Xperia T: Sonys 007-Smartphone im Test

Das neue Sony-Flaggschiff ist einer der Stars des neuen James-Bond-Thrillers. DiePresse.com hat ausprobiert, ob es auch im Alltag taugt.

Xperia Sonys AgentenSmartphone Test
Schließen
Xperia Sonys AgentenSmartphone Test
(c) Presse Digital (Sara Gross)

Allein die Tatsache, dass MI6-Agent James Bond im jüngsten Streifen Skyfall das Sony Xperia T verwendet, macht das Smartphone wohl für viele begehrenswert. Im DiePresse.com-Test musste das Agenten-Spielzeug mit Google-Betriebssystem beweisen, dass es auch im Alltag taugt. Mit seinen technischen Eckdaten ordnet sich das neue Sony-Flaggschiff in der Oberliga der Android-Smartphones ein. 

Beeindruckend ist das 4,6 Zoll große Display, das nur wenig kleiner ist als das des Samsung Galaxy S3 oder des HTC One X. Die Pixel-Dichte von 323 ppi liegt nur ganz knapp hinter dem "Retina"-Display des iPhone 5. An der Frontseite befinden sich sonst keine Tasten oder Schaltflächen. Die Steuerelemente "Zurück", "Home" und "Multitasking" liegen bei dem installierten Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" direkt am unteren Rand des Displays. Das hat den Vorteil, dass das Gerät im deaktivierten Zustand eine klare schwarze Front ohne jeglichen Schnickschnack oder Knöpfe zeigt. Allerdings nehmen die virtuellen Schaltflächen eben meist auch Platz am Display weg. 

Schwungvolles Design

Das Design des Xperia T lehnt sich an das bereits ältere Xperia Arc an und orientiert sich damit nicht am direkten Vorgänger, dem Xperia S. Die Rückseite ist am oberen und unteren Rand fast einen Millimeter dicker und biegt sich in der Mitte zu einer Gehäusedicke von nur 9,35 Millimetern. Die Abdeckung ist in schwarzem oder silberfarbenem matten Kunststoff gehalten. Dank der Form und der samtigen Oberfläche liegt das Smartphone gut in der Hand. Angenehm ist die Position des Einschalt-Knopfes in der Mitte des rechten Gehäuserandes, wo er gut erreichbar ist. 

Sony Xperia T: Das 007-Smartphone im Bild

Angepasste Software

Schade, dass Sony noch nicht die neueste Android-Version 4.1 installiert hat - ein Update ist aber geplant. Die Anpassungen des Systems von Sony wirken elegant und erwachsen. Einige Anpassungen sind tatsächlich praktisch, wie etwa die sogenannten "Small Apps", die über die Multitasking-Schaltfläche recht unten zugänglich sind und kleine Versionen eines Timers, eines Taschenrechners und anderer Helfer öffnen. Einige der vorinstallierten Apps sind aber eher entbehrlich. Die Navi-Lösung Wisepilot etwa, Google Maps bietet seit einiger Zeit eine bessere Navi-Funktion. Während sich Wisepilot aber wenigstens löschen lässt, sind die wenig gelungene Social-Media-Lösung Timescape oder die wenig sinnvolle Play-Store-Ergänzung Sony Select dauerhaft Teil des Xperia T.

Fein: Der Kameraauslöser

Die Kamera des Xperia T liefert für Smartphone-Verhältnisse ausgezeichnete Bilder. Selbst in schwierigen Lichtsituationen kommt es kaum zu Bildrausch-Effekten und die Farben sehen natürlich aus. Mit 13 Megapixel liegt die Auflösung über dem Durchschnitt. Die 12-Megapixel-Kamera des Xperia S macht allerdings auch sehr gute Aufnahmen. Auf einen Serienbildmodus wie beim Galaxy S3 oder beim One X muss man allerdings verzichten. Sehr praktisch ist der tatsächliche Auslöseknopf am rechten Gehäuserand. Mit ihm kann die Kamera auch dann direkt aktiviert werden, wenn das Display gerade deaktiviert ist. Wie gewohnt wird dann auf sanften Druck der Autofokus eingestellt und auf vollen Druck ausgelöst.

Unflexibel: Der Akku

Um einen größeren Akku zu ermöglichen, hat Sony diesen fix verbaut. Im Test hielt der Akku bei fleißiger Nutzung einen Tag durch, was mittlerweile Durchschnitt ist. Ob James Bond tatsächlich jeden Abend die Möglichkeit hat, sein Xperia T an das Ladekabel zu hängen, ist fraglich. Ein austauschbarer Akku für Notfälle wäre wohl die sicherere Wahl gewesen.

 

Fazit: Das Xperia T ist ein elegantes Android-Smartphone, das technisch in der Oberliga mitspielt. Der Einsatz im neuesten James-Bond-Film steigert sicher den Coolness-Faktor, bleibt aber am Ende auch das Einzige, das das Xperia T anderen Flaggschiff-Smartphones wie Samsungs Galaxy S3 oder HTCs One X voraus hat. Wer das Design und den 007-Aspekt mag, greift hier jedoch technisch keineswegs daneben: Sowohl Kamera als auch Display sind sehr gut, Akku und Prozessor liegen im üblichen Bereich.

 

Sony Xperia T

  • Display: 4,6 Zoll, 720 x 1280 Pixel, 323 ppi
  • Speicher: 1 GB RAM, 16 GB intern, MicroSD
  • Kamera: 13 MP, Autofokus, LED-Blitz, 1080p-Video, 1,3-MP-Front
  • Prozessor: Dual-Core, 1,5 GHz
  • Akku: 1850 mAh
  • Maße: 129,4 x 67,3 x 9,4 - 10,3 mm, 139 Gramm
  • Betriebssystem: Android 4.0

Sony Xperia T: Das 007-Smartphone im Bild

 

 

(sg)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Xperia T: Sonys 007-Smartphone im Test

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen