Denn die 20 Aminosäuren, aus denen die Proteine aufgebaut sind, werden durch je einen Buchstaben symbolisiert, z.B. Alanin durch A und Serin durch S.
Manche Genetiker machen sich einen Spaß daraus, in ein von ihnen synthetisiertes Stück DNA eine Botschaft einzubauen, die lesbar wird, wenn man die Basen-Triplette, wie im Leben üblich, in Aminosäuren übersetzt. So bauten deutsche Biotechnologen ins Genom der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) einen Vers aus Vergils „Georgica“ ein.
Prosaischeres schrieb Craig Venter – der Mann, der sein eigenes Genom sequenzierte – in die von ihm synthetisierte Bakterien-DNA. Nämlich seinen eigenen Namen, den seines Instituts („Venter Institvte“, mangels U mit V) und seiner Mitarbeiter. Der Hofkammerbeamte Joseph Kyselak (1795 bis 1831), der seinen Namen auf alle möglichen und unmöglichen Orte in Österreich schrieb (und so tatsächlich ins Gedächtnis einging), hätte seine Freude mit dieser modernen Methode der Verewigung. tk
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2008)