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Nokia: Billig-Lumia und 808 PureView mit 41 Megapixel

27.02.2012 | 09:26 |   (DiePresse.com)

Das Lumia 610 erweitert die Windows-Phone-Reihe nach unten, das Flaggschiff Lumia 900 kommt ohne LTE nach Europa. Mit dem Symbian-Handy 808 PureView will Nokia Foto-Enthusiasten ansprechen.

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Nokia hat am Mobile World Congress am Montag neue Smartphones der Lumia-Serie vorgestellt. Vor rund einem Jahr hatte Nokia eine strategische Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Die Nachricht bedeutete einen radikalen Strategiewechsel vom eigenen Symbian-System hin zum fremden Windows Phone. Schon 2012 soll die neue Allianz Früchte tragen, meinte Nokia-Chef Stephen Elop vergangenes Jahr vollmundig. Gelingen soll das jetzt mit dem ersten günstigsten Lumia 610 und dem Flaggschiff Lumia 900, das am MWC für Europa vorgestellt wurde. Sie ergänzen die bereits erhältlichen Lumia 800 und Lumia 710, von denen Nokia im letzten Quartal unmittelbar nach dem Marktstart rund eine Million Geräte abgesetzt hat.

Kein LTE für neues Flaggschiff

Das Lumia 900 startet in Europa ohne die nächste Mobilfunkgeneration LTE. Die Netzwerke seien außerhalb der USA und Kanada einfach noch nicht genügend ausgebaut, lautet die Begründung. Das Gerät ist sonst dasselbe, das bereits im Jänner für den US-Markt vorgestellt wurde. In Europa soll es 480 Euro kosten und im zweiten Quartal auf den Markt kommen.

Microsoft hat für günstigere Smartphones die Hardware-Anforderungen gelockert. Das erste Günstig-Windows-Phone ist das Lumia 610. Es steckt in einem bunten, glänzenden Kunststoffgehäuse mit einem 3,7-Zoll-Display. Beim Speicherplatz bietet es leider nur magere 8 Gigabyte, die sich nicht erweitern lassen. Mit dabei ist Nokia Transport, eine Öffi-App für 500 Städte, die erstmals auf einem Lumia installiert ist. Das 610 soll ab 189 Euro erhältlich sein. Marktstart ist ebenfalls das zweite Quartal.

(c) Presse Digital (Sara Gross)

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Nokia will sich durch kleinere Software-Neuerungen von anderen Windows-Phone-Herstellern unterscheiden. So wurde die Navi-Lösung Nokia Drive überarbeitet. Nun lassen sich etwa Gschwindigkeitslimits setzten. Neu ist auch Nokia Reading, eine Zentrale für digitale Zeitungen und Bücher, und eine Skype-App. Skype wurde 2011 von Microsoft übernommen.

Megapixel-Wahn im Taschenformat

Eher überraschend ist die Fortsetzung der Symbian-Reihe mit dem 808 PureView. Das Gerät folgt dem N8 nach und wurde bereits vor dem MWC mit einem Video angeteasert und ist das neue Kamera-Flaggschiff von Nokia. Das 808 liefert einen 41-Megapixel-Sensor und eine Kamera mit Carl-Zeiss-Optik. Leider wird das Gerät dadurch recht dick. Fast 18 Millimeter misst es an der bauchigsten Stelle. Die Bilder werden dennoch so stark komprimiert, um trotzdem über das Smartphone verschickt werden können. Gelagert werden die Bilder auf 16 Gigabyte internem Speicher, der sich um bis zu 32 Gigabyte per microSD-Card erweitern lässt. Mit 4 Zoll Diagonale bietet das Display aktuelle Durchschnittskost, die Auflösung ist mit 640 x 360 Bildpunkten aber eher gering. Die Kamera soll künftig in zahlreichen Smartphones verbaut werden. Das neue Symbian-Smartphone soll rund 450 Euro kosten.

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Nokia ist am MWC nicht der einzige Smartphone-Hersteller, der den Fokus auf die Kamera richtet. Erst am Sonntag hat HTC mit seinen One-Geräten neue Kamerafunktionen vorgestellt, die unter anderem eine besonders kurze Auslöseverzögerung, einen Serienbildmodus und gleichzeitiges Filmen und Fotografieren bieten. Gleichzeitig schickt HTC mit dem One V ein besonders günstiges Android-Smartphone mit denselben Kamerafunktionen ins Rennen. Die Preisempfehlung liegt bei rund 300 Euro.

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Billig-Schiene erweitert

Zudem hat Nokia die Feature Phone Reihe Asha um drei Geräte erweitert. Die Serie ist dafür bekannt, Smartphone-Funktionen auf günstige Handys zu bringen. Das Asha 202, 203 sind Touchscreen-Handys mit Handytastatur, das 203 ist ein Dual-SIM-Gerät, was vor allem in Entwicklungsländern wichtig ist. Nokia Life liefert Inhalte statt via Internet über SMS. Dazu gehören zum Beispiel Gesundheits-Informationen und Bildungsinhalte. Das Asha 302 ist ebenfalls ein Feature Phone im Blackberry-Look und bietet Social-Media-Funktionen und einem neuen Browser. Es ist Nokias erstes Handy mit Exchange-Unterstützung. Das 302 soll rund 95 Euro kosten.

(sg)

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21 Kommentare
Gast: Der Hut
27.02.2012 12:23
2 0

Was wirklich dahinter steckt!

Damit nicht jeder in heilloser Hysterie und Flamewars verfällt hier ein Link zu den technischen Hintergründen der PureView Technologie:

http://europe.nokia.com/PRODUCT_METADATA_0/Products/Phones/8000-series/808/Nokia808PureView_Whitepaper.pdf

Für alle die zu faul sind das PDF zu lesen:

Der Sensor hat wirklich 41 Megapixel und das ohne Tricks. Wenn ein Foto gemacht wird, werden mehrere Pixel zu einem Superpixel zusammengelegt, sodass die wirkliche Auflösung des Fotos 5 Megapixel beträgt (was mehr als eine A4-Seite ist).
Der Vorteil durch die Zusammenlegung liegt bei der wesentlich höheren Lichtaufnahme. Es sind also kürzere Belichtungszeiten und bessere Fotos bei schlechter Belichtung zu erwarten.

Beim digitalen Zoom muss außerdem das bild nicht mehr Aufgeblasen werden. Es sollte als nicht mehr so verpixeln.

So... Ich hoffe das klärt die Sache etwas auf.

LG

1 0

Re: Was wirklich dahinter steckt!

Anmerkung - wobei ein 1920x1080 Monitor (Full HD) nur 2Megapixel schafft. Die A4 Seite hängt auch davon ab, welche Auflösung der Drucker schafft.

Es ist also auch entscheidend wie viele Pixel ein Gerät überhaupt darstellen kann.

Gast: Foto-Fan
27.02.2012 11:16
2 1

'Die Zukunft der Handy Kameras könnte so aussehen?

Wenn ich mit meinem Handy ein Foto vom Nachthimmel mache und das Gigabild dann schrittweise vergrössere, entdecke ich Galaxien und Sonnensysteme, vielleicht sogar einzelne Planeten, die heute nicht einmal das Hubble Teleskop aufgrund seiner gegenwärtig völlig veralterten Technik zu erkennen vermag? Wolkenloser Himmel natürlich vorausgesetzt!

0 0

Re: 'Die Zukunft der Handy Kameras könnte so aussehen?

nein! die reale (Detail-)Auflösung des (winzigen) Handy-Sensors kann man aufgrund von Beugungserscheinungen nicht weiter verbessern. Bei etwa 3 Megapixel ist da Schluss. Da sind nunmal physikalische Grenzen gesetzt und dessen ist sich jeder Fotograf z.B. beim Abblenden bei Makros schon seit je her bewusst, das kann auch Digitaltechnik nicht umgehen.

Der "Pixelwahn" hier hat hauptsächlich Marketinggründe, wenngleich es durchaus Vorteile beim Digitalzoom gibt (Sensorteilbereiche auslesen statt hochrechnen)


Antworten Antworten Gast: Microsoft-Fan
28.02.2012 10:02
0 0

Re: Re: 'Die Zukunft der Handy Kameras könnte so aussehen?

Das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges ist wesentlich größer als 3 Megapixel

0 0

Re: Re: Re: 'Die Zukunft der Handy Kameras könnte so aussehen?

natürlich, weil die Netzhaut eine 80x größere Fläche hat als etwa ein iPhone-Sensor (15:1200mm²), und das bei wesentlich größerer Linse und Blende (=Pupille). So gesehen könnte sich das menschliche Auge also allein nur vom Pixelpitch 240 Megapixel "leisten", die Vorteile der optischen Konstruktion noch gar nicht berücksichtigt.

Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
27.02.2012 11:37
1 1

Re: 'Die Zukunft der Handy Kameras könnte so aussehen?

Hier sind möglicherweise quantenmechanische Grenzen überschitten. Aber die Zukunft wird allemal spannend.

Gast: Robert XXII.
27.02.2012 10:57
0 1

Sorry Folks, aber

Microsoft ist der bestimmende Technologie Konzern. Auch die Mikroprozessor Technologie ist nur in den USA zuhause.
Die Handy Technologieist eine reine amerikanische Technologie geworden. Dort finden die Innovationen statt, nur von dort kommt die Technologie.

Antworten Gast: MURIAN
27.02.2012 20:32
0 0

Re: Sorry Folks, aber

Sie schreiben aber auch nicht mehr ganz zeitgemäße, und vor allem korrekte Sachen:

1. Ein I-Phone besteht zu einem Großteil aus Samsung Einzelteilen, und ist lange nicht mehr Innovativ das war vielleicht damals als das erste I Phone herauskam ,da gabs so schnell nichts was da mithalten konnte.

2. Asien ist Technologieführer insgesamt und von Da kommen die Innovationen.(Samsung ist Marktführer bei Fernsehern)

3. Microsoft ist hauptsächlich ein Software Konzern. Außer Mäusen, Tastaturen und XBOX machen die nichts!

4. Intel ist amerikanisch und Marktführer bei Chips.

5. informieren sie sich ein wenig mehr !

1 0

Re: Sorry Folks, aber

ARM kommt aber aus England.

Microsoft - die waren/sind nur im Kopieren erfolgreich, ob Windows, Word, Excel oder Xbox und das Internet hätte Microsoft auch fast verschlafen.

Gast: Microsoft-Fan
27.02.2012 10:02
0 7

Wie das menschliche Auge

Die Größe des Sensors in einem Handy liegt sehr viel näher am menschlichen Auge als bei den Spielgelreflex und Mittelformat-Kameras. Daher sind realistischere Abildungen zu erwarten. Die Technik wird sich zunehmend verbessern, Hersteller wie Canon oder Nikon können zusperren.

Auch zeigt sich wieder einmal die überragende Technik der USA im Bereich der Smartphones. Ich denke kaum, dass es LTE in Europa schaffen wird bevor in den USA die nächste Generation auf dem Markt ist.

Gast: Hermann vom Gipfel
27.02.2012 09:42
1 3

Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

jede Spiegelreflexkamera.
Ob hier Canon, Nikon und Sony bald nachziehen werden?

Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Die Anzahl der MPixel alleine gibt keinerlei Auskunft über die Qualität des Bildes! Wie im Artikel beschriben wird das Bild u.a. stark komprimiert; und jede Komprimierung ist verlustbehaftet! Außerdem ist Optik einer Spiegelreflexkammera deart hochwertig, daß es irrelevant ist, ob sie dahinter 20 oder 30 MPixel aufnehmen!

Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Stimme Ihnen zu, aber technisch gesehen gibt es sehr wohl verlustfreie Komprimierung. Z.B. wenn das Alphabet der verfügbaren auf die benötigten Zeichen reduziert wird oder ähnliches.

3 0

Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

sehe ich auch so.

dürfte sich wie der sportwagenmarkt entwicklen. a haufen PS, die dann in der garage stehen, weil der benützer nichts damit anfangen kann.

Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Hoffentlich nicht!

Mein Gott, wann kapieren die Leute endlich, dass Megapixel nicht das einzige Leistungsmerkmal ist?? Zu viele Pixel auf einem Sensor SCHADEN dem Bild! Man hat dann zwar (nominal) alle Details, das Bild ist aber so verrauscht, dass man trotzdem nichts mehr erkennt.

Bitte - lesen Sie erst das: http://www.digitalliving.ch/fotografie/specials/1000212/der_megapixel_wahn.html

ist zwar etwas älter, aber immer noch Brandaktuell.

Bitte, liebe Hersteller! Ignoriert diesen Wahn - die Qualitätskunden werden es euch danken.

Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
27.02.2012 10:26
0 4

Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Sehr geehrter Herr Hypopheralcus!

Sie schreiben physikalischen Unsinn. InWirklichkeit gehen Sie dabei davon aus, dass die Chip-Technologie der Handys schlechter ist, als die der Fotoapparate-Hersteller.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Das Rauschverhalten hat nichts mit der Pixelgröße zu tun, nur bei gleicher veralteter Technologie wird das Rauschverhalten mit größeren Pixeln besser.
Ich gehe aber davon aus, dass die Handyhersteller um Größenordnungen bessere Sensoren und Chips porduzieren können, Sie vergleichen also ein Seifenkisterl-Fahrzeug (Fotokamera Hersteller) mit einem modernen Sportwagen (Handy Hersteller)!

Re: Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Ja, natürlich. Handy-Hersteller verstehen natürlich viel mehr von optischen Sensoren. Immerhin ist das ja auch ihr Kerngeschäft (nicht etwa Funktechnologie oder ähnliches). Die DSLR-Hersteller beschäftigen sich eh nur seit Jahrzehnten mit (analogen und digitalen) optischen Sensoren.

Wie kommen Sie auf eine so absurde Idee? Auf welche Fakten stützen Sie, dass Unternehmen, deren Kerngeschäft NICHT die Optik ist, diese besser umsetzen, als die Experten?

Und außerdem geht es grundsätzlich vor allem um die GRÖSSE des Sensors. Das ist ein physikalisches Naturgesetz. Ich erkläre es Ihnen gerne:

Auf eine Fläche trifft immer die gleiche Menge an Licht, d.h. die gleiche Menge an Photonen pro Zeiteinheit. Auf der Fläche sind nun sagen wir 1 Million Sensoren (1 MPixel). D.h. jedes Pixel misst 1 Millionstel der Photonen und kann daraus die Lichteigenschaften (Farbe, Helligkeit, etc.) errechnen.
Nehmen wir an, auf der gleichen Fläche sind 10 Mio Sensoren (10 MPixel). Dann erhält jedes Pixel nur mehr ein Zehntel der ursprünglichen Lichtenergie. Entweder, man gibt nun dem Pixel mehr Zeit (längere Belichtung), oder man sagt ihm: Sch**ß dir nix - was du nicht misst, ratest du einfach dazu (höhere ISO).

das gleiche mit 41 Mio Pixel.

Dann muss das arme Pixel schon ganz schön viel raten.

Dadurch entsteht dann das lustige farbige Bildrauschen, wo plötzlich eine schwarze Fläche aussieht, wie eine Clownsmaske.

Vom Objektiv, das keine 41 mio Pixel auflöst rede ich noch gar nicht...

Have fun!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
27.02.2012 11:41
0 3

Re: Re: Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Genauso wäre möglich, dass das einzelne Pixel trotz viel geringerer Größe einfach weniger rauscht. Das hängt von der Herstellungstechnologie ab.

Ich denke es ist bekannt, dass die USA z.B. Intel in der Mikroprozessortechnologie führend sind und nicht die Eigenentwicklungen irgendwelcher Kamerahersteller.

Kodak ist ja schon in Konkurs gegangen, die anderen werden folgen.

Re: Re: Re: Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Es wäre auch möglich, dass Samsung Abgasfreie Autos produziert, die nur mit Luft und Liebe angetrieben werden. Immerhin werden ja heute schon Handy-Technologien (z.B. UMTS-Chips) in Autos verbaut. Da ist es (nach Ihrer Logik) nicht mehr weit, bis Samsung den perfekten 4-Türer vorstellt, oder?

lassen wir das - ich akzeptiere, dass es immer noch Leute gibt, die der großen Werbelüge "Megapixel" verfallen, und hoffe, dass Canon und Co im DSLR-Segment den richtigen Weg der Qualität gehen werden.

Ich klinke mich hier aus.

Mit freundlichen Grüßen

Antworten Antworten Antworten Gast: dogfrog
27.02.2012 11:03
3 1

Re: Re: Re: Mit 41 Mio Pixeln schlägt ein Handy momentan

Das wird sich schon bald zeigen wie schnell ihr Rennwagen wirklich fährt!

Am besten gleich 3 Stück vorbestellen!

Lach mich jetzt schon tot!