 genauso wie das (etwas vergrößerte) Polycarbonatgehäuse von seinem Schwestergerät geerbt. Eine Frontkamera ermöglicht Videotelefonate.

Später auch in Österreich

Vorerst wird Nokias neues Smartphone-Flaggschiff nur beim US-Betreiber AT&T angeboten werden. Wann und zu welchem Preis, sagte der Hersteller nicht. Bei der Vorstellung des Geräts bezeichnete Elop das Lumia 900 als "exklusiv für Nordamerika". Informierte Kreise sprechen aber von einem möglichen Österreichstart im April.

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(c) Nokia

Mit Microsoft aus der Krise

Nokia hat eine enge Partnerschaft mit Microsoft vereinbart, die Lumia-Telefone verwenden dessen mobiles Betriebssystem Windows Phone. Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer bezeichnete Windows Phone als "das starke dritte Ökosystem im Smartphone-Markt" und bekräftigte an der Seite von Elop die Partnerschaft mit Nokia. Das Lumia 800 war das erste Nokia-Gerät mit dem Microsoft-System an Bord.

Die neue Strategie ist für den langjährigen Weltmarktführer im Geschäft mit Handys von entscheidender Bedeutung, um den schon einige Jahre andauernden Abwärtstrend zu stoppen. Zum Wettbewerb mit anderen Windows-Phone-Anbietern wie Samsung sagte Elop: "Wir brauchen das, um das Ökosystem weiter voranzutreiben. Unsere Haupt-Wettbewerber sind die anderen Ökosysteme." Gemeint sind die Smartphones mit dem Google-System Android und das iPhone von Apple.

Finderly.com auf der CES

Das österreichische Startup Finderly.com fotografiert und filmt für DiePresse.com die neuesten Gadgets und Geräte auf der weltgrößten Hightech-Messe in Las Vegas.

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A1-Chef: "Niedrige Preise sind Herausforderung"

Hannes Ametsreiter erzählt im DiePresse.com-Interview, warum A1 die Festnetz-Preise angehoben hat und was A1 mit Yesss vorhat.

DiePresse.com hat im Vorfeld des kommenden Mobile World Congress, der vom 27. Februar bis 1. März in Barcelona stattfindet, mit allen Mobilfunk-Chefs Österreichs über die "Lage der Handynation" gesprochen. Bereits erschienen sind die Interviews mit 3-Chef Jan Trionow, Orange-Chef Michael Krammer und T-Mobile-Chef Robert Chvátal. A1-Chef Hannes Ametsreiter spricht mit DiePresse.com darüber, warum die Mobilfunk-Preise in Österreich niedrig bleiben werden und warum A1 die Festnetz-Preise angehoben hat. Ametsreiter glaubt außerdem an eine Zeit, in der andere Hersteller wieder überzeugendere Produkte vorlegen werden als das iPhone.

DiePresse.com: Beim Connect-Netztest hat sich "3" zum ersten Mal knapp an A1 vorbeigeschoben, investiert A1 nicht genug in den Netzausbau?

Hannes Ametsreiter: Wir sind der einzige Betreiber in Österreich, der drei Jahre hintereinander die Note „sehr gut“ erhalten hat. Das zeigt, auf welcher hohen Qualität wir uns bewegen. Der Unterschied zu "3" waren vier Punkte. Das ist also in Wirklichkeit eine sehr ähnliche Netzqualität. Wir zollen aber auch Respekt vor den Entwicklungen des Mitbewerbers. Ich halte das für ein gutes Zeichen und Signal, wenn die Netzqualität in Österreich insgesamt exzellent ist. Wenn wir die Ergebnisse in Österreich vergleichen mit der Schweiz oder auch Deutschland, sieht man, dass die Netze in Österreich insgesamt wesentlich besser sind als in den benachbarten Ländern. 

T-Mobile und Drei nutzen ihre Netze gemeinsam - würde das für A1 auch in Frage kommen?

Wir evaluieren das je nach Land in dem wir uns befinden und in Österreich ist das derzeit kein Thema. 

Warum nicht?

Es gibt Teilbereiche, in denen wir das bereits machen. Das sind aber exponierte Stellen wie Tunnels, Berge, entlang bestimmter, schwer zu versorgender Strecken. Dort gehen wir Netzkooperationen ein, um Kosten zu teilen und damit effizienter zu sein. Großflächige Netzkooperationen haben wir in Österreich derzeit nicht vor. 

Wo steht A1 beim Ausbau des LTE-Netzes und was sind die Ziele heuer?

Es geht sehr gut voran. Wir sind diejenigen, die am meisten in Österreich in LTE investiert haben. Wir sind klar der Führer im Netzausbau.

LTE

"Long Term Evolution" ist ein neuer Standard für mobiles Breitband-Internet. LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde statt derzeit gängiger HSDPA-Raten von 3,6 Megabit pro Sekunde. In Österreich ist das Netz bisher nur wenig ausgebaut. Die Mobilfunker warten auf die Versteigerung der 800-Megahertz-Frequenzen im Herbst, um den Ausbau am Land zu starten.

Das behauptet T-Mobile auch von sich.

Ja, aber wenn Sie das vergleichen, spricht das eine ziemlich eindeutige Sprache, wenn Sie sich die Fakten ansehen. Für uns ist die vierte Mobilfunkgeneration enorm wichtig. Man kann es derzeit nur auf der 2,6-Gigahertz-Frequenz ausbauen. Die große Entwicklung wird mit den 800 Megahertz kommen. Mit der Auktion wird es große Veränderungen geben. Für uns bedeutet die vierte Mobilfunkgeneration die Zukunft, sie bietet mehr Bandbreite. Wir sind auch die einzigen in Österreich, die Mobilfunkstationen mit Glasfaser anbinden. Damit haben Sie im Rücktransport die schnellste Geschwindigkeit, die sie erreichen können. Das ist Lichtgeschwindigkeit. Dieses Air-to-Fiber ist eine Methode, die die beste Qualität bietet. Niemand sonst kann diese Qualität bieten. Niemand, der Richtfunk verwendet, kann die Qualität erreichen, die wir mit Glasfaser erreichen. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Einen Großteil der Basisstationen haben wir schon angebunden und der Rest wird noch folgen.

Welche Ziele im Bereich LTE hat sich A1 für heuer gesteckt?

Bis 2015 sind die Landeshauptstädte und Ballungszentren versorgt, parallel dazu wird LTE bei entsprechender Frequenzausstattung sukzessive auch in ländlichen Regionen ausgerollt. Die genauen Ausbaupläne nennen wir derzeit noch nicht. Wir werden aber weiter massiv LTE ausbauen. Wir bringen außerdem im März das erste LTE-Smartphone auf den Markt. Mit der derzeit verfügbaren Frequenz von 2,6 Gigahertz sind es hauptsächlich städtische, urbane Bereiche, die wir ausbauen. 

Wo kann man dieses neue LTE-Handy überhaupt schon sinnvoll einsetzen?

In Wien auf jeden Fall. Wir haben in St. Pölten schon ausgebaut und wir bauen jetzt gerade in den weiteren Landeshauptstädten aus. 

Sie waren ja auch immer der Meinung, dass es in Österreich einen Mobilfunker zu viel gibt - freuen Sie sich jetzt?

Man wird sehen, wie die Entwicklung jetzt weitergeht. Der Markt wird aber weiterhin sehr wettbewerbsintensiv bleiben. 

Welche Auswirkungen könnte eine Konsolidierung für die Kunden haben? Was bedeutet die Konsolidierung für A1?

In Österreich werden die Ansprüche der Kunden immer sehr hoch sein. Es wird auch weiterhin einen sehr kompetitiven Markt geben.

Der Österreichische Markt ist für vier Anbieter zu klein, aber er bietet genügend Platz für drei Anbieter. So gesehen ist die Konsolidierung ein wichtiger Schritt für die Betreiber am österreichischen Markt. Es wird allerdings keine marktbeherrschende Stellung von A1 in Österreich geben. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Dann wird das hohe Wettbewerbsniveau weiterhin aufrecht bleiben. A1 wird mit T-Mobile und einer durch die Orange-Akquisition gestärkten Hutchison Austria weiterhin starkem Wettbewerb ausgesetzt sein.

Was macht A1 mit der Marke One?

Die Akquisition der Markenrechte ist im Einklang mit unserem Multibrand-Ansatz (A1, BOB, Anm.).

Was geschieht mit Yesss?

Yess wird erhalten bleiben. Es bietet sich die Gelegenheit, die bestehende Kundenbasis zu erweitern und unser Markenportfolio durch die Integration der Marke Yesss zu ergänzen. Wir erwarten, dass Yesss einen positiven Cashflow-Beitrag zum Konzernergebnis leisten wird.

Glauben Sie an das Ende von Null Euro am österreichischen Mobilfunkmarkt oder bahnt sich ein neuer Preiskampf an?

Die letzte Senkung der Angebote ist erst vor zwei Wochen passiert. Es gibt jetzt Angebote um 7 Euro. Wir bieten ein iPhone 4 um null Euro an. Das ist ein enorm teures Handy. Das ist eine Situation, die ganz klar zeigt, wie kompetitiv der Markt ist. Von einer Beruhigung kann also nicht wirklich die Rede sein. 

Sind diese niedrigen Preise ein Problem für A1?

Wenn sie die niedrigsten Preise in Europa haben und dabei sehr gute Netze, ist das eine sportliche Herausforderung, diesen Spagat zu schaffen. Vor allem wenn man auch so - wie wir - kontinuierlich in den Netzausbau investiert.  

A1 hat gerade die Festnetztarife erhöht, warum war das notwendig?

Ich glaube, es ist wichtig, immer ein vernünftiges Niveau zu finden. Ausgaben, die man zu bewältigen hat, Kosten, die auf einen einprasseln, Investitionen , die man tätigt und dann eben die Einnahmen, die man daraus generiert. Das ist für alle nicht einfach und ich glaube, es sind vernünftige Schritte, da und dort Adaptierungen zu machen. 

Wieviele Kunden sind von den Erhöhungen betroffen?

Etwa 900.000 Kunden

In den AGBs steht jetzt, dass jährlich eine solche Inflations-Anpassung möglich ist. Werden die Preise jetzt jedes Jahr steigen?

Diese Klausel gibt es bei anderen Netzbetreibern auch. In regelmäßigen Abständen werden AGBs immer wieder angepasst, wie weit das dann wirklich Veränderungen nach sich zieht, ist eine völlig andere Sache. Diese Veränderungen sind von Mitbewerbern schon vorher gemacht worden.

Beim Roaming hat sich letztes Jahr einiges getan, aber es ist gerade bei Daten immer noch teuer - gibt es da noch Spielraum nach unten?

Man muss da unterscheiden. Bei der Sprachtelefonie ist das wirklich schon sehr günstig geworden. Im Datenbereich sind wir noch in einer Pionierphase. Da muss man sicher noch überlegen, wie man Datenpakete anbietet, die für den Kunden zu einer guten Erfahrung führen. Das ist zum einen im Inland das Datenvolumen, das man anbietet. Und dann auch, was passiert, wenn man dieses Volumen überschreitet. Hier gehen wir mehr und mehr dazu über, dass wir unlimitierte Pakete anbieten. Wenn man eine Grenze überschreitet, wird einfach die Geschwindigkeit gedrosselt, aber man hat keine Kostenexplosion. Diese Sicherheit ist glaube ich sehr wichtig für die Kunden. Im Ausland ist man klarerweise abhängig von den Preisen, zu denen wir selbst das Datenvolumen dort einkaufen. Es gibt hier schon sehr vernünftige Pakete für die Kunden: Tagespakete, Monatspakete, die dann zu günstigen Preisen führen. Ich denke aber auch, dass wir hier gefordert sind, das noch kundenfreundlicher zu machen. 

Es gibt also noch einen Spielraum nach unten?

Ich glaube, dass man in den Konzepten noch weiter überlegen muss, wie man dem Kunden die Sicherheit geben kann, dass er Datendienste auch im Ausland nutzt. 

Wann ist es soweit, dass man im Ausland nicht sofort die Datenübertragung am Smartphone deaktiviert?

Das wäre natürlich zu wünschen, dass man als Kunde nicht mehr groß überlegt, sondern einfach sein Handy nutzt - sowohl für Sprache, als auch für Daten. Die erste Aufgabe, Sprache, ist schon sehr gut erledigt. Die Aufgabe Daten ist noch zu entwickeln. Wir sind hier auch in Diskussion mit der EU und es gibt bestimmte Vorstellungen. Wir bieten selber immer wieder neue Datenpakete an.

Sie haben 2011 für die Aussagen  zur Netzneutralität den "Scheiß Internet"-Preis erhalten. Was war Ihre Reaktion?

Das ist eine emotionale Diskussion zum Thema Netzneutralität. Wir haben derzeit keine Massnahmen im Netz, die bestimmte Teile des Datenverkehrs priorisieren oder diskriminieren. Wir haben ein riesiges Sozial- und Bildungsprogramm aufgebaut mit "A1 Internet für alle". Wir sind vermutlich diejenigen, die hier am meisten tun. Ich unterschreibe alle Äußerungen von Sir Tim Berners Lee (gilt als Gründer des Internets, Anm.), insofern glaube ich, ist das notwendig, dass man sich mit den Themen auseinandersetzt und wir forcieren diese Diskussionen durchaus, zum Beispiel mit unserem A1 Open Society Award.

>> A1-Chef Ametsreiter erhält "Scheiß Internet"-Preis

Sollen für die Nutzung datenintensiverer Dienste höhere Gebühren anfallen?

Nein. Es wird nur in der Zukunft unterschiedliche Geschwindigkeiten geben, so wie es das ja heute auch schon der Fall ist. Einmal mit 7,2 Megabit, einmal mit 42 Megabit - hier wird es einfach Differenzierungen geben. Der eine hat die schnelle Verbindung, der andere begnügt sich mit einer langsameren - für die Autobahn brauche ich die Vignette, für die Landstraße nicht. Je weiter entwickelt ein Markt ist, umso mehr segmentiert ein Markt auch. 

In Österreich werden Wertkarten-Angebote ohne Vertragsbindung immer beliebter. Ist der Zweijahresvertrag bei der kurzen Halbwertszeit von Smartphones ein Auslaufmodell?

Das Schöne ist, die Entscheidung liegt beim Kunden. Er kann entweder ein gestütztes Handy nehmen oder sich eine SIM-Karte organisieren und ein freies Handy kaufen. 

Ist eine Stützung mit einer Vertragslaufzeit von unter zwei Jahren möglich?

Es gibt unterschiedliche Modelle. Das eine ist, ich habe alle Freiheit und keine Bindung, dafür kostet es vielleicht mehr. Das andere Modell ist, ich erhalte es kostenlos und dafür verpflichte ich mich. In Wirklichkeit muss ein Geschäftsmodell dahinterstecken. 

Wie läuft das Geschäft mit Windows Phone? 

Lumia ist jetzt wahrscheinlich das erste Gerät, das die Chance hat, wieder Fuß zu fassen. Davor war eine nicht so dynamische Phase für Windows Phones. Das gute ist auch da wieder die Wahlfreiheit für den Kunden. Er kann wählen, ob er ein iOS nimmt von Apple, ob er ein Android nimmt von Google, ob er ein Microsoft-Gerät nimmt. All diese Möglichkeiten sind gegeben. 

Wie verkauft sich das Nokia Lumia?

Der Start war kein schlechter, aber man wird sich trotzdem mit den anderen messen müssen und da wird man dann sehr schnell sehen, wer erfolgreicher ist.

Kann es das Duo Microsoft-Nokia Ihrer Meinung nach tatsächlich in die Oberliga am Smartphone-Markt schaffen?

Das sind unternehmenspolitische Entscheidungen, die die beiden Unternehmen getroffen haben. Bei uns ist der Ansatz, wenn es eine Nachfrage von Seiten der Kunden gibt, dann bieten wir diese Produkte an. Wenn es diese Nachfrage nicht gibt, erledigt sich diese Frage von selber. Für uns ist die Vielfalt wichtig. 

Schneidet sich Nokia ohne Android im Portfolio ins eigene Fleisch?

Ich glaube wir sehen derzeit sehr deutlich, welche Systeme erfolgreich sind. Da ist ganz klar, dass sich Android und Apple exzellent entwickeln. 

Samsung hat Nokia vergangenes Jahr in Österreich als Marktführer bei Smartphones und Handys abgelöst. Wie hat Samsung das ihrer Meinung nach geschafft?

Indem sie gute Produkte angeboten haben. Der Markt ist sehr schnelllebig, man sieht, wie rasch sich hier Marktanteile verschieben können. Sowohl bei Mobilfunkern als auch bei Handyherstellern. Insofern ist das nur ein Zeichen für die Dynamik der Branche, das ich grundsätzlich für positiv halte. 

Kann Nokia den Thron zurückerobern?

Das wird an Nokia liegen. Wenn sie gut sind und die richtigen Dinge tun und wieder Produkte schaffen, die mit Design, Qualität und Funktionen überzeugen, dann ist alles möglich.

Glauben Sie kommt irgendwann die Zeit, zu der sich nicht mehr alle Smartphone-Hersteller am iPhone messen?

Natürlich wird wieder eine Zeit kommen, wo andere überzeugendere Konzepte vorlegen. Ich kann mich sehr gut erinnern, als Motorola im Bereich der Mobilfunknetze den Markt komplett dominiert hat. Heute ist die Situation anders. Wenn sie sich ansehen, wie das im GSM-Bereich war, als Nokia den Markt dominiert hat, ist auch hier innerhalb weniger Jahre wieder eine komplett andere Situation eingetreten. Das verschiebt sich ständig und jeder ist gefordert, die besseren Ideen zu haben, die besseren Teams zu haben, die die besseren Ideen zu generieren. Jeder ist gefordert, dem Kunden sehr genau zuzuhören, um letztlich zu den besten Geräten zu kommen. Da ist viel passiert, gerade wenn man sich die Usability ansieht. Finger- und Sprachsteuerung sind komplett neue Ansätze, die es vorher in der Art nicht gegeben hat und die überzeugen die Kunden.

Wo sehen sie das größte Verbesserungspotenzial bei modernen Smartphones?

Ich glaube Usability und Interface sind immer wichtige Themen. Da kann man immer noch besser werden. Ich glaube, dass sich auch der Formfaktor noch deutlich verändern wird. Wir werden noch ganz andere Formen erleben, andere Materialien. man sieht ja auch wie dynamisch die Entwicklung bei den Bildschirmen ist, wie schnell sich die entwickeln. Der nächste Sprung wird auf High-Definition-Qualität sein. Lautsprecher können auch noch ein Thema werden. Bei der Akkulaufzeit hat es bisher sehr wenige Sprünge gegeben. Wir haben noch immer ähnliche Kapazitäten wie vor einigen Jahren. Aber gerade in dem Bereich findet massiv Forschung statt. 

Verkauft sich das iPhone 4S genauso gut wie frühere iPhones?

Ja. Jede größere Neuigkeit sorgt auch für entsprechende Nachfrage am Markt. 

Sehen Sie eine Zukunft für Blackberrys?

Ja, wir haben nach wie vor einen sehr stabilen und guten Markt und eine stabile Nachfrage nach Blackberrys. Im Business-Bereich ist es noch immer eines der wichtigsten Systeme. 

NFC ist schon wieder eines der ganz heißen Themen des Jahres. Wann wird es da jetzt endlich vernünftige Dienste geben?

Heuer.

NFC

Near Field Communication (NFC) ist ein Standard zur drahtlosen Übertragung von Daten über eine Strecke von maximal zehn Zentimetern. Das System kommt vor allem bei drahtlosen Bezahldiensten oder bei Zugangskontroll-Systemen per Handy zum Einsatz. Bisher gibt es noch sehr wenige Geräte, die NFC unterstützen.

Welche Dienste kommen?

Das sagen wir dann, wenn es so weit ist. 

Was erwarten Sie vom heurigen Mobile World Congress?

Barcelona ist immer ein Gradmesser der Branche. Es wird am MWC wieder einmal die Industriepolitik aufgezeigt. Das Thema vierte Mobilfunkgeneration ist ein riesiges Thema. Da wird es viele Aussteller dazu geben, die ihre neuesten Netztechnologien dazu präsentieren. Es wird im Applikations- und Service-Bereich viel zu sehen geben. Das Thema Mobile Cloud ist ein größeres, genauso wie Mobile Payments. Auch Machine-2-Machine st ein wichtiges Zukunftsthema. Die großen Mobilfunker haben dort auch ein Meeting mit der EU-Kommissarin, um die brennenden Themen der Branche zu diskutieren.

Welche brennenden Themen sind das? 

Roaming ist ein Thema. Die "Digitale Agenda" – das heißt wie schaffen wir es, die Infrastruktur der Zukunft in Europa zu etablieren und Europa in eine führende Position zu bringen - eine andere wichtige Aufgabe.

Hannes Ametsreiter übernahm 2009 den Chef-Posten bei Telekom Austria und A1 von Boris Nemsic. Der 45-Jährige war Manager bei Procter & Gamble, bevor er 1996 bei der Mobilkom Austria landete. 

T-Mobile-Chef: Blackberry hat es schwerer als Nokia

Robert Chvátal spricht mit DiePresse.com über die Herausforderungen für Nokia und den Blackberry-Konzern, über Netzausbau und Roaming.

DiePresse.com hat im Vorfeld des kommenden Mobile World Congress, der vom 27. Februar bis 1. März in Barcelona stattfindet, mit allen Mobilfunk-Chefs Österreichs über die "Lage der Handynation" gesprochen. Bereits erschienen sind die Interviews mit 3-Chef Jan Trionow und Orange-Chef Michael Krammer. T-Mobile-Österreich-Chef Robert Chvátal erzählt, dass die Smartphone-Nutzung im Ausland noch billiger wird und glaubt an die Zukunft von Nokia und Microsoft am Smartphone-Markt. Der Blackberry-Konzern Research in Motion werde es schwieriger haben, erklärt er im Gespräch.

DiePresse.com: Wie läuft das Geschäft mit Windows Phone?

Robert Chvátal: Ich denke, das ist noch zu früh, das zu beurteilen. Ich lese aber fast nur gute Berichte über Windows Phone. Ich verwende gerade unter anderem das Lumia 800 und ich finde es gar nicht so schlecht. Wir begrüßen einen Wettbewerb bei Betriebssystemen. Vor der Partnerschaft zwischen Nokia und Microsoft lief der Windows-Phone-Verkauf eher schleppend, aber das war auch nicht unser Fokus. Wir geben dem System eine faire Chance. 

Glauben sie, dass die Partnerschaft von Microsoft und Nokia die beiden Unternehmen wieder ins Smartphone-Rennen bringen könnte?

Ich denke, dass beide nach wie vor sehr starke Muskeln haben. Sie haben gute Chancen. 

Wie stehen diese Chancen für den schwächelnden Blackberry-Konzern Research in Motion?

Blackberry war immer ein Business-Gerät und hat sich bei Privatanwendern nie richtig etabliert. Speziell in Europa nicht. Die wurden vom iPhone und von Android überrollt. Das Blackberry-Tablet war auch ein Flop. Ich glaube, die haben es jetzt sehr schwer. Auch geräteseitig hat Blackberry ja immer stark auf Tastaturen gesetzt. Es gibt jetzt einen neuen Chef, auf den sicher noch größere Herausforderungen warten als auf die Allianz aus Nokia und Microsoft. 

Sollte Blackberry sein Betriebssystem lizenzieren und anderen Herstellern zur Verfügung stellen wie etwa Google?

Ich glaube nicht, dass das passiert.

Samsung hat in Österreich Nokia nicht nur am Smartphonemarkt überholt, sondern auch bereits am Handymarkt. Warum ist das ihrer Meinung nach passiert?

Das ist natürlich schmerzhaft für Nokia nach so vielen Jahren Marktführerschaft. Manchmal ist das aber nicht schlecht. Wenn man zu lange an der Spitze ist, braucht man vielleicht mal einen neuen Blickwinkel, aus dem man die Welt betrachtet. Ich würde das nicht als das Ende der Welt sehen. Samsung hat das geschafft, weil sie relativ bald auf bestimmte Betriebssysteme gesetzt haben und gute Hardware anbieten. Es sind sehr zuverlässige Geräte. 

Hat Nokia eine Chance, den Spitzenplatz am Handymarkt wieder zurückzuerobern?

Weltweit ist Nokia im Billigsegment ja noch immer vorne, gerade in den Entwicklungsländern. Bei Smartphones versuchen sie es eben mit der Allianz mit Microsoft.

Kommt irgenwann der Zeitpunkt, an dem sich nicht mehr jeder Hersteller am iPhone messen muss?

Ich glaube, dass die Grenzen zwischen den verschiedenen "mobile devices", also Laptops, Tablets, Smartphones, immer stärker verschwimmen werden. Es geht letztendlich um ein gutes Ökosystem zwischen Smartphones, Tablets und leichten Laptops gehen wird. Ich glaube persönlich ganz besonders an die Zukunft der Tablets. Tablets haben eine sehr große Reichweite, wenn es darum geht, wer sie aller bedienen kann. Tablets werden jetzt auch für Kinder eingesetzt, für Bildung und die Einsatzbereiche werden immer mehr. Auch ganz besonders die ältere Generation kann mit Tablets besser umgehen, weil sie so leicht zu bedienen sind. Und Tablets bieten alle Grundlagen, die man braucht: Einfaches E-Mailen, Browsen und eine sehr intuitive Bedienung. Diese Entwicklung geht viel schneller, als wir denken. Ich glaube, für die Hardwarehersteller wird es genau darum gehen, die Grenzen hier verschwimmen zu lassen. Samsung ist da ein gutes Beispiel. Die haben sogar noch das Galaxy Note, das die Lücke zwischen Tablet und Smartphone füllt. Und genauso wie bei Apple, ist das Nutzungserlebnis ganz ähnlich und man kann seine Daten einfach auf jedes dieser Geräte mitnehmen, da sie in der Cloud (Online-Speicher, Anm.) lagern. 

Was halten sie davon, dass Apple versucht anderen Herstellern - konkret Samsung - zu verbieten rechteckige Tablets mit abgerundeten Ecken herzustellen?

Ich finde das verständlich. Apple war der erste mit einem Tablet dieser Art. Zuerst haben sie das Smartphone neu erfunden, dann das Tablet. 

Verkauft sich das iPhone 4S genauso gut wie die iPhone-Modelle davor?

Ich denke schon, ja.

Wie geht bei T-Mobile der Ausbau des LTE-Netzes voran?

LTE war letztes Jahr ja Ende 2010 sehr aktuell, weil es die Auktion der 2,6 Gigahertz Frequenzen gab. Aber auch schon davor hatte T-Mobile in Innsbruck das erste Live-LTE-Netz. Von dort aus haben wir dann in vier weitere Städte ausgebaut, nämlich in Innsbruck, in Graz, in Wien und in Linz. Wir haben mit Ende 2011 eine Abdeckung von ungefähr 9 Prozent der Bevölkerung, das sind 600.000 Haushalte. Das ist wie mit allen neuen Technologien - es muss zu einem gewissen "tipping point" kommen. Da geht es um den Versorgungsgrad, aber auch um die Geräte. Momentan gibt es ja nur mobiles Breitband und noch kaum Smartphones. Das wird noch dauern.

LTE

"Long Term Evolution" ist ein neuer Standard für mobiles Breitband-Internet. LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde statt derzeit gängiger HSDPA-Raten von 3,6 Megabit pro Sekunde. In Österreich ist das Netz bisher nur wenig ausgebaut. Die Mobilfunker warten auf die Versteigerung der 800-Megahertz-Frequenzen im Herbst, um den Ausbau am Land zu starten.

Braucht man mit LTE überhaupt noch ein Festnetz?

LTE ist auf jeden Fall eine Alternative wenn es um einen Breitbandanschluss geht. Nicht jeder Haushalt in Österreich wird eine Glasfaser-Anbindung mit 100 Megabits pro Sekunde haben - das wird es nur in wenigen Haushalten geben. Gerade außerhalb der Städte. LTE ist viel schneller beim Ausbau als Glasfaser.

Wieveile LTE-Kunden hat T-Mobile bereits?

Das geben wir noch nicht bekannt.

Vergangenes Jahr hat sich im Bereich Roaming einiges getan. Wieviele Kunden haben die neuen Pauschalpakete angenommen?

Das Datenvolumen beim Roaming hat sich vervierfacht. Datenroaming ist bei uns um ungefähr 90 Prozent günstiger geworden. Auch die Kostenkontrolle ist viel besser geworden. 

30 Euro für fünf Megabyte sind aber eigentlich noch immer teuer. Gibt es da noch Spielraum nach unten?

Das hängt immer davon ab, wie wir das mit anderen Betreibern ausverhandeln. Im Ausland nutzt man ja nicht unser Netz, sondern ein Partnernetz. Ich denke, ja.

Wieviel kostet T-Mobile ein Roaming-Megabyte?

Das hängt vom Partner ab. Das können wir so nicht sagen.

In Österreich sind Wertkartenangebote stark im Aufschwung. Ist der klassische Zweijahresvertrag ein Auslaufmodell?

Ja und nein. Die SIM-only-Angebote sind auch günstig, kommen aber ohne Handy. Und Smartphones sind ganz einfach teuer und werden es auch bleiben. Vergangenes Jahr haben 65 Prozent unserer Kunden zu einem Smartphone gegriffen. Der Vorteil des Zweijahresvertrags ist eben, dass das Smartphone sehr stark subventioniert ist. Ich glaube, die Mehrheit der  Kunden wird das weiterhin schätzen. Smartphones mit Pre-Paid-Karten sind selten.

Die Kurzfunk-Technik NFC geistert schon seit Jahren als eines der ganz heißen Themen durch die Mobilfunkwelt. Langsam kommen die Geräte, aber an Diensten fehlt es noch. Wird sich das heuer ändern?

Als sehr kompetitive Branche versuchen wir immer ein bisschen auf Exklusivität zu setzen. Jeder will immer der erste, beste und größe sein. Bei Geschichten wie NFC müssen drei Dinge zusammenkommen. Es müssten genügend Geschäfte - also nicht nur eine Handelskette - mitspielen (NFC wird für drahtlose Zahlungen genutzt, Anm.). Dann muss es genügend Geräte geben, nicht nur einige wenige Exoten. Und außerdem kann das nicht nur von einem Betreiber getragen werden. T-Mobile ist der Ansicht, dass man das gemeinsam angehen sollte. Ich kann ja NFC-Zahlung in einem Supermarkt nicht nur für 30 Prozent der Kunden anbieten. 

NFC

Near Field Communication (NFC) ist ein Standard zur drahtlosen Übertragung von Daten über eine Strecke von maximal zehn Zentimetern. Das System kommt vor allem bei drahtlosen Bezahldiensten oder bei Zugangskontroll-Systemen per Handy zum Einsatz. Bisher gibt es noch sehr wenige Geräte, die NFC unterstützen.

Wieviele Jahre ist das noch entfernt?

Jetzt haben sich zumindest mal die 45 wichtigesten Mobilfunkbetreiber auf einen simbasierten NFC-Standard geeinigt. 

Was erwarten Sie vom heurigen Mobile World Congress?

Ich glaube, dass dieses Verschwimmen der Grenze zwischen den verschiedenen mobilen Geräten ein großes Thema sein wird. Und im Bereich Roaming erwarte ich mir, dass man bessere Vereinbarungen trifft. 

Das Gespräch wurde vor der offiziellen Bekanntgabe der Übernahme von Orange durch Drei geführt. Das Interview zu diesem Thema ist bereits gesondert erschienen.

Robert Chvátal ist seit 2007 Chef von T-Mobile Österreich. Zuvor leitete der gebürtige Tscheche T-Mobile in der Slowakei. 


"Österreich hat keine Telekommunikationsstrategie"

Orange-Chef Michael Krammer sieht im DiePresse.com-Interview die Branche durch die Politik benachteiligt. Die Zukunft gehört seiner Ansicht nach der Funktechnik LTE.

DiePresse.com hat im Vorfeld des kommenden Mobile World Congress, der vom 27. Februar bis 1. März in Barcelona stattfindet, mit allen Mobilfunk-Chefs Österreichs über die "Lage der Handynation" gesprochen. Orange-Chef Michael Krammer, der über seine Zukunft nach der geplanten Fusion mit 3 weiterhin eisern schweigt, im Gespräch über Zukunftstechnologien und mangelhafte regulatorische und politische Rahmenbedingungen.

DiePresse.com: 3 hat um den Connect-Test ein ziemliches Tamtam gemacht. Man hat gesehen, dass Orange nicht so gut abgeschnitten hat. Das scheint ein Zeichen dafür zu sein, dass Ihr Netzausbau stockt.

Michael Krammer: Zuerst einmal ist "Gut" gut. Das Urteil im Netztest für Orange ist nicht sehr gut, aber gut. Und wir sind deutlich besser als die meisten Netze im Ausland. Aber natürlich, in Österreich geht der 3G-Ausbau rasch voran. Die Frage ist, ob es nicht gescheiter ist, auf die neue Frequenzausstattung zu warten und dann gleich den weiteren Netzausbau auf das abzustimmen, was an Technologie möglich wird. Da steht das gesamte Spektrum in Österreich zur Disposition. Frequenzen, die jetzt nur für 2G vorgesehen sind, können dann etwa für 3G und auch LTE genutzt werden.

LTE

"Long Term Evolution" ist ein neuer Standard für mobiles Breitband-Internet. LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde statt derzeit gängiger HSDPA-Raten von 3,6 Megabit pro Sekunde. In Österreich gab es bereits erste Testläufe. Der noch schnellere Nachfolger "LTE Advanced" wurde auch bereits in Ausicht gestellt. Die Betreiber hoffen, mit der neuen Technik Datenverkehr kostengünstiger abwickeln zu können.

Man wartet aber schon recht lange auf diese Versteigerung.

Wir haben auch bis Mitte 2011 unser 3G-Netz weiter ausgebaut. Und ein "Gut" in diesem Netztest, der ja schwerpunktmäßig Datenübertragungsraten betrifft, kommt nicht daher, dass man nichts investiert.

Die Kapazitäten steigen, aber gleichzeitig auch die Anforderungen der Kunden, gerade wenn man den Datenverbrauch betrachtet. Kann man da mit einem klassischen Netzausbau noch mithalten?

Überhaupt kein Problem. Es gab einen Zeitpunkt, da hatten wir ein richtiges Problem. Das war im Jahr 2007. Da kamen wir von einem Datenverkehr in homöopathischen Dosen zu mobilem Breitband. Das war eine Kapazitätssteigerung von Null auf Tausend. Dann haben wir ungefähr ein Jahr gebraucht, um uns auf diese neue Situation einzustellen. Ein zweites Thema waren schon auch die Smartphones, etwa wo das iPhone gekommen ist. Aber der Hub war nicht zu vergleichen mit dem mobilen Breitband. Zehn iPhone-User entsprachen zu Beginn einem mobilen Breitband-Kunden. Dieses Wachstum war daher leichter handhabbar.

Bleiben wir beim Netz, Stichwort LTE. Sie haben gesagt, derzeit sei das auf den aktuellen Frequenzen nichts anderes als ein bisschen besseres WLAN. Herr Trionow von 3 will LTE bis Ende 2012 für zwanzig Prozent der Bevölkerung ermöglichen. Sehen Sie das als realistisch an?

Ja was sind denn zwanzig Prozent? Da reden wir nicht einmal über Wien. Meine Aussage stimmt: Mit 2,6 Gigahertz können Sie es vergessen. Jeder wartet auf die Versteigerung der Frequenzen und das Refarming, um LTE wirklich weiter auszubauen. Die erste Lizenzbedingung für den UMTS-Ausbau, da gab es noch nicht einmal Endgeräte, waren schon 25 Prozent. In der zweiten Stufe waren es fünfzig. Und die Mindestausbaustufe für die 2,6er-Frequenzen sind auch 25 Prozent bis 2013. Zwanzig Prozent 2012 heißt: "Ja, ich erfülle gerade einmal die Lizenzbedingungen, weil ich muss."

Das heißt, ohne die neuen Frequenzen und die Neuvergabe schon vorhandener Frequenzen ist das Ganze eher sinnlos?

Weil es wahnsinnig viel Geld kostet und diese Frequenz für den flächendeckenden Ausbau nicht geeignet ist. Man kann in der Stadt ein bisschen verdichten, okay, aber das war es dann auch schon.

In Deutschland sind die Betreiber da schon weiter, da wird LTE schon recht günstig angeboten.

Die haben ja auch schon alle Frequenzen. Die verbauen schon die digitale Dividende. Das sind 800 und nicht 2600 Megahertz.

Zurück zum Ausbau: T-Mobile schließt in letzter Zeit immer mehr Kooperationen, sowohl mit Orange als auch mit 3. Bekommen die zu wenig Geld von der deutschen Konzernmutter?

Ich kann jetzt nicht in T-Mobile hineinschaun. Aber wir haben ja auch mit einem ähnlichen Konzern zu tun. Österreich ist jetzt nicht das Land, wo man jetzt an Nummer eins Investitionen positioniert. Da haben die Rahmenbedingungen schon ihren Beitrag dazu geleistet, dass sich die großen Telekommunikationskonzerne genau überlegen, ob sie da noch Geld investieren. Die passen einfach nicht.

Würden mit der angekündigten Marktkonsolidierung die Bedingungen besser werden?

Eine Konsolidierung bringt vor allem den Unternehmen, die zusammengehen etwas. Economies of scale sind eine wichtige Voraussetzung, um im Mobilfunk wirtschaftlich zu arbeiten. Dem Gesamtmarkt bringt das noch nichts. Bei den Rahmenbedingungen muss man verschiedene Dinge bedenken: Lasse ich weitere Netzkooperationen zu? Forciere ich diese sogar, um den Infrastrukturausbau zu beschleunigen, um damit den Wirtschaftsstandort zu stärken? Das sind die Überlegungen, die man machen muss und dann werden die Investitionen wieder kommen.

Österreich ist ja das Land des Mobilfunkpreiskampfs. Sie haben ja auch damals das iPhone 4 als erster Betreiber um einen Euro angeboten. Dadurch erhält man schnell viele Kunden, aber ist es nicht langfristig ein Problem, wenn man so weit runter gehen muss, um mehr Kunden zu erhalten?

Im Wettbewerb hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man macht mit oder man scheidet aus. Man muss versuchen, mitzulaufen. Kunden zu verlieren ist keine Option. Wenn man keine Kunden hat, kann man sie auch nicht entwickeln. Und iPhone-Kunden sind nicht die schlechtesten, wie sich herausgestellt hat. Das sind die, die das Angebot auch wirklich nutzen und bereit sind, eine monatliche Gebühr zu zahlen, die über der eines Billig-Handys liegt.

Bei Billig-Handys ist Nokia noch gut unterwegs, bei Smartphones haben sie viel Boden verloren. Wie sehen Sie die neue Windows-Phone-Strategie?

Mein Parallelhandy ist ein Lumia 800. Ich mag das Ding, es ist wirklich gut und ich finde Windows Phone 7.5 komfortabel zu nutzen und ich glaube da ganz stark an die Zukunft des Ökosystems Nokia/Microsoft.

Nokia hat ja ein großes Marketing-Budget für die neuen Geräte locker gemacht. Unverschämt gefragt: Wurde Ihr Lob erkauft?

Nein, ich bin prinzipiell davon überzeugt. Android ist super, aber was HTC und Samsung da an Software zum Synchronisieren dazugeben, ist letztklassig. Zune funktioniert erstklassig, aus meiner Sicht sogar besser als iTunes.

Aktuell schaut es aber so aus, als wäre Apple der unangefochtene Sieger im von Nokia-Chef Stephen Elop beschworenen Krieg der Ökosysteme.

Bei aller kritischer Distanz, die man zum iPhone haben muss, es ist einfach gut. Deshalb kaufen es die Leute auch. Auch wenn das iPhone 4S bei uns weit nicht mehr den Hype erzeugt hat wie das iPhone 4.

Haben Sie und Ihre Mitbewerber den Markt mit günstigen iPhone-Angeboten schon übersättigt?

Nein, ich glaube einfach, dass die Konkurrenz größer und stärker geworden ist. Nokia ist wieder da, Samsung ist extrem stark und das 4S ist nichts wirklich neues. Ob ich die Sprachsteuerung habe oder nicht, ist eigentlich egal.

Trotz der iPhone- und Android-Dominanz rechnen Sie mit einem Aufstieg von Windows Phone. Die Marktforscher sind sich da sehr uneinig. Manche sehen Windows Phone bald vorn, andere prognostizieren, dass es nie aus der Nische herauskommt. Was stimmt nun?

Keine der Prognosen ist auf irgendeiner fundierten Basis, denn man kennt die Entwicklungsschritte noch nicht. Niemand hätte Apple im Jahr 2007 diesen Erfolg vorhergesagt. Warum glaube ich an Microsoft? Weil Windows auf 85 Prozent der Computer weltweit installiert ist. Und wenn sie mit Windows 8 es schaffen, ein Betriebssystem zu implementieren, das wirklich komplett reibungslos auf PC, Tablet und Smartphone funktioniert, dann ist das etwas, wo es eine Chance gibt, den Kunden auf einer installierten Basis aufbauend zu überzeugen. Ich kann es natürlich auch nicht genau sagen. Aber die Entwicklungen mit Windows Phone 7.5 zeigen in die richtige Richtung.

Kommen wir zum nächsten großen Ökosystem. Android befindet sich ja derzeit im Patentkrieg, vorrangig vertreten durch Samsung, die sich mit Apple herumschlagen. Läuft die Sache langsam aus dem Ruder?

Es schaut ein bisschen so aus, als wäre das der neue Kalte Krieg. Jeder versucht, das Gleichgewicht des Schreckens wiederherzustellen. Google kauft sich deswegen Motorola, um auch ein paar Patente zu besitzen und zurückklagen zu können. Samsung und Apple bekriegen sich aufs Ärgste. Ich frage mich nur, was das für einen Sinn haben soll, denn den Konsumenten interessiert das herzlich wenig. Im Kleinen haben wir Mobilfunker das früher mit den Wettbewerbsklagen wegen einm falsch gesetzten Beistrich auch so gemacht.

Letztes Jahr wurde am Mobile World Congress die Funktechnik NFC stark beworben, insbesondere die Bezahlung per Handy. Ein Zahlungsdienstleister hat uns gegenüber erzählt, derzeit gebe es ein "Spannungsfeld" zwischen Mobilfunkern und Zahlungsdienstleistern, die die Einführung in Österreich verhindere. Sehen Sie das auch so?

Das kann ich nicht bestätigen. Es gibt Arbeitgruppen der Mobilfunkbetreiber mit den Kreditkartenunternehmen. In Österreich wird darüber geredet, es wird analysiert, es gibt Teststellungen zu diesem Thema. Ich glaube es gibt bei NFC eine Grundproblematik. Es gibt ein paar Anwendungen, die eine unheimliche Logik haben, über NFC abgewickelt zu werden. Etwa wenn man die Liftkarte beim Skifahren schon im Vorhinein kauft, und einfach durchgehen kann ohne sich bei der Schlange anzustellen. Zweite Möglichkeit: Stadionbesuch, genau dasselbe. Ich kaufe daheim mein Ticket, hab es am Smartphone und geh beim Stadion hinein. Jetzt ist fraglich, ob man über solche Anwendungen schon das ganze NFC-Ökosystem investieren, finanzieren, rückrechnen kann. Damit ist man schnell bei der Frage, ob das Mobiltelefon über NFC von den Kunden als generelles Zahlungsmittel akzeptiert wird. Meine persönliche Meinung: Es hat ganz lange gedauert, bis die Österreicher die Bankomatkarte akzeptiert haben. Jetzt haben endlich alle eine und jeder Händler hat in die Terminals investiert. Das erfordert ja eine Änderung der Infrastruktur. Und ob die bereit sind, da wieder zu investieren? Ich bin noch bei keiner Antwort. Was dafür spricht ist, dass das Smartphone die zentrale Lebenssteuerung zu werden scheint. Warum nicht auch Zahlungsmittel?

Was mir nicht ganz klar ist: Wer bei der Handyzahlung was wirklich abwickeln soll?

Mir auch nicht. Das ist noch nicht definiert. Es gibt ja auch in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche gesetzliche Voraussetzungen. Das österreichische Zahlungsdienstegesetz erfordert für die Abwicklung eine Banklizenz. Jetzt haben die Mobilfunker vor vielen Jahren einmal eine gehabt. T-Mobile und wir haben sie hergegeben, weil es einfach sinnlos war. Man ist da schon in einem völlig anderen Bereich. Deshalb muss man das auch mit den Kreditkartenunternehmen und Bankinstituten abstimmen, wer was in der Prozesskette übernimmt. Das löst man nicht in fünf Minuten.

Können Sie abschätzen, wann diese Knoten gelöst sind?

Nein. Man muss ja auch hundert Prozent Endgerätepenetration haben, weil der Kunde nicht die Auswahl des Handys danach trifft, ob es NFC hat oder nicht. Wenn er ein iPhone will, will er ein iPhone und wenn das kein NFC hat, ist es ihm egal. Nur bei einer breiten Basis sind die Händler dann bereit, mitzuziehen. Für zwei Kunden am Tag werden die nichts neues hinstellen.

Bleiben wir bei Smartphones. Die Hersteller überschlagen sich mit neuen Leistungsdaten. Bringt das dem Kunden überhaupt noch etwas?

Es ist wie in der Automobilbranche. Jede Marke braucht ihr Flaggschiff, und das braucht dann den 500-PS-12-Zylinder-Motor. Kauft eh niemand, aber man kauft die Marke, weil die technologisch so weit vorne sind. Die Flaggschiffe sind ein Marketinggag. Man stellt sie in die Auslage und der Kunde kauft dann nicht die S-Klasse, sondern die A-Klasse. Aber auch in der A-Klasse ist ein bisschen was von der S-Klasse drin.

Gerade bei Samsung hat sich aber das Flaggschiff Galaxy S2 hervorragend verkauft und nicht nur die Billiggeräte.

Weil es einen aggressiven Preis hat. Wenn die S-Klasse nur 50.000 Euro kosten würde, würden sie auch mehr Leute kaufen.

Der Mobile World Congress fängt bald an. Was erwarten Sie sich, beziehungsweise worauf werden Sie achten?

Ich werde vor allem mit den Endgeräteherstellern darüber reden, wie schnell LTE-Modelle verfügbar sind, die nicht nur 2,6 Gigahertz können, sondern 1800, 900 UMTS und 800 LTE. Wir werden die Netze bauen, aber was sind Straßen ohne Autos? Früher waren die Netze da und in homöpathischen Dosen sind die Handys nachgekommen. Das zweite ist das Thema, den gesamten Mobilfunk über IP abzuwickeln. Im Moment haben wir noch eine Mischung aus alter, klassischer Vermittlungstelefonie und einem IP-Netz. Die Frage, die mich interessiert: Wann ist es realistisch, dass auch die Sprache auf IP transferiert werden kann, dass der gleiche Bedienungskomfort und die gleiche Qualität vorhanden ist wie heute bei klassischer Telefonie. Ein Netz, das nur über IP funktioniert, ist wesentlich effizienter zu betreiben als das heute die kombinierten Netze machen.

IP-Telefonie

Voice over IP bezeichnet im Allgmeinen Internet-Telefonie. Anstatt über analoge Leitungen wird die Konversation in Datenpaketen übertragen. Zu Beginn nur zögerlich akzeptiert, ist die Technik inzwischen dank Anbietern wie Skype im Internet weit verbreitet. Unterschiedliche Standards (neben dem offenen SIP gibt es auch proprietäre Lösungen, wie eben Skype) erschweren teilweise aber die Kompatibilität. Da der Mobilfunk stark auf Datenverkehr setzt, wird überlegt, die Sprachtelefonie auch nur über Datenpakete abzuwickeln.

Was glauben Sie, wird Spannendes für Endkunden präsentiert werden?

Ich glaube nicht, dass etwas Revolutionäres vorgestellt wird. Jeder wird neue Flaggschiffe präsentieren, die noch ein bisschen schneller sind und noch ein bisschen ein schöneres Display haben. Wenn Geräte mit LTE auf mehreren Frequenzen kommen, ist das für Kunden nicht auf den ersten Blick entscheidend. Aber die Netzbetreiber werden dann rascher ausbauen und diese Endgeräte subventionieren um sie in die Kundenbasis zu bekommen.

Sie haben einmal gesagt, der Ausbau der Verbindung in der U-Bahn scheitert an den teuren Bedingungen der Stadt Wien. Haben Sie im Zuge des Sparpakets das Gefühl, dass Länder, aber auch der Bund Unternehmen noch stärker zur Kasse bitten?

Das war schon immer so. Da ist noch nie etwas zu einem vernünftigen Preis gegangen. Wir haben schon immer ordentlich bezahlt: Asfinag, Bundesforste, Wiener Linien und auch ÖBB.

Finden Sie Österreich von den Wettbewerbsbedingungen gut aufgestellt oder fehlt Ihnen da etwas?

Ich glaube, dass weder Europa noch Österreich politisch eine wirkliche Telekommunikationsstrategie habe. Da wird kleinhäuslerisches Denken betrieben. Frequenzen werden lokal vergeben, aber dann wird europaübergreifend reguliert. In Österreich liegt der Schwerpunkt der Infrastrukturpolitik auf Straße und Schiene. Das wirklich zukunftsträchtige Thema Telekommunikation wird negiert.

Woran liegt das?

Wenn ich Ursachenforschung betreiben will, muss ich immer auch bei uns selbst beginnen. Als Branche haben wir uns immer zu sehr auf die Kunden konzentriert und zu wenig darauf, uns politisch zu positionieren. Ich glaube aber auch, dass es auch einen zweiten Grund gibt, warum die Rahmenbedingungen nicht optimal sind. Wir haben noch immer die Situation, dass der Staat Österreich, der im Besitz der für Telekommunikation nötigen Frequenzen ist, nicht nur die Aufgabe wahrnehmen muss, die regulatorischen Rahmenbedingungen für möglichst effizienten Wettbewerb wahrzunehmen. Parallel dazu besitzt dieser Staat aber auch noch Anteile an einem der Unternehmen. Das ist eine Doppelrolle, die, wie man anhand des Untersuchungsausschusses jetzt auch sieht, eine sehr gefährliche ist. Da werden dann anscheinend Gesetze gemacht für den einen, an dem man beteiligt ist, und das trägt nicht dazu bei, dass die Rahmenbedingungen für den Ausbau dieser Infrastruktur optimal geschaffen werden.

Sie sehen also A1 politisch bevorzugt?

Dieses Urteil maße ich mir nicht an, das ist Gegenstand der Untersuchungen. Ich muss zugeben, dass ich mich damit auch noch nie so intensiv beschäfigt habe. Vielleicht war ich da zu naiv.

3-Chef: "Wir werden weiter Gas geben"

Jan Trionow garantiert im DiePresse.com-Interview auch nach dem Kauf von Orange einen heißen Wettbewerb. Für den kommenden Mobile World Congress erwartet Trionow kaum Bahnbrechendes.

Hutchison 3G Austria, Betreiber von Österreichs kleinstem Mobilfunker 3 hat angekündigt, den nächstgrößten Konkurrenten Orange zu kaufen. DiePresse.com traf sich am Tag der Bekanntgabe mit 3-Chef Jan Trionow zu einem Gespräch über die Marktsituation in Österreich, zukünftige Handytechnologien und den kommenden Mobile World Congress. Die Messe in Barcelona ist der jährliche Höhepunkt der Mobilfunkbranche und üblicherweise der Ort für etliche Neuankündigungen.

DiePresse.com: Wie fühlen Sie sich als neuer Orange-Chef?

Jan Trionow: Also soweit ist es noch nicht, dass ich neuer Orange-Chef bin, aber natürlich ist es ein guter Tag für 3, ein guter Tag für mich persönlich, auch nach all den Jahren, wo immer orakelt wurde, was mit 3 passiert. Hier Schritt für Schritt die Erfolgsstory mit der Übernahme von Orange auszubauen, das ist ein sehr sehr gutes Gefühl.

Ausgerechnet Orange-Chef Michael Krammer hatte voriges Jahr in einem Interview gesagt: "Aus 3 wird operativ nichts." Fühlen Sie jetzt ein bisschen Schadenfreude?

So möchte ich es jetzt nicht nennen. Aber dass sich einige Leute verschätzt haben, das freut mich, ja.

Es gibt Leute, die behaupten, ohne den Kauf von Orange wäre Ihnen langfristig aufgrund des harten Wettbewerbs nichts anderes übrig geblieben, als sich aus dem Markt zurückzuziehen. Ist der Kauf die Flucht nach vorne?

Nein, ganz und gar nicht. Wir sind in den letzten Jahren auf einem stetigen Weg nach oben gewesen. Wir haben gegen den Branchentrend super Zuwachsraten gehabt, sowohl bei Kunden als auch beim Umsatz. Ohne dass ich jetzt Zahlen nennen kann, weil die erst im März verkündet werden, ist es auch 2011 so weitergegangen. Wir sind auf einem guten Weg gewesen, organisch zu wachsen. Der Kauf von Orange ist in keinster Weise ein Notaktion. Das ist jetzt der Beschleuniger.

So fix ist der Kauf ja noch nicht. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat bereits Zweifel angemeldet, dass der Deal so durchgehen wird.

Ich habe davon gehört, aber die Gespräche mit der BWB werden maßgeblich von A1 gestaltet, sie sind formal die anmeldende Partei. Da ist es jetzt zu früh, irgendeine Schlussfolgerung zu ziehen.

Wieviele Basisstationen hat Orange derzeit und wieviele werden verschwinden?

Orange hat rund 4600 Stationen, wir haben auch rund 4000. Das gemeinsame Netz wird deutlich besser für alle Kunden sein. Die genaue Zahl ist Gegenstand der Optimierungen. Aber 50 Prozent mehr Stationen zu unserem Bestand ist durchaus eine realistische Größenordnung.

In bestehende Orange-Tarife soll nicht eingegriffen werden. Was ist aber, wenn einer ausläuft?

Dass vereinzelt einmal alte Tarife auslaufen, gibt es bei anderen Betreibern auch. Da kommt es darauf an, was man den Kunden anbietet. Im Zweifel sind alte Tarife für uns sogar die profitableren. Wenn die Kunden damit zufrieden sind, wird jeder Betreiber den Teufel tun, daran etwas zu ändern. Typischerweise wird ja jeder neue Vertrag günstiger sein als alte Verträge bei der Marktentwicklung. Von daher braucht sich hier kein Kunde Gedanken machen, dass er durch irgendeine Maßnahme schlechter gestellt wird.

Das ist eben die Frage. Bei einigen in Ihrer Branche wurde die Konsolidierung regelrecht herbeigesehnt, um die Bremse im Preiskampf ziehen zu können. Sehen Sie das auch so?

Wettbewerb ist uns wichtig. Wenn man auf die Marktanteile nach der Transaktion schaut, haben wir 22 Prozent, T-Mobile 31 Prozent und A1 47 Prozent. Allein an der Verteilung sehen Sie schon, da gibt es für uns genügend Anreize, weiter Gas zu geben. Das werden wir tun.

Sie sprechen von Wettbewerb, überlassen A1 mit 750.000 Yesss!-Kunden aber einiges an Marktanteilen.

Das muss man ein bisschen genauer betrachten. Das sind in Wesentlichen Prepaid-Kunden, die weniger wertig sind als die Orange-Kunden. Von daher haben wir nicht das Gefühl, einen schlechten Deal gemacht zu haben.

Bei Bekanntgabe der Ergebnisse des Connect-Tests im Dezember haben Sie sich ja ziemlich gefreut.

Mit gutem Grund.

Jetzt werden Sie, wenn alles klappt, in einem halben Jahr doppelt so viele Kunden abwickeln müssen wie bisher. Wird das Netz das aushalten? Stehen da Erweiterungen an?

Wenn die Übernahme in ein paar Monaten abgeschlossen ist, erwarten wir uns insgesamt rund drei Millionen Kunden. Wir haben dann aber die 2,3-fache Frequenzausstattung als bisher, und es werden mehr Standorte da sein. Wir werden also genügend Ressourcen haben, um das abzufedern. Frequenzen sind dabei der effizienteste Weg, Kapazität auszubauen. Je mehr desto besser.

Davon hat aber A1 auch etwas.

An A1 gehen 23 Prozent der Orange-Frequenzen.

Nun haben aber nach Bekanntgabe des Deals einige Kunden in diversen Foren angekündigt, ihren Vertrag bei Orange kündigen zu wollen. Rechnen Sie damit, dass Ihnen viele Kunden abspringen?

Zunächst einmal hat heute kein Orange-Kunde einen Grund, irgendwas zu ändern. Orange wird mindestens bis zum Sommer Orange bleiben. Und dann werden wir um jeden Orange-Kunden kämpfen. Wir glauben, dass wir dort nicht viel verlieren werden, weil wir glauben, attraktive Angebote bieten zu können. Das sollte den Orange-Kunden gut gefallen.

In wenigen Wochen startet der Mobile World Congress, die wohl wichtigste Messe der Mobilfunkbranche. Was erwarten Sie sich als mögliche Highlights?

Ich denke nicht, dass grundlegend neue Dinge auftauchen werden. Da hat auch der MWC in der heutigen Online-Welt den Stellenwert verloren, dass dort die großen Sachen angekündigt werden. Diese passieren kontinuierlich, man sieht sie dort eben sehr kondensiert. LTE wird ein großes Thema sein. Ich hoffe, dass LTE in einem Kontext diskutiert wird, der heißt: "LTE muss zu einem Massenprodukt werden." Modems und Endgeräte müssen billiger werden, damit wir damit auch Kapazitätsengpässe adressieren können.

LTE

"Long Term Evolution" ist ein neuer Standard für mobiles Breitband-Internet. LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde statt derzeit gängiger HSDPA-Raten von 3,6 Megabit pro Sekunde. In Österreich gab es bereits erste Testläufe. Der noch schnellere Nachfolger "LTE Advanced" wurde auch bereits in Ausicht gestellt. Die Betreiber hoffen, mit der neuen Technik Datenverkehr kostengünstiger abwickeln zu können.

In Österreich sind die Frequenzen mit 2,6 Gigahertz aber nicht optimal. Bisher gibt es nur sporadische Versorgung im Stadtgebiet.

Das ist ein wichtiger Punkt. LTE wird bei der Digitalen Dividende und bei der 1800 MHz-Frequenz verwendet werden. Das ist im Zuge der Versteigerung zu erwarten. Ich gehe nicht davon aus, dass sich das ändern wird. Damit steht regulatorisch die Türe offen und wir haben mit den 1800er-Frequenzen von Orange dann auch die entsprechende Ausstattung. Das wird in Österreich der Boost für LTE sein.

Kommen wir direkt zu den Endgeräten: Was nutzen Sie eigentlich derzeit als Haupt-Handy?

Ein Samsung Galaxy S2.

Für den kommenden MWC wird ein Galaxy S3 mit Vierkern-Prozessor erwartet. Derzeit passiert ja ein regelrechtes Wettrüsten auf dem Gerätesektor. Kann der Kunde da noch mithalten oder ärgert er sich, wenn sein Top-Gerät in ein paar Monaten zum alten Eisen gehört?

Ganz so schlimm ist es ja nicht. Wenn heute jemand ein Galaxy S kauft (um bei Samsung zu bleiben) und die neueste Software drauf hat, hat er immer noch ein tolles Gerät. Aber wir sehen auch, dass die Neukunden, gerade bei 3, primär zum neuesten und besten greifen. Es gibt ohnehin die Möglichkeit, alle zwei Jahre ein günstiges Endgerät zu bekommen. Die Kunden machen davon auch Gebrauch. Zwei Jahre hält eine Gerätegeneration auch vernünftigerweise durch.

Inzwischen gibt es bei den Plattformen zwei Hauptakteure: Android und Apples iPhone. Jetzt wollen Nokia und Microsoft mit Windows Phone dazwischenfunken. Ist das die Achse der Verlierer oder rechnen Sie den beiden Herstellern echte Chancen aus?

Ich glaube schon, dass sie eine gute Chance haben. Es würde den Betreibern gut tun, drei Plattformen anbieten zu können. Microsoft und Nokia sind eine starke Kombination. Natürlich haben sie etwas aufzuholen, keine Frage, aber ich gebe ihnen eine durchaus gute Chance. Die neuen Lumia-Geräte verkaufen sich auch recht gut. Natürlich nicht so gut wie ein iPhone.

Von Händlern, die mit Apple zu tun haben, hört man immer wieder, dass die Margen für die Provider gering sind, beziehungsweise die Verträge mit dem Hersteller nicht immer die einfachsten. Ist Ihnen Android da lieber?

Die Beziehungen zu Lieferanten haben verschiedenste Facetten. Ja, Apple ist ein schwieriger Vertragspartner, das ist kein Geheimnis. Aber sie haben exzellente Produkte, für die die Kunden auch bereit sind, Geld auszugeben. Davon profitieren auch Betreiber. Andere Plattformen zeichnen sich durch mehr Offenheit und Gestaltungsspielraum aus. Für uns ist es die Mischung, die sticht.

Was wäre ein Feature bei Smartphones, das sie unbedingt gerne hätten?

Ich denke, beim Thema User Interface ist man noch nicht am Ende. Gerade die Eingabe von Text auf einem Touchscreen ist noch immer nicht ideal gelöst. Viele Business-User trauern ihren alten Blackberrys nach, weil sich damit E-Mails leichter schreiben ließen. Andererseits wollen sie auch die Möglichkeiten eines neuen iPhones haben. Slider-Geräte haben sich bisher nicht durchgesetzt, vielleicht weil die Formfaktoren noch zu klobig waren. Und dann gibt es noch das Thema faltbare Displays. Das wäre etwas, was dem Thema Tablets helfen könnte. Wenn man etwa ein 10-Zoll-Tablet einfach klappen könnte, das wäre wirklich genial. Die Technologie existiert ja bereits. Und ich hätte gerne ein Feature, mit dem man sehr einfach den Inhalt eines Smartphones auf jeden beliebigen Fernseher bringen kann. Etwa wenn man bei Freunden ist und Fotos herzeigen möchte. Da gibt es komplexe Lösungen und auch einfache Methoden, aber diesen Sprung vom Smartphone auf den großen Schirm zu machen, da besteht noch Raum für Verbesserungen.

Eine Technologie, die es bereits gibt, wurde am vorjährigen MWC stark forciert: NFC. Alle haben bereits das Handy als Kreditkarte angepriesen, Google Wallet wurde in den USA gestartet. Bei uns ist es da aber noch recht ruhig. Wann kann man ein 3-Handy als Geldbörse nutzen?

Der Knoten is sicher noch nicht geplatzt. Aber es werden verschiedenste Modelle diskutiert. Ob das 2012 soweit sein wird, bezweifle ich.

NFC

Near Field Communication (NFC) ist ein Standard zur drahtlosen Übertragung von Daten über eine Strecke von maximal zehn Zentimetern. Das System kommt vor allem bei drahtlosen Bezahldiensten oder bei Zugangskontroll-Systemen per Handy zum Einsatz. Bisher gibt es noch sehr wenige Geräte, die NFC unterstützen.

Was sind denn die größten Hindernisse?

Es muss ein funktionierendes Ökosystem geschaffen werden. Der Kunde muss es wollen, der Händler muss es anbieten, es muss entsprechende Endgeräte und Zahlungsanbieter geben. Es muss für alle funktionieren und der Einstieg muss einfach sein, damit die Anfangsinvestitionen getragen werden. Machbar wäre es ja heute schon.

Wären Sie dann die reine Datenpipeline oder auch Zahlungsdienstleister?

Das sind Fragen, die derzeit intensiv diskutiert werden, inwieweit die Mobilfunker in die Wertschöpfungskette eingebunden werden. Es wird auf jeden Fall Kooperationsmodelle geben.

Bleiben wir bei Rahmenbedingungen, allerdings regulatorischer und politischer Natur. Wo sehen Sie die größten Hindernisse in diesem Bereich?

Einerseits sind es Frequenzen und die anstehende Konsolidierung. Dann gibt es noch den Konsumentenschutz. Hier gibt es Tendenzen, das Thema komplett zu übertreiben. Die Regulierung rund um Konsumentenschutz ist sicherlich zu weitreichend interpretiert. Dort muss man die richtige Balance finden, was man durch Regulierung machen muss und was man dem Wettbewerb überlassen kann. Derzeit zeigen die Tendenzen sehr stark in Richtung Ausuferung des Konsumentenschutzes. Und zwar nicht unbedingt im Sinne des Konsumenten, sondern dass unter der Fahne des Konsumentenschutzes Einschränkungen gemacht werden, die im Endeffekt dem Konsumenten auch nicht helfen.

Haben Sie ein Beispiel?

Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die kostenlose Papierrechnung, die in der TKG-Novelle verankert wurde. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Wir haben seit Jahren viele Kunden mit elektronischer Rechnung und Tarifen, die im Endeffekt ohnehin flat sind. Von daher zwanghaft eine Papierrechnung mit verbundenen Kosten drüberzustülpen und zu akzeptieren, dass diese Kosten auf die Kunden übergestülpt werden, ist in meinen Augen nicht im Sinne der Konsumenten.

Es gibt aber Kunden, die eine elektronische Rechnung nutzen wollen und ihre Gebühren online überweisen, aber nicht jedem Unternehmen eine Einzugsermächtigung erteilen wollen. Trotzdem bekommen diese eine Zahlscheingebühr aufgebrummt.

Wer eine Einzelzahlung macht, verursacht mehr Prozesskosten als eine automatische Abbuchung. Sollen diese Kosten von diesen einzelnen Personen getragen werden, oder auf alle verteilt werden? Das ist die Grundsatzfrage. Da gibt es jetzt keine einfache Antwort drauf. Aber das muss man sich vergegenwärtigen, dass die Dinge nicht einfach kostenlos sind.

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