HTC Velocity: Der LTE-Pionier ist ein Foto-Profi

22.02.2012 | 15:29 |   (DiePresse.com)

Im Test beweist sich das erste LTE-Smartphone als solides und schweres Android-Gerät. Die Kamera ist eine der besten.

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Im Falle des HTC-Smartphones Velocity findet das Gerät selbst wenig Aufmerksamkeit, denn die konzentriert sich voll und ganz auf die neue Mobilfunkgeneration LTE. "Long Term Evolution" ist der Nachfolger von 3G, verspricht Daten-Geschwindigkeiten wie im Festnetz, ist in Österreich noch kaum ausgebaut und das HTC Velocity ist eben das erste LTE-fähige Handy. Im Test zeigt sich, dass das Velocity aber noch viel mehr kann. Und das ist gut, denn LTE-Empfang hatten wir beim Ausprobieren nur in den seltensten Fällen.

Was sofort auffällt ist das hohe Gewicht des Velocity. Mit 163 Gramm ist es um gute 30 Gramm schwerer als das Galaxy Nexus. Dabei hat letzteres mit 4,6 Zoll sogar einen etwas größeren Bildschirm als das HTC-Smartphone mit 4,5 Zoll. Dafür liegt das Velocity gut in der Hand und bietet ein sehr stabiles Gehäuse aus glänzendem Plastik und einer auffälligen Alu-Platte an der Rückseite. 

HTC Velocity: Das LTE-Smartphone im Test

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Display: Gut, aber nicht Top

Das Display bietet eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln und damit etwas weniger als andere Top-Geräte wie das Galaxy Nexus oder das iPhone 4S. Statt wie etwa Samsung auf OLED zu setzen, hat sich HTC hier für einen LCD-Bildschirm entschieden. Nichts desto trotz, bietet das Display ein klares und scharfes Bild - einzig, die Helligkeit sollte in den Einstellungen ein wenig hochgeschraubt werden.

Warten auf Android 4.0

Bei der Software begibt sich HTC ins absolute Mittelfeld. Das velocity bietet Android 2.3.7 mit der klassischen HTC-Oberfläche "Sense", die dann wohl auch der Grund ist, dass ein Update auf das aktuelle Android 4.0 noch auf sich warten lassen wird. An Speicher hat HTC 16 Gigabyte fix verbaut und bietet über einen SD-Karten-Slot die Möglichkeit, um 32 Gigabyte aufzurüsten. Eine entsprechende Micro-SD-Karte liegt allerdings nicht bei.

Kamera-Überraschung

Überraschend gut schnitt im Test die Kamera ab. Sie bietet eine 28-Millimeter-Weitwinkel-Linse und einen Sensor mit 8 Megapixel bei einer Blende von f2.2. Bei Tageslicht entstehen besonders gelungene Bilder mit leuchtenden Farben und auch in schwierigen Lichtsituationen bzw. bei bewegten Motiven entstehen noch gute Aufnahmen. Die Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen ist angenehm gering.

Akku-Herausforderung

Die hohe Leistungsfähigkeit des Smartphones - LTE, 1,5-Gigahertz-Prozessor - macht neugierig auf die Akkuleistung. Bei regelmäßiger Nutzung energiehungriger Dienste wie Internet, Apps, Videos halten die meisten Highend-Smartphones heute knapp einen Tag oder ein bischen länger durch. Mit 1620 mAh ist der Akku ein wenig schwächer als etwa jener des Galaxy Nexus und tatsächlich hat das Velocity Probleme bei intensiver Nutzung und viel Datenverkehr im LTE-Netz, (Videos und Bilder hochladen, etc.) einen ganzen Tag durchzustehen. Im Standby verbraucht das Gerät jedoch äußerst wenig Energie und liegt damit insgesamt durchaus im Rahmen aktueller Hochleistungs-Smartphones.

 

(sg)

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7 Kommentare
Gast: Lukas theOne
22.02.2012 18:49
5

DiePresse hat wohl ein ABKOMMEN mit HTC???

Seit Monaten Postet DiePresse sogenannte "Tests" von Htc Modellen.
Jedoch wurden nie die großen Makel dieser Geräte erwähnt (zb Haltbarkeit, Sicht im Sonnenlicht, schlechtester Lautsprecher aller Smartphones,...etc).
Stattdessen wird bei jedem neuen Modell ein Artikel über Friede Freude Handykuchen gepostet, bei dem einen das Geimpfte aufgeht wenn man wirklich was über Smartphone-entwicklung erfahren will.

An DiePresse:
WIEVIEL ZAHLEN DIE EUCH???

-ein einstiger Htc Besitzer und Samsung umsteiger

Re: DiePresse hat wohl ein ABKOMMEN mit HTC???

Was erwartet man Anderes von einem "aufSamsungUmsteiger" ?

Re: DiePresse hat wohl ein ABKOMMEN mit HTC???

Kann man so nicht sagen, grundsätzlich werden auch alle Apple-Geräte hoch gepriesen...

Re: DiePresse hat wohl ein ABKOMMEN mit HTC???

So ein Schwachsinn. Dasselbe liest man von manchen Schlauköpfen bei allen iPhone-bezogenen Artikeln. Dass euch das nicht langweilig wird?!

Gast: Arbeiterklasse1
22.02.2012 15:57
7

Plastik falsch - Kunststoff richtig

Ja es ist nicht schlimm. Bei einer Zeitung würde ich aber gerne auf diesen inhaltlichen Fehler aufmerksam machen

Re: Plastik falsch - Kunststoff richtig

Das(!) Plastik - bitte Nachschlagen.

vgl. auch the plastic im Englischen. Das Plastik hat schon seine Berechtigung.

Re: Re: Plastik falsch - Kunststoff richtig

Reden Sie mal mit einem Werkstoffchemiker ;-)

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