Weshalb E-Mails eine Gefahrenquelle sind

Gibt es ein Leben ohne E-Mails? Längst haben wir uns an elektronische Nachrichten gewöhnt. Doch dabei übersehen wir die Gefahren, die bei deren Nutzung drohen – und sie werden von Tag zu Tag mehr.

Schließen

Phishing ist im Moment die größte Gefahr, die beim E-Mail-Verkehr droht. Die Wortschöpfung setzt sich aus „Password“ und „Fishing“ zusammen – und damit ist das Entscheidende schon gesagt: Gauner versuchen, an heikle Daten wie Passwörter oder PIN-Codes zu gelangen. Dazu versenden sie Mails, die wie Nachrichten von Banken, Internet-Versendern oder anderen Unternehmen aussehen. Darin wird beispielsweise vor einer drohenden Sperre des Kontos gewarnt und es werden Links angegeben, die man anklicken soll. Die Empfänger werden dann auf eine Internet-Seite weitergeleitet, wo sie sich einloggen oder persönliche Daten angeben sollen. Diese Seite ist aber ebenso eine Fälschung, die Cyberkriminellen bekommen dadurch wichtige Details und können damit im Internet einkaufen oder ein Konto leerräumen. Einen garantierten Schutz gibt es nicht, es hilft nur höchste Achtsamkeit gegenüber allen Mails; keinesfalls sollten Links in Mails geklickt werden. Die Zahl der Phishing-Mails ist in den vergangenen Monaten rasant gestiegen, die elektronischen Nachrichten selbst werden immer ausgefeilter und sind von seriösen kaum noch zu unterscheiden.

Flexibel wie ein E-Mail, sicher wie ein Brief und kostenlos. 
Das ist der E-Brief!

Mit dem E-Brief empfangen Sie auf Wunsch Ihre wichtigsten Briefe digital. So haben Sie immer und überall Zugriff auf Rechnungen, Verträge und andere wichtige Dokumente.

Jetzt kostenlos aktivieren!

Zu weitreichenden Folgen für die Sicherheit kann auch das Öffnen von Anhängen in Mails führen, mit denen sogenannte Malware auf den Computer oder das Smartphone gelangen kann – das sind schädliche Programme wie beispielsweise Viren. Generell sollten solche Anhänge nicht geöffnet werden, schon gar nicht solche von unbekannten Absendern. Schadprogramme können nicht nur einzelne Rechner, sondern eine komplette IT-Infrastruktur lahmlegen. Nicht ganz so gefährlich wie diese Art der Bedrohung, aber dafür umso lästiger sind Spam-Mails. Darunter versteht man das automatisierte Versenden von tausenden oder gar Millionen Mails von dubiosen Firmen oder Einzelpersonen, die damit beispielsweise Produkte wie Medikamente verkaufen möchten. Diese unerwünschten Nachrichten können das elektronische Postfach verstopfen und wertvolle Zeit rauben – und zwar beruflich und privat.

Sorgloser Umgang mit E-Mails ist ungefähr so, als hätte man in der Geldbörse gleich neben der Bankomatkarte einen Zettel mit dem PIN-Code stecken oder als würde man pikante Details aus dem Privatleben auf einer Postkarte versenden – was in der Praxis kaum jemand machen würde...

Anzeige

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen