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Bakterien könnten Festplatten als Speichermedium ablösen

18.05.2007 | 08:28 |   (DiePresse.com)

Bakterien sind langlebiger als Festplatten, Disketten oder Papier. Skeptiker warnen, dass die Informationen durch Mutationen verändert werden könnten.

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Japanische Forscher wollen Bakterien zu einem Speichermedium machen, das Daten Millionen von Jahren aufbewahren soll. Das wäre buchstäblich langlebiger als die heutigen Speichermedien wie Computer-Festplatten, Disketten oder Papier. Professor Masaru Tomito von der Keio-Universität in Fujisawa teilte mit, sein Team habe Bakterien bereits erfolgreich mit Einsteins Formel "E = MC2" und "1905" - dem Jahr in dem er seine Relativitätstheorie veröffentlichte - programmiert.

Die Wissenschafter nutzen bei ihrer Vision die Tatsache, dass genetische Codes in vier Buchstaben - T, C, A und G - dargestellt werden. Genetische Codes zu schreiben funktioniert in vielen Bereichen wie das von digitalen Daten. Typen-Kombinationen können für bestimmte Buchstaben und Symbole stehen; folglich können Genome benutzt werden, um darin Musik, Text, Video und andere Inhalte zu "schreiben"

Der Vorteil gegenüber mechanischen Speichermedien: Die in den Gen-Codes programmierten Inhalte bleiben solange erhalten, wie der Organismus lebt - bei Bakterien möglicherweise Millionen von Jahren.

Auf die Erscheinungsform der Bakterien und ihr Verhalten soll es keine Auswirkung haben, ob in ihnen die gesammelten Werke von Shakespeare oder Einsteins Relativitätstheorie gespeichert sind. Skeptiker wenden ein, dass die Informationen durch Mutationen verändert werden könnten. "Wir brauchen noch mehr praktische Anwendungen", sagte der Bakterien-Experte Katsumi Doi von der Universität Kyushu. "Aber ich liebe die Idee."

Um Einstein aus den Bakterien wieder zurück zu übersetzen, muss der Code wieder entschlüsselt werden. Tomita lässt seine Science-Fiction-Vision auch nicht von der banalsten Frage erschüttern: "Wer in aller Welt liest Bakterien?" "Viele Menschen haben noch nicht einmal darüber nachgedacht, Daten für Tausende von Jahren zu speichern", sagt er. "Das klingt wie ein Traum. Aber wir denken hier an Hunderte von Millionen Jahren." (Ag.)

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5 Kommentare
Gast: AEIOU
21.05.2007 18:45
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Jetzt werden die US-Militärs aber ganz

schön kribbelig werden. Denn daß jemand die Informationen für Jahrmillionen speichern möchte, und kann, ist doch wohl nur die Erklärung fürs "Publikum". Informationsträger, denkende Kleinstlebewesen, die programmiert in der Kriegstechnik eingesetzt werden können. Ein Albtraum für die US-Militärmaschinerie.

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Bakterien leben nur so lange

wie sie ein Substrat mit Naehrstoffen haben und auch andere Umgebungsbedingungen wie z.B. die Temperatur stimmen.

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Re: +

Sorry, meine Katze :-)
Also, die glauben allen Ernstes, dass der genetische Code von Bakterien über Mio von Jahren unverändert bleibt?
Pfu, so Sciencestories werden auch immer wertloser..

Gast: Daten füttern
18.05.2007 09:16
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Daten füttern

Erst mit Daten füttern - dann die Daten füttern!!!