Online-Bezahlen: Mastercard startet PayPal-Rivalen

Paypass soll Zahlungen unabhängig von Ort und Gerät ermöglichen. Auch das Handy als Geldbörse hat Mastercard im Visier.

FILE- This Sept. 21, 2011, file photo. shows a MasterCard sign on a revolving door in New York. Maste
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FILE- This Sept. 21, 2011, file photo. shows a MasterCard sign on a revolving door in New York. Maste
(c) AP (Mark Lennihan)

Bei Bezahldiensten via Internet und Handy herrscht Goldgräberstimmung. Internetdienstleister wie Google, Mobilfunker und klassische Zahlungsdienstleister wollen ein Stück vom Kuchen. Nicht als erster hat nun auch Mastercard seine Offensive gestartet. Das US-Unternehmen stellte in der Nacht zum Dienstag das System Paypass Online zur Abrechnung von Internet-Einkäufen vor. Die Idee dahinter geht jedoch weiter: Mastercard will unter der Paypass-Marke eine einheitliche Plattform schaffen, über die Zahlungen unabhängig von Ort oder Gerät abgewickelt werden können. Teil ist auch das bereits angebotene Service zum Bezahlen per Handy.

Paypass macht vor allem dem bisherigen Platzhirschen für Online-Zahlungen, PayPal, Konkurrenz. PayPal hat ebenfalls bereits angekündigt, das Handy zur Geldbörse zu machen. Aber auch Google mischt mit dem Angebot "Wallet" und "Google Checkout" mit. In Österreich gehört Paybox zu einem der größten Anbieter - gerade im mobilen Bereich.

Auf der Plattform Paypass bietet Mastercard zudem die komplette Infrastruktur für eine digitale Geldbörse an, die über freie Schnittstellen auch anderen Anbietern offen steht. "Wir wollen mit Hilfe eines offenen Systems eine Zersplitterung des Marktes vermeiden", betonte der in Europa zuständige Mastercard-Manager Arne Pache. "Es macht für einen Händler keinen Sinn, 25 verschiedene Bezahllösungen zu haben." Zum Start sei das System zunächst nur in den USA verfügbar, man führe aber international Gespräche mit Anbietern. 

 

(Ag. / Red. )

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