26.05.2012 17:58 | Meine Presse Merkliste 0

Was wurde aus ... Kurt Krenn?

08.11.2010 | 05:00 |  Von Bernhard Lichtenberger (DiePresse.com)

Galionsfigur der Konservativen, "Gott sei bei uns" der Liberalen: Der St. Pöltner Bischof hat die Öffentlichkeit bewegt und gespaltet. Heute lebt der 74-Jährige zurückgezogen in St. Pölten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Kurt Krenn hat in seiner Zeit als Wiener Weihbischof (1987 - 1991) und Bischof von St. Pölten (1991 - 2004) niemanden kalt gelassen: Er legt sich mit Laien, Priestern und anderen Bischöfen an, wettert in TV-Diskussionen und Zeitungs-Interviews gegen Islam, Abtreibungen und Scheidungen und bezeichnet sich als "Vertreter der Wahrheit Gottes". Zahlreiche mehr oder weniger geschmacklose Witze und Karikaturen haben den streitbaren Bischof im Visier. Gestolpert ist er letztlich über die "Bubendummheiten" im St. Pöltner Priesterseminar: Am 29. September 2004 tritt er auf Wunsch des damaligen Papstes Johannes Paul II. zurück.

Seither ist es still geworden um den vormals so wortgewaltigen Bischof, der heute zurückgezogen in einem Privathaus im Besitz der Diözese St. Pölten lebt. "Mit außenstehenden Personen redet er nur noch selten, nur mehr mit uns", erzählt Jutta Kern im Gespräch mit DiePresse.com. Die Sekretärin begleitet Krenn seit 1992 und informiert nach wie vor auf einer eigenen Internetseite über aktuelle Stationen im Leben von Kurt Krenn - auch wenn die Einträge in jüngster Zeit seltener werden. Seit Jahren sitze der 74-Jährige im Rollstuhl, sein gesundheitlicher Zustand sei aber stabil. "Er ist sehr depressiv", meint Kern. Sein letzter Auftritt in der Öffentlichkeit war anlässlich der Präsentation der Festschrift "Der Wahrheit verpflichtet" zu seinem 70. Geburtstag.

Dauergast in den Medien

Geboren am 28. Juni 1936 in Rannariedl (Oberösterreich) verliert Krenn schon früh seinen Vater Karl, der als Soldat am 6. August 1944 gefallen ist. Nach der Matura am Realgymnasium in Schlierbach tritt Krenn 1954 in das Priesterseminar Linz ein. Von 1955 bis 1965 studiert er Philosophie, Theologie und Kirchenrecht in Rom, wo er am 7. Oktober 1962 in der Kirche Sant'Ignazio zum Priester geweiht wird. Es folgen mehrere Lehraufträge an unterschiedlichen theologischen Fakultäten, darunter München, Linz, St. Pölten und Regensburg, wo er ein Kollege von Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI., ist.

1987 wird Krenn zum Wiener Weihbischof ernannt, sein konservativer Ruf eilt ihm aber voraus: Für seinen Weg zur Weihe im Stephansdom braucht er wegen am Boden liegender Demonstranten die Hilfe der Polizei. Am 15. September 1991 wird er schließlich zum St. Pöltner Diözesanbischof geweiht, damit nimmt die Zahl der Konflikte noch zu: Krenn legt sich mit den Äbten der niederösterreichischen Stifte an, kritisiert Kardinal Christoph Schönborn, streitet mit Pater Udo Fischer und bezeichnet als Kirchen-Volksbegehren sinngemäß als Irrtum. Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - ist er Dauergast in den Medien.

Der in konservativen Kreisen gut vernetzte Bischof kann sich lange gegen den breiten Widerstand behaupten, doch mit der Affäre im St. Pöltner Priesterseminar bröckelt schließlich sein Rückhalt im Vatikan: Fotos von einander küssenden Seminaristen und Berichte über Kinderpornografie tut Krenn zunächst noch als "Bubendummheiten" ab. Doch als Papst Johannes Paul II. im Juli 2004 den Bischof von Feldkirch, Klaus Küng, als Visitator (quasi als Aufpasser) nach St. Pölten schickt, zeichnet sich das Ende der Karriere Krenns ab. Am 29. September 2004 erklärt er seinen Rücktritt als Bischof - es ist zugleich sein Rückzug aus dem Rampenlicht.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

41 Kommentare
 
1 2
Gast: Dr.Dr. Fink
19.05.2011 19:06
0 0

RIP

Er sollte ruhen in Frieden...in Pension meine ich...Er ist ein alte mit Krankheiten gezeichnete gebrochene alte man...R.I.P.

Gast: Dr. Schluchter
06.01.2011 06:06
0 2

Erhalt der Macht

Im Grunde genommen geht es bei all diesen Angelegenheiten darum, eine einmal aufgebaute Macht über andere Menschen aufrecht zu erhalten.
Da manche Menschen jedoch im Laufe der Zeit immer ein bisschen mehr selbständig denken können und die Kirchen es gleichzeitig verabsäumt haben, entsprechende Strategien zu entwickeln, haben sie damit mehr oder weniger Probleme.
Insgesamt aber werden die Kirchlichen noch sehr lange die Schlaueren sein.

Kübles Fernanalysen greifen gleich 2 Päpste an: Johannes Paul II. und Benedikt XVI,

Die von Felizitas Küble unten angegebene Linkverbindung führt zu einer "Meldung", die als propagandistischer Mißbrauch eines Dabeiseins bei einer Generalaudienz gewertet werden muß. Bis heute rückt der genannte Galen-Kreis (Reinhard Dörner) die einwandfreie Vorgehensweise des Heiligen Stuhls bei der Bestätigung der durch Diözesanbischof Klaus Küng nach ausführlicher Beweiswürdigung vorgenommenen Suspensionen der ehemaligen (und von Bischof Kurt Krenn ernannt gewesenen) St. Pöltner Priesterausbildner in absurder Weise in die Nähe des Hitlerischen Ermächtigungsgesetzes 1933: “Die Entscheidung in forma specifica nimmt also jedem, den sie trifft, das Recht, sich zur Rechtswahrung an das päpstliche Verwaltungsgericht (Apostolische Signatur) zu wenden. Diese Verfahrensweise erinnert makaber an das ‚Ermächtigungsgesetz’ Hitlers von 1933.” ( Vgl. http://www.ik-muenster.de/dokumente/dokumentation_st_poelten_4.shtml )

Das ganze Machwerk "Der Wahrheit die Ehre" („Onore alla verità") ist durch den ehemaligen Apostolischen Visitator und Diözesanbischof Klaus Küng zahlreicher Lügen überführt worden und ist paradoxerweise ein gleichzeitiger Angriff gegen die Päpste Johannes Paul II. (ordnete die Visitation und nachfolgende Maßnahmen an) und Benedikt XVI. (bestätigte die Suspensionen und Dekrete des früheren Visitators voll und ganz):

http://7ax.de/01cp und http://7ax.de/01dm

Die von Küble künstlich hochgespielte "Begegnung mit dem Papst" ändert an den Fakten daher gar nichts.

Gast: Felizitas Küble
10.11.2010 16:43
1 2

Begegnung mit dem Papst

@Ugona X.
Sie sind offenbar gut informiert über die Begegnung des Kardinal-von-Galen-Kreises mit dem Papst, die gerade hinsichtlich der Causa St. Pölten sehr aufschlußreich war, wie ich finde.

Die internat. jüdische Nachrichtenagentur "Israel Info Press" (www.eip-news.com) veröffentlichte darüber kürzlich eine ausführliche Meldung, die man leider in katholischen Medien nicht lesen konnte.

Sollen dem Kirchenvolk die neueren Vorgänge betreffs St. Pölten verschwiegen werden?

Hier der Link zur Meldung für Interessenten:
http://www.eip-news.com/2010/10/der-kardinal-von-galen-kreis-beim-papst/

Gast: Ugona X.
10.11.2010 15:40
0 2

Die wahren Täter

Es ist schon mehrwürdig, daß die presse.com auf einmal wieder an die Causa St. Pölten denkt. Und wenn in diesem Beitrag auch noch die mehr als zwielichtige Sekretärin von Bischof Krenn, Jutta Kern, zu Wort kommt, die seinerzeit Strafanzeigen statt an die Staatsanwaltschaft an Profil gefaxt hat, so ist dies doppelt bezeichnet. Da Frau Kern bekanntlich eine Marionette von Bischof Küng ist, besagt diese Meldung nicht mehr und nicht weniger, als daß die österreichischen Bischöfe jetzt mit Hilfe der liberalen Presse wieder versuchen, die Causa St. Pölten aufzuwärmen - gerade in dem Augenblick, wo durch die Überreichung des Buches "Der Wahrheit die Ehre" an den Heiligen Vater doch an eine ordentliche kirchlichenrechtliche Untersuchung zu denken ist. Fazit: Die österreichischen Bischöfe wollen den Heiligen Stuhl wieder einmal mit Hilfe der Presse unter Druck setzen und mit Hilfe der Medien ein "Klima" schaffen, das eine ordentliche Untersuchung des auf ihr Betreiben hin in die Welt gesetzten "Skandalgerüchts" erschwert.

Gast: Felizitas Küble
10.11.2010 12:14
0 3

Bischof soll hinsehen - nicht wegsehen!

Bischof Kurt Krenn gehörte zu jenen Oberhirten, die ihrem Amtstitel "Episcopus" gerecht werden: das heißt nämlich "Aufseher".
Ein Bischof muß also hin-sehen, nicht weg-sehen.

Heute sind aber viele Bischöfe - wie ein Leserkommentar richtig beobachtet - derart weichgespült, daß sie eben lieber wegsehen, etwa wenn Irrlehren in der Kirche verbreitet werden - auf daß Ruhe im Karton herrscht und ihre eigene Gemütlichkeit nicht gestört wird.

Bischof Krenn hingegen war ein wirklicher Hirte, dem es nicht gleichgültig war, wenn "Wölfe im Schafspelz" in die Kirche Gottes eingedrungen snd, um die "Herde" verwirren und im Glauben zu verunsichern.

Bischof Krenn war sich seiner Verantwortung vor dem ewigen Richter bewußt, denn jeder Bischof ist verantwortlich für die ihm anvertrauten Seelen - und er muß ihr wahrer Hirte sein und darf sich nicht wie ein Mietling verhalten, der die Wölfe nicht abwehrt, weil er den Kampf scheut.

Gast: Geronimo 42
09.11.2010 17:03
0 4

Mobbing

Es ist interessant zu lesen, daß die Festschrift den Titel "Der Wahrheit verpflichtet" trägt. Warum drückt sich der Autor um die Realität: "Der Wahrheit die Ehre!"? Schließlich hat man mit Bischof Krenn ein falsches Spiel getrieben. Oder ist es selbstverständlich, daß das Schreiben des "Papstes" - wer war hier der Papst? - eine Unterschrift trägt, die der schwerkranke Mann in dieser Zügigkeit und flotten Form schon jahrelang nicht mehr leisten konnte?!

Gast: Babsi C.
08.11.2010 23:36
1 3

Danke!

Gut, dass es einen Bischof Krenn gab! - An ihm ist Vieles offenbar geworden, ein Kirchenmann, der zur Scheidung der Geister führte. Danke!

Antworten Gast: Peter D.
09.11.2010 11:09
3 1

Re: Danke!

Ich bin auch dankbar - immerhin hat er den Untergang der r.k.-Kirche beschleunigt - alleine die vermehrten Austritte haben der Kirche zig Millionen gekostet...

Antworten Antworten Gast: -l--
09.11.2010 20:40
1 1

Re: Re: Danke!

Und was freut Sie persönlich so derartig. Es ist schon auffällig, dass bei diepresse.com so immens gegen die Kirche geschrieben wird. Voller Hass. Dass besonders in der römisch katholischen Kirche einiges im Argen liegt, stimmt sicher. Aber es rechtfertigt noch lange nicht, alle durch den Dreck zu ziehen.
Besonders von den Ober-PCs darf man schon mehr Objektivität erwarten.

Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
09.11.2010 13:48
1 3

Re: Re: Danke!

Die katholische Kirche repräsentiert 2010 weltweit nahezu 1,2 Milliarden Mitglieder. Das sind um 19 Milliarden mehr als im Vorjahr. Was wollen Sie uns mitteilen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Peter D.
09.11.2010 14:37
2 1

Re: Re: Re: Danke!

Kleiner schlampiger Rechenfehler bei Ihnen. Nur nicht hudeln!

In Österreich gehen die Katholiken zurück.

Womit? Mit Recht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Mag. Jutta H.
19.05.2011 19:16
0 0

Re: Re: Re: Re: Danke!

Wegen sohlen „Idioten“ marschiert die Moslemliga durch Europa…Wirklich Danke euch die Hass gegen R.K. treiben…und eigene Kultur und Identität verkaufen…

Antworten Antworten Antworten Gast: Peter D.
09.11.2010 14:35
2 1

Re: Re: Re: Danke!

Kleiner schlampiger Rechenfehler bei Ihnen. Nur nicht hudeln!

In Österreich geht die Katholiken zurück.

Womit? Mit Recht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Karl Heinz G.
19.05.2011 19:23
0 0

Re: Re: Re: Re: Danke!

Mit wlchen Recht? Mit Scharia? Na, dan Bravo...

Gast: Rilian
08.11.2010 22:10
3 1

-Aber

Behutsam war Krenn nicht, aber er hat vieles getroffen. In einer vaterlosen Gesellschaft eine Gestalt, deren apodikatische Haltung provozierte, aber gerade, weil Krenn sich um Diplomatie so wenig kümmerte, auch interessant war. Krenn war nicht egal - die vielen vorsichtigen, abwägenden und sich ständig entschuldigenden Kirchenmänner verursachen eher Gleichgültigkeit.

Gast: Felizitas Küble
08.11.2010 21:24
0 3

Jeder CHRIST soll GOTTES WAHRHEIT vertreten

@Anna89

Sie schreiben ziemlich empört u.a. Folgendes über Bischof Kurt Krenn:

"Wenn ein Mann seines Intellekts aber verkündete, der Vertreter der göttl. Wahrheit auf Erden zu sein, darf es niemanden wundern, wenn sich ein gerüttelt Maß an Fassungslosigkeit breit gemacht hat."

Bei mir macht sich Fassungslosigkeit über Ihren Protest breit, der mir nicht einleuchten will.

Da Sie sich als "bekennender Christ" verstehen,
darf ich daran erinnern.....
....daß jeder Christ aufgefordert ist, Vertreter göttlicher Wahrheiten zu sein, also erst recht ein vom Papst ernannter Bischof
....daß die göttliche Wahrheit kein irdischer "Besitzgegenstand" ist, auf den man sich etwas einbilden könnte, auch kein persönliches "Verdienst" der eigenen Großartigkeit, sondern einzig und allein ein Geschenk des Ewigen selbst
...daß die Offenbarung Gottes eine Gabe ist, die für uns zur Aufgabe wird, denn wir sollen das, was Gott uns schenkt, nicht vergraben, sondern weitergeben - siehe Christi Gleichnis von den Talenten
....daß wir keine Bischöfe brauchen, die dem Zeitgeist hinterherhecheln und nach dem Beifall der Masse lechzen, sondern die dem Heiligen Geist untertan sind und an das Gericht Gottes denken, vor dem sie sich einst verantworten müssen
...daß in dem Begriff "Verantwortung" das Wort "Antwort" steckt, denn wir werden dem ewigen Richter einst Rede und ANTWORT stehen müssen.
....wehe uns, wenn wir uns auf Erden nicht als die "Vertreter von Gottes Wahrheit" bewährt haben.


Antworten anna89
09.11.2010 19:51
2 1

Re: Jeder CHRIST soll GOTTES WAHRHEIT vertreten


Na bumm.

Aber: "Zeitgeist" - ist genau d e r Knackpunkt.

Welche rel. Schriften im wurden von Zeitzeugen von Jesus verfasst? Genau keine einzige. Alles stammt aus Überlieferungen, frühestens 80 Jahre danach. Was Inhalte und Botschaft nicht weniger wertig macht - wenn man den zeit-und sozialpolitischen Kontext nicht beachtet.

Ein Kraftakt natürlich und ein zuweilen unangenehmenes Zurechtrücken bisher kommunizierter "Fakten".
Aber es bringt niemandem etwas, z.B. Maria weiterhin als "Jungfrau" durch die Kirchen wabern zu lassen, wenn das vor Jahren als Übersetzungsfehler entlarvt wurde und korrekt "junge Frau" heißen müsste, u.v.m. das weiterhin geheimnisvoll in Methapher gekleidet herumgeistert.

Und wehe der kath. Kirche, wenn sie sich nicht bald Ihrer Verantwortung der Wahrheit stellt.

Die Menschen sind auf der Suche und die Bibel gibt wunderbare Antworten. Vorausgesetzt man entkleidet die Kommunikation (und nur die) aller weltlichen Machtansprüche.

Wer das nicht versteht ist entweder blauäugig oder hat Angst nachzudenken.

0 0

Re: Re: Ja, Anna, 1989 war ich zwar noch

nicht so aufgeklärt, aber ich habe damals bereits den Evangelisten mehr geglaubt, als den mäusemelkenden Theologen und Exegeten. In den 90-er Jahren brachte die Zeitschrift "30 Tage" einwandfreie Forschungsergebnisse von Callaghan und dann auch von Carsten Peter Thiede. Ob der Titel: "Markus hörte und schrieb sofort" sich auf einen der beiden bezieht, kann ich jetzt nicht sagen, aber allein die Vorstellung, daß die Evangelien 40 oder gar 80 Jahre nach den Ereignissen geschrieben worden seien, spottet jeder menschlichen Erfahrung. Helmut Schmidt müßte noch mindestens 20 Jahre warten, bis er mit seinen Memoiren anfangen kann????

Wie hätte Paulus seine Briefe schreiben sollen, wenn er doch nach 64 keinen Kopf mehr hatte? Und Petrus wurde im selben Jahr gekreuzigt.

Was treibt Sie um? Der "Geist des Konzils" ist garantiert nicht identisch mit dem Heiligen Geist.

Als kritischer konservativer Katholik habe ich eher Angst um unser beider Seelenheil, als vor der Wahrheit. Die steht in der Schrift.

Nachtarock: Genau genommen unterstellen Sie den Verfassern der Texte schlichtwegs Lügen.


Antworten Antworten Gast: ---
09.11.2010 21:42
1 0

Re: Re: Jeder CHRIST soll GOTTES WAHRHEIT vertreten

Mit Ihrem 5. Absatz haben Sie absolut Recht! Ja, die Katholische Kirche muss sich ihrer Verantwortung und der Wahrheit stellen, auch wenn zur Zeit ein scharfer antiklerikaler Wind durch die Medien weht. Leider gibt es in Österreich wenige Bischöfe, die Klartext reden - man trifft sich lieber mit der sogenannten Prominenz und will selbst als Promi reüssieren. Bei der kleinsten Kritik aus den Massenmedien werden die eigenen Werthaltungen verraten, dass es nur so kracht.

Ja, das ist alles sehr bedauerlich - nur, was kümmert Sie freischaffende Christin das alles als, was in der Katholischen Kirche vorgeht?

(Mit den Zeitzeugen irren Sie allerdings: Markus war der Adlatus des Apostels Petrus und hat in dessen Auftrag geschrieben. Matthäus war selbst Zeitzeuge. Johannes war Mitglied einer christlichen Gemeinde, deren Vorsitz der Apostel Johannes inne hatte.)

Antworten Antworten Antworten anna89
10.11.2010 18:59
0 1

„Johannes“ billigen sie also bereits 70 Jahre nach Jesu Tod eine etwas zeitgeistigere Sicht zu, nach weiteren 1910 Jahren darf sich die Interpretation aber keinen Millimeter mehr weiter bewegen???


Aus welchem Jahrhundert stammen eigentl. Ihre Informationen?
Ich nehme schon an, dass Ihnen bekannt ist, dass die Bibel nur eine Auswahl vieler vorhandener Schriften ist und dass die Evangelien nicht von einem Mann mittels göttlichem Geistesblitz niedergeschrieben wurden, sondern vielmehr eine Aufarbeitung bzw. Sammlung versch. Quellen sind. Man neigt zur Annahme, dass im Laufe der Zeit auch verschiedene Autoren „nachgebessert“ oder ergänzt haben.

Bibelforschung letzter Stand:
Erste Niederschriften erfolgten ca. 40 Jahre nach Jesus Tod durch Markus (auch dieser Name ist nicht sicher). Es findet sich an keiner Stelle der Bibel oder sonst wo ein Hinweis, dass er ein Apostelschüler gewesen sein könnte: falsche Ortsangaben, Abfassung in Griechischer Sprache, etc.
Das Matthäus Evangelium entstand zwischen 70 u. 80 n. Chr. und übernimmt gr. Teile des Markus-Ev.
Lukas-Evangelium zwischen 80 u. 95 übernimmt gr. Teile vom Markus u. Matt., weicht aber inhaltlich stellenweise deutlich ab.
Das 4. Evangelium erzählt eine neue Vision der Jesusgeschichte, mit neuen Ideen und neuer Kraft und entsteht ca. 100 n.Chr.
Bis auf das Joh.Ev. sind die Verfasser in der Schrift selbst anonym. Erst im Schlusskapitel behauptet der „Herausgeber“ der Anhänger Jesu selbst hätte das niedergeschrieben, vom Verfasser selbst wird das nie behauptet.
Die Schriften lassen sich aus angeführten hist. Rahmenhandlungen datieren.
Alle Autoren der Evangelien schöpfen auch aus älteren Dokumenten.

0 0

Re: Re: Ja, wem glauben sie denn lieber,

den Zeugen, oder Siebengescheiten, die nach fast 2000 Jahren Texte zerlegen? Und nach Gusto ausschlachten.

Warum die Spätdatierung? Ganz einfach, bestimmte Forscher können sich einfach in ihrer empiristischen, materialistischen Weltsicht nicht vorstellen, daß der Schöpfer der Welt in der Lage ist, Wunder zu wirken oder gar den Untergang Jerusalems voraus sehen zu können.

So primitiv geht´s da zu. Und was tun die Herrschaften am Sonntag in der Messe? Strecken sie dann hinterrücks die gespreizten Finger ab, wenn´s beim Glaubensbekenntnis auf >geboren aus der Jungfrau Maria< zugeht?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten anna89
20.02.2011 20:12
0 0

Re: Re: Re: Ja, wem glauben sie denn lieber,


... wenn Ihnen Ihr Gottesbild die nötige Sicherheit bzw. Antworten gibt, ist das OK.

Das aber als Weisheit letzten Schluss zu argumentieren - damit verschießen Sie sich selbst viele Türen der Erkenntnis.


0 0

Re: Re: Re: Re: Ja, wem glauben sie denn lieber,

Gibt es eine Alternative zu: Wer glaubt, wird selig!

Es kann nur eine Wahrheit geben. Alles andere kann nur Lüge und Täuschung sein.

Dazu einen Fall: Alle, die über den Islam schreiben, setzen für den Engel Gibril ohne weiteres den Namen des Erzengels Gabriel. Meine Frage, kann ein und derselbe Gott ein und den senselben Engel mit zwei sich völlig widersprechenden Aufträgen schicken?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten anna89
21.02.2011 09:08
0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Ja, wem glauben sie denn lieber,


Wieder alles Hören-Sagen aus historischen Quellen, die ihre Wurzeln vermutl. weit vor Chr.Geb. hatten, viell. sogar in einer "heidnischen" Rel., wie so viele andere christl. Überlieferungen und Riten, die im Laufe der Jh. jede Rel. für sich zurecht gebastelt hat. Koran, Bibel und z.B. das Jahrtausende alte Gilgamesch Epos, haben gemeinsame Quellen, die aber jeweils unterschiedl. aufgelöst wurden.

Ich bin Christin.
Lehne aber Ihren Anspruch von der EINEN Wahrheit schaudernd ab. Genau das hat im 17.Jh. in unseren Breiten 30% der Bevölkerung den Tod gebracht und im Islam erleben wir momentan ein Dejavue. Fundamentalischtische Verfechter von rel. Ausschließlichkeiten braucht die Welt nicht.

Weder Krenn, noch Sie, noch sonst wer, kennt DIE Wahrheit. Die Bibel beinhaltet weit mehr als Ihre Interpretation das zulässt. Nachdem sich in unseren Breiten das Christentum endlich aus den Klauen der Politik gelöst hat, darf im 21. JH. wieder frei darüber nachgedacht werden ohne Repressalien oder Nachteile befürchten zu müssen.

Für mich ist die Diskuss. an dieser Stelle abgeschlossen.

Antworten Gast: Kater Karlo
09.11.2010 11:11
2 0

Re: Jeder CHRIST soll GOTTES WAHRHEIT vertreten

Bleiben Sie bei der Wahrheit, lügen Sie nicht!

Nicht jeder Christ, sondern jeder Katholike sollte das tun.

Ich als Protestant bin Christ und muss mich den Teufel um Krenn scheren!

 
1 2

Mehr