Ein Problem mit einer Recyclinganlage für Urin an Bord der Internationalen Raumstation ISS hat der Nasa am Freitag Kopfzerbrechen bereitet. Das derzeit angekoppelte Space Shuttle "Endeavour" hatte das Gerät mitgebracht, das Urin, Schweiß und Kondenswasser der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll. Damit sollen die ISS-Dauerbewohner unabhängiger von der Versorgung von der Erde werden.
Nach Nasa-Angaben vom Freitag schaltete sich das System bei Tests von selbst ab - möglicherweise weil eine Zentrifuge an einem Destillationsteil der Anlage nicht richtig funktionierte. Die Behörde schloss nicht aus, dass die "Endeavour"-Besatzung einen Tag länger als vorgesehen bleibt, sollte das Problem nicht rechtzeitig behoben werden können.
Erweiterung der ISS
Das Hauptziel der Shuttle-Mission sind Arbeiten zur Erweiterung der ISS. Künftig sollen dort auf Dauer sechs Astronauten untergebracht werden können statt wie bisher drei. So gehören zu den Fertigbauteilen, die der Shuttle mitgebracht hat, eine zusätzliche Toilette und Einrichtungsgegenstände für zwei weitere Schlafräume. Zwei weitere Außenbordeinsätze sind noch geplant. Dabei wollen zwei Astronauten ihre Reparaturarbeiten am defekten Drehgelenk eines Sonnensegels fortsetzen.
(Ag.)

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