Mitte März treten in Vancouver zahlreiche Hacker gegeneinander an, um Webbrowser und Smartphones zu knacken. Was nach einem kriminellen Supergau klingt, ist tatsächlich der Höhepunkt der großen Sicherheitskonferenz CanSecWest, die am 16. März startet. Die "Pwn2Own"-Challenge findet jährlich statt und versucht auf Schwachstellen in weit verbreiteter Software aufmerksam zu machen. Vergangenes Jahr wurden Microsofts Windows und Apples MacOSX auf Herz und Nieren geprüft. Für heuer wurden gleich zwei Wettbewerbe angekündigt: Einer für Internet Explorer, Firefox und Safari und der andere für die mobilen Betriebssysteme Google Android, Apple iPhone, Nokia Symbian und Windows Mobile.
10.000 Dollar für MacBook-Lücke
Einer der Preise wird heuer der neue Sony Vaio P sein, auf dem bereits Windows 7 installiert sein wird. Die Höhe der Preisgelder wurden noch nicht festgelegt. 2008 erhielt der Programmierer Charlie Müller immerhin 10.000 Dollar - er hatte das MacBook Air in weniger als zwei Minuten geknackt. 5000 Dollar gingen an den zweiten Platz: Shane Macauley war in ein Fujitsu-Notebook mit Windows Vista Service Pack 1 eingedrungen. Aber was geschieht eigentlich mit den entdeckten Sicherheitslücken?
Die Informationen über die Schwachstellen gehen nach dem Wettbewerb an die Sicherheitsfirma TippingPoint, dem Hauptsponsor der Pwn2Own-Challenge. TippingPoint gibt die Informationen üblicherweise an die Hersteller des Systeme weiter und nutzt sie auch, um eigene Sicherheitsprodukte zu verbessern.